AT 398 024 B Die Erfindung betrifft einen Schuh, der sich durch das Einklappen der Oberteile von einem geschlossenen Schuhwerk zu einem offenen Schuhwerk verändern läßt, wobei die Oberteile nicht abgenommen werden müssen. Der zwischen Sohle und Oberteil angebrachte Gummizug gewährleistet - auf völlig andere Art als in Patent DE-PS 183 494 (EMMERICH) beschrieben - einen sicheren Halt der Lederbrandsohle. Außerdem bezieht sich das vorerwähnte Patent EMMERICH in erster Linie auf den Schutz des Fußes gegen Stoß bei Straßenunebenheiten. Bei Patent DE-PS 251 549 (MESECK) ist das Oberteil nicht einklappbar, sondern nur der Futterstoff auswechselbar. Bei Patent CH-PS 258 284 (BONA) wird der Oberteil mittels Reißverschlüssen von der Sohle gelöst und am Rißt an einem Riemen befestigt. Der Oberteil der nun vorliegenden Erfindung ist aber einklappbar. Bei Patent US-PS 2 422 410 (GROSS) geht es um Slipper und Schuhfutter, die in einen anderen Schuh eingelegt werden und selbständige Bestandteile sind. Bei der nun vorliegenden Erfindung ist alles eine Einheit. Bei Patent US-PS 2 236 367 (GRUBER) ist der Oberteil abnehm- und auswechselbar, bei gegenständlicher Erfindung ist der Oberteil einklappbar. Es wird nun vorgeschlagen, daß ein Schuh der eingangs erwähnten Art nach dem Entfernen der Lederbrandsohle, die Lasche, der weiche Oberteil mit den angenähten ösenleisten sowie der Oberteilbesatz eingeklappt werden und auf der Unterbrandsohle flach zu liegen kommen, und die Lederbrandsohle auf die zusammengeklappten Oberteile aufgelegt und zwischen Oberteilbesatz und Gummizug eingeschoben und dadurch fixiert wird. Der Oberteil ist aus Leder, Stoff oder einem anderen luftdurchlässigen Material gefertigt. Die herausnehmbare Lederbrandsohle gewährleistet, daß es bei zusammengeklapptem Oberteil keine Druckstellen an der Fußsohle gibt, da die Lederbrandsohle lose im Schuh liegt, nur gehalten von einem 4 cm breiten Gummizug, der rund um den Schuh angeordnet ist. In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt: Fig. 1 zeigt die Fußbekleidung als geschlossenes Schuhwerk, Fig. 2 die Fußbekleidung aus Fig. 1 als offenes Schuhwerk, Fig. 3 die Draufsicht auf das offene Schuhwerk aus Fig. 2 bei aufgeklappten Pantoffelspangen und ohne die herausnehmbare Lederbrandsohle, Fig. 4 einen Querschnitt der Sohle mit eingeklappten Oberteilen und darüberliegender Brandsohle, und Fig. 5 die Draufsicht auf das offene Schuhwerk mit eingelegter Brandsohle. Auf dem Oberteil (6a) sind der Oberteilbesatz (6b), sowie die ösenleiste (9), die nur für den Oberteil gebraucht wird, und die Lasche (10) aufgenäht, ösenleiste (9) und Fersenteil (10) sind mit Leder verstärkt. Die Pantoffelspangen (7 und 8) sind gefüttert und ein Verschluß (11) ist aufgenäht. Der Abschluß ist passepoilliert und eine Lasche eingenäht. Der Oberteil (6a) mit Oberteilbesatz (6b) ist mit seiner Kante knapp unter die Kante der Unterbrandsohie (4) geklebt. Der 4 cm breite Gummizug (3) ist mit einer Breite von 10 bis 15 mm unter die Unterbrandsohle (4) und den bereits darauf befindlichen Oberteil (6a) mit Oberteilbesatz (6b) geklebt. Die Pantoffelspangen (7 und 8) sind als letzter Teil noch darunter geklebt, ansonsten aber mit dem Oberteil (6a) nicht fix verbunden. Der Oberteil (6a) mit Oberteilbesatz (6b), der Unterbrandsohle (4), dem Gummizug (3) und den Pantoffelspangen (7 und 8) ist mittels Spezialkleber auf die Schalensohle (2) aufgeklebt. Die Lederbrandsohle (5) ist lose auf die Unterbrandsohle (4) aufgelegt und wird vom Gummizug (3) am Verrutschen gehindert. Patentansprüche 1. Schuh, der sich durch das Einklappen der Oberteile von einem geschlossenen Schuhwerk zu einem offenen Schuhwerk verändern läßt, wobei die Oberteile nicht abgenommen werden müssen, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Entfernen der Lederbrandsohle (5) die Lasche (10), der weiche Oberteil (6a) mit den angenähten ösenleisten (9) sowie der Oberteiibesatz (6b) eingeklappt werden und auf der Unterbrandsohle (4) flach zu liegen kommen, und die Lederbrandsohle (5) auf die zusammengeklappten Oberteile aufgelegt und zwischen Oberteilbesatz (6b) und Gummizug (3) eingeschoben und dadurch fixiert wird.