AT393659B - Verfahren und vorrichtung zum verschliessen von aus kunststoff-folien bestehenden saecken - Google Patents
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Description
AT 393 659 B
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verschließen von aus Kunststoff-Folien bestehenden, staubförmiges Gut enthaltenden Säcken, bei welchem die zu verschweißenden, mit Staub bedeckten Folien zunächst vorgewärmt, anschließend miteinander verschweißt und sodann gekühlt werden.
Speziell für diesen Einsatz konnten die bisher verwendeten Einrichtungen nicht voll befriedigen, und zwar deshalb, weil die Schweißnaht infolge von Staubeinschlüssen nicht die erforderliche Festigkeit aufwies und außerdem häufig Randzonen-Briiche an den Schweißnähten zu verzeichnen waren.
Es ist - gemäß US-PS 3 218 961 - eine Vorrichtung zum Verschweißen eines Sackes bekannt, wobei den eigentlichen Schweiß- und Preßorganen Vorheizrollen vorgeordnet sind. Der Schweißvorgang findet in einem einzigen Schritt statt, ohne daß dabei Rücksicht auf eine Verstaubung der zu verschweißenden Säcke genommen wird.
Gemäß US-PS 3 243 487 ist auch ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verschweißen thermoplastischer Filme bekannt Dabei wird zwar nacheinander zweimal gepreßt und erhitzt, die jeweils zu verbindenden Bereiche der Filme befinden sich jedoch übereinander und sind auch einander benachbart angeordnet.
Es ist weiters - gemäß DE-OS 2 526 267 · eine Bandsiegelmaschine für das Verschließen von Beuteln bekannt, wobei der Beutel nacheinander eine Heizstation und eine Kühlstation durchläuft.
Schließlich ist noch - gemäß DE-OS 1486 104 · ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anbringen von Verschlußschweißnähten an gefüllten Kunststoffsäcken bekannt. Dabei werden die zu verschweißenden Innenseiten der durch den Füllgutstaub verschmutzten Sackränder durch vollflächiges Abreiben mit erheblichem Anpreßdruck von Staub und Schmutz befreit und verschweißt. Ein derartiges Verfahren ist durch den Arbeitsgang des Abreibens relativ umständlich.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen und ein Verfahren zu schaffen, bei dem auch dann eine optimale Haltbarkeit und Festigkeit der Schweißnaht gewährleistet ist, wenn im Bereich der Schweißnaht unvermeidlicherweise Staub an den miteinander zu verbindenden Folien haftet.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die mit Staub bedeckten Folien aufeinandergelegt, sodann bei einer Temperatur von mindestens 150 °C, vorzugsweise etwa 220 °C, vorgewärmt, darauffolgend stark vorgepreßt, sodaß der Staub in die Folie gedrückt wird, sodann auf mindestens 200 °C, vorzugsweise 260 °C, aufgeheizt und sodann endgültig miteinander verpreßt werden.
Die Erfindung beruht demnach auf der Erkenntnis, daß beim Verschließen von aus Kunststoff-Folien bestehenden, staubförmiges Gut enthaltenden Säcken eine aufwendige Reinigung der zu verschweißenden Bereiche nicht erforderlich ist und vorteilhafterweise auf eine solche technisch schwierige und kostspielige Reinigung dann verzichtet werden kann, wenn man erfindungsgemäß vorgeht. Auf diese Weise können die Staubeinschlüsse im Bereich der Schweißnaht überraschenderweise unschädlich gemacht werden, so daß sie die Festigkeit dieser Schweißnaht nicht zu beeinträchtigen vermögen.
Die Erfindung erstreckt sich weiters auf eine Vorrichtung zur Durchführung des oben definierten Verfahrens. Eine solche Vorrichtung umfaßt erfindungsgemäß daß längs der von den Endlosförderem gebildeten Förderbahn zumindest ein zum Vorwärmen der Schweißstelle dienendes, z. B. aus einem Paar einander gegenüberliegende Heizstäbe bestehendes Heizaggregat und in Förderrichtung anschließend eine erste Preßvorrichtung, sodann ein weiters Heizaggregat zum Aufheizen der Schweißstelle auf Schweißtemperatur und eine diesem Heizaggregat nachgeordnete zweite Preßtemperatur umfaßt.
Gemäß zahlreichen weiteren Erfindungsmerkmalen ist schließlich dafür gesorgt, daß eine Vorrichtung der oben bezeichneten Ausbildung möglichst rationell zusammenwirkende Bestandteile umfaßt, so daß die Anzahl dieser Bestandteile auf ein optimales Minimum verringert werden kann und die Vorrichtung sich infolgedessen durch eine robuste und kompakte, raumsparende Bauweise auszeichnet und mit geringstmöglicher StörungsanfMl-ligkeit zu arbeiten vermag.
Der besseren Verständlichkeit wegen sind diese weiteren Erfindungsmerkmale nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispieles des Erfindungsgegenstandes erläutert
Die Zeichnungen zeigen dieses Ausführungsbeispiel als Einrichtung zum Verschließen von aus Kunststoff-Folien bestehenden Säcken und dienen der Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Fig. 1 zeigt eine Längsansicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung, die Fig. 2 ist eine schematische DraufsichL
Im einzelnen umfaßt die Vorrichtung einen Tragrahmen (1), der zum Zweck der Kühlluftführung teilweise hohl ausgebildet ist und der das Steuerungs-Pult (2) mit zwei Temperaturreglern (3) und (4) für die Heizstäbe, mit einem stufenlosen Geschwindigkeitsregler (5) für den Endlosförderer und einem Hauptschalter (6) trägt. Die Kühlluftzufuhr erfolgt über den Gebläseanschluß (7) und der Kühlluftauslaß erfolgt über einen Kühlbereich (8), in dem das Ausmaß der Kühlung des fertig verschweißten Sack-Randes durch verschiebbare Blenden (9) regelbar ist.
In der mit dem Pfeil (10) bezeichneten Förderrichtung werden die zu verschließenden, nicht dargestellten Säcke mit ihren zu verschweißenden oberen Randbereichen längs einer von zwei mit ihren Förderbändern, z. B. Zahnflachriemen, bereichsweise einander gegenüberliegenden und zusammenwirkenden Endlosförderem (11) und (11') der Verschweißung zugeführt. Jeder dieser beiden Endlosförderer (11) bzw. (11') umfaßt zwei mit Abstand übereinander angeordnete Bänder, zwischen denen die Heizaggregate, nämlich mit Stielen (12) im Tragrahmen (1) geführte und paarweise gegeneinander verstellbare Heizstäbe (13), (13*) und (13"), vorgesehen sind. -2-
Claims (6)
- AT 393 659 B Die Bänder der beiden Endlosförderer (11) und (11') sind über Antriebsrollen (14) und (14*) sowie im Einzugsbereich über Umlenkrollen (15) und (15') geführt und durchlaufen im Einzugsbereich den Spalt zwischen einem Sackschneiderad (16) mit zugeordnetem Messer (17) und dem Gegenrad (18). Die Träger (19) der Umlenkrollen (15) und (15') sind in bezug zum Tragrahmen (1) längsverstellbar, um die Bänder der Endlosförderer (11) und (11') spannen zu können. Zwei Preßradpaare (20), (21) bzw. (22) und (23) sind vor bzw. hinter dem in Fördenichtung (10) letzten Paar von Heizstäben (13") angeordnet; sie bestehen jeweils aus einem fest und einem verschiebbar gelagerten Preßrad, welch letztere (20) bzw. (23) mittels einer Stellvorrichtung (24) bzw. (25) mit regelbarem Druck gegen die fest gelagerten Preßräder (21) bzw. (22) andrückbar sind. Beim Preßrad (21) kann es sich um ein sogenanntes Kräuselrad handeln, das dem Sackrand durch den Preß-vorgang eine Profilierung verleiht. Das Preßrad (20) des Preßradpaares (20), (21) ist mit dem Preßrad (23) des anderen Preßradpaares (22), (23) mittels eines Riemen- oder Kettentriebes (26) drehverbunden. Ferner sind die jeweils einander gegenüberliegenden, zum selben Paar gehörenden Preßräder (20), (21) bzw. (22), (23) mittels Zahnkränzen (20'), (21') bzw. (22'), (23') drehverbunden. Die Preßradpaare (20), (21) bzw. (22), (23) werden dadurch in Drehung versetzt, daß das Preßrad (22) des dem Antriebsrad (14) des Endlosförderers (11) näherliegenden Preßradpaares (22), (23) mit diesem Antriebsrad (14) mittels eines Riemen- oder Kettentriebes (27) drehverbunden ist. Die beiden Antriebsräder (14) und (14’) der beiden Endlosförderer (11) und (11') sind miteinander über Zahnkränze (28), (28') drehverbunden. Das Antriebsrad (14) schließlich wird von der Abtriebswelle (29) eines Motors (30) in Drehung versetzt, der koaxial oberhalb dieses Antriebsrades (14) angeordnet ist Die Funktion der erfindungsgemäßen Einrichtung «gibt sich aus deren konstruktiv« Gestaltung wie folgt: Der zu verschließende, aus Kunststoff-Folien gebildete Sack gelangt über den Einzugsbereich (31) d« Einrichtung zwischen den beiden Umlenkrollen (15) und (15') zu der aus dem Schneidrad (16), dem Schneidmesser (17) und dem Gegenrad (18) bestehenden Schneidvorrichtung (32), in d« der Sack abgelängt wird. Der zu verschweißende Bereich des Sackes wird zuerst zwischen den aus den Heizstäben (13) und den Heizstäben (13') bestehenden ersten Heizaggregat (33) und zweiten Heizaggregat (34) auf eine Temperatur von beispielsweise 220 °C vorgewärmt und sodann in der aus den Preßrädem (20) und (21) bestehenden ersten Prellvorrichtung (35) vorgepreßt. In dem in Förderrichtung (10) folgenden, aus den Heizstäben (13”) bestehenden Heizaggregat (36) erfolgt eine Aufheizung der Schweißstelle auf eine Schweißtemperatur von etwa 260 °C und sodann in der zweiten, aus den Preßrädern (22) und (23) bestehenden Preßvonichtung (37) ein endgültiges Verpressen der Schweißstelle. Selbstverständlich ist die Erfindung nicht an die Einzelheiten des dargestellten und erläuterten Ausführungsbeispieles gebunden, sie ist vielmehr hinsichtlich dieser Einzelheiten mannigfach abwandelbar. Preßdruck, Vorwärme- und Schweißtemperatur sind im Rahmen der Erfindung unter Bedachtnahme auf die Beschaffenheit und Stärke des zu verarbeitenden Kunststoffes frei wählbar. Vorteilhaft erweist sich in jedem Fall die Anordnung zweier, mit Abstand übereinanderliegender Bänder in den beiden Endlosförderem (11) und (11'). Infolge dieser Unterteilung der Endlosförderer können die Heizstabe (13) zwischen den beiden Bändern angeordnet werden und ein Umneigen des Kunststoffsackes im Bereich der Schweißzone wird wirksam verhindert. Die erfindungsgemäße Einrichtung ermöglicht einen störungsfreien Verlauf des Verschlußvorganges selbst noch bei einer Leistung von 12 bis 15 Säcken pro Minute. Nach Fertigstellung durchläuft der Sackrand schließlich noch eine Kühleinrichtung (38), bevor er fertig verschlossen die Einrichtung verläßt, um z. B. verladen oder gelagert zu werden. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Verschließen von aus Kunststoff-Folien bestehenden, staubförmiges Gut enthaltenden Säcken, bei welchem die zu verschweißenden, mit Staub bedeckten Folien zunächst vorgewärmt, anschließend miteinander verschweißt und sodann gekühlt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Staub bedeckten Folien aufeinandergelegt, sodann bei einer Temperatur von mindestens 150 °C, vorzugsweise etwa 220 °C, vorgewärmt, darauffolgend vorgepreßt, sodann auf mindestens 200 °C, vorzugsweise 260 °C, aufgeheizt und sodann endgültig miteinander verpreßt w«den.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei welcher zwei einander geg«iüberliegende Endlosförderer, jeweils zwei übereinander angeordnete Bänder umfassen, zwischen denen Heizstäbe von Heizaggregaten angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß längs der von den Endlosförderem (11,11') gebildeten Förderbahn zumindest ein zum Vorwärmen der Schweißstelle dienendes, z. B. aus einem Paar einander -3- AT 393 659 B gegenüberliegender Heizstäbe (13, 13') bestehendes Heizaggregat (33, 34) und in Förderrichtung (10) anschließend eine erste Preßvorrichtung (35), sodann ein weiteres Heizaggregat (36) zum Aufheizen der Schweißstelle auf Schweißtemperatur und eine diesem Heizaggregat (36) nachgeordnete zweite Preßtemperatur (37) umfaßt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Preßvorrichtungen (35,37) aus Preßradpaaren (20, 21) bzw. (22, 23) bestehen, von denen jeweils ein Preßrad (23) des anderen Preßrad-paares, z. B. mittels eines Riemen- oder Kettentriebes (26) drehverbunden sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils einander gegenüberliegenden Preßräder der beiden Preßradpaare (20, 21) bzw. (22, 23) mittels Zahnkränzen (20', 21') bzw. (22, 23') miteinander drehverbunden sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Preßrad (22) des dem Antrieb (30) der Endlosförderer (11,11') näherliegenden Preßradpaares (22,23) mit einem Antriebsrad (14) dieser Förderer, z. B. mittels eines Riemen- oder Kettentriebes (27) drehverbunden ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit der Abtriebswelle (29) des Antriebsmotors (30) drehverbundenes Antriebsrad (14) eines (11) der beiden Endlosförderer (11, 11') mit dem Antriebsrad (14') des anderen Endlosförderers (11') z. B. mittels eines Zahnkranzes (28) bzw. (28') drehverbunden ist Hiezu 1 Blatt Zeichnung -4-
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| US3218961A (en) * | 1961-02-10 | 1965-11-23 | Phillips Petroleum Co | Thermoplastic bag sealer |
| US3243487A (en) * | 1962-08-14 | 1966-03-29 | Nat Distillers Chem Corp | Method and apparatus for heat sealing thermoplastic films |
| DE1486104A1 (de) * | 1951-01-28 | 1969-02-20 | Windmoeller & Hoelscher | Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen von Verschlussschweissnaehten an gefuellten Kunststoffsaecken |
| DE2526267A1 (de) * | 1975-02-13 | 1976-08-26 | Domain Ind Inc | Bandsiegelmaschine fuer das verschliessen von beuteln |
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1982
- 1982-04-09 AT AT143082A patent/AT393659B/de not_active IP Right Cessation
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