AT393240B - Verfahren und vorrichtung zum nachbehandeln vorzugsweise runder, duennwandiger metallruempfe von zwei- oder dreiteiligen dosen - Google Patents
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Description
AT 393 240 B
Die Erfindung bezieht sich primär auf ein Verfahren zum Nachbehandeln vorzugsweise runder, dünnwandiger Metallrümpfe von zwei- oder dreiteiligen Dosen. Üblicherweise werden an der Längsnaht zusammengefügte oder auf Länge geschnittene Dosenrümpfe zweiteiliger Dosen zur Aufnahme eines boden- oder deckelseitigen Endes vorher mit einem Bördel ausgestattet. Es ist vorteilhaft, den Rumpfdurchmesser vorab an einem oder beiden Enden gleich oder in verschiedenem Ausmaß zu veijüngen, um den Materialbedarf für die Enden zu reduzieren und eine Stapelbarkeit im beidseits verschlossenen Zustand sicherzustellen.
Damit die Verjüngung des Rumpfes bei Belastung in achsialer Richtung nicht zu einer "Soll-Knick-Stelle" vor dem Erreichen des Versagensdruckes des restlichen Rumpfes wird, welcher in der Regel durch die Anordnung und Formgebung der in Umfangsrichtung um die Rümpfe umlaufenden bekannten Sicken bestimmt wird, ist es erwünscht, den Einzieh-Übergangsbereich zu versteifen. Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, auch kleine Rumpfdurchmesser bei geringen Blechstärken unter Verwendung billiger abgewandelter Stauch-Einzieh-Werkzeuge bei hohen Minutenleistungen so umzuformen, daß eine Versteifung des Einzieh-Übergangsbereiches der Rümpfe entsteht. Diese Aufgabe wird bei dem eingangs näher bezeichneten Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Übergangsbereich zum Einziehbereich durch Längsrillen versteift wird. Dabei ist es besonders zweckmäßig, wenn die Längsrillen während des Stauch-Einziehvorganges ausgeführt werden. Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens können die Längsrillen in einem mehrstufigen Vorgang auch an mehrfach eingezogenen Rümpfen angebracht werden.
Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Aufnahme für Dosenrümpfe bestehend aus einem Zentrierring, einem Einziehring und einem Einziehkem, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Einziehring vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang verteilte und nach innen ragende Nocken aufweist, welche den durch an sich bekannte Bewegungselemente eingeschobenen Rümpfen im Zuge des Einziehvorganges eine rillenartige Längsversteifung im Einzieh-Übergangsbereich verleihen. Dabei können die Nocken, vorzugsweise unter einem flachen Winkel, z. B. im Bereich von 15 bis 20°, gegenüber den unverformten Längswänden des Rumpfes angeordnet und in den Einziehring eingesetzt oder aus diesem herausgearbeitet sein.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere in einer Materialersparnis in der Blechstärke des Rumpfes, die dadurch gegeben ist, daß bei gleichen Anforderungen an die Stapeldruckfestigkeit Dosen, welche im Einzieh-Übergangsbereich nicht versteift sind, eine höhere Rumpfblechstärke als solche mit den erfindungsgemäß beschriebenen Versteifungen erfordern. Weiters ist die Empfindlichkeit gegenüber "Denting" (Auftreten von Rumpfabflachungen durch Schläge und Stöße insbesondere in der Nähe des Falzes und im Einzieh-Übergangsbereich) bei Dosen gleicher Blechstärke, wenn sie mit den Längsrippen versehen sind, geringer als bei vergleichbaren Dosen mit gleicher Blechstärke ohne Längsrillen im Einzieh-Übergangsbereich.
Unter dünnwandigen Metallrümpfen werden im vorliegenden Fall insbesondere solche mit einer Blechstärke von weniger als 0,20 mm verstanden.
Die Erfindung wird nun an Hand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 einen gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeiteten, einfach eingezogenen Dosenrumpf vor dem Verschließen nach Ausschnitt eines Sektors, Fig. la in einer schematischen Längsschnittdarstellung einen gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeiteten zweifach eingezogenen Dosenrumpf, Fig. lb eine schematische Längsschnittdarstellung einer Zwischenstufe eines gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeiteten Rumpfes, Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeiteten Rumpf längs der Linie (Π-Π) in Fig. 1 in vergrößerter Darstellung, Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Schnittdarstellung längs der Linie (ΙΠ-ΠΙ) in Fig. 1 und Fig. 4 einen Teil-Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des «findungsgemäßen Verfahrens.
Gemäß Fig. 1 weist ein gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeitet« Dosennimpf (R), der im Falle zweiteiliger Dosen (bestehend nur aus Unterteil und Deckel) vorher auf die richtige Länge beschnitten worden ist, in der Regel vor dem "Bördeln", welches vorzugsweise durch das bekannte Rollbördelverfahren geschieht, einen Längs- bzw. Querschnitt gemäß Fig. lb auf. Der Bördelvorgang wird in der Regel dem Stauch-Einziehvorgang nachgeschaltet und «gibt dann ein zum Auffalzen eines Deckels vorb«eitetes Rumpfende, d. h. ein sogenanntes Bördel (1), gemäß Fig. 1, wobei d« zylindrische Teil des eingezogenen Bereiches des Dosenrumpfes (R) mit dem Bezugszeichen (2) versehen ist. Dieser zylindrische Teil (2) wird in der Regel aus v«formungstechnischen Gründen so kurz wie möglich gehalten. Der Einzieh-Übergangsbereich (10) geht dann in den unverformten Teil (4) (Fig. 2 bis 4) des Rumpfes (R) über.
Das erfindungsgemäße V«fahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung betreffen nun die Herstellung von Versteifungsrippen bzw. versteifenden Längsrillen (S) im Übergangsbereich (10) von eingezogenen, dünnwandigen Metallbehältem. Diese rund um den Umfang des Rumpfes (R) vorgesehenen Längsrillen (5) können im Zuge des Einziehvorganges (vgl. Fig. 4) oder in einem Nachbehandlungsschritt hergestellt werden. Daduch wird d« Einzieh-Übergangsbereich (10) versteift, so daß « nicht zu einer "Soll-Knick-Stelle" vor dem Erreichen des Versagensdruckes des restlichen Rumpfes wird
In Fig. la ist ein mehrfach eingezogener Rumpf (R) gezeigt, mit beispielsweise zwei zylindrischen Teilen (2,2') des eingezogenen Bereiches und demgemäß zwei Einzieh-Übergangsbereichen (10,10') sowie zwei Reihen von Längsrillen (5, 5'). -2-
Claims (5)
- AT 393 240 B Fig. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab einen Längsschnitt durch den nicht von ein«- Längsrille (5) verformten Einzieh-Übergangsbereich (10). In dieser Fig. 2 ist auch der flache Winkel (α) z. B. im Bereich von 15 bis 20°, eingezeichnet, der zwischen dem zylindrischen Teil (2) bzw. dem unverformten Teil (4) des Rumpfes (R) und der Kegelerzeugenden am Grund einer Längsrille (5) aufritt. Die Fig. 3 zeigt im vergrößerten Maßstab einen Längsschnitt durch die Mitte einer Versteifungsrille (5). In den Fig. 2 und 3 ist jeweils eine rundumlaufende Sicke (11) dargestellt Die Anbringung dieser Sicke bzw. Sicken geschieht unabhängig vom Einziehen der Rümpfe (R) und verfolgt bekanntermaßen den Zweck, die Außendruck· bzw. Vakuumbeständigkeit des beiderseits verschlossenen Rumpfes zu erhöhen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist an einem entsprechenden Transportmittel angeordnet. Das Transportmittel kann aus einem sich drehenden Rad bestehen, dem durch Zufiihrsteme Dosenrümpfe zur Bearbeitung in mehreren gleichartigen Stationen pro Rad zugeführt werden. Die Dosenrümpfe (R) werden durch ein Bewegungsmittel in die Vorrichtung nach Fig. 4 eingeschoben und nach Erreichen einer Endlage wird die Vorrichtung nach oben wegbewegt und die Rümpfe durch den diese außen berührenden Transportstem in die nächste Bearbeitungsstation übergeben. Die über die Innenkontur des Einziehringes (6) hinausragenden Nocken (8) ergeben beim Einschieben der Rümpfe über den Zentrierring (9) eine gleichmäßige Rillenbildung im Einziehübergangsbereich. Mit (7) ist der Einziehkem bezeichnet. Die Anzahl der Nocken (8) wird vorteilhafterweise so festgelegt, daß der Rand einer Rille (5) direkt in den Rand der nächsten Rille übergeht, so daß im Querschnitt des Rumpfes an dieser Stelle betrachtet möglichst keine Zylinderkontur mehr erhalten bleibt. Der Durchmesser der eingesetzten Nocken beträgt zweckmäßigerweise etwa 1/10 des Rumpfnenndurchmessers. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Nachbehandeln vorzugsweise runder, dünnwandig»’ Metallrümpfe von zwei- oder dreiteiligen Dosen, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergangsbereich (10, 10') zum Einziehbereich (2, 2') durch Längsrillen (5, 5') versteift wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrillen (5, 5') während des Stauch-Einziehvorganges ausgeführt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrillen (5') in einem mehrstufigen Vorgang an mehrfach eingezogenen Rümpfen (R) angebracht werden.
- 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit ein»- Aufnahme für Dosenrümpfe bestehend aus einem Zentrierring, einem Einziehring und einem Einziehkem, dadurch gekennzeichnet, daß der Einziehring (6) vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang verteilte und nach innen ragende Nocken (8) aufweist, welche den durch an sich bekannte Bewegungselemente eingeschobenen Rümpfen (R) im Zuge des Einziehvorganges eine rillenartige Längsversteifung im Einzieh-Übergangsbereich (10) verleihen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nocken (8), vorzugsweise unter einem flachen Winkel (α), z. B. im Bereich von 15 bis 20°, gegenüber den unverformten Längswänden (2,2', 4) des Rumpfes (R) angeordnet und in den Einziehring (6) eingesetzt sind oder aus diesem herausgearbeitet sind. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen -3-
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| AT2590A AT393240B (de) | 1990-01-08 | 1990-01-08 | Verfahren und vorrichtung zum nachbehandeln vorzugsweise runder, duennwandiger metallruempfe von zwei- oder dreiteiligen dosen |
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| ATA2590A ATA2590A (de) | 1991-02-15 |
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| ATA2590A (de) | 1991-02-15 |
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