AT392505B - Einrichtung zum kuehlen und entfeuchten eines schutzraumes - Google Patents

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    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B15/00Installations affording protection against poisonous or injurious substances, e.g. with separate breathing apparatus
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04HBUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
    • E04H9/00Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate
    • E04H9/04Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate against air-raid or other war-like actions

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Description

AT 392 505 B
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Kühlen und Entfeuchten von Schutzräumen, wobei im Schutzraum wenigstens ein Wärmetauscher angeordnet ist.
Aus der DE-OS 31 26 857 ist eine mit Energietauschem ausgestattete transportable Raumzelle bekannt geworden, wobei in und/oder an einer Fläche ein Energietauscher vorgesehen ist. Wie die gesamte Konstruktion der transportablen Raumzelle deutlich macht, ist eine Klimatisierung dieser Raumzelle an die Zufuhr von Energie beispielsweise in Form eines intakten Stiomleitungsnetzes gebunden. Eben dies kann für die Zwecke, für welche Schutzräume konzipiert werden, keinesfalls als gegeben vorausgesetzt werden.
Gemäß einschlägigen Richtlinien für die Errichtung von Schutzraum sind Schutzräume vorzusehen, welche mit bis zu 50 Personen je Schutzraum über eine vorgegebene Zeit, insbesondere einen Zeitraum von 14 Tagen benützbar sein sollen. Bei den bisherigen Konstruktionen derartiger Schutzräume wurde für eine entsprechende Filterung der Zuluft und eine entsprechende Ausschleusung von Abluft Sorge getragen. Insbesondere im Falle eines längeren Betriebszeitraumes lassen sich bei derartigen Schutzräumen aber mit einer derartigen Zuluft* und Abluftregelung klimatische Bedingungen nicht sicherstellen, welche eine Gesundheitsgefährdung der im Schutzraum befindlichen Personen ausschließen. Insbesondere ist zu berücksichtigen, daß jede Person im Schutzraum selbst Wärme und Feuchtigkeit in den Schutzraum einträgt, wodurch eine übermäßige Erwärmung des Schutzraumes und das Erreichen unerträglicher Feuchtigkeit nach kürzester Zeit zu befürchten ist. Die Wärmeabgabe des Menschen erfolgt grundsätzlich über Strahlung, Konvektion und je höher die Temperatur steigt, über die Abgabe von Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf. Bei der bisherigen Auslegung und Planung von Schutzräumen wurde dieser Umstand nicht berücksichtigt und es wurde von der Annahme ausgegangen, daß mit Rücksicht auf die fehlende Energieversorgung im Ernstfall ausschließlich mit Zuluftzufuhr und Abluftregelung das Auslangen gefunden werden muß.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Einrichtung zum Kühlen von Schutzräumen zu schaffen, welche ohne externe Energiezufuhr und daher auch im Ernstfall betriebssicher bleibt und welche ein Klima im Schutzraum aufrechtzuerhalten gestattet, welches von den Personen im Schutzraum ohne ernste gesundheitliche Schäden überstanden werden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsgemäße Einrichtung im wesentlichen darin, daß der Wärmetauscher über Leitungen und eine Handpumpe mit einem im Schutzraumbereich angeordneten Brunnen oder einem unterhalb des Bodens und/oder im Bereich der Wände des Schutzraumes angeordneten Flüssigkeitsspeicher verbunden ist, daß die Wärmetauscher von der Decke zur Wand des Schutzraumes geneigt angeordnet sind und daß nahe der Unterkante der Wärmetauscher eine Sammelrinne für Kondenswasser angeordnet ist. Da innerhalb des Schutzraumes Wärmetauscher angeordnet sind, läßt sich eine Kühlwirkung durch Radiation und in Grenzen auch durch Konvektion und Austausch der Wärme an den Wärmetauschern bewirken, wobei dadurch, daß eine Handpumpe vorgesehen ist, die Beaufschlagung des Wärmetauschers mit Kühlmittel unabhängig von einer gegebenenfalls nicht mehr vorhandenen Energieversorgung möglich ist. Als Kühlmittelquelle ist ein entsprechender Flüssigkeitsspeicher oder ein Brunnen vorgesehen, welcher im Schutzraumbereich angeordnet ist und welcher gleichzeitig die Möglichkeit bietet, den Schutzraum selbst besser zu dämmen. Zu diesem Zweck ist der Flüssigkeitsspeicher bzw. der Brunnen unterhalb des Bodens und/oder im Bereich der Wände des Schutzraumes angeordnet wobei die Anordnung des Flüssigkeitsspeichers unterhalb des Bodens zu einer entsprechenden Abkühlung der Bodenfläche durch Radiation führt Die Anordnung von Flüssigkeitsspeichem im Wandbereich eines derartigen Schutzraumes kann die gegebenenfalls vorharschende Strahlungsbelastung weiter mindern und eine derartige Anordnung dient zusätzlich zur Verbesserung der thermischen Dämmung auch einer Verringerung der Strahlenbelastung im Inneren des Schutzraumes. Als Flüssigkeit kann in einfacher Weise Wasser verwendet werden und es wird insgesamt eine von Energieversorgung unabhängige Kühlvorrichtung geschaffen, welche auch einen längeren Aufenthalt von mehreren Personen im Schutzraum ohne Gefahr gesundheitlicher Schädigungen ermöglicht. Mit Rücksicht auf sich bildendes Kondenswasser an den Wärmetauschern ist die Ausbildung so getroffen, daß die Wärmetauscher ναι der Decke zur Wand des Schutzraumes geneigt angeordnet sind. An den Oberflächen daartiger Wärmetauscher kondensierendes Wasser wird auf diese Weise zur Wand geleitet und wird in einfacher Weise durch nahe der Unterkante des Wärmetauschers angeordnete Sammelrinnen für Kondenswasser abgeleitet
Der Wärmetauscher kann in einfacher Weise als Plattenkühlkörper ausgebildet sein, wobei eine derartige Ausbildung zu keinen Beschränkungen des vorhandenen Platzes im Schutzraum führt
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten, schematischen Ausführungsbeispieles näher erläutert In dieser zeigen Fig. 1 einen teilweisen Grundriß eines Schutzraumes mit der erfindungsgemäßen Einrichtung, Fig. 2 in vergrößerter Darstellung einen teilweisen Schnitt und eine teilweise Ansicht nach der Linie (ΙΙ-Π) der Fig. 1 durch die Pumpenanordnung und Fig. 3 im Detail die Anordnung eines Wärmetauschers im Bereich der Decke des Schutzraumes.
In Fig. 1 ist ein Schutzraum für etwa 50 Personen dargestellt wobei die Räume mit den entsprechenden Einrichtungen, wie beispielsweise Liegen, Sitzgelegenheiten od. dgl., und einzelne Räume mit sanitären Anlagen ausgebildet sind. Um eine übermäßige Erwärmung da: Räume bei der Anwesenheit einer Vielzahl von Personen über einen längeren Zeitraum zu verhindern, sind in den Räumen jeweils eine entsprechende Anzahl von i Wärmetauschern (1) vorgesehen, welche im Bereich der Decke, wie dies in Fig. 3 genauer dargestellt werden wird, angeordnet sind. Die Wärmetauscher sind dabei in einfacher Weise als Plattenkühlkörper ausgebildet und stehen über ein Leitungssystem mit einer schematisch angedeuteten und in Fig. 2 näher dargestellten -2-

Claims (2)

  1. AT 392 505 B Pumpenanordnung (2) in Verbindung, wobei der Kühlmittelvorlauf schematisch als durchgezogene Leitungsverbindung (3) angedeutet ist und der Kühlmittelnicklauf strichliert mit (4) angedeutet ist Wie in der Folge noch näher beschrieben, wird aus der hündisch betreibbaren Pumpenanordnung, welche somit von einer gegebenenfalls nicht mehr vorhandenen Energieversorgung unabhängig ist Kühlmittel, insbesondere Wasser, aus einem im Bereich der Schutzräume vorgesehenen Flüssigkeitsspeicher oder Brunnen entnommen. Der Flüssigkeitsspeicher kann dabei im Bereich des Bodens, wie dies in Fig. 2 noch näher dargestellt werden wird und/oder im Bereich der außen liegenden Begrenzungswände der Schutzräume, wie dies schematisch mit (5) angedeutet ist, angeordnet sein, so daß sich auch durch unmittelbar an die einzelnen Schutzräume anschließende Flüssigkeitsspeicher bzw. Kühlmittelbehälter eine Absenkung der Temperatur im Inneren der Schutzräume als auch unter Umständen eine Verringerung einer gegebenenMs vorhandenen Strahlenbelastung erzielbar ist, wobei auch die seitlich angeordneten Speicher in den Schutzbereich des Schutzraumes einbezogen sind. In Fig. 2 ist ein Brunnen unterhalb des Bodens (7) vorgesehen und es wird Wasser aus dem Brunnen (6) mit einer Handbrunnenpumpe (8), deren Arbeitszylinder mit (9) bezeichnet ist, in einen Behälter (10) gefördert. Über eine weitere Handpumpe (11) erfolgt eine Einspeisung von Kühlmittel, d. h. Wasser, aus dem Behälter (10) in eine Druckleitung (13), welche direkt in das Kühlmittelvorlaufsystem (3) mündet. Das Rücklaufsystem (4) ist in Fig. 2 nicht dargestellt. In Fig. 3 ist eine platzsparende Möglichkeit der Anordnung der als Plattenkühlkörper ausgebildeten Wärmetauscher (1) dargestellt. Die Wärmetauscher (1) sind dabei von der Decke (14) des Schutzraumes geneigt zu einer Seitenwand (15) an einem Support (16) festgelegt, um eine ordnungsgemäße Ableitung des auftretenden Kondenswassers zu ermöglichen. Das an der Unterkante (17) sich sammelnde Kondenswasser wird dabei in einer unterhalb der Unterkante (17) angeordneten Sammelrinne (18) gesammelt und abgeleitet Dabei mündet nahe der Unterkante (17) der Kühlwasservorlauf (3) und es ist nahe der Oberkante im Bereich der Decke der Kühlwasserrücklauf (4) angeschlossen. Bei einer Belegung eines Schutzraumes mit beispielsweise 50 Personen ist eine Kühlleistung von etwa 2500 Watt notwendig, um entsprechende klimatische Bedingungen aufrechtzuerhalten. Eine derartige Kühlleistung ergibt eine erforderliche Kühlwassermenge von ca. 0,1 Liter pro Sekunde bei einer angenommenen Kühlwassertemperatur von 7 bzw. 12° im Vorlauf bzw. im Rücklauf. Derartige Mengen lassen sich ohne weiteres mit einer Handpumpe erzielen. Der Flüssigkeitsspeicher zur Versorgung mit Kühlmittel bzw. Kühlwasser kann dabei von einem Brunnen gebildet sein, wobei das Wasser aus dem Kühlmittelrücklauf direkt durch eine nicht näher dargestellte Kanalisation abgeleitet wird. Falls eine derartige kontinuierliche Wasserversorgung aus einem Brunnen nicht möglich ist, muß ein entsprechend groß dimensionierter Flüssigkeitsbehälter im Bereich des Bodens und/oder der Seitenwände vorgesehen sein, wobei, wie oben erwähnt, gleichzeitig eine zusätzliche Kühlwirkung und gegebenenfalls eine Strahlenbelastungsminderung erzielbar ist. Unter der Annahme einer Verweilzeit von 14 Tagen bei einer Belegung eines Schutzraumes mit 50 Personen ergibt sich ein erforderlicher Behälterinhalt von etwa 145 m^ um eine ausreichende Kühlleistung sicherzustellen. Bei einem derartigen Kühlkreislauf kann das Kühlwasser direkt mit der als Membranpumpe ausgebildeten Handpumpe (11) aus dem Behälter durch die Wärmetauscher gepumpt werden, so daß die zusätzliche Brunnenpumpe entfallen kann. Das an den Kühlflächen bzw. Wärmetauschern (1) anfallende Kondenswasser wird im allgemeinen ebenfalls in das nicht näher dargestellte Kanalisationssystem eingeleitet, wobei bei einem Versagen des Kanalsystems die Ableitung aller anfallenden Abwässer über einen Schacht mit einer wiederum handbetätigten Abwasserpumpe erfolgen kann. PATENTANSPRÜCHE 1. Einrichtung zum Kühlen und Entfeuchten eines Schutzraumes, wobei im Schutzraum wenigstens ein Wärmetauscher angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmetauscher (1) über Leitungen (3,4) und eine Handpumpe (2) mit einem im Schutzraumbereich angeordneten Brunnen oder einem unterhalb des Bodens (7) und/oder im Bereich der Wände des Schutzraumes angeordneten Flüssigkeitsspeicher (5,6) verbunden .ist, daß die Wärmetauscher (1) von der Decke (14) zur Wand (15) des Schutzraumes geneigt angeordnet sind und daß nahe der Unterkante der Wärmetauscher (1) eine Sammelrinne (18) für Kondenswasser angeordnet ist -3- 5 AT 392 505 B
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmetauscher (1) in an sich bekannter Weise als Plattenkühlkörper ausgebildet ist Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -4- I
AT1693/89A 1989-07-12 1989-07-12 Einrichtung zum kuehlen und entfeuchten eines schutzraumes AT392505B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3126857A1 (de) * 1981-07-08 1983-01-27 Franz Grötz GmbH & Co KG Bauunternehmung, 7560 Gaggenau Mit energietauscher ausgestattete transportable raumzelle

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3126857A1 (de) * 1981-07-08 1983-01-27 Franz Grötz GmbH & Co KG Bauunternehmung, 7560 Gaggenau Mit energietauscher ausgestattete transportable raumzelle

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