AT390834B - Gasgenerator - Google Patents
Gasgenerator Download PDFInfo
- Publication number
- AT390834B AT390834B AT300788A AT300788A AT390834B AT 390834 B AT390834 B AT 390834B AT 300788 A AT300788 A AT 300788A AT 300788 A AT300788 A AT 300788A AT 390834 B AT390834 B AT 390834B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- floor
- gas generator
- projectile
- annular groove
- artillery
- Prior art date
Links
- 239000003380 propellant Substances 0.000 claims description 10
- 238000007789 sealing Methods 0.000 claims 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 25
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 4
- 230000004323 axial length Effects 0.000 description 3
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 3
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B30/00—Projectiles or missiles, not otherwise provided for, characterised by the ammunition class or type, e.g. by the launching apparatus or weapon used
- F42B30/08—Ordnance projectiles or missiles, e.g. shells
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)
- Toys (AREA)
Description
Nr. 390 834
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gasgenerator für die Verringerung des Bodensoges an Artilleriegeschoßen, mit einem topfförmigen Gehäuse für die Aufnahme eines Treibsatzes und wenigstens einer Gasauslaßöffnung im Boden, wobei das topfförmige Gehäuse lösbar mit dem Boden des Artilleriegeschoßes verbindbar ist. Für die Reichweite von Artilleriegeschoßen sind in erster Linie Gewicht sowie Art und Menge des Treibsatzes bestimmende Faktoren. Die Reichweite des Geschoßes wird dariiberhinaus durch die Geschoßform bestimmt und wird durch die Ausgestaltung des Rohres beeinflußt. Nach dem Verlassen des Rohres wirken der Luftwiderstand und der Bodensog vermindernd auf die Reichweite des Geschoßes. Der Luftwiderstand wird von der Geschoßform definiert. Um den Einfluß des Bodensoges zu vermindern ist es bereits bekannt geworden, im Bereich des Bodens eines Artilleriegeschoßes zusätzliche Gase auszustoßen, um auf diese Weise unmittelbar hinter der Projektilbasis einen möglichst geringen Druckunterschied zur umgebenden Luft zu erzeugen. Derartige Einrichtungen zur Verringerung des Bodensoges unterscheiden sich hiebei grundsätzlich von anderen Einrichtungen zur Erhöhung der Reichweite von Geschoßen, bei welchen eine zusätzliche Antriebsleistung in Form eines Raketenmotors in der Basis eines Spezialprojektils zur Verfügung gestellt wird. Für die Verringerung des Bodensoges an Artilleriegeschoßen sind unterschiedliche Ausbildungen von Gasgeneratoren bekanntgeworden. Bei den meisten bekannten Vorschlägen strömt ein in einem Gasgenerator erzeugtes Gas in einem zentralen Bereich des Geschoßbodens aus. Derartige Gasgeneratoren werden am Boden der Granate fest angebracht und enthalten Treibsätze sowie eine zentrale Düse. Die Treibsätze werden in der Regel durch die Treibladung gezündet. Die Vorrichtung zur Verminderung des Bodensoges muß hiebei dem gesamten Treibladungsdruck beim Abschuß standhalten und es muß vor allen Dingen sichergestellt werden, daß keine Deformationen beim Abschuß auftreten. Geringste Deformationen wirken sich bereits auf die ballistischen Bedingungen des Geschoßes aus, wobei derartige durch Deformationen erzielte Abweichungen nicht ohne weiteres vorhersehbar sind. Eine Formänderung der Einrichtung zur Verringerung des Bodensoges beim Abschuß kann nicht nur zu Abweichungen von der Flugbahn sondern zu einer zusätzlichen Sogwirkung führen, welche in der Folge von einem im Gasgenerator enthaltenen Treibsatz nicht mehr kompensiert werden kann. Neben der erforderlichen Stabilität des Gasgenerators ist aber auch das gleichmäßige Ausströmen der bodensogkompensierenden Gase von wesentlicher Bedeutung. In diesem Zusammenhang sind bereits Vorschläge bekanntgeworden, die Geometrie des Treibsatzes im Gasgenerator so zu wählen, daß über eine hinreichend lange Zeit, welche der Flugzeit im wesentlichen entspricht, eine hinreichend große Menge an Gasen erzeugt werden kann und gleichmäßig am Boden des Geschoßes ausgestoßen werden kann. Der auf diese Weise erzielte "Base-Bleed"-Effekt unterscheidet derartige Generatoren prinzipiell von Raketenmotoren, da die erzeugte Strömung lediglich in dem Ausmaß erzielt werden muß, als dies zur Kompensation von Druckdifferenzen bzw. Druckänderungen an der Basis des Geschoßes erforderlich ist.
Derartige Gasgeneratoren werden bei der Konzeption neuer Geschoße in der Regel bereits in einer Weise ausgebildet, daß sie in einfacher Weise mit dem Geschoßboden verbunden werden können. Eine Reihe von Artilleriegeschoßen, welche ohne Anschluß für einen Gasgenerator der eingangs genannten Art ausgebildet wurden, läßt sich aber nun nicht mit einfachen Mitteln für den Anschluß eines Gasgenerators modifizieren. Bei bekannten Artilleriegeschoßen, an welche lösbar ein Gasgenerator angeschlossen war, wurde die Ausbildung hiebei so getroffen, daß der Boden des Geschoßes mit einem Bolzengewinde auf kleinerem Außendurchmesser als der Geschoßaußendurchmesser ausgebildet war, so daß auf ein derartiges Bolzengewinde der Gasgenerator mit einem Muttergewinde im Topfkörper aufgeschraubt werden konnte. Eine derartige einfache Festlegung bietet eine Reihe von Dichtheitsproblemen und bei nicht einwandfreiem Anschluß des Gasgenerators an den Boden des Geschoßes kann es zu Zerstörungen beim Abschuß des Geschoßes kommen, welche sowohl zu einer Beschädigung des Rohres als auch naturgemäß zu einem Wirkungsloswerden des Gasgenerators führen.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, für konventionelle Geschoße, welche bisher nicht für den Anschluß eines Gasgenerators vorgesehen und ausgebildet waren, eine einfache Möglichkeit eines Anschlusses zu schaffen, bei welcher nur geringfügige Modifikationen des Geschoßbodens und insbesondere Modifikationen, welche sich nur über eine kleine axiale Länge des Geschoßes im Bereich des Bodens erstrecken, notwendig sind, um ein sicheres, dichtes Anschließen des Gasgenerators zu ermöglichen. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsgemäße Ausbildung im wesentlichen darin, daß die Stirnseite der Wand des topfförmigen Gehäuses wenigstens eine Ringnut aufweist, welche bei am Boden des Geschoßes festgelegter Position des Gasgenerators mit einer Ringnut und einem in die Ringnut eingelegten Stützring am Boden des Artilleriegeschoßes zusammenwirkt. Dadurch, daß in der bodenseitigen Stirnwand des Geschoßes eine Nut vorgesehen ist, in welcher ein Ring eingelegt ist, und dadurch, daß der diesem Boden des Geschoßes zugewandte Stimwandbereich des Gasgenerators gleichfalls eine Nut aufweist, wird eine gute radiale Abstützung gegen Aufweitung und Kompression erzielt und es wird die Gefahr einer Beschädigung beim Abschuß auch dann herabgesetzt, wenn die eigentliche Befestigung nur über ein Bolzengewinde mit geringer axialer Länge erfolgt Insbesondere bei Bolzengewinden mit geringer axialer Länge, wie sie bei nachträglicher Modifikation von bestehenden Artilleriegeschoßen ausgebildet werden können, werden durch eine derartige, in Ringnuten eingelegte Ringdichtung auch Dichtheitsprobleme sicher beherrscht. Insgesamt ergibt sich durch die erfindungsgemäße Ausbildung die Möglichkeit, den Geschoßboden nur auf geringe axiale Länge abarbeiten zu müssen und dennoch einen sicheren und dichten Anschluß des Gasgenerators zu gewährleisten. Für die nachträgliche Anpassung von Gasgeneratoren an bestehende Artilleriegeschoße muß nur -2-
Claims (1)
- Nr. 390 834 ein geringer Teil der Bodenfläche des Artilleriegeschoßes nachträglich bearbeitet werden und es wird dennoch ein sicherer und dichtender Anschluß des Gasgenerators gewährleistet Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. In der Zeichnung ist der Boden eines Geschoßes (1) mit (2) bezeichnet. In den Geschoßboden wird nachträglich eine Ringnut (3) eingefräst, in welche ein Dichtungsring (4) eingelegt wird. Der Gasgenerator (5) wird zum Anschluß an den Boden (2) des Geschoßes (1) im Bereich seiner dem Boden (2) zugewandten Stirnwand (6) gleichfalls mit einer Nut (7) ausgestattet, so daß mit dem Ring (4) eine Dichtung und eine radiale Abstützung erzielt werden kann. Die Befestigung des Gasgenerators (5) am Boden (2) des Geschoßes (1) erfolgt in konventioneller Weise über ein Schraubgewinde (8), wobei der Gasgenerator (5) das entsprechende Muttergewinde und der Boden (2) des Geschoßes (1) das entsprechende Bolzengewinde dieser Verschraubung (8) aufweist. Im Gasgenerator (5) ist dabei eine Gasauslaßöffnung (9) am Boden vorgesehen und es ist der aufgenommene Treibsatz mit (10) angedeutet. PATENTANSPRUCH Gasgenerator für die Verringerung des Bodensoges an Artilleriegeschoßen, mit einem topfförmigen Gehäuse für die Aufnahme eines Treibsatzes und wenigstens einer Gasauslaßöffhung im Boden, wobei das topfförmige Gehäuse lösbar mit dem Boden des Artilleriegeschoßes verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnseite der Wand des topfförmigen Gehäuses wenigstens eine Ringnut aufweist, welche bei am Boden des Geschoßes festgelegter Position des Gasgenerators mit einer Ringnut und einem in die Ringnut eingelegten Stützring am Boden des Artilleriegeschoßes zusammenwirkt. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT300788A AT390834B (de) | 1988-12-07 | 1988-12-07 | Gasgenerator |
| EP89890277A EP0373144A1 (de) | 1988-12-07 | 1989-10-23 | Gasgenerator |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT300788A AT390834B (de) | 1988-12-07 | 1988-12-07 | Gasgenerator |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| ATA300788A ATA300788A (de) | 1989-12-15 |
| AT390834B true AT390834B (de) | 1990-07-10 |
Family
ID=3543867
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT300788A AT390834B (de) | 1988-12-07 | 1988-12-07 | Gasgenerator |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0373144A1 (de) |
| AT (1) | AT390834B (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2135945C1 (ru) * | 1998-04-23 | 1999-08-27 | Конструкторское бюро приборостроения | Способ стрельбы снарядом и выстрел |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB411381A (en) * | 1933-11-30 | 1934-06-07 | Heinrich Romberg | High explosive tracer shells |
| US4213393A (en) * | 1977-07-15 | 1980-07-22 | Gunners Nils Erik | Gun projectile arranged with a base drag reducing system |
| AT356546B (de) * | 1978-09-28 | 1980-05-12 | Hirtenberger Patronen | Abdichtung bei granaten |
| DE3437250A1 (de) * | 1984-10-11 | 1986-04-17 | Rheinmetall GmbH, 4000 Düsseldorf | Treibsatz zur bodensogreduzierung fuer ein artilleriegeschoss |
-
1988
- 1988-12-07 AT AT300788A patent/AT390834B/de not_active IP Right Cessation
-
1989
- 1989-10-23 EP EP89890277A patent/EP0373144A1/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA300788A (de) | 1989-12-15 |
| EP0373144A1 (de) | 1990-06-13 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3430998C2 (de) | ||
| DE69915427T2 (de) | Munitionskartusche mit ihrer Treibladungskonfiguration | |
| DE2908116C2 (de) | Nebeldose | |
| EP0656522B1 (de) | Patronenhülse | |
| DE2826497A1 (de) | Treibspiegelgeschoss mit pyrotechnischem satz | |
| DE3918005C2 (de) | ||
| DE2547528C2 (de) | Artilleriegeschoß mit erhöhter Reichweite | |
| AT390834B (de) | Gasgenerator | |
| DE69719790T2 (de) | Vorrichtung zur reduzierung des bodensogs von geschossen | |
| DE4400545B4 (de) | Rauchladungs-Behälter, vorzugsweise zur Anordnung in einer Rauchladungs-Artilleriegranate | |
| DE3815738A1 (de) | Patrone mit flintenlaufgeschoss | |
| EP0511229B1 (de) | Patrone, insbesondere granatpatrone | |
| DE69422617T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur übertragung von einem gewünschten bewegungsmuster an einem fliegenden gefechtskopf | |
| DE3048595A1 (de) | "gefechtskopf fuer tarn- und/oder taeuschzwecke" | |
| DE10105867B4 (de) | Geschoss | |
| DE1428680A1 (de) | Verbesserungen an Huelsen fuer Feuerwaffenmunition | |
| DE19738937A1 (de) | Patronierte Munition | |
| EP0157421B1 (de) | Nebelwurfkörper | |
| DE19751932C2 (de) | Gasgenerator zur Reichweitensteigerung eines Geschosses und Geschoß mit Gasgenerator | |
| DE3501468C2 (de) | Nebelwurfkörper | |
| DE1278885B (de) | Springmine fuer UEbungszwecke | |
| DE69310238T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Unschädlichmachen einer Bedrohung durch Freigabe eines Neutralisationsmittels | |
| DE3421841A1 (de) | Unterkalibrige uebungspatrone | |
| DE3545737C1 (en) | Cartridge for expelling fluids under pressure | |
| DE1578207A1 (de) | Zerfallgeschoss fuer Ziel-UEbungspatronen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| ELJ | Ceased due to non-payment of the annual fee |