AT390048B - Krananlage mit einbahnig ausgefuehrtem, unstetigem foerdersystem fuer den stueckguttransport - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft eine Krananlage mit einbahnig ausgeführtem, unstetigem Fördersystem für den Stückguttransport von insbesondere Säcken, Schachteln, palettierten Gütern oder dergleichen, im wesentlichen bestehend aus einer oder mehreren Vertikalförderstrecken und dazwischenliegenden Horizontalförderstrecken, mit verschiedenen Lastaufnahmemitteln und mit einer beliebig ausgeführten bzw. veränderbaren Tragkonstruktion. Es sind bereits mehrere Massnahmen bekannt geworden, kleinere Stückgüter auf Umschlagplätzen mit Lagerhäusern, mehreren Eisenbahngeleisen und/oder LKW-Fahrspuren sowie Kaianlagen wirtschaftlich umzuschlagen. So werden Säcke, Schachteln oder dergleichen auf Paletten gestapelt, und einzeln oder zu zweit an einem Kranhaken umgesetzt. Der Förderzyklus wird dabei massgeblich durch die Wegzeit der doppelten Förderstrecke beschränkt. Ausserdem können aus Sicherheitsgründen keine ungeordneten Güter umgeschlagen werden. Der Einsatz von international genormten Containern ist auf Grund deren Grösse nicht überall möglich, erfordert internationale Verwaltungsorganisation, grosse Stauflächen und hohe Kapitalbindung. Die weiters bekannte Verwendung von Stetigförderern für Säcke und Schachteln erfordert manuellen Einsatz bei den Ein-und Ausgabestellen. Weiters ergeben sich Anpassungsschwierigkeiten des Fördersystems bei veränderlichen Förderhöhen und-weiten bzw. bei Umkehrung der Förderrichtung. Ähnliches gilt für Stetigförderer von Paletten. In der DE-OS 1 906 212 ist ein Containerkran bekanntgeworden, der Vertikal- und Horizontalförderstrecken für den Stückguttransport besitzt, wobei die Container von einem oder mehreren Senkrecht- auf ein oder mehrere Horizontalfördergeräte umsetzbar sind. Vertikal-und Horizontalförderstrecken sind hiebei kreuzungsfrei aneinander angeschlossen, wodurch klar zum Ausdruck kommt, dass bei diesem System nur eine direkte Übergabe des transportierten Stückgutes vom Vertikal-auf das Horizontalförderzeug stattfinden kann. Die Möglichkeit, leere Container in Ausweichplätzen auf Warteposition abzustellen, fehlt dieser Ausführung. Zur Steigerung der Umsatzleistung wird in dieser Druckschrift eine doppelbahnige Ausführung vorgeschlagen. Dies aber bedeutet einen wesentlich grösseren konstruktiven Aufwand Ge zwei Hubwerke sowohl see- als auch landseitig, sowie zwei Horizontalförderstrecken mit den zugehörigen Horizontalförderzeugen). Die DE-OS 2 539 968 zeigt eine Container-Verladevorrichtung mit einer zusätzlichen horizontalen Fördervorrichtung mit dem wesentlichen Zweck, als Puffer für mehrere Container zu dienen. Auch diese bekannte Ausführung ist nicht geeignet, eine wesentliche Steigerung der Förderleistung herbeizuführen. Vielmehr ist dieser Krantyp einer anderen Gattung zugehörig, da lt. Patentanspruch 1 die Erfindung nur bei einbahnig ausgeführten unstetigen Fördersystemen zur Anwendung kommt, die bekanntgewordene Vorrichtung aber über einen grösseren Bereich der Horizontalförderstrecke zweibahnig geführt wird. Zweck und Aufgabe der Erfindung ist es, eine Krananlage der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welche bei einfachem Konstruktionsprinzip und voller Transportsicherheit eine wesentliche Anhebung der Umschlagleistung bietet. Es sollen also ausser gesicherten Palettenladungen auch ungesicherte Stapel von Schachteln und ungeordnete Fördergüter umgeschlagen werden können. Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass entlang des gesamten einbahnigen Förderweges mit seinen Vertikal-und Horizontalförderstrecken ein oder mehrere Ausweichplätze für rückgeführte Transporthilfen angeordnet sind und dass in den Kreuzungsbereichen von Vertikal-und Horizontalförderstrecken an sich bekannte Übergabestellen eingerichtet sind, wo die Lastaufnahmemittel der Transporthilfen gewechselt werden. Vorteilhafte Anwendung finden die erfindungsgemässen Massnahmen bei Krananlagen mit zwei Vertikal- und einer Horizontalförderstrecke, wobei zwei Ausweichplätze vorhanden sind und drei Lastaufnahmemittel sowie drei Transporthilfen zum Einsatz kommen. Die Ausweichplätze sind bei einer speziellen Ausführung in beidseitig direkter Verlängerung der Horizontalförderstrecke angeordnet. Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine hohe Verfügbarkeit der Transporthilfen an den Materialein- bzw. - ausgabestellen für die Übergabe bzw. Übernahme der Fördergüter, z. B. mittels allgemein vorhandener Gabelstapler ; das heisst, an den Materialein- und -ausgaben treten nur mehr kurze Arbeitsunterbrechungen auf. Trotz einbahniger Ausführung des Fördersystems wird die Rückführung leerer Transporthilfen zur wiederholten Verwendung bei gleichzeitigem Lade- bzw. zeitlich verschobenem Entladevorgang ermöglicht. Zur Gewährleistung der vollen Transportsicherheit werden die Transporthilfen im allgemeinsten Fall als verschliessbare Behälter ausgeführt, können aber bei einheitlichem Umschlaggut entsprechend vereinfacht oder mit Klemmvorrichtungen versehen werden. Das Neue der vorliegenden Erfindung wird darin gesehen, dass durch die Einführung von Ausweichplätzen zur Zwischenspeicherung eine zeitliche Verzahnung der vertikalen und horizontalen Arbeitsbewegung erfolgen kann. Diese Eigenschaft führt beispielsweise bei einem Kran mit zwei vertikalen und einer horizontalen Förderstrecke sowie zwei Übergabestellen mit erfindungsgemässen Ausweichplätzen und drei Lastaufnahmemitteln bzw. Transporthilfen ungefähr zu einer Verdreifachung der Umschlagleistung. Dabei ist von Bedeutung, dass dies für eine fast gleich geblieben Gesamtantriebsleistung und Tragkonstruktion der Krananlage gilt. Weiters ist hervorzuheben, dass trotz hoher Umschlagleistung die volle Bedienungs- und Transportsicherheit bei kleinstem Platzbedarf an den Materialein- und -ausgabestellen gegeben ist. In einer erfindungsgemässen Ausführung sind die Hubwerke mit einem"Spreader"-artigen Lastaufnahmemittel versehen, sodass die Transporthilfen schnell aus-und abgekuppelt werden können. In einer anderen erfindungsgemässen Ausführung werden die vertikalen Förderstrecken mit Hubtischen realisiert. Die vertikalen Förderstrecken können durch einen festen Aufzugsschacht oder eine teleskopierbare Verkleidung wetterfest <Desc/Clms Page number 2> umschlossen werden. Aus Wettergründen ist es auch sinnvoll, den Horizontaltransport geschützt im Brückenträger des Krans unterzubringen. Die Antriebe für die Horizontalförderung, die Ausweichplätze und Übergabestellen können prinzipiell in jeder von der Schwerlastfördertechnik bekannten Form ausgeführt werden. Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen schematisch veranschaulicht. Es zeigen : die Figur 1 ein erfindungsgemässes Fördersystem in schematischer Darstellung ; die Figur 2 als Ausführungsbeispiel eine Krananlage im Aufriss und die Figur 3 einen zur Figur 2 gehörenden Zeitablaufplan. Die Bewegungen auf dem einbahnigen Förderweg mit seinen Vertikal- (1) und Horizontalförderstrecken (2) sind zeitlich so gegeneinander verschoben, dass sich gegenläufige Transporthilfen (T) an den Ausweichplätzen (3) EMI2.1 Lastaufnahmemittel (L2) zur Horizontalbeförderung übergeben. Bei einem Entladevorgang ist aber bereits kurz vor dem abgeschlossenen Hubvorgang der vollen Transporthilfe (tel) die leere Transporthilfe (T2) von der Materialausgabe her über die Horizontalförderstrecke (2) und die Übergabestellen (4) auf den Ausweichplatz (3) eingelangt und wird nun nach dem Passieren der vollen Transporthilfe (tel) wieder in die Übergabestelle (4) gebracht und dort vom Lastaufnahmemittel (Ll) zum Absenken übernommen. Am anderen Ende der in ihrer Länge veränderbaren Horizontalförderstrecke (2) läuft dieser Vorgang analog ab, sodass sich für die drei Transporthilfen (tel, T2, T3) der Zeitablauf nach Figur 3 ergibt.
Claims (10)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Krananlage mit einbahnig ausgeführtem, unstetigem Fördersystem für den Stückguttransport von insbesondere Säcken, Schachteln, palettierten Gütern oder dergleichen, im wesentlichen bestehend aus einer oder mehreren Vertikalförderstrecken und den dazwischenliegenden Horizontalförderstrecken, mit verschiedenen Lastaufnahmemitteln und mit einer beliebig ausgeführten bzw. veränderbaren Tragkonstruktion, dadurch gekennzeichnet, dass entlang des gesamten einbahnigen Förderweges mit seinen Vertikal- (1) und Horizontalförderstrecken (2) ein oder mehrere Ausweichplätzen (3) für rückgeführte Transporthilfen (T) angeordnet sind und dass in den Kreuzungsbereichen von Vertikal- (1) und Horizontalförderstrecken (2) an sich bekannte Übergabestellen (4) eingerichtet sind, wo die Lastaufnahmemittel (L) der Transporthilfen (T) gewechselt werden.
- 2. Krananlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausweichplätze (3) konstruktiv unmittelbar an die Übergabestellen (4) anschliessen.
- 3. Krananlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Horizontalförderstrecken (2) zwischen den Übergabestellen (4) in ihrer Länge veränderbar sind.
- 4. Krananlage nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Förderweg aus zwei Vertikal- (1) und einer Horizontalförderstrecke (2) mit zwei Ausweichplätzen (3) und zwei Übergabestellen (4) besteht, wobei drei Lastaufnahmemittel (Ll, L2, L3) und drei Transporthilfen (tel, T2, T3) eingesetzt werden (Fig. 2).
- 5. Krananlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die beiden Ausweichplätze (3) in beidseitig direkter Verlängerung der Horizontalförderstrecke (2) befinden.
- 6. Krananlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass für die Aufnahme des Transportgutes durch die Lastaufnahmemittel (Ll, L2, L3) Transporthilfen (tel, T2, T3) vorgesehen sind, die aus geschlossenen oder offenen Behältern, Körben, Rahmen, Zangen oder dergleichen mit oder ohne Klemmvorrichtung bestehen.
- 7. Krananlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebskräfte für die horizontalen EMI2.2 aufgebracht werden.
- 8. Krananlage nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalförderstrecken (1) als Seilhubwerke, Scherenhubtische, selbstklettemde Plattformen oder dergleichen ausgebildet sind. <Desc/Clms Page number 3>
- 9. Krananlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalförderstrecken (1) durch feste oder teleskopierbare Förderschächte (6) umschlossen sind.
- 10. Krananlage nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Horizontalförderstrecke (2) sich im Inneren des Kranauslegers (7) befindet.
Priority Applications (8)
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|---|---|---|---|
| AT0098988A AT390048B (de) | 1988-04-18 | 1988-04-18 | Krananlage mit einbahnig ausgefuehrtem, unstetigem foerdersystem fuer den stueckguttransport |
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| DE58907972T DE58907972D1 (de) | 1988-04-18 | 1989-04-12 | Krananlage mit einbahnigem Fördersystem für den Stückguttransport. |
| AT89890106T ATE107907T1 (de) | 1988-04-18 | 1989-04-12 | Krananlage mit einbahnigem fördersystem für den stückguttransport. |
| CA000596868A CA1324347C (en) | 1988-04-18 | 1989-04-17 | Crane system with single-lane, discontinuous conveying system for part-load transport |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Citations (4)
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|---|---|---|---|---|
| DE1531226A1 (de) * | 1967-08-11 | 1969-12-11 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Verschiebetraeger mit Laufkatze |
| DE1950176A1 (de) * | 1968-10-07 | 1970-05-14 | Mavor & Coulson Ltd | Kran,insbesondere Verladebruecke |
| DE1906212A1 (de) * | 1969-02-07 | 1971-02-11 | Tax Hans | Containerverladekran |
| DE2539968A1 (de) * | 1974-09-06 | 1976-03-18 | Stork Conrad Bv | Verladevorrichtung, insbesondere fuer container |
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1988
- 1988-04-18 AT AT0098988A patent/AT390048B/de not_active IP Right Cessation
-
1989
- 1989-03-31 ZA ZA892383A patent/ZA892383B/xx unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| ATA98988A (de) | 1989-08-15 |
| ZA892383B (en) | 1990-05-30 |
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