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Die Erfindung bezieht sich auf eine Führung für ausziehbare Möbelteile, wie Schubkästen,
Laden, Fachbretter u. dgl. nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Solche Führungen sind in vielfältigen Formen bekanntgeworden. Sowohl bei der Montage dieser
Führungen, wie auch beim Bau der ausziehbaren Möbelteile, insbesondere bei Schubkästen, sind
Fehler nicht immer mit Sicherheit zu vermeiden, wenngleich diese doch im relativ kleinen Toleranz- bereich liegen. Auch durch Umwelteinflüsse, wie Temperaturänderungen oder Luftfeuchtigkeitsände- rungen, können Materialbewegungen verursacht werden, die wieder zu Formänderungen führen, auch diese liegen erfahrungsgemäss in kleinen Grenzen.
Alle diese Mängel, unabhängig davon, ob sie nun einzeln oder summiert auftreten, beeinflussen nicht nur die Leichtgängigkeit der Füh- rung, sie bedingen auch ein ästhetisch nicht befriedigendes Aussehen der Möbelvorderseite, insbe- sondere dann, wenn horizontale Kanten aufeinanderfolgender Schubladen- oder Schubkastenblen- den einen schmalen Spalt begrenzen. Liegen die erwähnten Mängel vor, so ist der Spalt nicht mehr von parallelen Kanten oder Linien begrenzt, sondern von divergierenden Linien oder konver- gierenden Linien. Das Auge registriert solche divergierenden Linien sehr rasch und dem Betrachter oder Beschauer des Möbels wird ein ästhetisch nicht befriedigender Eindruck vermittelt.
Zur Korrektur dieser Massabweichung wurden schon verschiedene Vorschläge entwickelt, insbe- sondere wurde im Bereich des stirnseitigen Endes der Laufschiene ein Exzenter vorgesehen, dessen Achse rechtwinkelig zur Auszugsrichtung der Führung steht. Der Exzenter greift dabei in eine korrespondierende Bohrung der Schiene ein. Durch Drehen des Exzenters wird dabei das vordere Schienenende etwas gehoben bzw. gesenkt, so dass dadurch Höhenlagen der Schiene korrigiert werden können. Es ist auch bekannt, am vorderen Ende der Laufschiene einen vertikalen Schlitz auszusparen und durch diesen Schlitz eine Befestigungsschraube zu stecken und mit der Möbelwand zu verspannen. Je nach Bauart der Schienenführung sind diese bekannten Konstruktionen mehr oder weniger zweckmässig bzw. überhaupt anwendbar.
Bekannt ist auch eine Schubladenführung (US-PS Nr. 2, 551, 843), die frei drehbare Laufrollen aufweist, die an der Korpusinnenseite eines Möbelstückes befestigt sind. An den Seitenwangen des einen Schubkastens ist eine U-förmige Schiene befestigt, die mit ihrer unteren Wange an diesen Laufrollen aufliegt. Um den in das Möbelstück eingeschobenen Schubkasten hinsichtlich seiner Höhenlage gegenüber diesem Möbelstück justieren zu können, ist die erwähnte im Querschnitt U-förmige Schiene in ihrer Längsrichtung unterteilt, wobei der der Frontseite des Schubkastens benachbart liegende Abschnitt dieser im Querschnitt U-förmigen Schiene gegenüber dem restlichen Teil dieser Schiene höhenverstellbar ist. Zu diesem Zweck ist dieser Abschnitt gelenkig am feststehenden Abschnitt befestigt.
Ferner besitzt dieser Abschnitt in seinem Mittelbereich eine vertikale Schlitzführung, durch welche ein in der Schubkastenseitenwand befestigter Bolzen ragt. Oberhalb und unterhalb des vorderen Endes des beweglichen Abschnittes dieser Schiene sind, ebenfalls an den Seitenwänden des Schubkastens befestigt, L-förmige Laschen vorgesehen, deren auskragende Schenkel eine Gewindebohrung tragen, in welche je eine Schraube eingedreht ist. Die freien Enden der Schrauben sind gegen das vordere Ende des beweglichen Abschnittes dieser Führungsschiene gerichtet und liegen an diesen als Anschläge an. Durch Verdrehen dieser Schrauben wird nun der bewegliche Abschnitt der Schiene entweder nach oben oder nach unten verschoben und in der jeweils gewünschten Lage fixiert.
Mit einer solchen Konstruktion ist die gewünschte Justierung durchaus zu erzielen, diese Konstruktion ist jedoch von ihrem Aufbau her gesehen derart aufwendig und kompliziert, dass sie mit rationellen Mitteln nicht gefertigt werden kann. Diese teure Fertigung bedingt auch einen so hohen Verkaufspreis, dass eine Schiene dieser Art sicherlich nicht verkauft werden kann.
Ferner ist hier noch jene bekannte Ausziehführung für Schubladen zu erwähnen (AT-PS Nr. 337400) mit einer korpusseitigen Tragschiene und einer ladenseitigen Führungsschiene, die einen entlang einer Biegestelle höhenverstellbaren vorderen Schienenabschnitt aufweist, wobei die Last- übertragung zwischen den Führungsschienen über eine oder mehrere Rollen oder einen oder mehrere Gleiter erzielt wird. Die profilierte Führungsschiene weist einen Vertikalsteg und an ihrem Schenkel einen einseitig offenen Schlitz auf, der einen Vertikalstegabschnitt und einen Schenkelabschnitt vom übrigen Teil der Führungsschiene trennt und der um die erwähnte Biegestelle nach oben oder nach unten gebogen werden kann. Eine Konstruktion dieser Art wird nicht als zweckmässig erachtet.
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Dies deswegen, da das Gewicht der eingefahrenen Schublade praktisch auf einem frei auskragenden
Träger liegt und dieser frei auskragende Träger durch die erwähnten Einschnitte gerade an seiner kritischen Stelle geschwächt ist. Darüber hinaus ist dieser frei auskragende Träger durch das
Einschieben und das Ausziehen der Schublade dynamisch belastet. Es muss daher damit gerechnet werden, dass sich dieser Abschnitt der Schiene allmählich unter der auf ihm ruhenden Last ver- biegt und verformt.
Der Erfindung liegt das oben aufgezeigte Problem zugrunde und sie bezieht sich auf solche
Führungen, die aus profilierten Metallschienen bestehen mit C-, L- oder Z-förmigem Querschnitt.
Die Erfindung zielt dabei auf eine möglichst einfache konstruktive Lösung für diese Höhenkorrek- tur ab, die belastbar ist und die trotz des auf sie einwirkenden dynamischen Lastwechsels ihre
Einstellung sicher und zuverlässig beibehält. Zur Lösung des anstehenden Problems wird erfindungs- gemäss jene Massnahme vorgeschlagen, die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 definiert ist.
Eine zweckmässige Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Lasche eine Gewindeboh- rung aufweist und am Schaft der Schraube und benachbart dem Kopf derselben ein Bund vorgesehen ist und zwischen Kopf und Bund das frei auskragende Ende der Laufbahn formschlüssig gefasst ist, durch welche erreicht wird, dass unabhängig von der Drehrichtung der Schraube das Ende der Laufbahn der axialen Bewegung dieser Schraube folgen kann, so dass dieses Ende der Laufbahn aus einer vorgegebenen, sozusagen spannungslosen Lage nach oben oder nach unten verschwenkbar ist. Derselbe Effekt wird auch erreicht, wenn das frei auskragende Ende der Laufbahn zur Aufnahme der Schraube eine Gewindebohrung aufweist und die Schraube an der Lasche drehbar, gegen axialen Versatz jedoch gesichert gelagert ist, doch ist der damit verbundene konstruktive Aufwand etwas grösser.
Um den eingeschobenen Schubkasten in seiner Endstellung sicher zu halten, ist nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung vorgesehen, dass das frei auskragende Ende der Laufbahn eine nach oben gerichtete, quer zur Auszugrichtung verlaufende Knickung aufweist. Die durch die Knickung bedingte Schräge der Laufbahn drückt bzw. schiebt sozusagen den eingefahrenen Schubkasten in den Möbelkorpus hinein und hält ihn dort infolge dieser Knickung gleichsam fest. Ist ferner vorgesehen, dass zur Bildung des frei auskragenden Endes der Laufbahn der an sie anschlie- ssende Steg der Möbelschiene im vorderen Bereich ausgeklinkt ist, so kann der auszuklinkende Bereich so gestaltet werden, dass die Lasche ausgespart ist, die dann bei einer Folgeoperation im Zuge der Formung der Schiene nunmehr aus der Ebene des Steges hochgeklappt werden muss.
Um zu erreichen, dass die Länge der Laufschiene möglichst über ihre ganze Erstreckung als Laufbahn für die Rolle der Möbelschiene genutzt werden kann, was ja die Auszugsweite der Führung beeinflusst, ist weiterhin vorgesehen, dass das frei auskragende Ende der Laufbahn mit dem vorderen Ende des Steges etwa bündig liegt.
Die Erfindung wird an Hand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen : Die Fig. l ein erstes Ausführungsbeispiel, bestehend aus einer Laufschiene und einer Möbelschiene, u. zw. von der Seite gesehen, wobei das vordere Ende der Laufschiene abgetrennt ist zum Zwecke der Übersichtlichkeit der Darstellung ; Fig. 2 zeigt in Seitenansicht die Möbelschiene für ein zweites Ausführungsbeispiel. Die Laufschiene ist hier gänzlich weggelassen. Die Fig. 3 zeigt eine Stirnansicht der Möbelschiene zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und die Fig. 4 ist die Stirnansicht der Möbelschiene nach Fig. 2.
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l,schiene-l-besitzt einen im wesentlichen C-förmigen Querschnitt. An ihrem vorderen Ende ist eine Laufrolle --3-- stationär jedoch frei drehbar gelagert.
Die freien Schenkel --2 und 4-- des C-förmigen Profils dienen als Laufbahnen für die frei drehbar gelagerte Rolle --5-- am rückseitigen Ende der Möbelschiene --6--, die einen Z-förmigen Querschnitt besitzt mit einem vertikalen Steg --7--, einem unteren horizontalen Schenkel --8-- und einem oberen horizontalen Schenkel, letzterer dient als Laufbahn --9--. Am unteren horizontalen Schenkel --8-- liegt der ausziehbare, hier jedoch nicht dargestellte Möbelteil auf und wird mittels Schrauben fixiert.
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In Fig. 1 ist das vordere Ende der Laufschiene-l-abgerissen, um die konstruktive Gestal- tung des vorderen Abschnittes der Möbelschiene --6-- übersichtlich zu veranschaulichen.
An ihrem vorderen Ende ist nun die Möbelschiene --6-- im Bereich der Knick- oder Biegestel- le zwischen dem vertikalen Steg --7-- und dem horizontalen Schenkel ausgeklinkt und durch diese
Ausklinkung ist die Laufbahn --9--, die durch den horizontalen oberen Schenkel gebildet wird, frei auskragend. Diese Auskragung --10-- ist nach oben geknickt, wobei die Achse dieser
Knickung quer zur Auszugsrichtung der Führung steht und das freie Ende dieser Auskragung --10-- weist eine Bohrung auf, welche eine Schraube --12-- aufnimmt. Zwischen dem Kopf --13-- und einem kopfnahen Bund --14-- dieser Schraube --12-- liegt das freie Ende der Auskragung --10-- und ist auf diese Weise formschlüssig gegenüber einem eventuellen axialen Versatz an dieser
Schraube --12-- festgehalten.
Der ein Gewinde tragende Schaft der Schraube --12-- ragt in eine
Gewindebohrung an einer Lasche --15--, die aus dem Steg --7-- rechtwinkelig ausgebogen ist.
Wird die Schraube --12-- gedreht, so wandert sie je nach Drehrichtung nach oben oder nach unten und nimmt dabei das Ende der Auskragung --10-- mit, so dass sich der durch die Ausklin- kung gebildete Spalt vergrössert oder verkleinert, wodurch wieder das vordere Ende der Möbel- schiene --6-- gegenüber der Lauf- oder Stützrolle --3-- der Laufschiene gesenkt oder angehoben wird. Dadurch ist die angestrebte Höhenregulierung auf einfache Weise möglich, u. zw. für jedes
Schienenpaar eine Auszuges, unabhängig vom andern.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2, bei dem ausschliesslich die Möbelschiene --6-- gezeigt ist, ist die Auskragung --10-- in der oben beschriebenen Weise gebildet. Der Unterschied gegen- über der vorher erläuterten Ausführungsvariante liegt darin, dass die Auskragung --10-- an ihrem freien Ende eine Gewindebohrung besitzt, in welche die Schraube --12-- eingedreht ist. Diese
Schraube --12-- ist mit ihrem unteren Ende an einer aus dem vertikalen Steg --7-- ausgebogenen
Lasche --15-- drehbar gelagert, jedoch gegen axialen Versatz gesichert, beispielsweise durch einen eingetriebenen Niet, so dass die Schraube auf der Lasche --15-- zwar gedreht werden kann, ohne dass sie sich aber gegenüber der Lasche axial verschiebt.
Beim Drehen der Schraube --12-verändert diese nicht ihre axiale Lage gegenüber dem Steg --7-- bzw. der Lasche --15--, jedoch wird das im Gewinde geführte Ende der Auskragung --10-- gehoben oder gesenkt, wodurch die erwähnte Höhenkorrektur bzw. Höheneinstellung bewerkstelligt werden kann.
Bei beiden Ausführungsformen ist die Gewindeschraube --12-- an einer aus dem Steg --7-ausgebogenen Lasche --15-- befestigt. Grundsätzlich ist es möglich, am vorderen Ende dieser Möbelschiene --6-- einen getrennten Bauteil, beispielsweise aus Kunststoff, zu lagern, an welchem die Schraube --12-- verankert ist im Sinne des Ausführungsbeispieles nach Fig. 2 oder in welchem eine Gewindebohrung vorgesehen ist, in welche die Schraube --12-- im Sinne der Fig. 1 hineingedreht werden kann. Dieser zusätzliche Bauteil, der aus Kunststoff zweckmässigerweise gefertigt wird und beispielsweise quaderförmig ist, kann auf das vordere Ende der Möbelschiene --6-- aufge- steckt werden, indem aus dieser Schiene, u. zw. insbesondere aus dem vertikalen Steg --7--, eine Lasche ausgebogen wird, auf welche dieser Teil dann aufgesteckt wird.
Die Masstoleranzen zwischen dieser ausgebogenen Lasche einerseits und der Aussparung im Kunststoffteil für die Aufnahme dieser Lasche können so eng bemessen sein, dass der Kunststoffteil ohne weitere Befestigung auf dieser Lasche fest und sicher hält.
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