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möglichst viele auslastbare alternative Wege für die Herstellung von Sekundärrohstoffen zur Verfü- gung gestellt, wodurch sich die Verfahrensweise besonders wirtschaftlich durchführen lässt.
Als Hartstoffscheider können konventionelle Einrichtungen mit schräggestellten Sieben verwen- det werden, welche mit Luft beaufschlagt werden, wobei harte und schwere Stoffe von leichten und weichen Stoffen geschieden werden können. Bei den konventionellen Anlagen wurden harte und schwere Stoffe gemeinsam verworfen, wobei erfindungsgemäss nunmehr nach einer Magnetscheidung über eine Nassaufbereitung auch hier eine weitere Aufarbeitung vorgenommen wird.
Setzmaschinen, wie sie erfindungsgemäss verwendet werden können, arbeiten üblicherweise mit Wasser und Luft, wobei im Fall von Wasser eine Siebplatte pulsierend bewegt wird, wodurch die Absetzbewegung unterstützt wird, wohingegen bei Verwendung von Luft diese pulsierend durch ein feststehendes Sieb gepresst wird. Auch hier erfolgt eine Dichtetrennung.
In besonders vorteilhafter Weise werden Siebungen mit Trommelsieben, insbesondere Polygon- siebtrommel, vorgenommen, wodurch sich eine deutlich verbesserte Trennung und eine relativ exak- te Einhaltung der Siebschnittlinie ergibt. In einfacher Weise kann die Leichtfraktion der Hartstoff- scheider einer Verrottung unterworfen werden, wobei hier mit Vorteil vor einer Kompostierung eine
Haftkorn- und/oder Feinstkornabtrennung vorgenommen wird.
Die weitere Klassierung zum Erleichtern des Sortierens wird mit Vorteil so geführt, dass der gesamte Siebüberlauf der ersten Grobabsiebung oder eine Teilmenge davon einem Sieb, vorzugsweise mit einer etwa doppelt so grossen Maschenweite als die erste Grobabsiebung, zur Abtrennung einer kunststoff- und textilreichen Fraktion zugeführt wird.
Um tatsächlich eine Reihe von unterschiedlichen Produkten sauber voneinander trennen zu können, ist es Voraussetzung, dass bereits zu Beginn und in der Folge bei den Trennungen durch
Siebung exakte Siebschnitte vorgenommen werden. Mit Vorteil wird die Grobsiebung nach der Mühle mit Siebschnitten zwischen 16 und 40 mm, bevorzugt zwischen 18 und 25 mm, vorgenommen, wobei der grobe Anteil die trockenen, spezifisch leichten, sperrigen Formen und flächige Körper enthält, welche im wesentlichen aus trockenem Papier, Dünnplastik bzw. Folien, Textilien, Gummi, Leder,
Alufolien, Dosen und Blech bestehen.
Der Siebdurchgang dieses Grobsiebes ist in der Regel feucht, spezifisch schwerer, weist kompakte Formen und kugelige Körper auf und besteht daher aus feuch- tem nassen Papier, Hartplastik, Vegetabilien, Hartstoffen, wie Glas oder Steinen, Buntmetallen,
Nägeln, Schrauben, Muttern od. dgl. Es werden daher bereits bei der Grobsiebung zwei Fraktionen gewonnen, in denen bereits bestimmte Stoffgruppen stark angereichert sind. An dieses Grobsieb soll nun ein Teilungssieb angeschlossen werden, welches die nachgeschaltete Hartstoffabtrennung in einem engeren Kornband durchführen lässt, wodurch sich ein besserer Trenneffekt ergibt.
Der Siebdurchgang des ersten Grobsiebes soll hiebei mit Vorteil einen Trennschnitt bei etwa 8 mm ergeben, wobei der Siebüberlauf dieses Teilungssiebes Korngrössen von 8 bis 20 mm und der Siebdurchgang dieses Teilungssiebes Korngrössen von 8 mm enthält. Der Siebschnitt bzw. die Trennung soll zwischen 5 und 10 mm liegen, um die nachfolgenden Hartstoffabtrennungen zu verbessern.
Der Siebüberlauf des ersten Grobsiebes, welcher nicht dem Teilungssieb zugeführt wird, wird in der Folge mit Vorteil so weiter aufgearbeitet, dass der Siebüberlauf des Grobsiebes nach einer Magnetscheidung einer Ballenpresse zur Herstellung von Brennstoff zugeführt wird, wobei eine Teilmenge der der Ballenpresse zuzuführenden Fraktion einem Sieb, vorzugsweise mit einer Maschenweite von 30 bis 80 mm, zur Abtrennung einer kunststoff- und textilreichen Fraktion unterworfen wird.
In weiterer Folge wird mit Vorteil so vorgegangen, dass die Leichtfraktionen der Hartstoffscheider und/oder der Siebdurchgang der Siebung zur Abtrennung einer kunststoff- und textilreichen Fraktion, einem Feinsieb, vorzugsweise mit einem Trennschnitt bei 1 bis 3 mm, aufgegeben wird. Mit Vorteil werden hiebei zwei Hartstoffscheider vorgesehen, wobei der dem Teilungssiebüberlauf zugeordnete Hartstoffscheider grobe Hartstoffe und grobes Leichtgut ergibt, wohingegen der dem Siebdurchgang des Teilungssiebes zugeordnete Hartstoffscheider feine Hartstoffe und feines Leichtgut ergibt. Mit diesen Hartstoffen werden Schwermetallträger aus der Kompostrohfraktion abgetrennt, wobei unter Hartstoffen neben derartigen Metallen üblicherweise auch Glas, Steine, Keramik od. dgl. anfallen.
Mit Vorteil wird das erfindungsgemässe Verfahren so durchgeführt, dass die im Faseraufschluss nicht auflösbare Fraktion der Sortierung zugeführt wird und dass aus der Sortierung eine Kunst-
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stofffraktion, eine Nichteisenmetall-Fraktion und eine Abfallbrennstofffraktion abgetrennt wird, wobei in vorteilhafter Weise aus der Setzmaschine eine Baustoff- und gegebenenfalls eine Buntmetallfraktion abgetrennt wird.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In diesen zeigen : Fig. l eine schematische Gesamtansicht der erfindungsgemässen Verfahrensführung ; Fig. 2 die Weiterverarbeitung von einzelnen Fraktionen aus der Verfahrensführung nach Fig. l unter Zwischenschaltung einer Waschstufe ; Fig. 3 eine alternative Weiterverarbeitung zur Verrottung von Müllbestandteilen und Fig. 4 die gemeinsame Abwasserführung für die Betriebsweise, wie sie in den Fig. 2 und 3 erläutert wurde.
In Fig. l ist mit-l-eine Mühle bezeichnet, welcher der kommunale Müll aufgegeben wird.
Der Mühle nachgeschaltet ist ein Grobsieb --2--, dessen Siebüberlauf einem ersten Magnetschei- der --3-- zugeführt wird. Der Siebdurchgang des Grobsiebes --2-- wird einem Teilungssieb --4--
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--4-- gesonder-- abgetrennten Leichtfraktionen einem Feinsieb --8-- zugeführt werden können. Die harte
Fraktion des Hartstoffscheiders --6-- für den Siebdurchgang des Teilungssiebes --4-- wird wie- der einem Magnetscheider --9-- zugeführt, wohingegen die leichte Fraktion einem weiteren Fein- sieb --10-- aufgegeben wird. Die Magnetscheider --3, 7 und 9-- erlauben das Abtrennen von
Eisenschrott, welcher als erstes Rohprodukt bei --11-- ausgebracht wird.
Der Siebüberlauf des Grobsiebes-l-kann nach dem Magnetscheider --3-- einer Ballenpresse --12-- zugeführt werden, wobei als Produkt Brennstoff aus Müll bei --13-- ausgebracht wird.
Das den Magnetscheider --7-- verlassene Material enthält grobe Hartstoffe, wie Metalle, Steine und Hartplastik, wobei dieses Produkt bei --14-- ausgebracht wird. Die zweite Hartstofffraktion des Hartstoffscheiders --6-- wird nach Verlassen des Magnetscheiders --9-- als feine Hartstofffraktion --15-- ausgebracht, wobei diese Fraktion in erster Linie Glas, Steine, Metalle und Kunststoffe enthält.
Das den ersten Magnetscheider --3-- verlassende Material, welches der Ballenpresse --12-zur Erzielung einer Brennstofffraktion zugeführt werden kann, kann alternativ über ein oder zwei Siebe-16 und 17-- geführt werden, wobei im Falle eines Grobsiebes --16-- eine plastikreiche, textilreiche Fraktion bei --18-- und im Falle des Feinsiebes --17-- eine papierreiche Fraktion bei --19-- ausgebracht werden kann. Das abgetrennte Haftkorn kann in der Folge mit dem Feinstkorn der Feinsiebe --8 und 10-- gemeinsam bei 20 als Feinstkorn, wie Sand, Asche, Kehricht und Haftkorn ausgebracht werden.
Aus den beiden Feinsiebe-8 und 10-- lassen sich auch zwei Sieb- überläufe gesondert ausbringen, wobei der Siebüberlauf des Feinsiebes --8-- in erster Linie als grobe Kompostrohfraktion, enthaltend feuchtes Papier und Vegetabilien eingesetzt werden kann und bei --21-- ausgebracht werden kann, wohingegen der Siebüberlauf des zweiten Feinsiebe-10- eine feine Kompostrohfraktion mit Vegetabilien, Fasern od. dgl. ergibt. Diese feine Kompostrohfrak- tion kann bei --22-- ausgebracht werden. Bereits vor den Feinsiebe-8 und 10-- lassen sich die jeweiligen Leichtfraktionen der Hartstoffscheider gesondert ausbringen, wobei die grössere und die feinere Leichtfraktion mit --23 bzw. 24-- bezeichnet ist und als Kompostrohfraktion mit Feinstkorn weiterverarbeitet werden kann.
Die jeweiligen Ausbringstellen aus Fig. l sind in Fig. 2 identisch bezeichnet, so dass die jeweiligen Bezugszeichen aus der Fig. l die erhaltene Fraktion in Fig. 2 bedeuten. Sofern das Grobsieb --16-- umgangen wird, lässt sich an Stelle der papierreichen Fraktion --6-- eine aschearme Brennstofffraktion gewinnen, welche wieder der Ballenpresse --12-- zugeführt werden kann.
Die Magnetschneider --3, 7 und 9-- dienen der Abtrennung des Eisenschrottes aus der Brennstofffraktion sowie aus der Hartstofffraktion, so dass die nachfolgende Nassaufbereitung erleichtert wird. In erster Linie werden hiebei Nägel, Kronenkorken od. dgl. abgetrennt. Die weitere Aufbereitung ergibt in der Folge Papier- und Plastiktrennungsmöglichkeiten, wobei das Grobsieb --16-mit einer Trennung bei etwa 30 bis 80 mm einen Sortiereffekt aufweisen kann und mit Vorzug als Siebtrommel ausgebildet ist.
Der Siebüberlauf des Grobsiebes --16--, welcher mit --18-- bezeichnet ist, beinhaltet hiebei eine für die Kunststoffgewinnung, die Vergasung oder die Verbrennung be-
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sonders geeignete kunststofffreiche Fraktion, wohingegen der Siebdurchgang, welcher dem nach- folgenden Feinsieb --17-- aufgegeben wird, zur Gewinnung von Einsatzmaterial für die Faserstoff- und Hydrolyse-Rohstofferzeugung besonders geeignet ist.
Die insgesamt vorgesehenen drei Feinsiebe --8, 10 und 17-- erlauben die Abtrennung von
Feinst- und Haftkorn aus dem Leichtgut der beiden Hartstoffscheider sowie aus der kunststoff- reichen Fraktion des Grobsiebes --16--. Der Trennschnitt dieser Feinsiebe soll mit Vorteil bei etwa
1 bis 3 mm liegen, wobei das Feinst- und Haftkorn grössere Mengen an Schwermetallen enthält, welche mit Vorteil vor der Kompostierung entfernt werden. Das Feinst- und Haftkorn enthält aber auch viele harte und zum Teil sehr harte Partikel, welche in der Weiterverarbeitung der einge- setzten Fraktionen als Hydrolyse- oder Faserrohstoffe stören würden.
Im wesentlichen besteht dieses Feinst- und Haftkorn aus Sand, Asche, Kehricht od. dgl. und muss entweder deponiert werden oder kann in einer Kompostierung zur Erzeugung minderer Kompostqualitäten zum Einsatz kommen.
Bei der Darstellung nach Fig. 2 werden nun die Fraktionen --14, 15--, eine Fraktion --25--, welche aus dem Rottebetrieb gewonnen werden kann-wie in der Folge in Fig. 3 dargestellt wird- - -18, 19,21 und 22-- einer Nassaufbereitung unterworfen, wofür ein Trommelwäscher --26-- vorge- sehen ist. Die Hartstofffraktionen --14 und 15--, welche aus den Magnetscheidern --7 und 9-- abgezogen wurden, können in der Folge einer Setzmaschine --27-- zugeführt werden, wodurch eine Baustofffraktion --28-- und eine Buntmetallfraktion --29-- gewonnen werden kann. Ein weiterer kunststoffreicher Anteil kann aus dieser Setzmaschine abgezogen werden und einer Entwässerungs- vorrichtung --30-- zugeführt werden.
Die aus dem Rottebetrieb erhaltene Fraktion --25--, ebenso wie die kunststoff- und textil- reiche Fraktion aus dem Grobsieb --16--, welche mit --18-- bezeichnet wurde, kann gleichfalls nass weiterverarbeitet werden und in der Folge der Entwässerung --30-- zugeführt werden. Diese
Fraktion kann in der Folge einer Sortierung --31-- unterworfen werden, wodurch eine Kunststoff- fraktion --32--, eine Nichteisenmetall- und im besonderen Aluminiumfraktion --33-- sowie eine
Abfallbrennstofffraktion --34-- gewonnen werden kann.
Schliesslich lassen sich die Siebüberläufe der Feinsiebe --8, 10 und 13--, welche als Frak- tionen --19, 21 und 22-- bezeichnet sind, gleichfalls nach der Wäsche einem Faseraufschluss --35-- zuführen. Der nicht auslösbare Anteil kann gemeinsam mit den Fraktionen --18 und 25-- der Ent- wässerung --30-- und nachfolgender Sortierung --31-- unterworfen werden. Eine Teilmenge der nicht dem Faseraufschluss --35-- zugeführten Fraktionen --19, 21 und 22-- kann nach der Wäsche unmittelbar der Entwässerung --30-- und in der Folge der Hygienisierung unter entsprechend höheren Temperaturen unterworfen werden, wodurch sich Hydrolyserohstoffe als Fraktion mit der Bezeichnung --36-- gewinnen lassen.
Die aufgeschlossenen Fasern können in der Folge gleichfalls in der Entwässerung --30-- entwässert werden und können als Faserrohstoffe als Fraktion --37-- abgezogen werden.
Alternativ besteht wie in Fig. 3 dargestellt die Möglichkeit der Aufarbeitung einzelner dieser Fraktionen in einem Rottebetrieb. Im besonderen lässt sich Kompost minderer Qualität, welcher in der Folge verwertet oder deponiert werden kann, durch Verwendung der Fraktionen --23 und 24--, welche vor den Feinsiebe-8 und 10-- abgetrennt wurden, durch Mischen und zweistufige Verrottung gewinnen. Der Mischer ist hiebei mit --38-- und die zweistufige Rotte mit --39-bezeichnet. Nach der zweistufigen Rotte folgt wieder ein Feinsieb --40--, wobei als Siebüberlauf ein grobes Produkt --25-- gewonnen werden kann, welches bei der Massaufbereitung nach Fig. 2 bereits eingesetzt wurde.
Für die Herstellung von Kompost minderer Qualität eignet sich neben den Fraktionen --23 und 24--, welche mit weiteren Fraktionen vermischt werden müssten, der Klärschlamm --41-- sowie der Schlamm --42-- aus einer Abwasserreinigungsanlage. Wenn das Feinstkorn --20-- nicht gesondert deponiert werden soll, kann es gleichfalls an dieser Stelle mit den genannten Fraktionen im Mischer --38-- vermischt werden, so dass ein einheitliches Produkt, nämlich Kompost minderer Qualität, erzielt werden kann und eine gesonderte Deponie entbehrlich ist.
Die Grobfraktionen der Feinsiebe --8 und 10--, welche mit --21 und 22-- bezeichnet wurden, können gleichfalls einem Mischer --38-- und einer zweistufigen Rotte --39-- mit nachfolgendem Feinsieb --40-- unterworfen werden, wobei hier ein Kompost guter Qualität erzielt werden kann,
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welcher in der Folge einer Veredelung oder Verwertung unterworfen werden kann. Dem Mischer so- wie der Rotte werden hiebei jeweils Nutzwasser bzw. Abwasser zugeführt, so dass insgesamt eine gemeinsame Wasseraufbereitung für die Nassaufbereitung nach Fig. 2 und den Rottebetrieb nach Fig. 3 wünschenswert erscheint.
Bei der Nassaufbereitung nach Fig. 2 wird im besonderen der Setzmaschine - -27--, dem Faseraufschluss --35--, der Entwässerung --30-- sowie der Hygienisierung--43-- Nutz- und/oder Brauchwasser zu-und/oder abgeführt.
Die Nutz- und Abwasserführung wird hiebei schematisch in Fig. 4 dargestellt. Nutzwasser bestehend aus gereinigtem Abwasser und gegebenenfalls Frischwasser wird dem Rottebetrieb --39--. der Wäsche --26--, der Setzmaschine --27--, dem Faseraufschluss --35-- und der Entwässerungs- maschine --30-- zugeführt. Ein Teil des in den Faseraufschluss --35-- eingebrachten Nutzwassers geht unmittelbar mit dem zu entwässernden Stoff in die Entwässerung --30-- ein. Abwasser wird aus den genannten Verfahrenseinrichtungen sowie aus der Hygienisierung --43-- abgezogen, wobei die Abwassersammelleitung --44-- einer Abwasserreinigung --45-- unterworfen wird.
Bei dieser Abwasserreinigung --45-- fällt Schlamm --42-- an, welcher wie bereits in Fig. 3 weiterverwertet werden kann. Aus der kommunalen Abwasserreinigung fällt gleichfalls Klärschlamm an, wobei beide dieser Schlämme gegebenenfalls nach Entwässerung dem Rottebereich zur Verfügung gestellt werden können. Das gereinigte Abwasser kann über ein Mischventil --46-- mit Frischwasser vermischt und als Nutzwasser über die Nutzwassersammelleitung --47-- wieder den genannten Anlageteilen zugeführt werden.
Zusammenfassend ergibt sich durch die erfindungsgemässe Verfahrensführung eine gute Auslast- barkeit einer Reihe von unterschiedlichen Anlageteilen und die Möglichkeit, flexibel Produkte vor- zuwählen, welche gerade einen Bedarf finden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Aufbereiten von kommunalem Müll zur wahlweisen Verwertung von verschiedenen Müllbestandteilen, bei welchem der Müll zunächst einer selektiv zerkleinerenden Mühle und anschliessend einem Grobsieb zugeführt wird, worauf der Siebdurchgang einer weiteren Siebung in zwei Fraktionen unterschiedlicher Korngrösse unterworfen wird und anschliessend der Siebüberlauf und der Siebdurchgang einer Hartstoffabscheidung unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Hartstoffe einem Magnetscheider und gegebenenfalls nachfolgend weiter durch Siebung getrennte Fraktionen einer Nassaufbereitung, insbesondere einem Wäscher, zugeführt werden, dass der Siebüberlauf des Grobsiebes nach einer Magnetscheidung einem weiteren Grobsieb mit grösserer Lochung bzw.
Maschenweite zwecks Abtrennung einer plastikreichen Fraktion im Siebüberlauf und einer papierreichen Fraktion im Siebdurchgang zugeführt wird, dass der Siebdurchgang des zweiten Grobsiebes mittels Feinabsiebung von anhaftendem Feinstkorn befreit wird, sowie dass die gewaschenen Hartstoffe einer Setzmaschine, die ebenfalls gewaschenen Leichtfraktionen und/oder Siebüberläufe einem Faseraufschluss und/oder einer Handlese zwecks weiterer Sortierung zugeführt werden, worauf die so gewonnenen Sekundärstoffe gegebenenfalls entwässert und gegebenenfalls hygienisiert werden.