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Die Erfindung bezieht sich auf eine mit einer Lichtbogenlöscheinrichtung versehene isolierende
Trennstelle für das Fahrleitungsnetz einer elektrischen Eisenbahn, welche Trennstelle eine mit
Endklemmen mit den Fahrleitungsabschnitten zu verbindende isolierende Gleitbahn und mindestens einen mit beidseits einer Luftstrecke einander gegenüberliegend angeordneten, miteinander zusammen- arbeitenden Lichtbogenhörnern versehenen Hörnerableiter aufweist, wobei ein Horn dieses Hörnerab- leiters mit einer Endklemme verbunden ist.
Es ist ein Trennisolator für das Fahrleitungsnetz einer elektrischen Eisenbahn bekannt (AT-PS Nr. 310248), der eine Isolierstrecke und eine Lichbogenlöscheinrichtung in Form von zwei an den Enden des Trennisolators angeordneten und in Abhängigkeit von der Fahrrichtung des
Stromabnehmers elektrischer Betriebsmittel am Trennisolator eingreifenden Hörnerableitern enthält.
In diesem Trennisolator wird keine wirksame Lichtbogenlöschung gewährleistet, weil die Luft- strecken der Hörnerableiter die Isolierstrecke des Trennisolators vollständig überbrücken und folglich grosse Abmessungen aufweisen, die der Nennspannung des Fahrleitungsnetzes proportional sind. Ausserdem sind in diesem Fall das Brennen des Lichtbogens am Hörnerableiter und eine schnelle Lichtbogenlöschung nicht immer gesichert.
Es ist eine Lichtbogenlöscheinrichtung für das Fahrleitungsnetz einer elektrischen Eisenbahn (DE-PS Nr. 2352715) bekannt, die ein isolierendes Gleitstück mit Endklemmen und einen Hörnerablei- ter mit einer Luftstrecke enthält, die miteinander mechanisch gekoppelt sind. Hiebei sind an den Lichtbogenhörnern Platten aus gaserzeugendem Elektroisolierstoff angeordnet. Auch diese
Lichtbogenlöscheinrichtung sichert nicht immer eine wirksame Lichtbogenlöschung im Trennisolator, weil dessen Luftstrecke das isolierende Gleitstück vollkommen überbrückt und dessen Masse, die der Nennspannung im Fahrleitungsnetz proportional sind, gross sind. Es ist auch nicht sicherge- stellt, dass bei dieser Lichtbogenlöscheinrichtung der Lichtbogen immer im Hörnerableiter brennt.
In der DE-OS 2936822 sind isolierende Trennstellen eingangs erwähnter Art beschrieben, bei denen Hörnerableiter vorgesehen sind, welche die ganze isolierende Gleitbahn der betreffenden Trennstelle überbrücken, wobei die beiden Lichtbogenhörner des jeweiligen Hörnerableiters an die Endklemmen der Trennstelle angeschlossen sind. Bei einer Ausführungsform sind dabei die Endklemmen an zwei voneinander zu trennende Fahrdrahtabschnitte angeschlossen, während bei einer andern Ausführungsform eine Endklemme an einen Fahrdrahtabschnitt und die andere Endklemme an eine Erdverbindung angeschlossen ist. Die Lichtbogenlöschfähigkeit entspricht dabei in jedem dieser Fälle der eines üblichen Hörnerableiters.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mit einer Lichtbogenlöscheinrichtung versehene Trennstelle eingangs erwähnter Art für das Fahrleitungsnetz einer elektrischen Eisenbahn zu schaffen, bei der durch eine neue Ausbildung des Hörnerableiters eine wirksamere Löschung des elektrischen Lichtbogens bei dessen Entstehung in den Elementen des Fahrleitungsnetzes gewährleistet ist.
Dies wird dadurch erreicht, dass der Hörnerableiter nur einen ersten Teilabschnitt der isolierenden Gleitbahn überbrückt, dass das zweite Horn dieses Hörnerableiters isoliert angebracht ist und mit einem weiteren Horn elektrisch leitend verbunden ist, welches am an den ersten Teilabschnitt anschliessenden zweiten Teilabschnitt der isolierenden Gleitbahn angeordnet und zum Zusammenarbeiten mit einem vom ersten Teilabschnitt der isolierenden Gleitbahn kommend in den daran anschliessenden zweiten Teilabschnitt der isolierenden Gleitbahn übergehenden Stromabnehmer positioniert ist.
Durch diese Ausbildung kann der vorstehend angeführten Zielsetzung gut entsprochen werden und es wird eine zuverlässige Funktion der Elemente des Fahrleitungsnetzes gesichert, falls an diesen ein Lichtbogen entsteht ; weiters werden die Betriebskosten für die Wartung herabgesetzt, und es wird ermöglicht, die Aufgaben einer Unterteilung des Fahrleitungsnetzes einer elektrischen Eisenbahn (bei Nennspannungen bis zu 50 kV) mit einem geringeren Aufwand zu lösen.
Eine vorteilhafte Ausführungsform, welche hinsichtlich der Lichtbogenlöschung besonders gute Eigenschaften aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Horn Teil eines weiteren mit zwei beidseits einer Luftstrecke einander gegenüberliegend angeordneten Hörnern versehenen Hörnerableiters ist, der seinerseits den zweiten Teilabschnitt der isolierenden Gleitbahn überbrückt, wobei das zweite Horn dieses Hörnerableiters gleichfalls isoliert angebracht ist und mit einem
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zusätzlichen Horn elektrisch leitend verbunden ist, welches am an den zweiten Teilabschnitt anschliessenden dritten Teilabschnitt der isolierenden Gleitbahn angeordnet und zum Zusammenarbeiten mit einem vom ersten Teilabschnitt der Gleitbahn kommenden Stromabnehmer positioniert ist.
Für einen guten Schutz der isolierenden Gleitbahnen vor der Einwirkung von Lichtbogen ist es weiter vorteilhaft, wenn man vorsieht, dass an der Endklemme, die an der vom zweihörnig ausgebildeten Hörnerableiter abgewendeten Seite der Gleitbahn angeordnet ist, ein Lichtbogenhorn angebracht ist.
Die Erfindung wird nun nachstehend an Beispielen, welche in den Zeichnungen schematisch dargestellt sind, weiter erläutert. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine erfindungsgemäss ausgebilde- te Trennstelle mit einem Hörnerableiter und Fig. 2 eine erfindungsgemäss ausgebildete Trennstelle mit zwei Hörnerableitern, deren Luftstrecken in Reihe liegen.
Die in Fig. 1 dargestellte, mit einer Lichtbogenlöscheinrichtung versehene isolierende Trenn- stelle für das Fahrleitungsnetz einer elektrischen Eisenbahn enthält eine isolierende Gleit- bahn --1-- mit Endklemmen --2, 2c-- und einen Hörnerableiter --3-- mit einer Luftstrecke S.
Der Hörnerableiter --3-- überbrückt nur einen Teilabschnitt --4-- der isolierenden Gleit- bahn der an die Endklemme --2-- anschliesst, welche ihrerseits an ein metallisches (in den Zeichnungen nicht angedeutetes) Element des Fahrleitungsnetzes der elektrischen Eisenbahn angeschlossen ist, von dem der (nicht gezeigte) Stromabnehmer elektrischer Betriebsmittel der
Eisenbahn auf die isolierende Gleitbahn --1-- übergeht. Durch den Pfeil A ist die Fahrtrich- tung des Stromabnehmers angedeutet. Die Füsse der Hörner --3a, 3b-- des Hörnerableiters --3-- sind an der Endklemme --2-- und an einer isoliert angeordneten Zwischenklemme --2a-- befe- stigt. Das Horn --3b-- ist mit einem gleichfalls an der Zwischenklemme --2a-- angebrachten weiteren Horn --5a-- elektrisch leitend verbunden.
Dieses Horn --5a-- ist an dem an den ersten Teilabschnitt --4-- anschliessenden zweiten Teilabschnitt --4a-- der isolierenden Gleitbahn angeordnet.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Trennstelle ist die isolierende Gleitbahn-l-auf einem
Teil ihrer Längserstreckung von zwei Hörnerableitern --3, 3'-- überbrückt, deren Luftstrecken # in
Reihe geschaltet sind.
Der Hörnerableiter --3-- mit den beiden Hörnern --3a, 3b-- überbrückt den Teilab- schnitt --4-- der isolierenden Gleitbahn --1--, der zwischen der Endklemme --2-- und der Klemme --2a-- liegt ; das Horn --3a-- ist an der Endklemme --2-- und das Horn --3b-- ist an der Klemme --2a-- befestigt.
Der an den ersten Teilabschnitt --4-- anschliessende zweite Teilabschnitt --4a-- der Gleitbahn --1-- ist vom Hörnerableiter --3'-- überbrückt, der aus Hörnern --5a, 5b-- gebildet ist; das Horn --5a-- ist an der Klemme --2a-- angebracht und mit dem Horn --3b-- des Hörnerableiters --3-- elektrisch leitend verbunden ; das Horn --5b-ist an einer am Ende des Teilabschnittes --4a-- der isolierenden Gleitbahn-l-angeordneten Klemme --2b-- angebracht, an der auch ein zusätzliches Horn --5c-- sitzt, wobei die Hörner --5b und 5c-- elektrisch leitend verbunden sind ; das zusätzliche Horn --5c-- ist an dem an den zweiten Teilabschnitt --4a-- anschliessenden dritten Teilabschnitt --4b-- der isolierenden Gleitbahn-l-angeordnet.
An der Endklemme --2c--, die an der vom Hörnerableiter --3-- abgewendeten Seite der isolierenden Gleitbahn --1-- liegt, ist ein Lichtbogenhorn --5d-- angebracht, wodurch die Wirksamkeit der Löschung eines an den Elementen des Fahrleitungsnetzes eventuell entstehenden Lichtbogens weiter verbessert wird und ein guter Schutz der isolierenden Gleitbahn-l-vor Beschädigungen (Durchbrennen) erzielt wird.
Die Grössen der Luftstrecken 6 in den Hörnerableitern 3'-werden abhängig von der Nennspannung V im Fahrleitungsnetz in Grenzen von V = 1, 5 bis 50 kV und von der Anzahl der Luftstrecken 6 der Hörnerableiter gewählt.
Bei zwei Luftstrecken 6 und mehr können die Längen der Luftstrecken 6 gleich oder verschieden gross sein.
Die Hörner der Hörnerableiter --3, 3'-- können, wenn zwei und mehr in Reihe geschaltete Luftstrecken 6 vorgesehen sind, verschiedene Formen und Grössen besitzen.
Die Anzahl der Luftstrecken 6 in den Hörnerableitern --3, 3'-- wird in Abhängigkeit
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ter --3, 3'-- äquivalent der elektrischen Festigkeit der überbrückten Teile --4, 4a-- der isolieren- den Gleitbahn-l-ist.
Die Lichtbogenlöscheinrichtung arbeitet wie folgt. Sobald der (nicht gezeigte) stromführende
Stromabnehmer auf die isolierende Gleitbahn --1-- der Lichtbogenlöscheinrichtung in einer durch den Pfeil A angedeuteten Richtung übergeht, entsteht an der Luftstrecke 6 des Hörnerablei- ters --3-- ein Lichtbogen, der an dessen Hörnern --3a, 3b-- ausgedehnt und gelöscht wird.
Ist der Lichtbogen an den Hörnern --3a, 3b-- des Hörnerableiters --3-- nicht gelöscht worden, wird er auf das weitere Horn --5a-- gezogen und brennt auch zwischen diesem und dem Stromab- nehmer. Bei der weiteren Bewegung des Stromabnehmers wird der am Hörnerableiter --3-- brennen- de Lichtbogen fortlaufend ausgedehnt, und es erfährt auch der zwischen dem weiteren Horn --5a-- und dem Stromabnehmer brennende Lichtbogen eine Ausdehnung, und die in diesen beiden in Reihe liegenden Lichtbogen erfolgende Ausdehnung bewirkt eine wirksame Lichtbogenunterbrechung und-löschung.
Zur derart wirksamen Lichtbogenlöschung tragen die erzwungene Lichtbogenzündung im Hörnerableiter --3--, die gewählte optimale Länge der Luftstrecke 6 unter Berücksichtigung der elektrischen Festigkeit des überbrückten Teilabschnittes --4-- der isolierenden Gleitbahn-lund die erzwungene Ausdehnung des Lichtbogens zwischen dem weiteren Horn --5a-- und dem Stromabnehmer längs des nicht überbrückten Teiles der isolierenden Gleitbahn-l-bei.
Zur Erhöhung der Wirksamkeit der Lichtbogenlöschung kann man, wei dies bei der Ausführungsform nach Fig. 2 vorgesehen ist, zwei Hörnerableiter 3'-vorsehen, so dass zwei in Reihe geschaltete Luftstrecken 6 vorliegen. In diesem Fall kann eine zweimalige Lichtbogenausdehnung in den Hörnerableitern --3, 3'-- erfolgen. Ist der Lichtbogen an den Hörnern des Hörnerableiters --3-- nicht gelöscht worden, wandert er auf das weitere Horn --5a-- und brennt weiter zwischen diesem und dem Stromabnehmer.
Bei der weiteren Bewegung des Stromabnehmers entsteht auch am Hörnerableiter --3'-- ein Lichtbogen und wird ausgedehnt und es kann der Lichtbogen weiter zwischen dem zusätzlichen Horn --5c-- und dem Stromabnehmer gezogen werden, so dass drei Lichtbogenstrecken in Reihe liegen und damit eine rasche Lichtbogenunterbrechung und-löschung eintritt.
Die vorliegende Lichtbogenlöscheinrichtung sichert also eine wirksame Löschung eines an den Elementen des Fahrleitungsnetzes eventuell entstehenden Lichtbogens.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mit einer Lichtbogenlöscheinrichtung versehene isolierende Trennstelle für das Fahrleitungsnetz einer elektrischen Eisenbahn, welche Trennstelle eine mit Endklemmen mit den Fahrleitungsabschnitten zu verbindende isolierende Gleitbahn und mindestens einen mit beidseits einer Luftstrecke einander gegenüberliegend angeordneten, miteinander zusammenarbeitenden Lichtbogenhörnern versehenen Hörnerableiter aufweist, wobei ein Horn dieses Hörnerableiters mit einer Endklemme verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Hörnerableiter (3) nur einen ersten Teilabschnitt (4) der isolierenden Gleitbahn (1) überbrückt, dass das zweite Horn (3b) dieses Hörnerableiters (3) isoliert angebracht ist und mit einem weiteren Horn (5a) elektrisch leitend verbunden ist, welches am an den ersten Teilabschnitt (4)
anschliessenden zweiten Teilabschnitt (4a) der
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