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Die Erfindung betrifft eine Platte, insbesondere Türblatt, bestehend aus mindestens einem Weichholzteil, welcher als Rahmen oder Platte ausgebildet ist, der beidseitig an seinen Aussenflächen eine Deckplatte aufweist und an den beiden gegenüberliegenden Schmalseiten mit einem Anleimer aus Hartholz verbunden ist, wobei im Weichholzteil zumindest zwei Nuten od. dgl. zum Ausgleich von Dehnungen vorgesehen sind.
Bei naturbelassenen Türen ist häufig die Türkante aus teurem Exotenholz hergestellt, welches den Aussenrahmen bildet. Aus kostensparenden Gründen wird in diesem Fall der innere Rahmen aus wesentlich billigerem Weichholz hergestellt.
Durch die AT-PS Nr. 302615 ist ein aus zwei Holzleisten bestehender Rahmen bekannt, in welchem Nuten zum Ausgleich von Dehnungen vorgesehen sind, die durch Feuchtigkeit bedingt sind.
Durch ungleiches"Arbeiten"der aus verschiedenen Materialien bestehenden Plattenelemente können im Bereich der Leimfuge zwischen Weichholzrahmen und Hartholzanleimer im Furnier Risse entstehen.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Platte bzw. eines Türblatts, bei welcher bzw. bei welchem die Rissbildung mit grosser Sicherheit vermieden oder zumindest verringert wird.
Dies wird bei einer Platte bzw. einem Türblatt der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Nuten von der Verbindungsstelle zwischen Weichholzteil und Anleimer im Abstand von der Deckplatte ausgehend schräg oder im wesentlichen rechtwinkelig zur Deckplatte hin verlaufen.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend an Hand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Hilfe der Zeichnungen beschrieben. Es zeigen Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Platte bzw. des erfindungsgemässen Türblatts im Querschnitt und Fig. 2 einen ähnlichen Querschnitt wie Fig. l, nachdem der Hartholzanleimer nachgetrocknet ist, die Fig. 3 und 4 ähnliche Darstellungen wie die Fig. 1 und 2 eines zweiten Ausführungsbeispiels, Fig. 5 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 1 mit einer andern Führung der Schnittfugen und Fig. 6 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 1 mit einer andern Ausbildung des Plattenkörpers.
In den Fig. 1 und 2 bezeichnet --1-- einen Weichholzteil bzw. Weichholzrahmen, der beidseitig mit je einer Absperrung z. B. mit Hartholzfaserplatten --2-- und Deckfurnieren als Deckplatten --3-- und an den gegenüberliegenden Schmalseiten mit einem Hartholzrahmen als Anleimer --4--
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B.ten--2-angepasst, d. h. es besitzen beide Teile gleiche Dicke, wie in Fig. 1 dargestellt. Im Bereich der Stossstelle --5-- zwischen dem Weichholzteil --1-- und dem Anleimer --4--, d. h. auf der linken und auf der rechten Seite des Weichholzteils --1--, gehen von der äusseren Seitenfläche - desselben im Abstand von den äusseren Kanten --7-- Schnittfugen bzw.
Nuten --8-- aus, welche sich über die gesamte Höhe des Weichholzteils --1-- (lotrecht zur Zeichnungsebene) bis zum Seitenrand --9-- des Weichholzteils --1-- erstrecken, so dass Drehpunkte bzw. Drehkanten - entstehen, um welche sich die Hartholzfaserplatten --2-- und die Deckplatten --3-- gegen den Anleimer --4-- nach innen abbiegen können, falls der Anleimer --4-- infolge der Volumsverminderung gegenüber dem Weichholzteil schmäler wird, wie in Fig. 2 durch die strichlierte Linie angedeutet ist.
Im vorliegenden Fall sind die Nuten --8-- im wesentlichen spiegelbildlich zueinander angeordnet und schräg geradeverlaufend. Durch die Schräganordnung der Nuten --8-- entsteht eine entsprechend grosse Leimfläche zwischen Weichholzteil --1-- und Anleimer --4--, so dass ein Aufklaffen dieser Fuge verhindert wird.
Die schrägen Nuten --8-- im Weichholzteil --1-- reichen beim vorliegenden Ausführungsbeispiel bis an die Deckplatten, im vorliegenden Fall bis an die Hartholzfaserplatten --2--, sie können aber auch in einem geringen Abstand von diesen enden. Durch die Volumsänderung des Anleimers --4-- gegenüber dem Weichholzteil --1-- durch Aufquellen bzw. Austrocknen wird eine Ausgleichung im Bereich der Leimfuge ermöglicht, so dass eine Rissbildung im Furnier vermieden wird. Der Stärkenausgleich erfolgt im Bereich der Nuttiefe bzw. durch die Nutstärke.
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Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 dringen die Nuten --8-- im wesentlichen rechtwinkelig in den Weichholzteil ein. Fig. 4 zeigt die Nut--8--, nachdem der Anleimer angetrocknet ist.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 geht etwa von der Mitte der Stossstelle zwischen Weichholzteil --1-- und Anleimer --4-- eine Nut --8A-- senkrecht zur Stossstelle aus und mündet in eine Nut --8B--, welche senkrecht zur Nut --8A-- verläuft und sich über die Gesamtdicke des Weichholzteils --1-- erstreckt.
Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 bis 5 wurde ein Weichholzteil-l-gewählt, welcher mit einer Hartholzfaserplatte --2-- und einer Deckplatte --3-- zu beiden Seiten abgedeckt ist und eine Mittellage --11-- einschliesst. Es besteht aber auch die Möglichkeit, wie Fig. 6 zeigt, dass an Stelle der genannten Teile--1, 2 und 11-- der Plattenkörper aus einer beispielsweise
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körpers, d. h. vor Erreichen der Deckplatte --3--, enden, damit die durch die Nuten --8-- begrenzten Ecken --12A, 12B-- des Plattenkörpers --12-- mit diesem noch eine Verbindung haben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Platte, insbesondere Türblatt, bestehend aus mindestens einem Weichholzteil, welcher als Rahmen oder Platte ausgebildet ist, der beidseitig an seinen Aussenflächen eine Deckplatte aufweist und an den beiden gegenüberliegenden Schmalseiten mit einem Anleimer aus Hartholz verbunden ist, wobei im Weichholzteil zumindest zwei Nuten od. dgl. zum Ausgleich von Dehnungen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (8) von der Verbindungsstelle zwischen Weichholzteil (1) und Anleimer (4) im Abstand von der Deckplatte (3) ausgehend schräg oder im wesentlichen rechtwinkelig zur Deckplatte (3) hin verlaufen.