AT381397B - Verfahren zur herstellung von brillenfassungen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von brillenfassungenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Brillenfassungen aus verleimten Furnieren.
Es ist-gemäss US-PS Nr. 4, 255, 024-bereits bekannt, eine Brillenfassung aus verleimten Furnieren herzustellen. Zu diesem Zweck wird eine Anzahl von schmalen, länglichen Furnierstreifen mit Ansätzen zur Bildung der Backen zur Befestigung der Bügel zugeschnitten, die nach Verleimung um zwei kreisförmige, auf einer Grundplatte angeordnete Zylinderblöcke gewickelt werden. Auf diese Weise erhält die Brillenfassung ihre Grundform, wobei noch durch arbeitsintensive Nacharbeiten eine der Gesichtsform entsprechende Wölbung in der Fassung erzielbar ist. Durch unterschiedliche Längenausbildung und Wicklung der Furnierstreifen ist auch ein übliches, die beiden Hälften der Brillenfassung miteinander verbindendes Mittelstück herstellbar.
Ein wesentlicher Nachteil einer derartigen bekannten Herstellung liegt vor allem darin, dass der Formgebung relativ enge Grenzen gesetzt sind, wobei insbesondere eine starke Biegung der Furnierstreifen in Faserrichtung problematisch ist. Ausserdem müssen derartig hergestellte Brillenfassungen eine relativ grosse Dicke aufweisen, um die erforderlichen Biegefestigkeiten zu erhalten.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, ein Verfahren zur Herstellung einer Brillenfassung aus verleimten Furnieren zu schaffen, das sich durch besondere Einfachheit und grosse Wirtschaftlichkeit auszeichnet und wobei der Formgebung geringstmögliche Grenzen gesetzt sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass eine Anzahl von Furnieren aufeinandergelegt und unter Bildung einer Wölbung miteinander verleimt werden, wonach aus der so gebildeten Furnierplatte die Brillenfassung herausgefräst wird.
Eine derartige Sperrholz- bzw. Furnierplatte ist unter einfachsten Bedingungen rasch herstellbar, wobei auch die Wölbung der Brillenfassung zur Anpassung an die Gesichtsform ohne Schwierigkeiten durchführbar ist. Die anschliessende Ausfräsung der Brillenfassung aus der Furnierplatte ist beispielsweise mit einem Kopierfräser ebenso rasch und einfach durchführbar, wobei der Formgebung nahezu keine Grenzen gesetzt werden. Da die Furnierplatte durch kreuzweise Verleimung der einzelnen Furniere in allen Richtungen eine hohe Zugfestigkeit aufweist, zeichnet sich die derart hergestellte Brillenfassung durch eine auch noch bei einer z. B. für Hornbrillen üblichen Dicke genügend hohe Festigkeit aus. Die zur Glashalterung erforderliche Nut kann vorteilhafterweise gleichzeitig mit dem Ausfräsen der beiden Brillenöffnungen eingesetzt werden.
Um nachträgliche Montagearbeiten zu vermeiden, kann die Dicke der Furnierplatten so stark gewählt werden, dass sie der gesamten sich in Richtung der Achse der Gläser erstreckenden Höhe der Fassung inklusive der Nasenauflagen und der Backen für die Montage der Bügel entspricht, so dass diese dickeren Teile ebenfalls aus der Furnierplatte herausgefräst werden können. Dazu können z. B. Furnierplatten mit zirka 20 Furnierblättern. verwendet werden.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die ausgefräste Brillenfassung an mindestens einer Stelle durchschnitten wird, um ein Aufweiten der Fassung zur Aufnahme des einzusetzenden Glases zu ermöglichen und im Bereich dieses Schnittes quer zu diesem verlaufend, Bohrungen zur Aufnahme einer die beiden durchtrennten Bereiche der Fassung verbindenden Schraube angebracht werden, wobei vorzugsweise die Fassung im Bereich der Backen durchschnitten wird und in den unteren Teil der Fassung Gewindehülsen eingesetzt werden, wobei diese Gewindehülsen über die Schnittfläche vorstehen und in Aussenkungen des oberen Teiles der Fassung einrasten. Damit ist eine einfache Montage für Gläser beliebiger Dicke möglich, wobei die zur Fixierung der Gläser bzw. zum Zusammenspannen der Fassung vorgesehenen Schrauben von Biegekräften freigehalten sind.
Eine weitere vorteilhafte Ausbildung des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass wenigstens sieben Furniere derart miteinander verleimt werden, dass die Fasern zweier aufeinander liegender Furniere einen Winkel von etwa 45 bis 900 zueinander einschliessen. Damit ist eine Brillenfassung herstellbar, die Vorteile eines extrem niedrigen Gewichtes mit den Vorteilen einer besonders hohen Biege- und Verbindungsfestigkeit aufweist.
Schliesslich besteht noch eine bevorzugte weitere Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens darin, dass im Bereich der Nasenauflage und der Brillenbügel-Verankerung die Abmessung der Brillenfassung in einer sich im wesentlichen in Richtung der Sehachsen der einzusetzenden Gläser erstreckenden Richtung durch Aufkleben von Teilen einer Furnierplatte vergrössert ist. Diese vor
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dem Ausfräsvorgang durchzuführende Anklebung hat den Vorteil, dass in diesen Bereichen eine genügend hohe Dicke vorliegt, wobei jedoch der gesamte übrige Bereich der Brillenfassung in bezug auf ihre Dicke keine aufwendigen Fräsarbeiten erfordert.
Im folgenden wird das erfindungsgemässe Verfahren an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zeigen Fig. 1 das Ausfräsen der Fassung und Fig. 2 die fertige Fassung-.
Die Furnierplatte-l-besteht aus einer vorzugsweise ungeraden Anzahl von Furnieren
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zeichneten Konturen der gewünschten Brillenfassung entlanggeführt. Im Bereich des Nasenauflagers --4-- bzw. der Backen --5-- für die Montage der Brillenbügel können vorteilhafterweise noch vor dem Fräsvorgang Teile einer Furnierplatte aufgeklebt werden, so dass in diesen Bereichen die Brillenfassung etwa doppelt so dick wie in den übrigen Bereichen ist. Die Brillenbügel können z. B. aus Leichtmetall gefertigt sein und werden durch Schrauben an der Brillenfassung fixiert.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, wird die ausgefräste Fassung im Bereich der Backen --5-- durchschnitten. Quer zu diesen Schnitten --7-- werden Bohrungen --8-- angebracht, wobei in dem unteren Teil --9-- der Fassung --6-- Gewindehülsen --10-- eingesetzt bzw. eingeklebt werden. Der obere Teil --11-- der Fassung --6-- enthält Bohrungen --8--, die im Bereich der Schnittfläche - Aussenkungen aufweisen, in die die Gewindehülsen --10-- eingreifen, so dass diese gleichzeitig als Führung für den oberen Teil --11-- der Fassung --6-- dienen.
Der obere Teil --11-- kann mit dem unteren Teil --9-- mittels in die Bohrungen --8-- eingesetzten und in die Gewindehülsen --10-- eingreifenden Schrauben --12-- zusammengespannt werden.
Statt der beiden Schnitte --7-- könnte auch nur, wie strichliert angedeutet, ein Schnitt - -7'-- im Bereich des Nasenbügels --13-- vorgesehen werden, in dessen Bereich ebenfalls Querbohrungen und eine Schraube angebracht werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Brillenfassungen aus verleimten Furnieren, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl von Furnieren (2) aufeinandergelegt und unter Bildung einer Wölbung miteinander verleimt werden, wonach aus der so gebildeten Furnierplatte (1) die Brillenfassung herausgefräst wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens sieben Furniere (2) derart miteinander verleimt werden, dass die Fasern zweier aneinandergrenzender Furniere einen Winkel von etwa 45 bis 900 zueinander einschliessen.3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Nasenauflage (13) und der Brillenbügel-Verankerung (5) die Abmessung der Brillenfassung in einer sich im wesentlichen in Richtung der Sehachsen der in die Fassung einsetzbaren Gläser erstreckenden Richtung durch Aufkleben von Teilen einer Furnierplatte (1) vergrössert wird.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgefräste Brillenfassung an mindestens einer Stelle durchschnitten wird, um ein Aufweiten der Fassung zur Aufnahme der einzusetzenden Gläser zu ermöglichen, und im Bereich dieses Schnittes (7) quer zu diesem verlaufende Bohrungen (8) zur Aufnahme einer die beiden durchtrennten Bereiche der Fassung verbindenden Schraube (12) angebracht werden.5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassung im Bereich der Backen (5) durchschnitten wird und in den unteren Teil (9) der Fassung Gewindehülsen (10) eingesetzt werden, wobei diese Gewindehülsen über die Schnittfläche vorstehen und in Aussenkungen des oberen Teiles (11) der Fassung einrasten.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| AT0130084A AT381397B (de) | 1984-04-18 | 1984-04-18 | Verfahren zur herstellung von brillenfassungen |
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| ATA130084A ATA130084A (de) | 1986-02-15 |
| AT381397B true AT381397B (de) | 1986-10-10 |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4115829A1 (de) * | 1991-05-15 | 1992-11-19 | Optik Partner Ag & Co | Brillenfassung aus kunststoff, durchspanabhebende formgebung erstellt |
| EP2945006A1 (de) * | 2014-05-13 | 2015-11-18 | Hannes Gasser | Brille sowie Verfahren zur Herstellung einer Brille |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4255024A (en) * | 1978-01-03 | 1981-03-10 | Monts Thibaut De | Spectacles frame of wood |
-
1984
- 1984-04-18 AT AT0130084A patent/AT381397B/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4255024A (en) * | 1978-01-03 | 1981-03-10 | Monts Thibaut De | Spectacles frame of wood |
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| DE4115829A1 (de) * | 1991-05-15 | 1992-11-19 | Optik Partner Ag & Co | Brillenfassung aus kunststoff, durchspanabhebende formgebung erstellt |
| US5331355A (en) * | 1991-05-15 | 1994-07-19 | Optik Partner Ag & Co. | Plastic frame for eyeglasses |
| EP2945006A1 (de) * | 2014-05-13 | 2015-11-18 | Hannes Gasser | Brille sowie Verfahren zur Herstellung einer Brille |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA130084A (de) | 1986-02-15 |
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