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Die Erfindung bezieht sich auf eine Schnellkupplung zum gleichzeitigen Anschluss landwirt- schaftlicher Arbeitsmaschinen an die Lenker der Schlepperhydraulik und den Zapfwellenanschluss des Schleppers, bestehend aus einem ständig mit den Lenkern der Schlepperhydraulik verbundenen
Kupplungsrahmen und einem bleibend an der Arbeitsmaschine angeordneten Anschlussrahmen, aus einem über eine, insbesondere längenverstellbare, Gelenkwelle mit dem Zapfwellenanschluss des
Schleppers verbundenen Antriebswellenstumpf, und aus einer Verriegelungsvorrichtung zur gegen- seitigen Verriegelung von Kupplungsrahmen und Anschlussrahmen, wobei der mit der Schlepper- hydraulik ständig verbundene Kupplungsrahmen annähernd dreieckförmig ausgebildet ist und eine
Lagerung für den Antriebswellenstumpf aufweist,
und dass der an der Arbeitsmaschine angeordnete
Anschlussrahmen als annähernd dreieckförmiger Gegenrahmen ausgebildet ist, und die Spitze des dreieckförmigen Kupplungsrahmens und die Spitze des dreieckförmigen Anschlussrahmens nach oben gerichtet sind.
Eine derartige Kupplung wurde z. B. durch die DE-OS 2031963 bekannt. Bei dieser Einrichtung sind die dreieckigen Rahmen U-förmig ausgebildet, wobei der Kupplungsrahmen von unten her in den an der Arbeitsmaschine angebrachten Anschlussrahmen eingeschoben werden muss. Die beiden
Kupplungsteile sind dabei mit den Rahmen fest verbunden, wodurch sich der Nachteil ergibt, dass ein Verschieben der Kupplungsteile gegenüber dem jeweils zugeordneten Rahmen nicht möglich ist.
Damit ist aber ein Kuppeln allein durch entsprechendes Anfahren mit dem Schlepper an die zu kuppelnde Arbeitsmaschine praktisch nicht möglich, da einerseits der Kupplungsrahmen der Arbeitsmaschine unterfahren und gleichzeitig die beiden Kupplungsteile axial aufeinander ausgerichtet werden müssen. Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass der Kupplungsrahmen des Schleppers nahezu vertikal im Rahmen der Arbeitsmaschine hochgefahren werden muss, wodurch sich Schwierigkeiten mit den vorstehenden Teilen der Antriebswellenkupplung ergeben. Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Kupplung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, die ein einfaches Kuppeln durch Heranfahren des Schleppers an die Arbeitsmaschine ermöglicht.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der, insbesondere kastenförmigen Querschnitt. aufweisende, Anschlussrahmen nur an zwei von den Spitzen ausgehenden Dreieckseiten in Richtung auf den Schlepper hin vorstehende Vorsprünge und/oder Flanschen aufweist, welche zwecks formschlüssiger Kupplung von Kupplungsrahmen und Anschlussrahmen über die Seitenflächen des Kupplungsrahmens schiebbar sind und dass die Verriegelungsvorrichtung aus am Kupplungsrahmen in axialer Richtung verschiebbar gelagerten, insbesondere aus horizontal angeordneten Stangen bzw. Bolzen, insbesondere Kolbenstangen besteht, die mit Laschen bzw.
Vorsprüngen des Anschlussrahmens zusammenwirken, wobei zum Betätigen der Kolbenstangen ein druckmittelbetätigbarer, vorzugsweise doppelt wirkender Arbeitszylinder, insbesondere Hydraulikzylinder, vorgesehen ist, der am Kupplungsrahmen gelagert ist, wobei gegebenenfalls an dem schleppseitigen Ende der Antriebswelle der Arbeitsmaschine in an sich bekannter Weise eine mit ihr formschlüssig verbundene, vorzugsweise entgegen der Kraft einer Druckfeder axial verschiebbare Muffe vorgesehen ist, die mit dem mit der Gelenkwelle verbundenen Antriebswellenstumpf in formschlüssige Verbindung bringbar ist. Damit ist es möglich, im wesentlichen in axialer Richtung mit dem Rahmen des Schleppers in den Rahmen der Arbeitsmaschine einzufahren, wodurch sich auch keinerlei Schwierigkeiten mit den im gekuppelten Zustand einander übergreifenden Teilen der Kupplung der Gelenk- bzw.
Antriebswelle ergeben. Dabei ist es aber keineswegs erforderlich, dass die Rahmen schon vor dem Ineinanderschieben koaxial zueinander ausgerichtet sein müssen, da die an zwei Seiten des Anschlussrahmens angeordneten Vorsprünge auf sehr einfache Weise ein Anheben desselben mit dem Rahmen des Schleppers ermöglichen, um die entsprechende gegenseitige Ausrichtung zu erreichen, wonach durch Ansteuerung des Arbeitszylinders die beiden Rahmen gegenseitig verriegelt werden können.
Bei einer axial verschiebbaren Muffe wird das Ankuppeln besonders unproblematisch, da die beiden Rahmen auch bei relativ grossen Abweichungen von ihrer gegenseitigen koaxialen Ausrichtungen ineinandergeschoben werden können, wobei die Muffe durch den vorerst mit dieser einen Winkel einschliessenden Gelenkwellenstumpf zurückgedrückt wird und erst nach einem entsprechenden Fortschritt des Ineinanderschiebens der Rahmen, das zwangsläufig eine Ausrichtung derselben bewirkt, über den Gelenkwellenstumpf gleitet.
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Um das Ineinanderschieben der beiden Rahmen zu erleichtern, kann weiters vorgesehen sein, dass an der Spitze des dreieckförmigen Kupplungsrahmens ein schräg nach oben in Richtung auf den Schlepper hin geneigter Zapfen angeordnet ist, der in eine Öffnung bzw. Ausnehmung eines an der Spitze des dreieckförmigen Anschlussrahmens angeordneten Fortsatzes einsteckbar ist. Damit ist es möglich, auch bei mit ihren Spitzen relativ stark zueinander geneigten Rahmen, diese in genügenden Kontakt zu bringen, um den Anschlussrahmen mit dem am Schlepper angeordneten Rahmen anzuheben, wobei durch eine stärker gegeneinander geneigte Lage der Rahmen das Einführen des Schlepperrahmens in den Anschlussrahmen erleichtert wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Kolbenstangen der Verriegelungseinrichtung mit ihren freien Enden in Öffnungen in den Laschen bzw.
Vorsprüngen des Anschlussrahmens einbringbar sind, wobei die Kolbenstangen unter Federkraft in ihrer Verriegelungsstellung gehalten sind. Damit wird sichergestellt, dass die Kupplung auch bei Ausfall der Hydraulik verriegelt wird und ein Lösen der Kupplung während der Fahrt sicher verhindert wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt ist, näher beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 eine Ansicht des heckseitigen Endes eines Schleppers mit angebauten Kupplungsrahmen, teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Ansicht des Kupplungsrahmens in Richtung des Pfeils A in Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt durch den Kupplungsrahmen entlang derLinie III-III in Fig. 2, Fig. 4 eine Darstellung gemäss Fig. l, zusätzlich jedoch mit dem Anschlussrahmen der Arbeitsmaschine, Fig. 5 eine Ansicht des Anschlussrahmens der Arbeitsmaschine in Richtung des Pfeils B in Fig. 4 und Fig. 6 einen Schnitt durch den Anschlussrahmen entlang der Linie VI-VI in Fig. 5.
Fig. 1 zeigt die Heckseite eines Schleppers mit der Schlepperhydraulik d. h. einem Dreipunkthubwerk zum Anbau von Arbeitsmaschinen. Das Dreipunkthubwerk umfasst einen längenverstellbaren Oberlenker --2-- und zwei Unterlenker--3--. Der Oberlenker --2-- und die Unterlenker --3-- tragen einen Kupplungsrahmen--4--, wobei sie mittels Gelenkzapfen --2', 3'-- mit
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besitzt an seiner Spitze einen schräg nach oben und in Richtung auf das frontseitige Ende des Schleppers geneigten Zapfen --5-- und in seinem mittleren bzw. unteren Bereich einen parallel zur Basis des Dreiecks verlaufenden Steg--6-- (Fig.
2), der eine Lagerung --7-- für einen An- triebswellenstumpf --8-- aufweist. Der Antriebswellenstumpf --8-- wird mittels einer längenver- änderbaren Gelenkwelle --9-- von einem Zapfwellenanschluss --10-- des Schleppers angetrieben.
Der Kupplungsrahmen --4-- ist - wie insbesondere Fig. 3 zeigt-im Querschnitt kastenförmig, d. h. hohl ausgebildet.
Fig. 4 und 5 zeigen den zugehörigen Anschlussrahmen --11--, der mit einer nicht näher dargestellten Arbeitsmaschine bleibend fest verbunden ist. Der Anschlussrahmen --11-- ist gleichfalls als im wesentlichen gleichseitiges Dreieck von gleicher Grösse wie der Kupplungsrahmen--4-ausgebildet. Der Anschlussrahmen --11-- besitzt an seiner Spitze einen Fortsatz--12--, der eine Öffnung bzw. Ausnehmung --13-- zur Aufnahme des Zapfens--5--des Kupplungsrahmens--4-aufweist. Im unteren bzw. mittleren Bereich des Anschlussrahmens --11-- ist in einem mit dem Anschlussrahmen --11-- fest verbundenen Rahmenteil --14-- eine Lagerung --15-- für die Antriebswelle --16-- der Arbeitsmaschine vorgesehen.
Wenn der Kupplungsrahmen --4-- mit dem Anschlussrahmen --11-- zusammengebaut ist, fluchtet die Lagerung--7--des Antriebswellenstumpfes--8-- mit der Lagerung --15-- für die Antriebswelle --16-- der Arbeitsmaschine. Zum Verbinden des Antriebswellenstumpfes--8--mit der Antriebswelle --16-- ist das schlepperseitige Ende der letzteren als Keilwellenprofil ausgebildet, auf der eine unter dem Druck einer Druckfeder--17-stehende Kupplungsmuffe --18-- in Richtung des Pfeils C axial verschiebbar gelagert ist, die auf das gleichfalls als Keilwellenprofil ausgebildete heckseitige Ende des Antriebswellenstumpfes --8-- aufschiebbar ist.
Wie insbesondere Fig. 6 zeigt, ist der Anschlussrahmen --11-- im Querschnitt gleichfalls kastenförmig, d. h. hohl ausgebildet. Der Anschlussrahmen --11-- besitzt jedoch an seinen von der Spitze des Dreiecks ausgehenden Dreieckseiten Flanschen bzw. Vorsprünge--19, 20--, die
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sich über die gesamte Länge dieser Dreieckseiten erstrecken. Die Flanschen bzw. Vorsprünge --19, 20--könnten sich jedoch auch nur über einen Teil der Länge der Dreieckseiten erstrecken und/oder unterbrochen ausgebildet sein.
Die Flanschen bzw. Vorsprünge--19, 20--stehen von dem kastenförmigen Profil des Anschlussrahmens --11-- in Richtung auf den Schlepper hin vor, und übergreifen beim Zusammenbau die entsprechenden Dreieckseiten des Kupplungsrahmens --4--.
Es ist jedoch auch möglich, den Anschlussrahmen an den von der Spitze ausgehenden Dreieckseiten im Querschnitt etwa U-förmig auszubilden, so dass er die entsprechenden Seiten des Kupplungsrahmens umfassen kann.
Die Lagerung --7-- und die Lagerung --15-- können in bekannter Weise aus Wälzlagern gebildet werden.
Das Ankuppeln der Arbeitsmaschine an die Lenker der Schlepperhydraulik erfolgt derart, dass der Kupplungsrahmen --4-- ganz abgesenkt wird, der Zapfen --5-- des Kupplungsrahmens - in die Öffnung --13-- des Anschlussrahmens --11-- von unten eingefahren und mittels Anheben der Hydraulik in die richtige Position gebracht und in dieser Lage verriegelt wird. Auf diese Weise ist die Arbeitsmaschine mit dem Schlepper gekuppelt.
Die Verriegelungsvorrichtung besteht hiebei aus einem am Kupplungsrahmen --4-- befestigten doppeltwirkenden druckmittelbetätigbaren Arbeitszylinder --25--, insbesondere Hydraulikzylinder, mit zwei Kolbenstangen --26, 27--, deren freie Enden in Führungen--28, 29--an den unteren Enden der Dreieckseiten des Kupplungsrahmens --4-- geführt sind. Den Kolbenstangen--26, 27-- sind Druckfedern --30, 31-- zugeordnet, die bestrebt sind, die Kolbenstangen --26, 27-- in den Führungen --28, 29-- zu halten. An dem Anschlussrahmen --11-- sind Vorsprünge --32, 33-- vorgesehen, die in die Führungen 29-- einbringbar sind, und von den Kolbenstangen - -26, 27-- durchsetzbar sind.
Zum Verriegeln und Entriegeln werden jeweils die beiden Kammern des Arbeitszylinders --25-- über eine Druckleitung --34-- beaufschlagt, wobei die sich zwischen den Kolben befindliche Luft durch eine Entlüftungsöffnung --35-- ins Freie entweicht. Durch das Beaufschlagen der Kolben mit Druckmedium werden die Kolbenstangen --26, 27-- in Richtung der Pfeile --36, 37-aus den Führungen --28, 29-- soweit herausgezogen, dass die Vorsprünge --32, 33-- des Anschlussrahmens --11-- in die Führungen --28, 29-- einbringbar sind, bzw. aus diesen herausgezogen werden können.
Die Verriegelung muss jedoch nicht unbedingt mit einem Arbeitszylinder erfolgen, sondern kann auch rein mechanisch erfolgen. Eine mechanische Verriegelung umfasst zwei im wesentlichen
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rahmens zusammenwirken.
An der unteren Dreieckseite des Kupplungsrahmens --4-- können Hydraulikanschlüsse --40-- vorgesehen sein, die mittels nicht näher dargestellter Steckkupplungen mit entsprechenden Hydraulikanschlüssen --41-- am Anschlussrahmen --11-- verbindbar sind. In gleicher Weise können auch Steckverbindungen für elektrische Leitungen usw. vorgesehen werden.
Die erfindungsgemässe Schnellkupplung ermöglicht den gleichzeitigen Anschluss landwirtschaftlicher Arbeitsmaschinen an die Lenker der Schlepperhydraulik, den Zapfwellenanschluss und die eventuell noch notwendigen Hydraulikanschlüsse, ungeachtet dessen, ob die Hydraulik front- oder heckseitig am Schlepper angeordnet ist.
Mit der Schnellkupplung können landwirtschaftliche Geräte aller Art, z. B. Mähmaschinen, Ladewagen, Pflüge, Kreiseleggen, Heuschwader usw., an Traktoren mit Dreipunkthydraulik angekuppelt werden.
Bei Verwendung der erfindungsgemässen Schnellkupplung bei insbesondere frontseitigem Einsatz des Schwaders ist es nicht mehr nötig, mit jedem vollen Ladewagen auch den Schwader zur Entladestelle mitzunehmen. Der Schwader kann vielmehr, ohne dass die Bedienungsperson vom Schlepper absteigen muss, abgekuppelt und beim Laden wieder angekuppelt werden, was eine Verringerung der zum Schwaden erforderlichen Arbeitszeit auf die Hälfte bedeutet.