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Die Erfindung betrifft eine Rangiereinheit für Dreistufenkoppler, insbesondere für Tondurch- schaltsysteme der Studiotechnik, mit ein- und ausgangsseitigen Flachbandkabelsteckvorrichtungen samt Flachbandkabel, wobei die Flachbandkabelsteckvorrichtung auf mehrere Platinen verteilt auf diese aufgesetzt oder an deren Rand angesetzt sind.
Bei der Realisierung einer Matrix als Dreistufenkoppler für Tondurchschaltungen sind die technischen Qualitätsdaten der Studiotechnik erforderlich.
Eine Rangierung nach dem bekannten Prinzip des Dreistufenkopplers musste daher bis jetzt mit geschirmten Kabeln erfolgen. Diese Methode war sehr arbeitsintensiv und platzaufwendig.
Kabelbäume mit geschirmten Leitungen, oft mehrere Zentimeter im Durchmesser, nahmen in den
Matrixschränken viel Platz ein. Viele Prüffeldstunden waren erforderlich, um Leitung für Leitung zu verfolgen ; die technischen Daten waren von Rangierung zu Rangierung durch unterschiedliche
Lage der Kabel in den Kabelräumen zueinander immer verschieden.
In der DE-PS Nr. 1108756 wird eine Anordnung von Baugruppen-Trägerplatten und Gestell- platten, auf denen sich flächenhafte Leitungszüge befinden, beschrieben, wie sie für den modul- mässigen Aufbau von Geräten bevorzugt werden, wobei insbesondere eine schnelle und einfache Austauschbarkeit der einzelnen Moduleinheiten vordringlich ist (s. Fig. l, Pos. 4-Schlitze-und
Pos. 6 - Kontaktfedern, sowie Fig. 4, Pos. 48-51-Kontaktierung). Für die Anwendung in der
Studiotechnik ist diese Kontaktgabe nicht ausreichend, da die technischen Werte (Dämpfungen usw.) nicht stabil (Zeit, Temperatur, Austausch) gehalten werden können. Nachteilig ist auch die Bauteilbestückung der Platinen.
Ähnliches ist aus der DE-AS 1076766 zu entnehmen, wo ein "Elektrisches Gerät mit einer Mehrzahl von in einem Gehäuse untergebrachten Plattenbaugruppen" beschrieben wird. Abgehende bzw. ankommende externe Leitungen werden über Kabel und Lötösen bzw. Steckvorrichtungen zugeführt, wie dies bei Geräten allgemein üblich ist. Die Verbindung der Platinen untereinander erfolgt über Lötösen und eine leicht zugängliche Randverdrahtung, die einen einfachen Modultausch ermöglichen.
In der CH-PS Nr. 371491 wird eine mehrpolige Kontaktleiste beschrieben, bei der ein einsteckbarer Gegenkontaktträger als Printplatte ausgebildet sein kann, wobei die Einsteckleiste auf die Platte aufsetzbar (mittels Lötstiften) oder am Plattenrand klemmbar (Direktverbindung mit an den Plattenrand geführten Leiterbahnen) ist. Diese Kontaktleiste könnte allenfalls als Eingangssteckvorrichtung oder als Ausgangssteckvorrichtung Anwendung finden, wobei die Steckbarkeit von Flachbandkabel gewährleistet sein müsste.
Hier werden lösbare Verbindungssysteme für modulmässige Aufbauten gezeigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung dieser Nachteile eine Rangiereinheit zu finden, bei der auf platzsparende Weise eine Rangierung und bzw. oder Gruppierung ermöglicht wird, wobei mit immer gleichen technischen Daten schnell eine solche Rangierung bzw. Gruppierung herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass für Rangierungen und bzw. oder Gruppierungen, insbesondere unter Schirmungsbedingungen gedruckte Schaltungen vorgesehen sind, die sich für die Entflechtung von Überkreuzungen auf einer mit den ein-bzw. ausgangsseitigen Flachbandkabelsteckvorrichtungen bestückten Grundplatine und mindestens einer im rechten Winkel dazu angeordneten Hilfsplatine befinden, deren Leiterbahnen über in Lötlöcher gesteckte Durchlötstifte miteinander verlötet eine dauerhafte mechanische und elektrische Verbindung bilden, dass die Hilfsplatinen entweder mit aus-bzw. eingangsseitigen Flachbandkabelsteckvorrichtungen bestückt sind oder mittels weiterer am Hilfplatinenrand vorgesehener Steckvorrichtungen eine mit den aus-bzw.
eingangsseitigen Flachbandkabelsteckvorrichtungen bestückte Gegenplatine samt weiterer Leiterbahnen parallel zur Grundplatine an die Hilfsplatinen ansteckbar ist. Der Vorteil dieser erfindungsgemässen Lösung besteht in der dreidimensionalen werksmässig herstellbaren, Anlegung der Leiterbahnen bei definierten Lageverhältnissen dieser Bahnen und damit gleichbleibende Eigenschaften, wie Kopplungen, die minimierbar sind, günstigen Schirmverhältnissen usw. Vorteilhaft sind insbesondere auch die Möglichkeit des flexiblen und kompakten Aufbaus und die günstigen Montageverhältnisse, wobei hier der Ersatz einer Rangierung mittels geschirmter Kabel durch eine Rangiereinheit besonderer Stabilität, durch die in einem Lötverfahren fixverlötete Leiterplattenkombination erfolgt.
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Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass in den Hilfsplatinen an der der Grundplatine abgewendeten Seite Durchstecklöcher vorhanden sind, durch die einlötbare Stützelemente, insbesondere Stützdrähte, zur mechanischen Sabilisierung bei Verwendung mehrerer Hilfsplatinen durchsteckbar sind.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass auf den Platinen leitungswegmässig zusätzlich zur Rangierung eine Gruppierung erfolgt, wobei die Anzahl der abgehenden gegenüber der der ankommenden Leitungen ungleich ist.
Nach einer zusätzlichen, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass zwischen zwei Hilfsplatinen und im rechten Winkel zu diesen jeweils noch mindestens eine Subplatine eingelötet ist. Vorteilhaft ist hier eine zusätzliche Möglichkeit der Auflösung der Vernetzung.
Nach einer besonderen, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass jeweils auf der einen Platinenseite geschirmte Leiterbahnen aufgebracht sind und auf der zweiten Platinenseite durchgehend Schirmbahnen geführt sind, wobei von der Eingangsseite her jeweils die Nullpotentialzuführung erfolgt und ausgangsseitig die Nullpotentialführung nur bis zum abgehenden Anschluss reicht. Vorteilhaft ist hier die einfache Vermeidung von Nullvoltschleifen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen die Fig. 1 ein Beispiel für eine Rangierung, Fig. 2 ein Beispiel für eine Grundplatine mit im Seitenriss dargestellten Hilfsplatinen, Fig. 3 eine schematische Darstellung des mechanischen Aufbaus einer erfindungsgemässen Rangiereinheit.
In Fig. 1 ist ein Rangierschemabeispiel dargestellt, bei dem die Eingänge--lE, 2E, 3E--mit den Ausgängen--IA, 2A, 3A, 4A-- zu verbinden sind, wobei alle ersten Leitungen --1-- von den Eingängen--lE, 2E, 3E--zum Ausgang-1A-- mit den Leitungen --11, 12, 13-- zu führen sind. Analog führen die Leitungen --2 bzw. 3 bzw. 4--der Eingänge--lE, 2E, 3E-zu den
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--2A-- mitbzw. --4A-- mit den Leitungen --41, 42, 43--. Wie aus diesem vereinfachten Schema ersichtlich ist, finden viele Überkreuzungen statt, die durch zusätzliche Schirmungsbedingungen noch komplexer werden und herkömmlich auch mit kostenintensiven Vielschicht-Printplatten schwierig aufzulösen sind.
Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass diese Leitungen, wenn sie als Tonleitungen ausgebildet sind, jeweils dreiadrig (Schirm, Ader a, Ader b) sind.
In Fig. 2 ist die Grundplatine-G--in Vorderansicht und die ganze Rangiereinheit in Seitenansicht schematisch dargestellt. Auf die Grundplatine --G-- sind im vorliegenden Beispiel eingangs- seitig-16-Flachbandkabelsteckvorrichtungen-EST1... EST16-für je 48 Anschlüsse aufgesetzt und verlötet. Die ankommenden Tonleitungen (jeweils bestehend aus Schirm s, Ader a und Ader b) sind über Flachbandkabel an die Flachbandkabelsteckvorrichtungen-EST1... EST16-- geführt)
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Flachbandkabel erfolgt. Für weitere Rangierungen und bzw. oder Gruppierungen ist es möglich, eine Gegenplatine (nicht dargestellt) vorzusehen, auf deren einer Seite Flachbandkabelsteckvorrichtungen vorgesehen sind, die mit den Flachbandkabelsteckvorrichtungen-AST1... AST16--der Hilfsplatinen-Hl...
H16-- korrespondieren, und auf deren anderer Seite weiterführende Flachbandkabelsteckvorrichtungen vorgesehen sind. Zur Umlenkung der Flachbandkabel in eine andere Richtung sind diese Flachbandkabelsteckvorrichtungen auch an den Rand der Gegenplatine verlegbar. Die jeweiligen Flachbandkabel sind nicht in der schematischen Darstellung enthalten. Allgemein wird nur von Flachbandkabelsteckvorrichtungen gesprochen, da es im vorliegenden Beispiel von geringer Relevanz ist, wo sich die Steckerleiste bzw. die Buchsenleiste befindet.
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Durch die Verwendung von herkömmlichen 50-poligen Steckern (2 Pole freibleibend), auf welche 16 Tonleitungen (16 x a, b, s A 48) aufgeführt werden können, ergibt sich daher ein Rangierfeld 16 : 16. Für grössere Rangierfelder müssen mehrere solcher Einheiten verwendet werden. Eine Teilbestückung ist bei kleineren Rangierungen ohne weiteres möglich. Bei einer geforderten Rangierung von z. B. 16 : 10 werden dabei nur die Hilfsplatinen-Hl bis H10-- bestückt. Die Hilfsplatinen sammeln jeweils 16 Tonleitungen und führen sie auf einen abgehenden 50-poligen Stecker. Eine Seite der Hilfsplatinen weist die Leitungsführung a, b, s = 0 V auf, auf der andern Platinenseite ist durchgehend 0 V geführt.
Die Leitungsführung auf der Grundplatine --G-erfolgt auf analoge Weise ; auftretende Leerstellen sind mit 0 V-Flächen ausgefüllt. Es ist jedoch in der ganzen Einheit darauf geachtet, dass keine 0 V-Schleifen entstehen. Die Einheit ist selbstlebig d. h. 0 V wird einem zentral zugeführt. Die Eingänge der Einheit versorgen die Schirm-
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sind, gerantiert.
Durch dieses erfindungsgemässe Beispiel wird eine Rangierung Eingangsverteiler - Zwischenverteiler, Zwischenverteiler - Ausgangsverteiler bei einem Dreistufenkoppler realisiert.
In Fig. 3 ist der mechanische Aufbau beschrieben. Über Durchstecklöcher in der Grundplatine - und Durchlötstifte an den Hilfsplatinen-Hl... H16-- sind die Hilfsplatinen-Hl... H16-- an die Grundplatine --G-- angelötet. Zur mechanischen Stabilisierung sind zwischen den Hilfs-
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mittels Flachbandkabel. Die Abnahme der Tonleitungen erfolgt ausgangsseitig über Flachbandkabel- steckvorrichtungen-AST1... AST16-- auf den Hilfsplatinen-Hl... H16-- oder über (nicht gezeichnete) Flachbandkabelsteckvorrichtungen auf oder am Rand der Gegenplatine --GP--, ebenfalls mittels Flachbandkabel.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rangiereinheit für Dreistufenkoppler, insbesondere für Tondurchschaltsysteme der Studiotechnik, mit ein- und ausgangsseitigen Flachbandkabelsteckvorrichtungen samt Flachbandkabel, wobei die Flachbandkabelsteckvorrichtungen für mehrere Platinen verteilt auf diese aufgesetzt oder an deren Rand angesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass für Rangierungen (Fig. l) und bzw. oder Gruppierungen, insbesondere unter Schirmungsbedingungen gedruckte Schaltungen vorgesehen sind, die sich für die Entflechtung von Überkreuzungen auf einer mit den ein-bzw. ausgangsseitigen Flachbandkabelsteckvorrichtungen (EST1... EST16) bestückten Grundplatine (G) und mindestens einer im rechten Winkel dazu angeordneten Hilfsplatine (Hl...
H16) befinden, deren Leiterbahnen über in Lötlöcher gesteckte Durchlötstifte miteinander verlötet eine dauerhafte mechanische und elektrische Verbindung bilden, dass die Hilfsplatinen (H1... H16) entweder mit aus-bzw. eingangsseitigen Flachbandkabelsteckvorrichtungen (ASTI... AST16) bestückt sind oder mittels weiterer am Hilfsplatinenrand vorgesehener Steckvorrichtungen eine mit den aus-bzw. eingangsseitigen Flachbandkabelsteckvorrichtungen bestückte Gegenplatine (GP) samt weiterer Leiterbahnen parallel zur Grundplatine (G) an die Hilfsplatinen (H1... H16) ansteckbar ist.
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