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Die Erfindung betrifft eine Fixiereinrichtung für ein schienengebundenes Fahrwerk, das in einer Schiene mit U-förmigem Querschnitt geführt ist und das einen Bremsteil aufweist, der mit Reibung gegen die Schiene anliegt.
Fahrwerke der vorgenannten Art weisen üblicherweise zwei auf Rollen geführte Wagenauf- hängungen auf, die über ein Tragblech miteinander verbunden sind. Von dem Tragblech wird getragen z. B. eine von Hand bedienbare Steuerstation, von welcher eine oder mehrere Leitungen abgehen. Damit das Fahrwerk nicht unbeabsichtigt verfährt, ist es bekannt, an ihn einen Brems- wagen anzuflanschen, welcher mindestens einen Bremsbacken aufweist, welcher mit Reibung gegen die Schiene anliegt. Der Bremsbacken wird hiebei über eine Feder gegen die Schiene gedrückt.
Der Bremswagen selbst ist auf Rollen längs der Schiene geführt. Durch das Vorsehen eines separaten
Bremswagens ist der Aufwand erheblich.
Bei einer weiteren bekannten Konstruktion sind an einer auf Rollen verfahrbaren Wagen- aufhängung zwei Blattfedern vorgesehen, an deren freien Enden je ein Bremsklotz angeordnet ist.
Eine solche Bremsvorrichtung bedingt jedoch speziell ausgebildete Schienen. Da die Blattfedern in Richtung des Schienenverlaufes einander gegenüberliegend angeordnet sind, treten Verkantungen auf, wenn der Schienenverlauf nicht gerade ist.
Es besteht die Aufgabe, die Fixiereinrichtung so auszubilden, dass bei niederen Vorrichtungs- kosten eine unbeabsichtigte Bewegung des Wagens vermieden wird.
Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels, bei welchem die beiden
Wagenaufhängungen aus Gleitstücken bestehen ; Fig. 2 die Seitenansicht eines zweiten Ausführungs- beispiels, bei welchem ein Gleitstück zwischen den beiden auf Rollen geführten Wagenaufhängungen angeordnet ist und Fig. 3 einen Querschnitt durch die Schiene.
Der als Steuerwagen ausgebildete Wagen ist längs einer Schiene-l-verfahrbar. Bei dieser Schiene-l-handelt es sich um eine solche mit einem U-Profil, auch C-Schiene genannt, wie sie beispielsweise in der DIN-Norm 46277 festgelegt ist. Der Steuerwagen weist eine vordere Wagenaufhängung --2-- und eine hintere Wagenaufhängung --3-- auf. Die Aufhängungen --2, 3-- sind über ein Tragblech --4-- miteinander verbunden. An diesem Tragblech --4-- ist eine elektrische Steckvorrichtung --5-- angeordnet, von welcher ein Kabel --6-- abgeht, das in einer Steuerstation mündet. Die Steuerstation ist an zwei Einhängevorrichtungen --7, 8-- ange- hängt, welche am Tragblech befestigt sind.
Von der Steckvorrichtung --5-- geht eine elektrische Leitung ab, welche über die Leitungsauflage --9-- an der hinteren Wagenaufhängung --3-- ge- führt ist.
Die hintere Wagenaufhängung --3-- besteht aus einem länglichen massiven Gleitstück --11--, welches innerhalb der Schiene-l-angeordnet ist und welches gegen die beiden unteren, gegeneinander gerichteten Ränder Schiene-l-innenseitig reibschlüssig anliegt. Der Druck, mit dem dieses Anliegen erfolgt, ergibt sich aus dem Gewicht des Steuerwagens einschliesslich der Steuerleitung und der Steuerstation.
Die vordere Wagenaufhängung --2-- besteht aus einem horizontalen zweigeteilten Gleitstück.
Die beiden Gleitstückteile --12, 13-- werden von zwei Federn --14, 14'-- auseinandergepresst, derart, dass der untere Gleitstückteil --12-- gegen die beiden unteren, gegeneinander gerichteten Ränder --10-- der Schiene innenseitig reibschlüssig anliegt. Der obere Gleitstückteil --13-- wird dagegen gegen den mittleren Schenkel --15-- der Schiene --1-- gepresst. Zwischen den beiden Gleitstückteilen --12, 13-- ist ein Führungsstift --16-- vorgesehen.
Das Tragblech --4-- ist über ein Aufhängegelenk --17-- mit dem Gleitstück --11-- und über ein weiteres Aufhängegelenk --18-- mit dem unteren Gleitstückteil --12-- verbunden.
Bei dem Wagen nach Fig. 2 ist eine vordere und eine hintere, auf Rollen geführte Wagen- aufhängung --19 bzw. 20-- vorhanden. Der Wagen ist im übrigen gleich ausgebildet wie derjenige nach Fig. 1. Zwischen den beiden Wagenaufhängungen --19, 20-- ist ein zweigeteiltes Gleitstück --22-- angeordnet. Dieses Gleitstück --22-- entspricht im wesentlichen der vorderen Aufhängung --2-- nach Fig. 1 und besteht aus zwei Gleitstückteilen --23, 24--, welche über zwei
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--14, 14'-- auseinandergepresst- nicht das Gewicht des Wagens einschliesslich der Steuerstation wirkt.
Die Bremskraft wird also allein durch den Druck der Federn --14, 14'-- erzeugt.
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Kontakt mit dem Gleitstück --22-- tritt.
Soll in beiden Bewegungsrichtungen sofort auf den Wagen eine Bremskraft wirken, dann wird die Länge des Gleitstücks --22-- gleich dem Abstand zwischen den beiden Wagenaufhängungen - -19, 20-- gewählt.
Die Bremsvorrichtung nach Fig. 2 kann bei jedem handelsüblichen Steuerwagen eingesetzt werden, welcher in einer C-Schiene geführt ist.
Das beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 verwendete Gleitstück kann auch gegenüber der Darstellung in Fig. 2 um 900 gedreht in die Schiene-l-eingesetzt sein, d. h. es ist dann vertikal zweigeteilt ausgebildet. Die Gleitstückteile --23, 24-- pressen somit innen gegen die Seitenschenkel --25-- der Schiene --1--.
Damit kein Verkanten an den Stossstellen benachbarter Schienenteile auftritt, sind die Gleitstücke vorne und hinten konisch angeschrägt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fixiereinrichtung für ein schienengebundenes Fahrwerk, das in einer Schiene mit U-förmigem Querschnitt geführt ist und das einen Bremsteil aufweist, welcher mit Reibung gegen die Schiene anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern der Schiene ein Gleitstück (11 ; 12, 13 ; 22) angeordnet ist, das mindestens gegen die beiden unteren, gegeneinander gerichteten Ränder (10) der Schiene (1) innenseitig reibschlüssig anliegt.
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