AT3771U1 - Patrone, insbesondere knallpatrone - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Patrone, insbesondere eine Knallpatrone (1), mit zumindest einem Bauteil aus Kunststoff, einem Bodenstück (3) und einer rohrförmigen Verstärkungseinlage (4), bevorzugt einer Innenpatrone (5). Das Bodenstück (3) und die rohrförmige Verstärkungseinlage (4) bzw. die Innenpatrone (5) bestehen aus Metall gleicher und/oder vermischbarer Materialzusammensetzung.

Description


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  Die Erfindung betrifft eine Patrone und eine Kunststoffknallpatrone, wie sie in den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 6 beschrieben sind. 



  Es sind bereits Patronen, insbesondere Knallpatronen bekannt, bei denen sowohl Kunststoffteile, als auch Metallteile aus unterschiedlichen Werkstoffen bzw. Metallegierungen verwendet werden. Eine Wiederverwertung der metallischen Teile ist wenn überhaupt nur mit hohen Kosten möglich. 



  Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mit zumindest einem Bestandteil aus Kunststoff versehenen Patrone zu schaffen, die nach dem Gebrauch einfach wiederverwertet bzw. recyclt werden kann. 



  Aus der DE 37 31 569 Al ist eine Manöverpatrone mit einer in einer Patronenhülse enthaltenen Manöverladung bekannt. Die Manöverpatrone soll insbesondere für automatische fremdangetriebenen Maschinenwaffen mit hohen Schusskadenzen verwendbar sein. Die Manöverpatrone umfasst ein Einsatzstück mit einer zentralaxialen Bohrung. Diese Bohrung ist zur Vermeidung des Herausfallens von Treibladungspulver einseitig oder beidseitig, mit einer auf die Stirnfläche des Einsatzstückes aufklebbaren Aluminiumfolie verschlossen und vollständig abgedichtet. 



  Weiters ist aus der DE 32 38 268 Al eine Übungspatrone mit   Kunststoff - Geschoss   oder Geschossnachbildung bekannt, bei der das Geschoss oder die Geschossnachbildung an einer am hinteren Ende offenen Kunststoffhülse einstückig angeformt ist, welche in eine am vorderen Ende offene Patronenhülse aus Metall von vorne her eingesetzt und in dieser gehaltert ist, in dem die Patronenhülse nach dem Einsetzen der Kunststoffhülse in ihrem vorderen Bereich zu einer konischen Hülsenschulter und einem zylindrischen Hülsenhals, welcher die Kunststoffhülse fest anliegend umschliessen eingezogen ist, um eine saubere Abtrennung des Geschosses von der restlichen Kunststoffhülse zu erreichen bzw. das unkontrollierte Abreissen von Tei- 

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 len der Kunststoffhülse zu vermeiden.

   
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 überraschende Vorteil liegt darin, dass alle metallischen Bauteile der Patrone aus demselben Metall bzw. einer miteinander vermischbaren Materialzusammensetzung gefertigt sind, wodurch eine Trennung der Metallteile nicht erforderlich ist. Die mechanische Stabilität der Patrone wird durch diesen Aufbau in keiner Weise vermindert. Dazu kommt, dass es nunmehr möglich ist, auch grössere Mengen solcher gebrauchten Patronen, wie diese üblicherweise vor allem bei Knallpatronen in grossen Mengen zu Trainingszwecken von den verschiedenen Armeen der Welt benötigt werden, gemeinsam zu entsorgen, bzw wiederzuverwerten, wobei die direkte Zufuhr als Schrott möglich ist, da ein einheitliches Metall verwendet wird und der eventuell vorhandene Kunststoff als temperaturerhöhender Brennstoff in die Metallschmelze zugeführt werden kann.

   Damit wird der finanzielle Aufwand für die mittlerweile vorgeschriebene Sammlung und Entsorgung erheblich herabgesetzt und es ist ein wirtschaftlicherer Einsatz dieser Patronen möglich. 



  Weitere erzielbare Vorteile der Erfindung sind in der nachfolgenden speziellen Be- 

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 schreibung des Ausführungsbeispiels angegeben. 



  Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand des in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. 



  Es zeigt :   Fig. l   eine erfindungsgemässe Patrone geschnitten, in vereinfachter, schemati- scher Darstellung. 



  Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäss auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie   z. B.   oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäss auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemässe Lösungen darstellen. 



  In der Fig.   l   ist eine Patrone, insbesondere eine Knallpatrone   l,   bestehend aus einem Mantel 2, der bevorzugt als Hohlkörper ausgebildet ist und aus Kunststoff besteht, einem Bodenstück 3, das bevorzugt aus Metall gefertigt ist, gezeigt. Der Mantel 2 der Knallpatrone   l   kann zur Erreichung einer höheren Stabilität mit einer innenliegenden Verstärkungseinlage 4 versehen sein, die   z. B.   durch eine Innenpatrone 5 gebildet sein kann. Es ist aber auch ohne weiters möglich, diese Verstärkungseinlage 4 zusätzlich zur Innenpatrone 5 oder, wenn ein anderer Treibmittelsatz verwendet wird, überhaupt nur die Verstärkungseinlage 4, die zweckmässigerweise rohrförmig ausgebildet sein kann, vorzusehen. Derartige Patronen mit Bauteilen aus Kunststoff werden vor allem zur Nachahmung bzw.

   Simmulation eines scharfes Schusses als sogenannte Knallpatronen   l   eingesetzt oder zu Übungszwecken mit Schusswaffen, insbesondere Gewehren sowie halb- und vollautomatischen Waffen verwendet. Sie werden aber auch zum Einsatz als Abwehrmittel gegen Demonstranten oder dgl. bei der Verwendung von Gummigeschossen und dgl. eingesetzt. 

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  Der Mantel 2 ist an einer Spitze 6 mit mehreren Sollbruchstellen 7 versehen und wird beispielsweise durch Aufpressen, Aufschrumpfen, Anpressen, Anformen etc. an der Innenpatrone 5 bzw. dem Bodenstück 3 gehaltert. 



  Zur weiteren Fixierung kann eine Verzahnung 8 zur formschlüssigen Verbindung zwischen dem Mantel 2 und dem Bodenstück 3 vorhanden sein. Selbstverständlich ist jede weitere zum Stand der Technik zählende Art der Halterung bzw. Fixierung, wie beispielsweise Kleben, zwischen der Innenpatrone 5, dem Bodenstück 3 und dem Mantel 2 möglich. 



  Die Innenpatrone 5 besteht aus einer Hülse 9, die bevorzugt aus einem Metall bzw. einer Metallegierung gefertigt ist, einem Zündhütchen 10 und einer Treibladung 11, insbesondere einem Treibladungspulver 12. 



  Das Zündhütchen 10 ist in das Bodenstück 3 integriert und dient zum Zünden der Treibladung 11 insbesondere des Treibladungspulvers 12. 



  Naturgemäss umfasst die Innenpatrone 4 bzw. die Knallpatrone 1 kein Projektil, welches von der Treibladung 11 bzw. dem Treibladungspulver 12 abgefeuert werden könnte. Der Schuss wird durch Abgabe eines Knalles und von Rauchgasen simuliert. 



   Zur möglichst realitätsnahen Simulation eines Schusses kann mittels der Knallpatrone 1 ein Mündungsfeuer am Endbereich eines Laufes einer Schusswaffe erzeugt werden. 



  Beim Auftreffen eines Schlagbolzens 13 auf eine Aussenfläche 14 des Zündhütchens 10 wird die Treibladung 11, insbesondere das Treibladungspulver 12, explosionsartig gezündet, wodurch es zur Bildung von Explosionsgasen in einem Innenraum 15 der Innenpatrone 5 kommt und diese die Innenpatrone 5 an einer Perforierung 16 aufreissen und sich die Explosionsgase in einen Hohlraum 17 des Mantels 2 entladen, bis im Hohlraum 17 der Gasdruck derart ansteigt, dass die Sollbruchstellen 7 an der Spitze 6 des Mantels 2 aufreissen und sich die Explosionsgase in den Lauf der Schusswaffe, insbesondere des Gewehres oder der halb-bzw. der vollautomatischen Waffen entladen. 



  Erfindungsgemäss ist das Bodenstück 3 und die Innenpatrone 4 aus demselben Mate- 

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 rial, wie zum Beispiel einem Metall bzw. einer Metallegierung, gefertigt, wodurch eine kostengünstige Entsorgungsmöglichkeit oder Wiederverwertbarkeit bzw. Recyclingfähigkeit nach dem Gebrauch der Knallpatrone 1 gewährleistet ist, da die Materialien bzw. Metalle bzw. Metallegierungen des Bodenstückes 3 und der Innenpatrone 5 nicht getrennt werden müssen, und gemeinsam wiederverwertet werden können. Als Werkstoffe kommen vor allem Messing, Stahl, Aluminium etc. zur Verwendung. 



  Der Mantel 2, welcher bevorzugt aus Kunststoff besteht, kann bei einer Wiederverwertung der Metallteile, insbesondere des Bodenstückes 3 und der Innenpatrone 5, durch einfache mechanische Methoden wie beispielsweise Abbrechen, Abziehen etc. abgetrennt werden, oder der Mantel 2 kann beim Einschmelzen der Metallteile als Brennstoff zur Erhöhung der Temperatur der Metallschmelze dienen. 



  Weiters ist es denkbar, die zu entsorgenden Knallpatronen 1 Prozessen zuzuführen, bei denen das Metall des Bodenstückes 3 und der Innenpatrone 5 als Zusatzstoffe benötigt werden. Bei einer Ausführungsform des Bodenstückes 3 und der Innenpatrone 5 aus Eisen bzw. Stahl sei nur beispielsweise auf die Zementherstellung hingewiesen. 



  Der Ordnung halber sei abschliessend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus der Knallpatrone 1 dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unmassstäblich und/oder vergrössert und/oder verkleinert dargestellt wurden. 



  Vor allem kann die in der Fig. 1 gezeigte Ausführung den Gegenstand von eigenständigen erfindungsgemässen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen erfindungsgemässen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figur zu entnehmen. 

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  Bezugszeichenaufstellung 
1 Knallpatrone
2 Mantel
3 Bodenstück
4 Verstärkungseinlage
5 Innenpatrone 
6 Spitze
7 Sollbruchstelle
8 Verzahnung
9 Hülse 10 Zündhütchen 11 Treibladung 12 Treibladungspulver 13 Schlagbolzen 14 Aussenfläche 15 Innenraum 16 Perforierung 17 Hohlraum

Claims (6)

  1. Ansprüche 1. Patrone, insbesondere Knallpatrone, mit zumindest einem Bauteil aus Kunststoff, insbesondere einem Kunststoffmantel, einem Bodenstück und einer Innenpatrone, wobei das Bodenstück und die Innenpatrone aus Metall gleicher und/oder vermischbarer Materialzusammensetzung bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (2) über eine Verzahnung (8) mit dem Bodenstück (3) formschlüssig verbunden ist.
  2. 2. Patrone nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (2) an das Bodenstück (3), insbesondere im Bereich der Verzahnung (8), angeformt ist.
  3. 3. Patrone nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die rohrförmige Verstärkungseinlage (4) über einen Presssitz am Mantel (2) und/oder dem Bodenstück (3) gehaltert ist.
  4. 4. Patrone nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Innenpatrone (5) eine Treibladung (11) insbesondere ein Treibladungspulver (12) angeordnet ist.
  5. 5. Patrone nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenpatrone (5) in ihrem vom Bodenstück (3) abgewendeten Endbereich mit Perforierungen (16) versehen ist.
  6. 6. Kunststoffknallpatrone, bei der im Kunststoffmantel mehrere Sollbruchstellen (7) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Patrone nach einem der Ansprüche 1 bis 5 ausgebildet ist.
AT0055599U 1999-08-19 1999-08-19 Patrone, insbesondere knallpatrone AT3771U1 (de)

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