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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Vermittlung von Reiseinformationen unter Verwendung einer Tonwiedergabeeinrichtung zur Förderung der Einsichtnahme in die kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Hintergründe eines individuellen Reiseerlebnisses, insbesondere zur Wiedergabe von Informationen, wie der Beschreibung von den Reisenden durchfahrenden Landschaften.
Bekannte Träger von Reiseinformationen, wie Kartenführer u. dgl. haben den Nachteil, dass bei deren Benutzung das selbstgesteuerte Reisemittel, wie Reisefahrzeug, aus Gründen der Verkehrssicherheit angehalten werden muss. Auch sind bereits verschiedene Einrichtungen vorgeschlagen worden mit dem Zweck, den Fahrer von Motorfahrzeugen mit Informationen in Abhängigkeit von der Wegstrecke zu versehen, die zwar geeignet sind, dem jeweiligen aufgabengemässen Zweck zu dienen, die aber bei einer Anwendung als Einrichtung zur Vermittlung von Reiseinformationen auf Grund eines grossen Vorbereitungs- und Bedienungsaufwandes nicht geeignet sind oder die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe nur teilweise lösen können.
So ist nach der DE-PS Nr. 1208519 ein Tonwiedergabegerät bekannt, bei welchem Aufzeichnungen in einer Mehrzahl von parallelen Aufzeichnungskanälen mit selektiver Spurauswahl mit Hilfe manueller Steuerung wiedergegeben werden können und bei dem die Aufzeichnungen in den Kanälen einander zugeordnet sind. Die für eine Anwendung als Hilfsgerät für Wartungs- und Bedienpersonal, das mit der Wartung komplizierter Anlagen betraut ist, vorgesehen ist, kann in einem Reisefahrzeug nicht angewendet werden.
Nach der GB-PS Nr. 1, 294,811 ist eine akustische Hilfseinrichtung für Fahrer von motorbetriebenen Fahrzeugen vorgeschlagen worden, mit der es möglich ist, hörbare Informationen dem Fahrer zuzuführen, die in Relation zur zurückgelegten Wegstrecke stehen. Hiebei ist zur Ausbildung einer derartigen Einrichtung die Verwendung eines Wegstreckenzählers bzw. eines im Fahrzeug vorhandenen wegstreckenzählerabtastenden Detektors notwendig, was sich als nachteilig erwiesen hat, da gerade die Abhängigkeit von Informationseinrichtungen in Fahrzeugen vom Wegstreckenzähler des Fahrzeuges vermieden werden soll, da bei einer Übertragung der Wegstrecke über das sich drehende Rad Abweichungen auftreten können und dieses zu einer notwendigen Nachkorrektur führt, auch wenn der vorgesehene Weg eingehalten worden ist.
Die Anwendung einer derartigen Einrichtung erweist sich als relativ aufwendig, denn es wird davon ausgegangen, dass-nach Massgabe von vorbestimmten Impulssignalen - im fahrenden Kraftfahrzeug Tonbandaufnahmen gemacht werden.
Diese Einrichtung weist jedoch in ihrer Gesamtheit nur dann eine befriedigende Funktionsfähigkeit auf, wenn die Aufnahmen für den Tonträger während der Fahrt gemacht werden, wobei es hier notwendig ist, dass die jeweiligen Aufnahmen in Abhängigkeit von den jeweiligen Steuerimpulsen durchgeführt werden und sich hieraus nachteilige Begrenzungen ergeben. Die vorgeschlagene Einrichtung, die in iher Handhabung und Bedienung einen grossen Aufwand erfordert, da auch eine Kompatibilität einer Kassette auf einen andern Wagentyp nur mit Schwierigkeiten durchgeführt werden kann, stellt auch vom Bau- und Kostenaufwand hohe Anforderungen.
Aus der GB-PS Nr. l, 414, 490 ist eine Navigationseinrichtung für Landfahrzeuge zu entnehmen, mit der es möglich ist, dem Fahrer eines solchen Fahrzeuges eine Orientierungshilfe in der Weise zu übermitteln, dass es ihm möglich ist, die in einem Kartenwerk od. ähnl. vorgegebenen Daten in eine genauere Übereinstimmung, als dies mit einem Wegstreckenzähler möglich ist, mit der tatsächlich bereits zurückgelegten Wegstrecke zu bringen. Diese Einrichtung, die neben einem Weg- streckenzähler auch einen elektronischen Kompass aufweist, unterstützt in ihrer Anwendung den Fahrer dadurch, dass bei einer Abweichung zwischen tatsächlicher und vorgegebener Fahrtstrecke ein Alarmsignal ausgegeben wird, um den Fahrer entsprechend zu instruieren und anderseits bevorstehende Richtungsänderungen anzukündigen.
Darüber hinaus wird vorteilhafterweise die Durchführung der notwendigen Schritte durch die Anlage überprüft.
Bei den bekannten Einrichtungen ist es zwar möglich, den Fahrer von Motorfahrzeugen mit Informationen in Abhängigkeit von der Wegstrecke zu versehen, jedoch ergeben sich durch die bisher vorgeschlagenen technischen Lösungen insofern Nachteile, als die Aufnahmen in Abhängigkeit von den jeweiligen Steuerimpulsen sich nur durchführen lassen und sich darüber hinaus eine Reihe von weiteren Begrenzungen ergibt. Darüber hinaus ist bei den bekannten Einrichtungen zur Informationsübermittlung eine Kompatibilität der die Informationen tragenden Kassetten auf verschiedene Fahrzeugtypen mit Schwierigkeiten verbunden.
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Aufgabe der Erfindung ist daher, eine Einrichtung zu schaffen, mittels derer Reisenden Informationen über eine bestimmte Reisestrecke ohne besonderen Fahrzeughalt und im Parallelverlauf zu dieser zugänglich gemacht werden können, und die Einrichtung ausserdem noch unabhängig von fahrzeuginternen Wegstreckenzählern und dabei möglichst einfach und betriebssicher auszubilden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Einrichtung zur Vermittlung von Reiseinformationen unter Verwendung einer Tonwiedergabeeinrichtung zur Förderung der Einsichtnahme in die kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Hintergründe eines individuellen Reiseerlebnisses, insbesondere zur Wiedergabe von Informationen, wie der Beschreibung von den Reisenden durchfahrenen Landschaften, vorgeschlagen, die erfindungsgemäss in der Weise ausgebildet ist, dass die in an sich bekannter Weise ausgebildete Tonwiedergabeeinrichtung mit einem Radioteil mit mindestens einer an sich bekannten Tonkassette, auf deren Tonträgerband zwei Spuren ausgebildet sind, von denen die eine Spur die wiederzugebende Reiseinformation aufweist,
während auf der andern Spur Markierungssignale in Form von die Länge der Abschaltpause vorgebenden Steuerimpulsen zur Begrenzung von Aufzeichnungsabschnitten gespeichert sind, wobei die Abschaltzeit des Kassettenteils durch die jeweils benötigten Wiedergabepausen zwischen zwei informationswürdigen Punkten beim Durchfahren der Reiseroute mit optimaler Fahrzeuggeschwindigkeit vorgegeben ist, während ein Impulswandler einen Steuerimpuls an ein Steuergerät gibt, das in der Abschalt- bzw. Pausenzeit das Kassettengerät abschaltet und/oder das Radiogerät auf Radiobetrieb stellt und das eine Regeleinheit enthält, über die manuell die Pausendauer beeinflussbar und der individuellen Reisegeschwindigkeit anpassbar ist.
Eine derartige Einrichtung bietet dem Reisenden die Möglichkeit, ohne Unterbrechung des Reiseverlaufs Informationen über die Reisestrecke bereits zu stellen und es ist hiemit eine Einrichtung geschaffen, bei der es unter Verwendung von bekannten und oftmals im Fahrzeug vorhandenen Elementen, wie beispielsweise einem Radio/Kassettenrekorder mit angeschlossenem Lautsprecher möglich ist, unter Verwendung eines Impulswandlers, eines Steuergerätes und einer Regeleinheit mit geringem Bau- und Kostenaufwand einen Reisenden mit den entsprechenden auf einer Reihe gewünschten Informationen zu versehen.
In den Zeichnungen ist eine erfindungsgemässe Einrichtung schematisch dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform mit einem Kassettenrecorder und einer Tonspeichervorrichtung, Fig. 2 und 3 weitere Ausführungsformen der erfindungsgemässen Einrichtung.
Gemäss Fig. 1 besteht die Einrichtung --1-- aus einer in einem Gehäuse angeordneten Tonwiedergabeeinrichtung --2--, die beispielsweise als Kassettenrecorder od. dgl. ausgebildet sein kann. Sie weist ein Stellglied --7--, ein Zeitschaltwerk --8-- sowie eine Indexsuchvorrichtung - auf. Als Tonspeichervorrichtung --3-- ist eine Tonkassette vorgesehen, die in einen Schlitz - der Tonwiedergabeeinrichtung-2-- eingeführt werden kann. Die in der Tonspeichervorrich- tung --3-- gespeicherten Informationen können über Lautsprecher --13-- an die Tonwiedergabeeinrichtung --2-- abgegeben werden.
Die Tonspeichervorrichtung --3-- weist ein kassettenförmiges Gehäuse --12-- auf, in dem zwei Spulen --11, 11a-- drehbar gelagert sind. Eine dieser Spulen dient als Antriebsspule und kann mittels eines Antriebsdorns in der Tonwiedergabeeinrichtung --2-- angetrieben werden. Als Tonträger --4-- dient ein Tonband, das auf die Kerne der Spulen --11, 11a-- abwickelbar bzw. aufwickelbar ist. Auf dem Tonträger --4-- können besondere Indexsignale --5, 5a-- angeordnet werden, durch die voneinander distanzierte Tonwiedergabesegmente --6-- ausgebildet sind.
Auf jedem dieser Tonwiedergabesegmenten --6-- ist eine bestimmte Information gespeichert, die mittels des Stellgliedes --7-- sowie gegebenenfalls ergänzend der Indexsuchvorrichtung --10-- in der Tonwiedergabeeinrichtung --2-- abgerufen werden kann. Es ist auch möglich, den Abruf dieser Informationen zeitabhängig mit Hilfe des Zeitschaltwerkes --8-- zu steuern.
Zur zur Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges angestellten synchronen Wiedergabe der auf dem Tonträger --4-- gespeicherten Informationen weist die Einrichtung-l-eine besondere Geschwindigkeitssteuereinheit --20-- auf. Auf jedem einem Tonwiedergabesegment --6-- entsprechenden Abschnitt des Tonträgers --4-- ist die dem Tonwiedergabesegment --6-- zugeordnete mittlere Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges als Sollwert-Signal gespeichert. In der Tonwiedergabeeinrich-
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tung --2-- ist im Bereich des Schlitzes --9-- eine Abtasteinrichtung vorgesehen, mittels derer die Sollwert-Signale abgerufen werden können.
Diese Sollwert-Signale werden auf eine Sollwerteingabeeinheit --21-- aufgegeben, die mit einem Regler --14-- verbunden ist. Über einen weiteren Eingang ist der Regler --14-- mit einer Istwerteingabeeinheit --15-- verbunden, die beispielsweise mit einem Geschwindigkeitsanzeiger --22-- des Fahrzeugs in Wirkverbindung stehen kann. Über die Istwerteingabeeinheit --15-- werden dem Regler --14-- die die Fahrgeschwindigkeit betreffenden Istwerte zugeführt. Ausgangsseitig ist der Regler --14-- mit einem Folgesteuerglied --19-verbunden. Bei Abweichungen des Sollwertes der Fahrgeschwindigkeit von dem Istwert der Fahrgeschwindigkeit wird dieses über eine optische Anzeigeeinheit --16--, die mit dem Regler --19-verbunden ist, angezeigt.
Die Anzeigeeinheit --16-- kann beispielsweise als alphanumerisches Display --18-- ausgebildet sein, auf dem dem Fahrer ein Hinweis darüber angegeben werden kann, ob und inwieweit Kassettenlauf- und Fahrtgeschwindigkeit übereinstimmen. Wenn die Istwertfahrgeschwindigkeit die Sollwertfahrgeschwindigkeit um einen vorbestimmten Wert überschreitet, wird die Tonwiedergabeeinrichtung --2-- über das Zeitschaltwerk --8-- abgeschaltet. Die Wiederinbetriebnahme kann dann nur über das Stellglied --7-- durch manuelle Betätigung des Fahrers erfolgen.
Gleichzeitig kann durch die optische Anzeige --16-- sowie mittels der Sprachsyntheseeinheit --17-- über den Lautsprecher --13-- ein Hinweis darüber erfolgen, dass die Fahrgeschwindigkeit gegenüber der des Kassettenlaufes abgewichen ist. Überschreitet dagegen die Istwertfahrgeschwindigkeit die Sollwertfahrgeschwindigkeit um einen vorbestimmten Wert, wird die Tonwieder- gabeeinrichtung --2-- zunächst ebenfalls über das Zeitschaltwerk --8-- abgeschaltet. Gleichzeitig kann über die Anzeige --16-- und den Lautsprecher --13-- ein optischer und akustischer Hinweis erfolgen. Sobald die dem nächsten Indexsignal 5 entsprechende Fahrstrecke erreicht ist, wird dann mittels des Reglers --19-- über das Zeitschaltwerk --8-- die Tonwiedergabeeinrichtung - wieder in Betrieb genommen.
Hiedurch ist es möglich, auch bei einer Abweichung der den
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gleichzeitig so ausgebildet sein, dass durch Betätigung von Stellgliedern der Indexsuchvorrichtung --10-- der Regler --14-- programmiert wird. Die Programmierung des Reglers --14-- der hiezu mit einem Speicher --23-- verbunden sein kann, kann auch so erfolgen, dass bei bestimmten Indexsignalen --5, 5a-- über die Anzeige --16-- oder den Lautsprecher --13-- ein Hinweis darauf erfolgt, dass für spezielle detaillierte Reiseinformationen eine weitere Tonspeichervorrichtung --3-- herangezogen werden kann.
Durch Verwendung eines zur eigentlichen Reisezeit parallel geschalteten elektro-akustischen Mediums können somit ohne Unterbrechung des Reiseverlaufs Informationen über diesen bereit gestellt werden. Der Reisende kann somit neben der Berücksichtigung der Verkehrssituation seine Aufmerksamkeit synchron zum Fahrtverlauf und der Wiedergabe der Informationen von der Tonspeichervorrichtung --3-- seine Aufmerksamkeit uneingeschränkt der Umgebung widmen. Durch die Möglichkeit, mittels Stellglied-7-, Zeitschaltwerk-8-und Indexsuchvorrichtung-10- selektiv in die Tonwiedergabe eingreifen zu können, wird die Informationswiedergabe dynamisiert.
Die rechtzeitige sowie fortlaufende wie auch vom Fahrer unter Umständen unabhängige Informationsvorgabe weitet dessen Freizügigkeit bei der Gestaltung des Reiseerlebnisses aus. Obwohl die Tonspeichervorrichtung --3-- dem Verlauf einer bestimmten Reisestrecke angepasst ist, wird die Geschwindigkeit von deren Bereisung aber nicht diktiert. Hiezu dient über eine entsprechende Ausgestaltung des jeweiligen Kassettenprogramms hinaus das Stellglied --7-- in Verbindung mit dem Zeitschaltwerk --8-- und der Indexsuchvorrichtung --10--, die eine Strecke der Informationswiedergabe ermöglichen.
Zweckmässigerweise können die Programme zu den Tonspeichervorrichtungen --3-- verschieden typisiert ausgebildet sein. So kann ein Typ I die Information umfassen, die den Reisenden auf möglichst schnellen und bequemen Wegen in das Ausgangsgebiet seines Urlaubsgebietes führen.
Ein Typ 11 kann alle jene Strecken erfassen, auf denen das gewählte Urlaubsgebiet zügig durch-
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die nach Beendigung der gleichzeitig wiedergegebenen Informationen eintreten muss, wobei die Länge der Unterbrechung der Zeit entspricht, die ein mit optimaler Geschwindigkeit bewegtes Reisemittel, wie z. B. Fahrzeug, zum Erreichen der geographischen Stelle der Reiseroute benötigt, der die auf dem Tonträger nachfolgende Information zugeordnet ist.
Der Impulswandler --30-- wandelt die akustischen Steuersignale --5-- in elektrische Steuersignale, die dem Steuerteil --40-- zugeführt werden. Das Steuergerät --40-- schaltet entsprechend der Steuersignale das Radio/Kassettengerät --70-- wahlweise auf Radiobetrieb um oder aus und nach Ablauf der durch das Steuersignal vorgegebenen Wiedergabeunterbrechungszeit das Kassettengerät ein, das dann die entsprechende Information wiedergibt.
Der im Steuergerät --40-- enthaltene Regelteil --50-- ermöglicht der Bedienperson über ein Stellglied --51-- die über die Steuersignale --5-- vorgegebenen Wiedergabeunterbrechungs- zeiten beliebig zu verlängern oder zu verkürzen, so dass die Wiedergabeunterbrechungen ganz überschlagen oder bei Fahrtunterbrechung entsprechend verlängert und so der individuellen Reisegeschwindigkeit angepasst werden können.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist, um die Wiedergabe von wahlweise monooder stereovertonten Kassetten in dem Radio/Kassettengerät --70-- zu ermöglichen, die Verwendung von für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbaren Steuerimpulsen --5-- vorgesehen, wobei
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teils sind zwei Lautsprecher --13a, 13b-- vorgesehen.