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Die Erfindung betrifft einen Anhänger mit einem als Befestigungsorgan dienenden, elastisch aufbiegbaren Bügel, der stirnseitig eines formsteifen, flächigen Gehäuses abragt.
Anhänger dieser Art sind ein ausgesprochener Massenartikel. Sie dienen, z. B. als Schlüsselanhänger, als Preis-, Markenauszeichnungs-, Adressenträger usw. an Kleidungsstücken. Koffern, Mappen, Taschen, Schirmen, Sportartikeln, Photoapparaten, Schuhen usw., wobei jeweils das Gehäuse als Informationsträger mit Kennzeichnungs-, Identifikationsaussagen od. dgl. versehen ist, die auf die Flächen des Gehäuses aufgeklebt, aufgedruckt, geprägt oder eingraviert sind.
Wesentliche Voraussetzungen bei solchen Anhängern sind dabei die Brauchbarkeit und Funktionssicherheit bei geringsten Herstellungskosten. Diese Voraussetzungen werden von bekannten Anhängern der vorgenannten Art nur bedingt erfüllt. Ein bekannter Anhänger dieser Art (FR-PS Nr. 2. 462. 883) erfordert beispielsweise den Einbau einer oder sogar zweier zusätzlicher Sperrfedern, besteht also aus drei oder sogar vier Einzelteilen. Dazu kommt noch, dass die Sperrfeder von komplizierter Gestalt ist. Dieser bekannte Anhänger ist somit sowohl vom Material als auch vom fabrikatorischen Aufwand her teuer. Weiter ist auch die Aufbringung von Beschriftungen und/oder Symbolen auf die Gehäuseflächen aufwendig. Andere bekannte Anhänger dieser Art, z.
B. die in der FR-PS Nr. 2. 445. 704 und der DE-OS 2104989 beschriebenen Anhänger bestehen zwar aus nur zwei Teilen, die Halterung des Schieberteils im Gehäuse ist aber unsicher. Insbesondere besteht die Gefahr, dass aus dem Gehäuse vorstehende Teile des Schieberteils z. B. an einem Kleidungsstück hängenbleiben und sich dadurch die Verriegelung ungewollt löst.
Es ist somit Aufgabe der Erfindung, einen Anhänger zu schaffen, der sich, unter Vermeidung der Nachteile der bekannten Anhänger, leicht und billig herstellen lässt und der sich durch sichere Funktion, leichte Bedienbarkeit und wenige, auswechselbare Teile auszeichnet.
Dies wird erfindungsgemäss bei einem Anhänger mit einem als Befestigungsorgan dienenden, elastisch aufbiegbaren Bügel, der stirnseitig eines formsteifen, flächigen Gehäuses abragt und an einem Schieberteil angeformt ist, welcher stirnseitig bis in eine Verriegelungsstellung in das Gehäuse einschiebbar ist, in der das Gehäuse die Bügelöffnung schliesst und eine zur Entriegelung federnd in das Gehäuse eindrückbare Verriegelungsklinke mit einer Öffnung im Gehäuse zusammenwirkt dadurch erreicht, dass das freie Ende des Bügels einwärts gekrümmt und in der Verriegelungsstellung durch das Gehäuse in einer Ausnehmung im Schieberteil eingetaucht gehalten ist, und dass sich die Verriegelungsklinke am freien Ende eines einstückig am Schieberteil angeformten,
elastischen Armes befindet und sich in der Verriegelungsstellung durch eine Öffnung an einer Ecke der dem Bügel abgewendeten Stirnseite des Gehäuses erstreckt.
Diese Massnahmen gestatten nun eine einfache und problemlose Herstellung eines solchen Anhängers aus nur zwei Teilen, dessen Montage zudem nur ein Zusammenschieben der Teile verlangt, wobei aber im zusammengeschobenen Zustand eine absolut sichere Verriegelung des Bügels besteht.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemässen Anhängers besteht darin, dass das Gehäuse an der, eine Schulter für die Verriegelungsklinke bildenden Öffnung, eine der Betätigung der Verriegelungsklinke von Hand dienende seitliche Aussparung aufweist.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausbildung des erfindungsgemässen Anhängers, bei welcher der aus dem Bügel und dem Schieberteil gebildete einschiebbare Schieber in einer das Öffnen des Bügels erlaubenden Zwischenstellung verriegelbar ist, indem z. B. die Verriegelungsklinke in der Zwischenstellung in eine weitere Öffnung im Gehäuse einschnappt. Hiebei ist es zweckmässig, wenn die Verriegelungsklinke eine Schrägfläche zum selbsttätigen Eindrücken der Verriegelungsklinke beim Verschieben des Schiebers aus der Zwischenstellung in die Verriegelungsstellung umfasst.
Diese Zwischenstellung, in welcher somit der Bügel geöffnet und der Anhänger an einen Gegenstand angehängt bzw. von einem solchen abgehängt werden kann, bildet somit eine Sicherung vor ungewolltem Auseinanderfallen der beiden Anhängerteile.
Eine weitere besonders vorteilhafte Ausbildung besteht darin, das Gehäuse und den Schieber aus Kunststoff herzustellen und dabei mindestens das Gehäuse aus transparentem Kunststoff. Hiebei kann das Gehäuse auswechselbar eine Etikette aus beschreibbarem und/oder bedruckbarem Material aufnehmen, welche sich U-förmig im Gehäuse mit ihren Schenkeln beidseitig der Lasche erstreckt und in der Verriegelungsstellung über ihren Steg vom Schieber am Herausfallen gehindert ist.
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Dabei ist die Etikette zweckmässig im Bereich der Aussparung des Gehäuses mit einem Ausschnitt versehen, um die Handbetätigung der Klinke nicht zu behindern.
Eine solche Ausführung hat den Vorteil, dass die Etikette nur auf einer Seite bedruckt oder beschrieben werden muss, wobei im Anhänger nach der Faltung der Etikette dieser beidseitig als Informationsträger erscheint. Ausserdem ist die Etikette durch das Gehäuse vor dem Verlieren und ihre Beschriftung vor Abrieb geschützt.
Die auf der Etikette aufgebrachte Information kann der Kennzeichnung (bezüglich Herkunft, Garantie, Bedienungsanleitung) der mit dem Anhänger versehenen Ware dienen. Dank der leichten Auswechselbarkeit der Etikette kann der gleiche Anhänger, mit einer neuen Etikette versehen, später eine zweite Funktion als Identifizierungsmittel, z. B. Adressenträger, Schlüsselanhänger für den Gebrauch der Waren ausüben.
Beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind nachfolgend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. l in schematischer Darstellung einen sich in Offenlage befindlichen Anhänger ; Fig. 2 den Anhänger gemäss Fig. 1 in geschlossenem Zustand ; Fig. 3 die in den Anhänger gemäss den Fig. l und 2 einsteckbare Etikette ; und die Fig. 4 und 5 in Seitenansicht und im Querschnitt den in das Gehäuse einschiebbaren Schieber des Anhängers gemäss den Fig. l und 2, in grösserem Massstab.
Der in den Zeichnungen dargestellte Anhänger, z. B. ein Schlüsselanhänger, umfasst einen Ring, der als ein elastischer, aufbiegbarer Bügel --1-- von einem flächigen Schieberteil --3-abragt. Der Bügel --1-- und der Schieberteil --3-- bilden dabei einen einstückigen Schieber welcher von einer offenen Stirnseite her in ein schachtelförmiges, formsteifes, flächiges Gehäuse --2-- einschiebbar ist, derart, dass sich gemäss Fig. 2 noch ein Teil des den Ring bildenden Bügels --1-- ausserhalb des Gehäuses --2-- erstreckt.
Beim dargestellten Beispiel ist das freie Ende Bügels --1-- einwärts gekrümmt und taucht in eine Ausnehmung --13-- in der Lasche --3-- ein. In der eingeschobenen Stellung
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--10-- im Gehäuse --2-- gemäss Fig. 2,werden.
In dieser eingeschobenen Lage, welche die Verriegelungsstellung ist, hintergreift eine Ver- riegelungsklinke --6-- eine Schulter --5-- am Gehäuse --2--. Diese Verriegelungsklinke --6-befindet sich am freien Ende eines am Schieberteil --3-- angeformten, elastischen Armes--7-und erstreckt sich wenigstens teilweise durch eine Öffnung --8-- an einer Ecke der dem Bügel - abgewendeten Stirnseite des Gehäuses --2--. An dieser Stelle weist das Gehäuse --2-- zudem eine seitliche Aussparung --9-- auf, um ein Einwärtsdrücken der Verriegelungsklinke --6-zu erleichtern, wenn der Anhänger durch Herausschieben des Schiebers --10-- aus dem Gehäuse - 2-- geöffnet werden soll.
Da es nicht notwendig ist, den Schieber --10-- für ein kurzzeitiges Öffnen des Schlüsselringes vollständig aus dem Gehäuse --2-- herauszuschieben, ist eine Zwischenstellung vorgesehen, in welcher der Schieber --10-- im Gehäuse --2-- zwischenverriegelbar ist. Hiefür rastet die Ver- riegelungsklinke --6-- in einer weiteren Öffnung --11-- im Gehäuse --2-- ein. Dabei ist an der Verriegelungsklinke --6-- eine Schrägfläche --12-- zum selbsttätigen Eindrücken der Ver- riegelungsklinke --6-- beim Verschieben des Schiebers --10-- aus der Zwischenstellung in die Verriegelungsstellung vorgesehen.
Wie leicht erkennbar ist, wird auf diese Weise ein äusserst einfach herzustellender Anhänger, insbesondere Schlüsselanhänger gebildet, der zudem eine sichere Verriegelung des Schlüsselringes gewährleistet.
Hiebei sind im Rahmen der Erfindung eine ganze Reihe von Ergänzungen und Modifikationen möglich.
Beispielsweise kann das freie Ende --4-- des Bügels --1-- selbst die Verriegelungsklinke tragen, die dann bei eingeschobenem Schieberteil --3-- in eine entsprechende Ausnehmung am Gehäuse --2-- einrasten würde, ohne dass sich dabei am sicheren Verschluss des Bügels-l- etwas ändern würde.
Ferner ist es denkbar, am unteren Teil des Schieberteils --3-- auf jeder Seite eine eindrückbare Verriegelungsklinke an einem elastischen Arm vorzusehen.
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Das Gehäuse --2-- und entsprechend auch der Schieberteil --3-- können neben der hier dargestellten rechteckförmigen Gestalt auch andere geometrische Formen aufweisen.
Weiter kann der aus dem Bügel --1-- und dem Schieberteil --3-- gebildete Schieber --10-- ein Press-Stück oder ein Stanz-Stück von flächiger Gestalt sein, wie das etwa aus Fig. l erkennbar ist. Gemäss den Fig. 4 und 5 kann dieser Schieber --10-- aber auch ein Spritzgussteil mit rippenförmiger Ausgestaltung sein. Hiebei ist erkennbar, dass eine Auskehlung --17-- an der Wurzel des elastischen Armes --7-- dessen Einfederungseigenschaften verbessert.
Vorzugsweise bestehen der einschiebbare Schieber --10-- und das Gehäuse --2-- aus Kunststoff, wobei vorteilhaft mindestens das Gehäuse --2-- transparent ist, um hinter die Gehäuseflächen sichtbar Etiketten einschieben zu können.
Beim erfindungsgemässen Anhänger ist gemäss Fig. 3 eine Etikette --15-- aus beschreibbarem und/oder bedruckbarem Material, beispielsweise Karton, vorgesehen, welche U-förmig gefaltet ist und sich im Gehäuse --2-- mit ihren Schenkeln beidseitig des Schieberteils --3-- erstreckt.
Hiebei ist im Bereich der Aussparung --9-- des Gehäuses --2-- ein Ausschnitt --16-- vorgesehen, um das Einrücken der Verriegelungsklinke --6-- nicht zu behindern.
Der Vorteil dieser Etikette-Anordnung besteht zunächst darin, dass die Etikette unabhängig vom neutral produzierten Anhänger individuell, unter Umständen vom Käufer selbst beschriftet werden kann. Zudem ist diese in das Gehäuse --2-- eingesetzte Etikette --15-- ohne zusätzliche Massnahmen gegen ein Herausfallen gesichert, da die Etikette dem Schieberteil --3-- bei dessen Herausziehen in die Zwischenstellung bestenfalls nur bis dahin folgen kann.
Wie ferner leicht erkennbar, sind alle Teile ohne weiteres auswechselbar gestaltet, wobei eine vollständige Zerlegung des Anhängers in Gehäuse --2--, Schieber --10-- und Etikette --15-- lediglich ein Eindrücken der in der Zwischenstellung in der Öffnung --11-- im Gehäuse --2-- eingerasteten Verriegelungsklinke --6-- erfordert.
Gemäss dem Vorbeschriebenen wurde somit ein Anhänger geschaffen, der allen Anforderungen an Einfachheit in der Konzeption unter Berücksichtigung der Kriterien eines Massenartikels bei absoluter Funktionssicherheit und grossem Anwendungsbereich gerecht wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anhänger mit einem als Befestigungsorgan dienenden, elastisch aufbiegbaren Bügel, der stirnseitig eines formsteifen, flächigen Gehäuses abragt und an einem Schieberteil angeformt ist, welcher stirnseitig bis in eine Verriegelungsstellung in das Gehäuse einschiebbar ist, in der das Gehäuse die Bügelöffnung schliesst und eine zur Entriegelung federnd in das Gehäuse eindrückbare Verriegelungsklinke mit einer Öffnung im Gehäuse zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende (4) des Bügels (1) einwärts gekrümmt und in der Verriegelungsstellung durch das Gehäuse (2) in einer Ausnehmung (13) im Schieberteil (3) eingetaucht gehalten ist, und dass sich die Verriegelungsklinke (6) am freien Ende eines einstückig am Schieberteil (3) angeformten, elastischen Armes (7)
befindet und sich in der Verriegelungsstellung durch eine
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