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um deren gleichzeitige automatische Lockerung durch einen einzig n Druck zu bewirken.
Der Formkörper A, der sich bis an die Deckplatte 31 der Presse erstreckt, besitzt am oberen Ende einen Innenflansch J und ist zweimal abgesetzt, um ein bequemes Auflegen des Domträger- winkelringes d sowie des Auslaufformkörpers B zu gestatten. Der untere konisch abgegrenzte Ansatz o sowie die Passmarken g ermöglichen ein genaues Aufsetzen, der Innenflansch J ein leichtes Abpressen von dem zweiteiligen Kolbenringe. In die nach unten zu konisch verengt verlaufenden Bohrungen des Formkörpers A sind die gleichfalls nach unten zu konisch verengt verlaufenden Doppelhülsen u eingelassen. Diese Hülsen sind zweiteilig und enthalten die Gravierungen für je zwei mit den elliptischen Enden einander zugekehrte Spitzen.
Die Kanäle zum Transporte
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feinen Spitzenbohrungen zwischen zwei vertieft eingravierten Lagern eingeklemmt ist. Bei L und M mündet der Dorn p in die Bohrungen der Dickdorne. Er hat also an drei Stellen eine sichere Lagerung und ermöglicht nach dem Offneii der Hülsen ein bequemes Abziehen der Presslinge mit freier Hand.
An die Absätze bezw. Aussenflächen des Formkörpers. A schliesst der Winkelring d an, in welchem die Dickdorne M und N ab- bezw. aufwärts stehend befestigt sind. Dieser Winkelring d enthält noch die Öffnungen r1 zum Transporte des aus den gefüllten Doppelhülsen u in die Bohrungen des Auslaufformkörpers B tretenden Materiales. Der untere, wagrechte Schenkelansatz 15 dient dazu, um den Auslaufformkörper B vom Formkörper A abheben zu können und
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auszuziehen, während das Ausziehen der Dorne aus den in den Hohlräumen 9 des Auslaufform- körpers B befindlichen Presslingen mittelst des oberen, aufwärtsstebenden Schenkels bewerk- stelligt wird.
Der Auslaufformkörper B kapselt den Dornträgerwinkelring d bis auf dessen unteren, wagrechten Schenkelansatz 15 im Vereine mit dem : Formkörper A ein. Die Bohrungen des Auslaufformkörpers. B sind mit den Bohrungen des Formkörpers A gleichachsig und gegen das untere Ende konisch erweitert, sonst aber meist genau zylindrisch gebohrt. Die in bekannter Weise die Verdichtung besorgenden beweglichen zylindrischen Verdichtungsformen e ruhen mit ihren Unterflächen auf der wagrechten Fläche des Winkelringes d auf.
Diese Verdichtungsformen e im Auslaufformkörper B sind zweiteilig und gleich der Ver- dichtungsform P im Führungsrohr 3 derart ausgestaltet, dass sie ausser der Verdichtung des Materiales noch eine Formgebung zu fertigen Erzeugnissen gestatten. Zu diesem Zwecke haben die Verdichtungsformen e die Form von beweglichen Duppelhülsen, welche in den Bohrungen des Formkörpers B derart kolbendicht eingesetzt sind, dass sie an dem nadelförmigen Teile der im Wickdring d befestigten in die Bohrungen des Formkörpers. B hineinragnden Dorne N aufund abgleiten können ; sie sind üben geschlossen und besitzen in der Deck-wie in der Trennungs-
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zentralen Löcher zum Durchstecken der Nadeldorne.
Für die Gravierung in diesen Doppelhülsen eignet sich am besten die Form flacher Ansatzspitzen, da hierdurch die Angriffsfläche ungefähr dieselbe wird wie bei einem gewöhnlichen Pfropfen. Um der Luft auch dann noch Abzug zu bieten, wenn die Decke der Doppelhülsen an die Unterfläche der Pressplatte 31 stösst, sind auf der oberen Begrenzuugsnäche des Formkörpers B sehr feine Rinnen n vorgesehen.
Die im Querschnitt rechteckige Verdichtungsform P im Führungsrohr 3 ist vierteilig und besteht aus einem mit durchgehender Bohrung 20 versehenen Mittelstück 19, welches view Halbgravierungen 21 und die dazu gehörigen sehr feinen Luftabzugsönnungen und Bohrungen
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schliesslich aus einem kreisrunden Grund- oder Bodenstück 25 mit den Einlaufrinnen 26, Trans- portöffnungen 27, eingesetzten Dick- und Dünndornen 28, 23, dem Führungszapfen 29, den beiden Einstellzapfen 30 und dem konischen Ansatz 30'. Letzterer hat den Zweck, die Form derart oberhalb der Oberfläche des Auspresskonus zu halten,
dass die in das Führungsrohr mündenden Luftabzugs- und Transportöffnungen 10' frei bleiben und das Material unter die Verdichtungsform P gelangen und dieselbe nach aufwärts treiben kann. Entsprechend verlängert, können die Teile 19, 24, und 24' auch je mit 2 oder mehreren Halbgravierullgen, ähnlich wie bei den Doppelhülaen M und e, versehen werden.
Die Zahl der Doppelhülsen u sowie der übereinander angeordneten Formkörper A und B ist keineswegs beschränkt. Es können auch, wie Fig. 1 a zeigt, drei solcher Körper verwendet werden. In diesem Falle treten zwischen die beiden Formkorper A und A' ein einfacher Winkel-
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Durch die winkelringartige Ausgestaltung der einzelnen Formteile wird ein leichtes Auseinanderpressen der Formteile bezw. Freilegen der fertigen Presslinge ohne Gefährdung derselben gewährleistet.
Die Wirkungsweise der Presse ist folgende :
Das in die ringförmige Formschale 16 eingefüllte Material wird je nach seiner Beschaffenheit durch Erwärmung der gesamten Vorrichtung in einem Heissluft-, Dampf-oder Ölbade zähplastisch gemacht und in diesem Zustande durch die Presswirkung nach Passierung der Rillen s und der feinen Transportöffnungen S des Stahlwinkelringes und Dornträgers f in die unteren Gravierungen 17 der Doppelhülsen u des Formkörpers A gedrückt, passiert die mittleren Trans-
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angebrachten Luftabzugsrinnen n nach aussen.
Hierauf werden die Verdichtungsformen e durch die aufsteigende zähe Masse allmählich gehoben und schliessen nunmehr kolbendicht an die zylindrischen Bohrungen des Formkörpers B an, setzen also jetzt der weiteren Aufwärtsbewegung der Masse soviel Widerstand entgegen, dass eine dementsprechende Verdichtung des darunter befindlichen Materiales (bei Rohbernstein zu Ambroid) erfolgen muss. Sobald die oberen Flächen der Verdichtungsformen e an die Deckplatte 31 gelangen, wird deren Aufwärtsbewegung abschliessend gehemmt.
Das nachdrängende Material füllt vorerst die unteren Gravierungen der Verdichtungsformen e vollständig aus und quillt schliesslich durch die mittleren Transportkanäle x in die oberen Gravierungen, nachdem vorher die in beiden Gravierungshohlräumen befindliche Luft auf demselben Wege durch die in den Deckflächen der Verdichtungshülsen e angebrachten Luftabzugskanäle xi uni die Luftabzugsrillen n nach aussen entwich. Durch Anbringung von feineren oder gröberen Transport- öffnungen im Mittel der Verdichtungsformen e lässt sich der die Verdichtung abschliessende Prozess
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Der noch in der Formschale 16 befindliche Materialrückstand wird durch die lotrechten Kanäle 12 in die darunter liegende Form 'gepresst.
Bei Eintritt von Material in die Gravierungs-
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und 5, die Rille 7C des Führungsrohres J und die anschliessenden Kanäle 10'unter die Verdichtungs- form P und von dort durch die Transportrinnen 26 und Öffnungen 27 in die Gravierungshohl- räume 21 der Verdichtungsform und schliesslich durch deren Luftabzugskanäle 22 in den Hohlraum 18 des Führungsrohres 3 nach aufwärts und aussen.
Das in die Gravierungshohlräume der
Form /'hineingepresste Material tritt nach AusfüHung derselben durch die Kanäle der Form j' sowie die Rille 10 und die anschliessenden Kanäle 10' des Führungsrohres 3 gleichfalls unter die Form P bezw. in den durch den Ansatz. 30'derselben oberhalb des Auspresskonus 2 gebildeten Hohiraum V. Durch das fortwährend eindringende Material wird nun die Form P so lange emporgehoben, bis deren Deckfläche etwas über das Niveau der Deckfläche des Führungsrohres. 3 emporragt, stösst dann aber an die Deckplatte 31 und wird durch die Abwärtsbewegung derselben wieder bis zum Niveau der Führungsrohrdeckfläche herabgedrückt.
Während dieses Vorganges wird nicht allein das im Hohlraum 18 des Führungsrohres 3 befindliche Material entsprechend verdichtet und der Überschuss desselben durch die Einlauf- rinnen 26 und die Transportöffnungen 27 in die Façongravierungen 21 der Verdichtungsform P hineingdrückt, nachdem vorher die in den Gravierungen befindliche Luft auf gleichem Wege
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aussen entwich, die verdichtende Wirkung der jetzt die Funktion eines Pressstempels ausübenden Verdichtungsform P erstreckt, sich auch auf das in den Gravierungshohlräumen der Form,/* be- findliche Material.
Durch die Druckwirkung von oben hat das im Hohlraum 18 zusammengepresste Material naturgemäss das Bestreben sich seitlich zu dehnen und trachtet daher, da kein anderer Ausweg mehr offen ist, durch die Kanäle 10'und die Rille 10 wieder in die Hohlräume der Form f zurück zu gelangen, wodurch die sicherste Gewähr geboten ist, dass die Presslinge in denselben gehörig verdichtet werden. Ausserdem werden die Presslinge der Form/f auch noch durch den in der Formschale 16 verbleibenden, stark zusammengepressten Materialrückstand
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Durch die zentrale Wärmeabgabe des Führungsrohres 3 wird auch der Rohstoff rasch und gleichmässig durchwärmt, wodurch die Presslinge in Farbe schöner und heller werden.