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Die Erfindung betrifft ein Lüftungsgitter, das zum luft- und licht- durchlässigen Verschliessen von Öffnungen in Wänden von Sport-, Mehrzweck- und Freizeithallen geeignet ist.
Bekannt sind Lüftungsgitter für Sporthallen, die aus Metalllamellen bestehen, die über Stege durch Schweissung oder Klebung miteinander verbunden sind, so dass sich Gitter für das Verschliessen von Lüftungsöff- nungen ergeben. Nachteilig bei diesen bekannten Lüftungsgittern ist es, dass ihre Herstellung aufwendig und daher teuer ist. Überdies besteht ein Nachteil darin, dass die Schweiss- oder Klebestellen, welche die Metall- lamellen mit den Stegen verbinden, nicht ohne weiteres für den Einbau in Wände mit Ballbeschuss geeignet sind. Als Folge von Materialermüdung und/oder Überbeanspruchung können einzelne oder mehrere der Verbindungs- punkte (Schweiss- oder Klebepunkte) brechen, und damit Metalllamellen vom Lüftungsgitter abstehen.
Solche von Lüftungsgittern abstehende Lamellen stellen eine nicht unerhebliche Gefährdung der in der Sporthalle tätigen Sportler dar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Lüftungsgitter, das für Sport-, Mehrzweck- und Freizeithallen geeignet ist, zur Verfügung zu stellen, das nicht nur den Anforderungen der DIN 18032 genügt, sondern das auch einfach herzustellen und stabil ist.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäss mit einem Lüftungsgitter, das die Merkmale des Anspruches 1 aufweist.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemässen Lüftungsgitters sind Gegenstand der Unteransprüche.
Da das erfindungsgemässe Lüftungsgitter aus einem einzigen Stück gefertigt ist, lässt sich das Lüftungsgitter nicht nur sehr kostengünstig anfertigen und ohne weiteres auf die jeweils gewünschte Abmessung brin- gen, sondern es besteht auch die Möglichkeit, zwischen einzelnen, vom Lüftungsgitter abstehenden und vorzugsweise vom benützten Raum der Sport-, Mehrzweck- oder Freizeithalle nach aussen weisenden Rippen des Lüftungsgitters Öffnungen in beliebiger Anzahl und Grösse herzustellen, ohne dass die Festigkeit des Lüftungsgitters insgesamt beeinträchtigt wird. Insbesondere besteht keine Gefahr, dass sich einzelne Teile des Lüftungsgitters lösen und eine Gefährdung von in der Halle tätigen Personen darstellen.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der'Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbei- spiele. Es zeigt: Fig. 1 im lotrechten Schnitt ein aus zwei Teilen zusammengesetztes Lüftungsgitter, Fig. 2 ein in eine Lüftungsöffnung eingesetztes Lüftungsgitter im lotrechten Schnitt, Fig. 3 ein Lüftungs-
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gitter, Fig. 4 in Ansicht (teilweise) ein Lüftungsgitter gemäss der Erfindung und die Fig. 5 bis 16 weitere Ausführungsformen von Lüftungs- gittern.
Das erfindungsgemässe Lüftungsgitter besteht vorzugsweise aus Metall und kann im Strangpressverfahren hergestellt werden. Dies insbesondere, wenn das erfindungsgemässe Lüftungsgitter aus Aluminium oder einer Alumi- niumlegierung besteht.
In der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform besteht das erfindungs- gemässe Lüftungsgitter aus einem in der Gebrauchslage lotrechten Wandteil 2, von dem einseitig stegförmige Rippen 1 abstehen, die zueinander parallel verlaufen, und die über die gesamte, sich quer zur Bildebene erstreckende Länge des Lüftungsgitters durchgehend ausgebildet sind. Das Lüftungsgitter wird für gewöhnlich in Lüftungsöffnungen so eingesetzt, dass die Rippen 1 nach aussen, also von dem von Personen benützten Raum der Sport-, Mehrzweck- oder Freizeithalle nach aussen weisen (nach rechts in Fig. 2).
Zwischen ausgewählten oder allen Rippen 1 des erfindungsgemässen Lüftungsgitters sind beispielsweise durch spanabhebende Bearbeitung (Fräsen) in den Wandteil 2 Öffnungen 11 eingearbeitet, wie sie in Fig.
4 gezeigt sind. Wie in Fig. 2 durch die strichlierte Linie 3 angedeutet, kann der Wandteil 2 so weit abgetragen werden, dass im Bereich der Öff- nungen 11 nur noch Rippen 1 vorliegen. So werden Öffnungen 11 mit grosser Querschnittsfläche erreicht. Die Konstruktion des erfindungsgemässen Lüftungsgitters erlaubt es auch, kleinere Öffnungen 11 vorzusehen, indem aus dem Wandteil 2 kleinere Bereiche (spanabhebend) entfernt werden.
Auch Kombinationen unterschiedlich grosser Öffnungen 11 in einem Lüf- tungsgitter sind möglich. Dabei ist es bevorzugt, dass die Öffnungen 11 nicht über die gesamte Länge des Lüftungsgitters durchgehen, sondern im Abstand von den, in der Gebrauchslage lotrechten Rändern des Wandteiles 2 enden. Bevorzugt ist es, insbesondere bei längeren Lüftungsgittern, wenn die Öffnungen 11 nicht über die gesamte Länge des Lüftungsgitters durchgehen, sondern zwischen benachbarten Öffnungen 11 Wandbereiche 10 verbleiben. So wird eine hohe Festigkeit des erfindungsgemässen Lüftungs- gitters gewährleistet. Dies insbesondere, wenn die verbleibenden Wand- bereiche 10 einander, wie in Fig. 4 gezeigt, zu einem quer zum Lüftungs- gitter und dessen Rippen 1 verlaufenden Steg ergänzen.
Am in der Gebrauchslage unteren Rand des erfindungsgemässen Lüf- tungsgitters kann eine in Längsrichtung durchgehende Nut 7 vorgesehen sein. Am oberen Rand des Lüftungsgitters ist eine nach oben abstehende Rippe 5 vorgesehen. So lassen sich Lüftungsgitter, wie in Fig. 2 ange-
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zeigt, in eine Lüftungsöffnung einsetzen, indem die Rippe 5 am oberen Rand des Lüftungsgitters in eine Nut am oberen Rand einer Lüftungsöff- nung eingesteckt wird und in die Nut 7 am unteren Rand ein Dichtstreifen 8, vorzugsweise ein Dichtstreifen aus elastischem Werkstoff, eingesetzt wird.
Wie Fig. 1 zeigt, können für grössere (höhere) Lüftungsöffnungen auch mehrere erfindungsgemässe Lüftungsgitter übereinander angeordnet werden, wobei im Stossbereich 6 die obere Rippe 5 des unten angeordneten Lüftungsgitters in die Nut 7 am unteren Rand des oberen Gitters ein- greift -
Die Ausbildung der Nut 7 am unteren Rand und der Rippe 5 am oberen Rand ist lediglich beispielhaft. Es genügt, wenn der obere und der untere Rand des Lüftungsgitters gegengleich profiliert sind, so dass mehrere Lüftungsgitter ineinandergesteckt oder ineinandergeschoben werden können.
Das erfindungsgemässe Lüftungsgitter kann auch so ausgeführt sein, dass an beiden zu den Rippen 1 parallel verlaufenden Rändern entweder Nuten (Fig. 14 bis 16), wie die Nuten 7, oder Rippen (Nasen wie in Fig.
8 bis 10), wie die Rippe 5 vorgesehen sind.
Die Nut 7 und/oder die Rippe 5 sind nicht zwingend vorgesehen, vielmehr können diese auch einseitig oder beidseitig entfallen (Fig. 5 bis 7 und Fig. 11 bis 13).
Aus optischen Gründen können die Öffnungen 11 teilweise oder ganz entfallen.
Der Vorteil des erfindungsgemässen Lüftungsgitters in der beschrie- benen Ausführungsform liegt darin, dass sich das Lüftungsgitter kosten- günstig als Strangpressprofil aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung herstellen lässt.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass in dem Lüftungsgitter die jeweils gewünschte Anzahl und Grösse von Öffnungen 11 für den Luftdurch- tritt durch Ausfräsen von Öffnungen im Wandteil 2 des Lüftungsgitters zwischen benachbarten Rippen 1 hergestellt werden kann. Dabei besteht die Möglichkeit, dass zwischen nebeneinander angeordneten Öffnungen 11 oder Gruppen von Öffnungen 11 im Bereich 10 (Fig. 4) Material des Wand- teiles 2 stehen bleibt, so dass sich eine hohe Festigkeit des erfindungs- gemässen Lüftungsgitters ergibt.
In der in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsform und, ganz allgemein gesprochen, bei gegengleich profiliertem oberen und unteren Rand des erfindungsgemässen Lüftungsgitters lassen sich Lüftungsgitter auch durch Übereinanderstecken oder Ineinanderschieben formschlüssig
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miteinander verketten, so dass sich erfindungsgemässe Lüftungsgitter auch zum luftdurchlässigen und lichtdurchlässigen Verschliessen von höheren Lüftungsöffnungen in Wänden von Sport- oder Freizeithallen herstellen lassen.
Ein Vorteil des erfindungsgemässen Lüftungsgitters liegt auch darin, dass es an einer Unterkonstruktion, beispielsweise durch Schrauben oder Anschiessen (mit Bolzen, Nägeln u.dgl.), beispielsweise an in Fig. 4 angedeuteten Stehern 13, befestigt werden kann, wobei die Schrauben od.dgl. Befestigungselemente im Bereich 10 des Wandteiles 2 zwischen oder neben Öffnungen 11 angeordnet werden können.
Von Vorteil bei dem erfindungsgemässen Lüftungsgitter, insbesondere, wenn es im Strangpressverfahren hergestellt ist, ist es auch, dass es einfach durch Ablängen auf die jeweils gewünschte Länge zugeschnitten werden kann.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform geht das erfindungs- gemässe Lüftungsgitter, das aus zwei übereinander angeordneten und mit- einander durch Einstecken der Rippe 5 am unteren Lüftungsgitter in die Nut 7 am unteren Rand des oberen Lüftungsgitters zusammengefügten Teilen besteht, von einem Boden 9 aus und ist gegenüber dem Boden 9 durch die in die untere Nut 7 des unteren Lüftungsgitters eingesetze Dichtungs- lippe 8 abgeschlossen.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist das erfindungs- gemässe Lüftungsgitter in eine Paneelverkleidung eingesetzt, wobei die Rippe 5 am oberen Rand des Lüftungsgitters in eine Nut der oberen Be- grenzung einer Lüftungsöffnung in der Paneelverkleidung eingreift, und der untere Rand des Lüftungsgitters gegenüber dem unteren Rand der Lüftungsöffnung in der Paneelverkleidung durch die Dichtungslippe 8 abgedichtet ist.
Zusammenfassend kann ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfin- dung wie folgt beschrieben werden:
Ein Lüftungsgitter besitzt einen Wandteil 2 und von diesem ab- stehende, mit dem Wandteil 2 einstückig ausgebildete Rippen 1. Im Wand- teil 2 sind zwischen Rippen 1 Öffnungen 11 für den Durchtritt von Luft vorgesehen. Die Öffnungen 11 im Wandteil 1 werden durch bereichsweises Entfernen (Fräsen) des Wandteiles 2 hergestellt. Das Lüftungsgitter greift mit einer oben vorgesehenen Rippe 5 in eine Nut am oberen Rand einer Lüftungsöffnung in einem Bauteil ein. Unten ist das Lüftungsgitter mit einem Dichtungsstreifen 8 an dem Bauteil angeschlossen.