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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Halten und Fördern einer Warenbahn, insbesondere einer Florware an einer Druck- und Färbestation, bei der die untenliegende Seite der Warenbahn mit Farbe versehen wird und eine umlaufende Tragvorrichtung und Organe zum Festhalten der Warenbahn an der Tragvorrichtung vorgesehen sind, wobei die Tragvorrichtung aus umlaufend geführten Gliedern besteht, die an ihrer Aussenseite mit Organen zum Festhalten der Warenbahn versehen sind nach Patent Nr. 369342.
Die Erfindung betrifft eine Weiterentwicklung des vorstehend bezeichneten Patentes Nr. 369342.
Bei der Tragvorrichtung aus umlaufend geführten Gliedern, die an ihrer Aussenseite mit Organen zum Festhalten der Warenbahn versehen sind, bestehen Problemzonen, insbesondere im Aufsetz- und Loslassbereich der Verbindung zwischen Warenbahn und Gliedern. Ausserdem ist im Bereich des unteren Trumes der förderbandartig ausgebildeten Tragvorrichtung, die aus den umlaufend geführten Gliedern besteht, jeweils eine, zwar nur geringe, aber doch vorhandene Problemzone immer im Übergangsbereich zwischen den einzelnen Gliedern vorhanden.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese Problemzone zu beseitigen, um die Tragvorrichtung zu verbessern.
Die Erfindung besteht darin, dass die Organe durch Festhalten der Warenbahn zu einem endlosen Gurt miteinander verbunden sind. Dadurch ist erzielt, dass die Organe zum Festhalten der Warenbahn als endlos umlaufendes Förderband arbeitet, wobei an dessen Oberfläche Festhalteeinrichtungen vorgesehen sind, wie sie auch schon im Stammpatent Nr. 369342 dargestellt und beschrieben sind. Dies können Kratzer- oder Krallenbeläge sein, aber auch ein Kleber, ferner kann auch durch den endlosen Gurt hindurch ein Saugdruck auf die Warenbahn aufgebracht werden, wobei in diesem Fall der endlose Gurt mit Durchtrittsquerschnitten versehen sein muss. Die Problemzonen der Nahtstellen zwischen den einzelnen Gliedern fallen weg, genauso wie im Aufsetz- oder Abhebbereich der Einrichtung im Verhältnis zur Ware.
Die Ware wird mit der Rückseite nach oben am Untertrum des Gurtes festgehalten und flächig über eine Druck- und Färbestation geführt. Dabei kann die Druck- und Färbestation die Ware rechtsseitig berühren. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Druck- oder Färbeflotte auf die sozusagen überkopf hängende Warenbahn aufgesprüht wird. Dies kann mustergemäss erfolgen und auch flächig.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 eine Einrichtung in Seitenansicht und Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel in einem Teilausschnitt.
In einem nicht dargestellten Maschinengestell ist die erfindungsgemässe Einrichtung zum Halten und Fördern einer Warenbahn --3-- gelagert. Die Warenbahn läuft der Einrichtung vorzugsweise von oben kommend zu, u. zw. flachliegend, umläuft eine Umlenkwalze --10-- und wird horizontal durch die erfindungsgemässe Einrichtung weitergeführt und über eine Umlenkwalze --11-laufend weitergeführt.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zum Halten und Fördern einer Warenbahn, insbesondere einer Florware, liegt oberhalb einer Druck- oder Färbestation bzw. einer beliebigen Auftragsstation --2--, die symbolisch in Fig. 1 angedeutet ist. Hier sind Düsen gezeigt, die beispielsweise computergesteuert sein können und von unten her die Warenbahn bemustern sollen. Dabei wird die Warenbahn auf der nach unten liegenden Seite mit Farbe od. dgl. versehen.
Die Einrichtung zum Halten und Fördern der Warenbahn weist eine umlaufende Tragvorrichtung --5-- auf, die aus förderbandartig umlaufend geführten Gliedern --50-- besteht, die an ihrer Aussenseite mit den Organen zum Festhalten der Warenbahn versehen sind. Diese Organe zum Festhalten der Warenbahn sind zu einem endlosen Gurt --500-- verbunden, der die sonst von den Gliedern --50-- getragenen Organe miteinander verbindet. So entsteht ein umlaufender Gurt mit horizontalem Ober- und Untertrum. Die einzelnen Glieder --50--, die vorzugsweise plattenförmig oder auch kastenförmig ausgebildet sind, hängen an zwei parallel zueinanderliegenden endlos umlaufenden Ketten --51--, die über Kettenräder --151-- geführt sind.
Die an den jeweils seitlich in der Vorrichtung liegenden parallel zueinander angeordneten Ketten --51-- befestigten platten-, kasten- oder stangen artig ausgebildeten Glieder --50-- bilden gemeinsam ein oberes und unteres Trum, wobei alle Flächen --250-- in diesen Bereichen vollkom-
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men plan und eben zueinanderstehen. Diese Glieder --50-- tragen den Gurt --500-- und nehmen ihn bei ihrer Bewegung in Pfeilrichtungen F mit. Der Gurt besteht vorzugsweise, aus elastischem
Material und wird über die Glieder --50-- gespannt. Durch Anordnung dieses Gurtes --500-- ist es nicht so wichtig, dass die Glieder --50-- in ihren Seitenflächen dicht an dicht nebeneinan- derstehen.
Die Glieder brauchen daher nicht unbedingt plattenförmig ausgebildet zu sein, sondern können auch stangenförmig ausgebildet sein. Die Stangen sollten eine ebene Aussenfläche miteinan- der bilden.
Der Gurt --500-- trägt an seiner Oberfläche die Festhaltemittel, beispielsweise einen Krat- zer- oder Krallenbelag --750-- oder einen Kleberauftrag --850--. Dieser Kleberauftrag kann durch eine Klebeauftragsvorrichtung-6-über die Gesamtbreite der Vorrichtung in beliebiger Stärke aufgetragen werden. Die Kleberauftragsvorrichtung --6-- wird vorzugsweise dem oberen Trum der Einrichtung zugeordnet.
Um nun ein einwandfreies Aufsetzen des Gurtes --500-- auf die Rückseite der Warenbahn zu gewährleisten, muss diese derart zugeführt werden, dass sie mehr oder weniger gespannt zwischen den Umlenkwalzen--10 und 11-- geführt ist, wobei diese Umlenkwalzen --10 und 11-- mit ihren unteren Scheitelpunkten etwas höher liegen als die untere Fläche des Gurtes --500--. Dadurch ist ein sattes Aufsetzen der Einrichtung zum Halten und Fördern der Warenbahn auf deren Rückseite gewährleistet.
Wie bereits erwähnt, kann die Druck- oder Färbestation auch als beliebige andere Auftragsstation ausgebildet sein, so können Druckwalzen, Färbewalzen u. dgl. vorgesehen sein, auch eine Siebdruckvorrichtung, genauso kann der Auftrag des beliebigen Mediums über stösselartige Nadeln u. dgl. erfolgen. Wesentlich ist nicht die Ausbildung dieser Auftragsstation, sondern die Bemusterung, die Färbung, die Behandlung und gegebenenfalls auch Beschichtung der Warenbahn von der Unterseite her. Der Begriff "Farbe" ist somit im Vorhergehenden und Nachfolgenden nicht einschränkend zu verstehen, genauso wie die Begriffe "Druck- und Färbestation".
In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem die Glieder --50-- kastenartig ausgebildet sind. Sie hängen wieder an Umlenkketten --51--. Sie haben seitlich Öffnungen--650--, u. zw. entweder einseitig oder beidseitig und genauso einseitig oder beidseitig sind ihrem Weg ein oder auch zwei Saugkanäle --54-- zugeordnet. Diese Saugkanäle sind mit Saugrohren --53-und mit einer regelbaren Saugpumpe --52-- verbunden.
Um nun den Unterdruck der Rückseite der Warenbahn --3-- zuzuführen, ist der Gurt --500-- mit Durchschnittsquerschnitten --350'-- versehen, während die kastenartigen Glieder --50-- Lö- cher --350-- an ihrer Unterplatte haben, die die Fläche --250-- bildet. Dadurch gelangt der Saugdruck von der Saugpumpe --52-- über die Rohre --53-- zu dem oder den Saugkanälen --54-- und über die Öffnungen --650--, die Löcher --350-- und die Durchtrittsquerschnitte --350'-des Gurtes --500-- bis zur Warenrückseite --3--. Um die Ware festhalten zu können, muss die Ware möglichst luftundurchlässig sein oder der Luftunterdruck muss ausserordentlich gross gewählt werden.
Wesentlich ist die Anordnung des Gurtes --500-- der vorzugsweise aus gummielastischem Material besteht, um dem Bewegungsweg der Glieder --50-- folgen zu können. Dabei weist der Gurt ein ebenes bzw. eventuell auch leicht nach aussen im Bogen geführtes Untertrum auf, an dem die Warenbahn, vorzugsweise eine Florware, überkopf hängend festgehalten und weitergeführt wird. Dieser Bogen ist nicht dargestellt, da der Bogen ganz gering sein kann, so dass die Mitte des Untertrums nur etwas tiefer liegt als der untere Bereich der Kettenräder --151--.
Der Kratz- und Krallbelag, der Klebeauftrag und/oder der Unterdruck hält die Ware und ist jeweils fast oder ganz über die gesamten Flächen --250-- geführt. Der Begriff "Glieder" ist, wie erwähnt, nicht einschränkend zu verstehen. Die Glieder können über die Gesamtbreite der Vorrichtung gezogen sein, sie können aber auch relativ klein sein und z. B. versetzt zueinander aneinandergelenkt sein. Die Gelenkverbindung ermöglicht ein gutes Umlaufen der Glieder um die Umlenkvorrichtungen an den Enden der Einrichtung.