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Gegenstand der Erfindung ist ein Messer-Feder-Kontaktsystem für verschliessbare Öffnungen von elektromagnetisch geschirmten Kabinen, bestehend aus plattenförmig ausgebildeten Kontaktmessern und mit diesen beim Verschliessvorgang in leitende Verbindung tretenden, auf Kontaktfederstreifen reihenförmig angeordneten gewölbten Federelementen, wobei die Kontaktmesser mit parallel zu der bei Öffnen und Verschliessen der Öffnungen auftretenden relativen Kontaktbewegung verlaufenden Kontaktierungsflächen und wobei Kontaktmesser und Federelemente miteinander korrespondierend im Kantenbereich und parallel zu den Kanten von Öffnung und Verschlusselement und in jeweils leitender Verbindung mit der Schirmung der Kabine und dem Verschlusselement angeordnet sind und jedem Kontaktmesser eine einzige Reihe von Federelementen zugeordnet ist.
Da in geschirmten Räumen Verschlusselemente in Form von Türen und eventuell Fenstern angeordnet werden müssen, die in geschlossenem Zustand keine Unterbrechung der Schirmhaut darstellen dürfen, müssen diese nicht nur selbst mit leitenden Belägen in Form von Schirmfolien, Gittern, Netzen usw. überzogen sein, sondern es ist auch für einen elektrisch einwandfreien Kontakt zwischen der Schirmhaut der Kabine und den leitenden Belägen der Verschlusselemente zu sorgen.
Die dafür bekannten Lösungen sehen vorwiegend sogenannte Messerkontakt-Federleisten-Systeme vor, für die sich eine Standardlösung herausgebildet hat. Kontakte und Gegenkontakte umgeben Öffnung und Verschlusselement in deren Kantenbereich und parallel zu den Kanten und sind korrespondierend angeordnet. Die Kontaktsysteme funktionieren nach dem bei steckbaren Kontakten bevorzugten Prinzip der Kontaktstellenvervielfachung. Die meist plattenförmigen Kontakte werden an ihren parallelen Flächen von einer Anzahl federnd angeordneter Gegenkontakte unter Druck berührt, wobei die erwünschte mehrfache Kontaktierung entsteht. Durch die zum Herstellen oder Lösen des Kontaktes erforderliche Relativbewegung zwischen Kontakten und Gegenkontakten tritt die sogenannte Selbstreinigung auf.
Bekannte, nach diesem Prinzip gestaltete Kontaktsysteme für elektromagnetisch wirksame Abschirmungen weisen ebenfalls diese Elemente auf, u. zw. einerseits ein als Messer bezeichnetes plattenförmiges Kontaktelement und anderseits eine Anzahl von auf kammartig ausgebildeten Federleisten angeordneten streifenförmigen gewölbten federnden Kontaktelementen. Diese Federleisten sind in der Regel paarweise an den parallelen Innenflächen eines U-förmig gestalteten Trägers derart angeordnet, dass die Wölbungen ihrer Kontaktelemente einander zugekehrt sind. Die offene Seite des Trägers ist nach aussen gerichtet und dem Messer zugewendet, so dass dieses beim Schlie- ssen des Kontaktsystems zwischen die streifenförmigen Kontaktelemente eindringt und eine durchgehende Kontaktierung bewirkt.
Die Nachteile derart ausgebildeter Kontaktsysteme liegen darin, dass wegen der symmetrischen Anordnung der Kontaktelemente nicht nur ein grosser Materialbedarf, sondern auch ein grosser Platzbedarf bedingt ist, da zu beiden Seiten des Messers die gewölbten Kontaktelemente und die Seitenwände des U-förmig gestalteten Trägers angeordnet sind. Damit ist auch eine erschwerte Zugänglichkeit sowohl bei der Montage als auch bei einem erforderlichen Austausch der Federleisten gegeben.
Die DE-OS 2601277 zeigt eine bezüglich des letztgenannten Nachteiles bereits verbesserte Abschirmeinrichtung. Diese weist als Teil ihrer Kontakteinrichtung Fingerkontakte auf, die nach wie vor in einem U-förmigen Schlitz, der Teil einer Hohlkonstruktion ist, jedoch mittels Klemmplatten klemmbar angeordnet sind. Diese Anordnung ermöglicht wohl eine vereinfachte Anbringung oder Auswechslung der Fingerkontakte, verursacht jedoch weiterhin durch das Vorhandensein des U-förmigen Trägers oder Schlitzes grossen Material- und Platzbedarf.
Diese Nachteile sollen durch das erfindungsgemässe Kontaktsystem vermieden werden. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente in ihrem Längsverlauf vorzugsweise mehrfach und nach jeweils entgegengesetzten Richtungen gewölbt sind, dass parallel zur Richtung der relativen Kontaktbewegung angeordnete Borde als Rücklage für die Federelemente vorgesehen sind und dass sich in Schliessstellung des Verschlusselementes jedes Kontaktmesser zwischen den ihm zugeordneten Federelementen und einem Bord befindet.
Der Vorteil des erfindungsgemässen Kontaktsystems liegt darin, dass bei gleicher Kontaktierungsgüte die Anzahl der Kontaktfederstreifen halbiert werden kann, dass dadurch und durch den
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Entfall spezieller Trägerelemente ein geringerer Material- und Platzbedarf erforderlich ist. Der mechanische Schutz der Federelemente sowie der Schutz ihrer Kontaktstellen gegen Verschmutzung ist auch im geöffneten Zustand der Abschirmkabine gegeben.
An Hand der Zeichnungen soll nachfolgend die Erfindung näher erläutert werden. Fig. l zeigt in einem Schnittbild die Elemente des erfindungsgemässen Kontaktsystems in einer Ausführungsform in geschlossenem Zustand. Fig. 2 zeigt dieselben Elemente in geöffnetem Zustand einer aus Blech gefertigten Abschirmkabine. Fig. 3 zeigt im Schnittbild eine andere Befestigungsmöglichkeit für Kontaktfederleisten.
In Fig. l ist die Wand --1-- der Abschirmkabine --2-- im Kantenbereich um die Öffnung - -3-- der Abschirmkabine --2-- dargestellt, an die parallel zur Kante und meist senkrecht zur Wand --1-- das plattenförmig ausgebildete Kontaktmesser --4-- angesetzt ist. Dieses Kontaktmesser --4-- kann in bekannter Weise entweder durch senkrechtes Abkanten der Wand --2-- oder aber durch Ansetzen eines Streifens eines andern Materials hergestellt werden. In beiden Fällen ist vorteilhaft die zur Kontaktierung vorgesehene Fläche --5-- durch ein bekanntes Verfahren mit einem, gute Kontakteigenschaften aufweisenden Metall überzogen.
Senkrecht zur Wand--1-und parallel zur Ebene des Kontaktmessers--4--ist vorteilhaft die Abziehrichtung für das Ver- schlusselement --6-- festgelegt.
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einem Boden --7-- und senkrecht zu diesem angeordnete, diesen umgebende Borde --8-- ausgebildet. Das Verschlusselement --6-- soll möglichst genau auf die Öffnung --3-- passen, ohne dass hiebei ein definiertes Kontaktverhalten vorausgesetzt wird. An geeigneten Stellen können auch Dichtungen --9-- angeordnet werden.
Am Boden --7-- des Verschlusselementes --6--, wie in Fig. l und 2 gezeigt oder an dessen Bord-8- (Fig. 3) ist mittels Schrauben --10--, aber auch wahlweise durch Lötung oder Nietung, der Kontaktfederstreifen --11-- angeordnet. Zu seiner besseren Kontaktierung mit dem Verschlusselement --6-- kann zwischen dem Kontaktfederstreifen --11-- und den Köpfen der Schrauben - eine gewölbte federnde Leiste --12-- angeordnet werden, die die Schraubenkraft gleich-
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auf, der mit Löchern --13-- zum Durchtritt der Schrauben --10-- versehen ist und der selbst einen gewölbten Querschnitt zur Verbesserung seines Kontaktverhaltens aufweisen kann.
Von diesem
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mal in entgegengesetzten Richtungen gewölbt und so im Winkel gegenüber dem durchgehenden Fuss- teil --l1a-- abgebogen, dass sie schon im Ruhezustand unter Druck an zwei Kontaktbereichen an der Innenfläche --8b-- des Bordes --8-- anliegen. Dadurch sind sie bei geöffnetem Verschlusselement --6-- gegen mechanische Beschädigung und gegen Verschmutzung weitgehend geschützt.
Beim Schliessen dringt das Kontaktmesser --4-- durch den keilförmigen Spalt --14-- zwischen dem Bord --8-- und den Enden der Federelemente --11b-- ein, wobei die Kontaktstellen jedes Federelementes --11b-- fortschreitend von der Innenfläche --8b-- des Bordes --8-- abgehoben werden und mit der Kontaktfläche --5-- des Messers --4-- in Wirkverbindung treten. In völlig geschlossenem Zustand der Abschirmkabine --2-- besteht für jedes Federelement --l1b-- ein Kontakt längs zweier Linien, der somit den bekannten, durch je zwei Federn erzeugten Doppelkontakten entspricht.
Durch die grosse Relativbewegung zwischen den Kontaktflächen beim Schliessen weist das Kontaktsystem den erwünschten Selbstreinigungseffekt auf, der noch durch eine spezielle Oberflächengestaltung im Bereich der Spitze des Kontaktmessers --4--, etwa Riffelung oder Randrierung, erhöht werden kann.
Es ist auch möglich, den Kontaktfederstreifen --11-- in gestreckter Lage anzuordnen, wie Fig. 3 zeigt.
Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, die Anordnung von Kontakt- federstreifen --11-- und Kontaktmesser --4-- bezüglich Verschlusselement --6-- und Abschirmkabine --2-- umgekehrt vorzunehmen.