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Die Erfindung bezieht sich auf einen Sportplatzbelag, der auf eine, - insbesondere wasser- durchlässige -, Asphalt-Tragschichte aufbringbar ist, der im wesentlichen aus mittels eines ein Diisocyanat enthaltenden Bindemittels gebundenen Synthesekautschukgranulats besteht.
Bisher übliche Sportplatzbeläge bestehen im wesentlichen aus Gummigranulat, das vornehmlich aus Altreifen gewonnen wird, und einem Polyurethan-Bindemittel.
Der Nachteil eines derartigen Belages liegt darin, dass diese nicht ohne nachträgliche Ober- flächenbehandlung verwendet werden konnten, wenn mehr als nur sehr bescheidene Ansprüche an das Aussehen und die Widerstandsfähigkeit des Belages gestellt wurden.
Durch diese Oberflächenbehandlung ergaben sich aber eine Reihe von Schwierigkeiten. So verschlechtert sich durch die Oberflächenbehandlung, die in der Aufbringung einer Verschleissschichte besteht, bei wasserdurchlässigen Belägen deren Wasserdurchlässigkeit ganz wesentlich oder macht sie überhaupt undurchlässig, wodurch sich eine Reihe von Problemen beim Betrieb der Sportstätte ergibt.
Bei wasserundurchlässigen Belägen kommt es häufig zum Abplatzen der aufgetragenen Verschleissschichte, wodurch häufige Reparaturarbeiten notwendig werden.
Ein eingangs erwähnter Belag wurde bereits durch die FR-PS Nr. 1. 586. 890 vorgeschlagen. Bei diesem ergibt sich zwar gegenüber den üblichen, aus Altgummi-Granulat und Bindemittel bestehenden Belägen der Vorteil, dass sie gleichmässig gefärbt werden können und somit ein einwandfreies Aussehen aufweisen. Allerdings übersteigt die Haltbarkeit dieses bekannten Belages kaum jene von auf Altgummi-Granulat basierenden Belägen, die oft ungenügend ist. Ein Grund hiefür könnte in dem Umstand gelegen sein, dass das Granulat aus Altreifen gewonnen wurde, die naturgemäss unterschiedliches Herstellungsdatum aufweisen und auch nicht nach Hersteller, Type u. dgl. sortiert wurden, und deren genaue Rezeptur selbstverständlich nicht bekannt ist.
Aus diesen Gründen sind bei den bisherigen Gummigranulat enthaltenden Belägen daher Zersetzungserscheinungen, wenn auch im geringen Ausmass, auf Grund von Unverträglichkeiten der in dem Gummigranulat enthaltenen Additive sowohl untereinander als auch mit dem Bindemittel, nicht zu vermeiden, wodurch aber die Widerstandsfähigkeit erheblich litt und deshalb Verschleissschichten trotz allen ihren Nachteilen aufgebracht werden mussten.
Ziel der Erfindung ist es, einen Sportplatzbelag vorzuschlagen, der sich nicht nur durch ein einwandfreies Aussehen auszeichnet, sondern auch sehr widerstandsfähig ist, so dass sich das Aufbringen einer Verschleissschichte erübrigt. Insbesondere soll der Belag den Bestimmungen der DIN 18035 entsprechen. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Aufbringung eines derartigen Belages vorzuschlagen.
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einem Amin vulkanisiert ist und das Bindemittel ein an sich bekanntes Polyurethan-Präpolymeres auf der Basis von Toluylendiisocyanat (TDI) oder Diphenylmethandiisocyanat (MDI) ist und dass dieses Bindemittel einen Überschuss an Isocyanat von 9 bis 10, vorzugsweise 9,5% aufweist.
Im Hinblick auf sportgerechte Eigenschaften des Belages, wie z. B. Ballreflexion, Nachgiebigkeit, Stossabsorptionsvermögen bzw. Kraftabbau u. dgl., ergeben sich durch die Verwendung von Styrol-Butadien-Kautschuk, vorzugsweise Athylen-Propylen-Kautschuk- (EPDM)-Granulaten, erhebliche Vorteile gegenüber den bekannten Belägen. Die Körnung des Granulats kann zweckmässigerweise 0,5 bis 5, vorzugsweise 1 bis 4 mm aufweisen. Ein derartiger Belag erfüllt sämtliche durch die DIN 18035 gestellten Bedingungen, die mit den bisherigen Belägen keinesfalls immer eingehalten werden konnten.
Die besonders gute Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit des erfindungsgemässen Belages ergibt sich durch die Verwendung eines mit einem Amin, z. B. Dinitrosopentamethylentetramin, vulkanisierten Synthesekautschuks. Dies dürfte dadurch bedingt sein, dass durch das Amin die Sicherheit, dass der Synthesekautschuk mit dem Bindemittel bzw. dem in diesem sogar mit Überschuss enthaltenen Isocyanat eine chemische Verbindung eingeht, erhöht wird.
Das Granulat ist daher nicht bloss durch das Bindemittel abgebunden sondern mit diesem weitgehend verbunden, woraus die sehr hohe Widerstandsfähigkeit des Belages resultiert.
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Eine besonders weitgehende Verbindung des Granulats mit dem Bindemittel und daher eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit des Belages wird erreicht, wenn das verwendete Bindemittel einen Oberschuss an Isocyanat von 9, 5% aufweist.
Für das Aufbringen des Belages ist es sehr vorteilhaft, wenn das Granulat-Bindemittelgemisch rieselfähig ist, da in diesem Falle mit üblichen Maschinen gearbeitet werden kann. Es hat sich gezeigt, dass bei einem Anteil des Bindemittels in dem aufzubringenden Gemisch von 8 bis 25 Gew.-% eine zufriedenstellende Rieselfähigkeit gegeben ist. Optimale Ergebnisse sowohl im Hinblick auf die Verarbeitbarkeit als auch auf die Qualität des fertigen Belages werden jedoch bei einem Bindemittelanteil von 14 bis 18 Gew.-% in dem aufzubringenden Gemisch erreicht.
Ziel der Erfindung ist es auch ein Verfahren zur Aufbringung eines erfindungsgemässen Sportplatzbelages anzugeben, dass eine rasche und einwandfreie Aufbringung des Belages gewährleistet.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das als Bindemittel vorgesehene Poly- urethan-Präpolymere, welches vorzugsweise auf Toluylendiisocyanat basiert, mit einem aromatischen Lösungsmittel verdünnt wird, wobei der Anteil des Lösungsmittels in dem Gemisch 10 bis 60% beträgt, und das Gemisch auf die wasserdurchlässige Asphalt-Tragschicht aufgespritzt und danach das bereits vorher homogenisierte Synthesekautschukgranulat-Bindemittel-Gemisch in an sich bekannter Weise in Bahnen aufgebracht und gleichmässig verteilt wird und der Belag abschliessend quer zur Auftragungsrichtung niedergewalzt wird.
Durch das Aufspritzen des verdünnten Bindemittels auf die Tragschichte wird ein einwandfreies Haften des Belages auf der Tragschichte gewährleistet und durch das Walzen quer zur Auftragungsrichtung eine Verdichtung des Belages und Vergleichmässigung der Oberfläche, insbesondere auch im Bereich der Nahtstellen der einzelnen aufgebrachten Bahnen, erreicht. Ausserdem wird durch die angegebene Einstellung des Gemisches eine ausreichende Rieselfähigkeit für das Auftragen mit üblichen Maschinen sichergestellt, als auch ein "Nass-in-Nass"-Arbei- ten ermöglicht, so dass jede Bahn an die bereits aufgebrachte Bahn fugenfrei angeschlossen werden kann, was für die Erzielung von über die gesamte Fläche des Belages gleichbleibenden Eigenschaften von entscheidender Bedeutung ist. PATENTANSPRÜCHE :
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Sportplatzbelag, der auf eine, - insbesondere wasserdurchlässige -, Asphalt-Tragschichte aufbringbar ist, der im wesentlichen aus mittels eines ein Diisocyanat enthaltenden Bindemittels gebundenen Synthesekautschukgranulats besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Synthesekautschukgranulat, z. B. Styrol-Butadien-Kautschuk, vorzugsweise jedoch Äthylen-Propylen- - Kautschuk- (EPDM)-Granulat, mit einem Amin vulkanisiert ist und das Bindemittel ein an sich bekanntes Polyurethan-Präpolymeres auf der Basis von Toluylendiisocyanat (TDI) oder Diphenylmethandiisocyanat (MDI) ist und dass dieses Bindemittel einen Überschuss an Isocyanat von 9 bis 10, vorzugsweise 9,5% aufweist.