<Desc/Clms Page number 1>
Gegenstand der Erfindung ist ein Austauschteil für einen bekannten Federklappdübel zur Herstellung eines HF-dichten Dübels für elektromagnetisch geschirmte Räume, wobei der bekannte Federklappdübel ein Trägerelement, das aus zwei auf einer Mutter gelagerten, in einer deren Gewindeachse enthaltenden Ebene verschwenkbaren Federklappen besteht, die in Ruhestellung durch die Kraft einer Feder etwa senkrecht zur Gewindeachse eingestellt sind und gegen die Kraft dieser Feder in eine zur Gewindeachse parallele Lage, die das Durchführen durch eine Durchsteckbohrung ermöglicht, geschwenkt werden können, sowie eine in die Mutter einschraubbare Gewindestange mit geradem oder hakenförmig gebogenem zweitem Ende als Angriffselement für die Last und eine zweite Mutter mit Beilagscheibe zur Verspannung aufweist.
In modernen Grossbauten, wie z. B. in Krankenhäusern, Rechenzentren usw. kommt es aus räumlichen Gründen zwangsläufig zu einer unmittelbaren Nachbarschaft von Energieversorgungsanlagen und elektronischen Geräten bzw. Rechenanlagen. Liegen innerhalb eines Gebäudes die Raumordnung und der Standort der wichtigsten elektromagnetischen Störer fest, können die Felder in den einzelnen Räumen berechnet werden. Überschreitet die Feldstärke den für den entsprechenden Raum zulässigen Wert, müssen Schirmungsmassnahmen vorgesehen werden. Die dazu vorgesehenen Räume werden lückenlos, d. h. unter Einbeziehung von Fenstern und Türen mit Schirmfolie bzw. Gittern ausgekleidet. Bei Bedarf von Befestigungsmöglichkeiten für Geräte oder Einrichtungen müssen Dübel gesetzt werden.
Bei bauseitig vorgesehenen massiven Wänden oder Decken sind hiefür die üblichen metallischen Einschraub- oder Spanndübel bestens geeignet. Diese entsprechen auch den elektrischen Anforderungen, da sie einstückig ausgeführt und mit der Abschirmfolie verlötbar sind. Wurden bauseits oder werden zur nachträglichen Errichtung von Abschirmräumen Leichtbauplatten, z. B.
Gipskartonplatten od. dgl. vorgesehen, reicht deren mechanische Festigkeit zur Anwendung der genannten Dübelarten nicht aus. Dann müssen die für solche Anwendungsfälle entwickelten, mechanisch bestens bewährten sogenannten Federklappdübel verwendet werden. Diese können überall dort angebracht werden, wo zwischen der tragenden Konstruktion und der punkt- oder bereichsweise an dieser befestigten Leichtbauplatte, Hohlräume freigeblieben sind. Sie stellen in montiertem Zustand einen Träger dar, der an der Ober- bzw. Hinterseite der Leichtbauplatten aufliegt. In der Mitte des Trägers ist eine Gewindestange zur Ausleitung der Tragkraft angeordnet, die durch die Platte reicht und eine Befestigungsmöglichkeit für die Last bietet. An der Vorder- bzw.
Unterseite der Platte ist eine Beilagscheibe zur Abdeckung der Durchstecköffnung vorgesehen, die durch eine zweite Mutter an die Platte gepresst wird, wodurch die Fixierung des Dübels bewirkt wird. Gewindestangen, Beilagscheibe und zweite Mutter sind aus handelsüblichem Baustahl od. ähnl. gefertigt.
Die Verwendung dieses mechanisch einwandfreien Dübels ist bei Schirmräumen jedoch sehr problematisch. Wenn auch die vorgeschriebene Verlötung von Beilagscheibe und Mutter mit der Abschirmfolie durch geeignete Lötverfahren gelingen mag, kann doch zwischen Gewindestange und Mutter wegen Oxydation, Korrosion oder Verschmutzung der Oberflächen ein Übergangswiderstand auftreten, so dass sich der nicht widerstandsfrei mit der Abschirmfolie verbundene Gewindestab als gedämpfte Antenne, u. zw. mit dem im ungeschirmten Aussenraum befindlichen Teil als Empfangsantenne und mit dem im geschirmten Innenraum befindlichen Teil als Sendeantenne oder umgekehrt für HF-Störungen zeigt. Dadurch können, wenn auch gedämpft, HF-Störsignale in den oder aus dem Schirmraum verschleppt werden.
Die Vermeidung solcher HF-Verschleppungen gelingt durch die Verbesserung des bekannten Federklappdübels mittels eines Austauschteiles, der dadurch gekennzeichnet ist, dass die zweite Mutter mit einem Ende der Gewindestange mechanisch starr und elektrisch widerstandsfrei verbunden und als im wesentlichen zylindrischer Körper ausgeführt ist, dessen Durchmesser geringfügig kleiner als der vorgeschriebene Durchmesser der Durchsteckbohrung und dessen Länge maximal gleich der genormten Plattendicke ist, dass an der der Gewindestange abgewandten Endfläche des zylindrischen Körpers ein den Durchmesser der Endfläche gegenüber dem Durchmesser des zylindrischen Körpers vergrössernder Bund angeordnet ist, dass ein von dieser Endfläche ausgehendes, mit einem Innengewinde versehenes axiales Sackloch vorgesehen ist,
dass in dieser Endfläche eine radiale Nut angeordnet ist und dass mindestens die Oberfläche des Bundes aus lötbarem Material besteht.
Der Austauschteil kann auch in einem Stück ausgeführt sein. Dies kann bei mindestens
<Desc/Clms Page number 2>
gleichen elektrischen Eigenschaften wirtschaftliche Vorteile bei der Herstellung mit sich bringen.
Es ist auch leichter möglich, das Sackloch mit einem vom Gewinde der Gewindestange abweichenden
Innengewinde zu versehen.
An Hand der Zeichnungen soll nun die Erfindung näher erläutert werden. Fig. l zeigt einen handelsüblichen Federklappdübel, Fig. 2 einen durch einen erfindungsgemässen Austauschteil verbesserten Federklappdübel.
Fig. l zeigt einen handelsüblichen Federklappdübel. Er weist zwei durch eine Mutter-l- schwenkbar verbundene Federklappen --2-- auf. Diese sind in einer die Gewindeachse der Mutter - enthaltenden Ebene verschwenkbar und nehmen durch die Wirkung einer Feder --3-- eine nahezu senkrecht zu dieser Gewindeachse verlaufende Ruhelage ein. Sie bilden in dieser Lage einen mechanisch belastbaren Querträger. An einer durch die Gewindebohrung der Mutter-l-geschraub- ten Gewindestange --4-- kann eine Last aufgehängt werden. Die Auflagerung des durch die Federklappen --2-- gebildeten Querträgers erfolgt an der Hinter- bzw. Oberseite eines plattenförmigen Elementes --5--.
Zu diesem Zweck müssen die schwenkbaren Federklappen-Z-durch eine in der Platte-5-anzubringende Durchsteckbohrung-6-geschoben werden, was deshalb möglich ist, weil diese dabei gegen die Kraft der Feder --3-- in eine zur Gewindeachse parallele Lage umschwenken können. Wenn die Federklappen --2-- die Durchsteckbohrung --6-- zur Gänze passiert haben, werden sie durch die Kraft der Feder --3-- in die beschriebene Querlage ausgeklappt und bilden den genannten Querträger.
Die Gewindestange --4-- wird anschliessend so weit eingeschraubt, dass ihr herausragender, zur Aufhängung der Last dienender Teil die gewünschte Länge aufweist, und die zur Abdeckung der Durchsteckbohrung --6-- dienende Beilagscheibe --7-- wird mittels der zweiten Mutter --8-- gegen die mit der Folie --9-- belegte Fläche der Platte --5-- gedrückt. Damit ist eine mechanische Fixierung des gesetzten Dübels sowie ein staubdichter Verschluss der Durchsteckbohrung --6--, deren Durchmesser wesentlich grösser ist als der Durchmesser der Gewindestange --4--, bewirkt.
Wie leicht erkennbar wird, muss die Gewindestange --4-- eine Länge aufweisen, die mindestens der Summe aus Plattendicke und Länge einer Federklappe --2-- entspricht, da zum Auseinanderklappen der durchgesteckten Federklappen --2-- diese den Bereich der Durchsteckbohrung --6-- zur Gänze verlassen haben müssen und die Mutter-l-sich dazu mindestens in einem der Länge einer Federklappe --2-- entsprechenden Abstand ober bzw. hinter der als Auflager vorgesehenen Plattenfläche befinden muss. Ein grosser Bereich der Gewindestange --4--, dessen Länge mindestens der Plattenstärke plus Dicke der Mutter-l-entspricht, verbleibt auch beim gesetzten Dübel ausserhalb des durch die Schirmfolie --9-- begrenzten Raumes.
Wenn nun zwischen Gewindestange --4-- und Schirmfolie --9-- im Zuge des Leitungsweges, Gewindestange --4--, zweite Mutter --8--, Beilagscheibe --7--, Folie --9--, sich addierende Übergangswiderstände auftreten, die durch Oxydation, Korrosion oder Verschmutzung der Oberflächen entstehen und zeitlich veränderlich sein können, ist die Gewindestange --4-- nicht widerstandsfrei mit der Folie --9-- verbunden.
Sie wirkt dann als Antenne, die HF-Störungen vom ungeschirmten in den geschirmten Raum oder umgekehrt, übertragen kann.
Erfindungsgemäss wird nun dadurch Abhilfe geschaffen, dass Gewindestange --4--, zweite Mut- ter --8-- und Beilagscheibe --7-- des handelsüblichen Federklappdübels durch den Austauschteil - ersetzt werden. Bei diesem ist, wie Fig. 2 zeigt, die zweite Mutter wesentlich umgestaltet und nicht auf der Gewindestange --12-- schraubbar verschieblich angeordnet, sondern mechanisch starr und elektrisch widerstandsfrei mit deren einem Ende verbunden, wobei die Gewindestange - kürzer sein kann.
Die zweite Mutter ist als eine im wesentlichen zylindrische Buchse-11- nit einem, gegenüber dem vom Hersteller des Federklappdübels vorgeschriebenen Durchmesser der Durchsteckbohrung-6-- geringfügig kleineren Durchmesser, einer Mantellänge von etwa der Dicke ier Platte --5--, einem kegelstumpfförmigen Übergang zwischen Zylindermantel und Gewindestan- e e-12-, einem am andern Ende angeordneten, den Aussendurchmesser der Endfläche gegenüber lem Zylinderdurchmesser vergrössernden Bund --13-- und einem von dieser Endfläche ausgehenden ixialen Sackloch --14-- mit Innengewinde ausgebildet. In dieses Innengewinde kann ein zur Auf- längung der Last eingerichtetes Gewindestück eingeschraubt werden.
Das Innengewinde kann einen rom Gewinde der Gewindestange --12-- abweichenden Durchmesser aufweisen. In der kreisringför- nigen Endfläche der Buchse --11-- ist ein radialer Schlitz --15-- zum Einsetzen eines Schrauben-
<Desc/Clms Page number 3>
drehers vorgesehen. Der Austauschteil-10-kann entweder durch Verbinden eines in geeigneter Länge abgetrennten Teiles der zum handelsüblichen Federklappdübel gehörenden Gewindestange mit einer Buchse-11-, etwa durch Weichlöten, Hartlöten oder Schweissen, oder aber aus einem Stück hergestellt werden. Beide Ausführungsformen entsprechen dem Erfindungsgedanken, ihre Wahl ist durch wirtschaftliche Überlegungen begründet.
Beim Setzen des Dübels wird zwischen Bund --13-und Schirmfolie-9-eine Beilagscheibe-16-aus lötbarem Material angeordnet, um eine ausreichende Überdeckung sowie einen mechanischen Schutz der Schirmfolie-9-- zu erreichen. Anders als beim herkömmlichen Federklappdübel werden beim Verspannen des Dübels Gewindestange-12und Buchse --11-- mittels eines Schraubendrehers gemeinsam verdreht. Zuletzt werden die Beilagscheibe-16-an ihrem Rand mit der Schirmfolie --9-- und die Buchse -11-- an ihrem Bund --13--
EMI3.1
einstückiger Ausführung der gesamte Austauschteil --10-- aus lötbarem Material, meist Kupfer oder Messing, hergestellt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Austauschteil für bekannten Federklappdübel zur Herstellung eines HF-dichten Dübels für elektromagnetisch geschirmte Räume, wobei der bekannte Federklappdübel ein Trägerelement, das aus zwei auf einer Mutter gelagerten, in einer deren Gewindeachse enthaltenden Ebene verschwenkbaren Federklappen besteht, die in Ruhestellung durch die Kraft einer Feder etwa senkrecht zur Gewindeachse eingestellt sind und gegen die Kraft dieser Feder in eine zur Gewindeachse parallele Lage, die das Durchführen durch eine Durchstecköffnung ermöglicht, geschwenkt werden können, sowie eine in die Mutter einschraubbare Gewindestange mit geradem oder hakenförmig gebogenem zweitem Ende als Angriffselement für die Last und eine zweite Mutter mit Beilagscheibe zur Verspannung aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Mutter mit einem Ende der Gewindestange (12) mechanisch starr und elektrisch widerstandsfrei verbunden und als im wesentlichen zylindrischer Körper (11) ausgeführt ist, dessen Durchmesser geringfügig kleiner als der vorgeschriebene Durchmesser der Durchsteckbohrung (6) und dessen Länge maximal gleich der genormten Plattendicke ist, dass an der der Gewindestange (12) abgewandten Endfläche des zylindrischen Körpers (11) ein den Durchmesser der Endfläche gegenüber dem Durchmesser des zylindrischen Körpers (11) vergrössernder Bund (13) angeordnet ist, dass ein von dieser Endfläche ausgehendes, mit einem Innengewinde versehenes axiales Sackloch (14) vorgesehen ist, dass in dieser Endfläche eine radiale Nut (15) angeordnet ist und dass mindestens die Oberfläche des Bundes (13) aus lötbarem Material besteht.