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Die Erfindung bezieht sich auf eine Berieselungsvorrichtung mit einer Schlauchtrommel, die im Sinne eines Schlauchaufwickelns mit Hilfe einer in der Schlauchanschlussleitung liegenden Turbine antreibbar ist, deren Gehäuse eine im wesentlichen tangentiale Zuleitung aufweist, wobei zur Dreh- zahlsteuerung der Turbine in Abhängigkeit von der Schlaucheinziehgeschwindigkeit eine Steuer- einrichtung vorgesehen ist, die an einem von der Schlauchtrommel antreibbaren Stelltrieb angeschlossen ist.
Um eine grosse Fläche mit Wasser zu berieseln, wird bei derartigen Berieselungsvorrichtungen der an seinem freien Ende mit einem fahrbaren Sprühkopf versehene Schlauch langsam auf der Schlauchtrommel aufgewickelt, wobei vom fahrbaren Sprühkopf her die Berieselung durchgeführt wird. Da der Antrieb der Schlauchtrommel über eine in der Schlauchanschlussleitung vorgesehene Turbine mit dem Sprühwasser selbst erfolgt, erübrigt sich ein eigener Motor. Der Turbinenantrieb bringt allerdings einige Probleme mit sich. So ist beispielsweise die Drehzahl abhängig vom Einziehwiderstand des Schlauches, was dazu führt, dass mit abnehmendem Widerstand, also mit Zunahme der auf der Schlauchtrommel aufgewickelten Schlauchlänge, die Einziehgeschwindigkeit erhöht wird, die zufolge der Zunahme des Wickeldurchmessers von vornherein zunimmt, wenn nicht besondere Massnahmen getroffen werden.
Die gegen die Schlauchtrommel hin zunehmende Fahrgeschwindigkeit des Sprühkopfes bedingt eine geringere Berieselung im Bereich der Schlauchtrommel, was selbstverständlich vermieden werden soll. Es muss daher die Drehzahl der Schlauchtrommel entsprechend gesteuert werden.
Zu diesem Zweck ist es bekannt (DE-OS 2746230), eine Umgehungsleitung mit einem verstellbaren Drosselventil vorzusehen, so dass durch das Abzweigen einer grösseren oder kleineren Wassermenge von der Turbinenzuleitung die Wasserzuführmenge für die Turbine und damit deren Drehzahl gesteuert werden kann. Um die für die konstante Einziehgeschwindigkeit des Schlauches erforderliche, mit dem Grösserwerden des Durchmessers des Schlauchwickels kleiner werdende Drehzahl für die Schlauchtrommel zu erhalten, wird das Drosselventil in der Umgehungsleitung über einen Stelltrieb verstellt, der von der Schlauchtrommel her angetrieben wird, u. zw. über einen Mitnehmer, was für jede Trommelumdrehung einen Stellschritt bewirkt.
Neben diesem steuerbaren Drosselventil ist ein weiteres Ventil vorgesehen, das eine Grundaufteilung der zur Turbine und der durch die Umgehungsleitung strömenden Wassermengen ermöglicht. Über dieses zusätzliche Ventil kann somit die Grunddrehzahl eingestellt werden.
Nachteilig bei dieser bekannten Konstruktion ist einerseits, dass zur Drehzahlsteuerung der Turbine ein vergleichsweise grosser konstruktiver Aufwand erforderlich ist, und anderseits, dass bei eingezogenem Schlauch die Wasserzuführung abgeschaltet werden muss, um den Trommelantrieb zu unterbinden. Eine Berieselung bei eingezogenem Schlauch ist daher nicht ohne weiteres möglich.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Berieselungsvorrichtung der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass eine Drehzahlsteuerung in Abhängigkeit von der Einzieh-
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dem Aufwickeln des Schlauches ohne Unterbrechung der Wasserzuführung abgeschaltet werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Steuereinrichtung aus einer Steuerklappe besteht, die im Mündungsbereich der Zuleitung um eine zur Laufradachse der Turbine parallele Achse drehbar gelagert und über einen Hebel zwischen einer gegen das Laufrad gerichteten Arbeitsstellung und einer gegen einen das Laufrad umgebenden Ringraum gerichteten Ruhestellung verschwenkbar ist, dass der Hebel mit Hilfe einer Feder, die die Steuerklappe in Richtung der Arbeitsstellung beaufschlagt, gegen einen über den Stelltrieb verstellbaren Anschlag drückbar ist und dass der Hebel beim Einziehen des Schlauches über ein von einem Mitnehmer am Schlauchende betätigbares Gestänge gegen die Federkraft vom Anschlag weg verschwenkbar ist.
Die zwischen einer Arbeits- und einer Ruhestellung verschwenkbare Steuerklappe im Mündungsbereich der Zuleitung bietet mit einfachen Mitteln die Möglichkeit, das Laufrad der Turbine durch die Wasserführung unterschiedlich zu beaufschlagen, ohne dass eine eigene Umgehungsleitung vorzusehen wäre.
Es braucht daher zur Steuerung der Berieselungsvorrichtung lediglich die Steuerklappe entsprechend verschwenkt zu werden, was über den vorgesehenen, verstellbaren Anschlag geschieht, gegen den der mit der Steuerklappe verbundene Hebel mittels einer Feder gedrückt wird.
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Die Lage des Anschlags bestimmt die jeweilige Stellung der Steuerklappe und damit die Beaufschlagung der Turbine. Über die Grundeinstellung des Anschlags kann demnach die Drehzahl des Turbinenlaufrades und damit die Einziehgeschwindigkeit für den Schlauch gewählt werden.
Wird während des Aufwickelns des Schlauches auf der Schlauchtrommel der Anschlag in Abhängigkeit von der Trommeldrehzahl im Sinne eines Verschwenkens der Steuerklappe gegen die Ruhelage verstellt, so wird durch die damit bewirkte Verringerung der Turbinenbeaufschlagung die Drehzahl der Trommel vermindert, so dass eine gleichmässige Fahrgeschwindigkeit für den Sprühkopf erreicht wird.
Dabei kann selbstverständlich auch der sich mit der Zunahme der Aufwickellänge verringernde Einziehwiderstand des Schlauches berücksichtigt werden.
Zum Abstellen des Schlauchtrommelantriebs wird die Steuerklappe in ihre Ruhestellung gebracht, in der das zugeführte Wasser im wesentlichen durch den Ringraum zwischen dem Gehäuse und dem Laufrad der Turbine fliesst. Bei einer solchen Wasserführung reicht bereits ein vergleichsweise geringes Widerstandsmoment aus, um das Laufrad der Turbine festzuhalten. Die Belastung des Antriebs durch das geringe Antriebsmoment der Turbine spielt daher bei einer solchen Abschaltung keine Rolle. Da ein solches Abschalten jedoch nicht automatisch über den verstellbaren Anschlag erfolgen kann-um den Schlauch bis zu seinem Ende mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit aufwickeln zu können, ist ja ein bestimmtes Antriebsmoment erforderlich-wird der die Verstellung der Steuerklappe bewirkende Hebel über ein entsprechendes Gestänge gegen die Federkraft vom Anschlag weggeschwenkt.
Das Betätigungsgestänge wird über einen Mitnehmer am Schlauchende beaufschlagt, so dass die richtige Abstellung der Turbine automatisch erfolgt. Beim Ausziehen des Schlauches wird dieses Betätigungsgestänge auf Grund der Federbelastung des Hebels für die Ver-
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ansicht gezeigt.
Der Antrieb für die nicht näher dargestellte Schlauchtrommel-l-der Berieselungsvorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Turbine --2-- und einem an die Turbine --2-- angeschlossenen Getriebe, das aber aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit nicht gezeigt ist. Das Gehäuse --3-- der Turbine-2-- umschliesst das Laufrad --4-- mit radialem Abstand und besitzt eine im wesentlichen tangentiale Zuleitung --5-- für das Sprühwasser, das über ein der Turbine --2-nachgeordnetes, beispielsweise als Kugelhahn ausgebildetes Absperrorgan --6-- dem Schlauch zugeführt wird. Die Schlauchanschlussleitung, in der die Turbine --2-- liegt, ist über einen Wassereinlauf --7-- an eine Pumpe od. dgl. anzuschliessen.
Im Mündungsbereich der Zuleitung --5-- ist eine Steuerklappe --8-- vorgesehen, die um eine zur Laufradachse parallele Achse --9-- drehbar gelagert und mit Hilfe eines Hebels --10-- zwischen einer gegen das Laufrad --4-- gerichteten, mit vollen Linien gezeichneten Arbeitsstellung und einer gegen den das Laufrad --4-- umgebenden Ringraum --11-- gerichteten, strichpunktiert angedeuteten Ruhestellung verschwenkbar ist. Die jeweilige Schwenklage der Steuerklappe --8-- wird durch einen Anschlag --12-- bestimmt, gegen den der Hebel --10-- durch eine Feder --13-- gedrückt wird.
Diese Feder --13-- wirkt auf die Steuerklappe --8-- im Sinne eines Verschwenkens in die Arbeitsstellung, so dass durch eine Verstellung des Anschlags --12-- die Steuerklappe --8-- über den Hebel --10-- in Richtung auf die Ruhestellung verschwenkt werden kann. Zur Verstellung des Anschlags --12-- ist ein Spindeltrieb --14-- vorgesehen, dessen Spindel --15-- ein Handrad --16-und ein Sternrad --17-- trägt. Ein Mitnehmer --18-- an der Stirnseite der Trommel-l-wirkt mit diesem Sternrad --17-- zusammen und verdreht bei jeder Trommelumdrehung die Spindel --15-- um einen durch den Winkelabstand der Arme des Sternrads --17-- bestimmten Winkel, so dass der Anschlag --12-- in Abhängigkeit von der Drehung der Schlauchtrommel-l-verstellt wird.
Diese beim Aufwickeln des ausgezogenen Schlauches über den Spindeltrieb --14-- bedingte Verstellung des Anschlags --12-- ergibt eine entsprechende Änderung der Schwenkstellung der Steuerklappe was wieder eine geringere Beaufschlagung des Laufrads --4-- zur Folge hat, weil nit dieser Verschwenkung der Steuerklappe --8-- ein immer grösserer Anteil des der Turbine zuge- 'führten Sprühwassers am Turbinenlaufrad --4-- vorbei durch den Ringraum --11-- geführt wird.
Das mit der geringeren Turbinenbeaufschlagung geringere Antriebsmoment für die Schlauchtrommel
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ergibt bei dem vorgegebenen Einziehwiderstand des Schlauches, welcher Einziehwiderstand sich in einem geringeren Ausmass vermindert, eine verminderte Drehzahl der Schlauchtrommel, so dass die durch die Vergrösserung des Wickeldurchmessers bedingte Erhöhung der Einzugsgeschwindigkeit des Schlauches automatisch kompensiert wird. Die Grundeinstellung der Einziehgeschwindigkeit kann über das Handrad -16-- eingestellt werden, wodurch die Ausgangslage der Steuerklappe --8-- bestimmt wird.
Um über die Steuerklappe --8- den Antrieb für die Schlauchtrommel-l-beim Einziehen des Schlauches abstellen zu können, kann der Steuerhebel --10-- über ein Gestänge --19-- gegen die Kraft der Feder --13-- vom --13-- vom Anschlag --12-- weggeschwenkt werden, so dass die Steuerklappe - in die strichpunktiert angedeutete Ruhestellung gebracht wird.
Zur Betätigung des Gestänges - ist am Schlauchende ein Mitnehmer angebracht, der beim Einziehen des Schlauches an eine mit dem Gestänge --19-- verbundene Schubstange --20-- anschlägt, wodurch der Arm --19a-- des Gestänges --19-- verschwenkt wird, der über den Lenker-19b-den --19b-- den Hebel --10-- verschwenkt.
Beim Ausziehen des Schlauches wird die Schubstange --20-- vom Mitnehmer am Schlauchende frei- gegeben und die Feder --13-- drückt den Hebel --10-- unter Mitnahme des Gestänges --19-- gegen den Anschlag --12--.
Zur besseren Führung des Hebels --10-- ist eine mit ihm verbundene Hülse - vorgesehen, die auf der Spindel --15-- gleitet. Wegen des vergleichsweise geringen Schwenk- winkels der Steuerklappe --8-- und dem tangentialen Verlauf der Spindel --15-- hinsichtlich des
Schwenkkreises des Hebels --10-- ist eine schwenkbare Lagerung des Spindeltriebes --14-- nicht nötig. Die Hülse -21-- braucht nur mit einem entsprechenden Spiel auf der Spindel --15-- geführt zu sein.
Soll mit dem Abstellen des Trommelantriebs auch die Sprühwasserzufuhr zum Schlauch abge- schaltet werden, so kann in einfacher Weise die Schubstange --20-- über einen Verbindungslenker --22-- am Betätigungshebel-23-- für das Absperrorgan --6-- angelenkt werden, so dass beim Anschlagen des Mitnehmers am Schlauchende an die Schubstange --20-- der Betätigungshebel - -23-- in die Schliessstellung verschwenkt wird, die strichpunktiert eingezeichnet ist. Die Gasfeder - 24--, die den Betätigungshebel --23-- des Absperrorgans --6-- in der Offenstellung hält, wobei eine Übertotpunktlage erreicht wird, drückt den Betätigungshebel --23-- nach dem Überwinden der Totpunktlage auf alle Fälle in die Schliessstellung.
Ein nicht richtiges Schliessen des Absperrorgans - über den Verbindungslenker --22-- ist daher ausgeschlossen. Da sich für die Verstellung der Steuerklappe --8-- in ihre Ruhelage und des Betätigungshebels --23-- in seine Schliessstellung verschiedene Stellwege ergeben, zumal der Stellweg für die Steuerklappe --8-- von der Ausgangsstellung des Anschlags --12-- abhängt, ist der Lenker --19b-- zwischen dem Hebel --10-und dem Arm --19a-- über ein Langloch mit dem Arm --19a-- verbunden.
Wird das Weiterfliessen des Sprühwassers nach einem Abschalten des Trommelantriebs gewünscht, so kann der Verbindungslenker --22-- ausgehängt werden, wodurch die Antriebsverbindung zwischen der Schubstange --20-- und dem Betätigungshebel -23-- unterbrochen ist.