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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Verbinden eines als PCM-Konzentrator für eine
Vielzahl von Teilnehmerstellen ausgebildeten Vorfeldes mit einer Fernmelde-, insbesondere Fern- sprech-Vermittlungsstelle, die in Raumvielfachtechnik mit Analogsignalen arbeitet, unter Zwischen- schaltung von Analog/Digital-bzw. Digital/Analog-Umsetzern zwischen der Endstelle des PCM-Konzen- trators und dem Raumvielfach, wobei der PCM-Rahmen des Konzentrators eine Mehrzahl von PCM-
Sprechkanälen und mindestens einen Signalisierungskanal aufweist.
PCM-Konzentratoren für eine Vielzahl von Teilnehmerstellen sind an sich beispielsweise aus
NTG-Fachberichte, Bd. 64, 1978, Seiten 64 bis 68, VDE-Verlag GmbH, Berlin, bekannt. In neu er- richteten Fernmeldeanlagen arbeiten sie mit Vermittlungsstellen zusammen, die ebenfalls in PCM-
Technik aufgebaut sind. Um auch für herkömmliche Fernsprech- oder Fernmelde-Vermittlungsstellen, die in Raumvielfachtechnik und mit Analogsignalen arbeiten, PCM-Konzentratoren als Vorfelder ver- wenden zu können, müssen die im Zeitvielfach anfallenden Digitalsignale des Konzentrators in
Analogsignale für das Raumvielfach der Vermittlungsstelle umgesetzt werden und umgekehrt.
Da die herkömmlichen PCM-Konzentratoren keine Wählfunktion ausüben, müssen für ein Vorfeld mit N Teil- nehmerstellen N Eingänge und N Ausgänge der Vermittlungsstelle mit zugeordneten Digital/Analog- bzw. Analog/Digital-Umsetzer (nachfolgend kurz 0/A- bzw. A/D-Umsetzer genannt) zur Verfügung stehen, was einen grossen Aufwand an im Betrieb schlecht ausgenutzten technischen Einrichtungen erfordert.
Die Erfindung befasst sich deshalb mit der Aufgabe, einen PCM-Konzentrator für eine Vielzahl von Teilnehmerstellen derart mit einer herkömmlichen Vermittlungsstelle zu verbinden, dass der hiefür erforderliche Gesamtaufwand sowohl im Konzentrator als auch in der Vermittlungsstelle möglichst gering wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss bei einer Anordnung der einleitend angegebenen Gattung dadurch gelöst, dass der Endstelle des PCM-Konzentrators eine Steuereinrichtung zur Umsetzung der Wahl- un Signalkennzeichen und insbesondere mindestens der letzten Wahlkennziffer aus den Signaladern des Raumvielfaches in PCM-Informationen des Signalisierungskanals bzw. der Signalisierungskanäle des PCM-Rahmens bzw. zur Umwandlung solcher PCM-Informationen des Signalisierungskanals bzw.
der Signalisierungskanäle des PCM-Rahmens in Wähl-und Signalkennzeichen des Raumvielfaches zugeordnet ist, wobei lediglich für jeden PCM-Sprechkanal des PCM-Rahmens ein A/D-bzw. D/A-Umsetzer fix zugeordnet ist und wobei die Schnittstellen des Konzentrators für die Verbindungsaufbaurichtung vom Teilnehmer zum Amt ohne Zwischenschaltung einer TN-Konzentrationsstufe an jene Wahlstufe des Raumvielfaches angeschlossen sind, in welcher die erste Wahlziffer oder die erste nicht mehr im Konzentrator verarbeitete Wahlziffer verarbeitet wird, und die Schnittstellen des Konzentrators für die Verbindungsaufbaurichtung vom Amt zum Teilnehmer an jene Wahlstufe des Raumvielfaches angeschlossen sind, in der die letzte Wahlziffer, die noch nicht im Konzentrator verarbeitet wird, verarbeitet wurde.
Im Rahmen der Erfindung werden zwar der in der Vermittlungsstelle angeordneten Konzentrator-Endstelle zusätzliche Funktionen zugeteilt, nämlich Signalgabe- und Wählfunktionen, doch lassen sich diese Funktionen unter Verwendung von programmgesteuerten Mikroprozessoren relativ leicht und ohne grossen Aufwand ausüben ; in vorteilhafter Weise können hingegen durch die Erfindung im Konzentrator zahlreiche Codecs (A/D-und D/A-Umsetzer für Sprachsignale) und Kennzeichenumsetzer eingespart werden und in der Vermittlungsstelle können die ansonsten für die vom Konzentrator erfassten Teilnehmerstellen erforderlichen Teilnehmer-Konzentrationseinrichtungen, wie Vorwähler oder Anrufsucher, sowie zumindest die Wählstufen für die letzten beiden Wahlkennziffern, also z. B.
Leitungswähler, eingespart werden, so dass sich insgesamt eine erhebliche Verminderung des Aufwandes ergibt.
Für die erfindungsgemässe Anordnung können an sich eigene PCM-Endstellen entwickelt werden, welche die erforderliche Steuereinrichtung als integralen Bestandteil enthalten, so dass sie sowohl alle Steuerfunktionen wie auch die übrigen Funktionen der Endstellen, wie z. B. Multiplexbildung, Signalwändlung, Synchronisation usw., in gemeinsamen Schaltungsstellen durchführen.
Es ist anderseits aber auch möglich, den Entwicklungsaufwand für solche spezielle PCM-Endstellen zu vermeiden und für die Zwecke der Erfindung herkömmliche, d. h. für reine Übertragungszwecke eingerichtete PCM-Endstellen zu adaptieren. Insbesondere kann in diesem Sinn die Steuer-
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einrichtung zwischen einer für reine Übertragungszwecke eingerichteten PCM-Endstelle und den Analog/Digital-bzw. Digital/Analog-Umsetzern in die den Zeichengabe-Bitstrom führenden Leitungen eingefügt sein. Alternativ kann die Steuereinrichtung auf der Leitungsseite einer für reine Über- tragungszwecke eingerichteten PCM-Endstelle angeordnet sein, wobei sie die Information des Signali- sierungskanals aus dem PCM-Rahmen entnimmt und nach Verarbeitung wieder in diesen einfügt.
Im Rahmen der Erfindung kann ferner ein Teil oder die Gesamtheit aller PCM-Kanäle auch doppelseitig gerichtet betrieben werden, wobei dann jedem dieser Kanäle sowohl ein Eingang als auch ein Ausgang der Vermittlungsstelle zugeordnet werden muss.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 ein Beispiel mit zwischen den Umsetzern und der PCM-Endstelle eingefügter Steuer- einrichtung und Fig. 2 ein Beispiel mit auf der Leitungsseite der PCM-Endstelle angeordneter Steuer- einrichtung.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist angenommen, dass jeder PCM-Konzentrator - mehrere, z. B. 8 Konzentratoreinheiten --1 (1 bis Kn-- aus Sicherheitsgründen über zwei
Ringleitungen --R1 und R2-- zusammenfasst, wobei jeder Konzentratoreinheit eine Vielzahl von z. B.
64 Teilnehmerstellen --TN-- zugeordnet sein kann, so dass im angenommenen Beispielsfall die maximal mögliche Anzahl der Teilnehmerstellen --TN-- 512 beträgt. Die dargestellten beiden Ringleitungen - Rl und R2-- sind, erforderlichenfalls über Regenerativverstärker-VI, VZ-, an je eine in der Vermittlungsstelle --V-- untergebrachte PCM-Endstelle --E-- angeschlossen, von denen nur eine schematisch dargestellt ist. Die Kanalzahl m des PCM-Konzentrators ist wesentlich kleiner als die maximal mögliche Anzahl n der Teilnehmerstellen-TN-- und beträgt z.
B. je Ringleitung --32--, wobei ein Kanal zur Synchronisierung des Bit-Stromes und ein weiterer Kanal zum Informationsaus- tausch zwischen der Endstelle-E-- und den Konzentrationseinheiten --K1 bis Kn-- zwecks Steuerung und Signalgabe dient, so dass 30 Kanäle als Sprachkanäle verfügbar sind.
Während Endstellen von PCM-Konzentratoren, die mit herkömmlichen Vermittlungsstellen zu- sammenarbeiten, bisher eine der Anzahl der angeschlossenen Teilnehmerstellen entsprechende Anzahl von Signalumsetzern aufweisen, im angenommenen Beispielsfall also 512, werden bei den darge- stellten Ausführungsbeispielen der Erfindung PCM-Endstellen verwendet, wie sie zur Übertragung zwischen Vermittlungsstellen üblich sind, d. h. solche, die reinen Übertragungszwecken dienen und nur eine der Anzahl der Kanäle entsprechende Anzahl von Signalumsetzern-Ul bis Um-- für die Kennzeichen- und Sprach signale aufweisen.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist zwischen den Signalumsetzern-Ul bis Um-- und dem Multiplexteil der PCM-Endstelle --E-- in die den Zeichen-Bitstrom führenden Leitungen der Umsetzer eine Steuereinrichtung --Sa-- eingefügt, welche einerseits die von der Vermittlungsstelle - über die Umsetzer --U1 bis Um-- kommenden Kennzeichen aufnimmt und verarbeitet bzw. an die Vermittlungsstelle Kennzeichen abgibt, und anderseits über den Multiplexteil der Endstelle - die zur Steuerung der abgelegenen Konzentrationseinheiten-Kl bis Kn-- erforderlichen Kennzeichen abgibt bzw. aufnimmt. Im Rahmen dieser Kennzeichenverarbeitung werden auch die der Konzentratorendstelle erfindungsgemäss zugeteilten Vermittlungs- und Wählfunktionen ausgeführt.
Wie in Fig. 1 für den Umsetzer-Um-angedeutet worden ist, ist die von diesem Umsetzer abgehende Leitung des Raumvielfachs der Vermittlungsstelle nicht an die erste Teilnehmer-Konzentrationsstufe, bei einer üblichen W48-Vermittlungsstelle also nicht an den I. Vorwähler angeschlossen, sondern erst hinter dieser Stufe mit dem Raumvielfach verbunden, im angenommenen Beispielsfall nämlich erst an einen I/II Gruppenwähler, der sich an der Stelle eines I. Gruppenwählers befindet, aber die Schaltung eines II. Gruppenwählers hat, angeschlossen. Diese Verbindungsart ist typisch für alle im Rahmen der Erfindung von den Teilnehmerstellen --TNS-- zur Vermittlungsstelle --V-- hin aufgebauten Verbindungswege.
Bei umgekehrten Verbindungsaufbau führen im dargestellten Beispiel die Ausgänge der letzten Gruppenwahlstufe, z. B. die Ausgänge des IV. Gruppenwählers, unter Vermeidung eines Leitungswählers, unmittelbar zu dem Umsetzer --U1--, der sowohl die Steuereinrichtung --Sa-- als auch die Endstelle --E-- beaufschlagen kann. Diese Verbindungsart ist typisch für alle Verbindungen, die von der Vermittlungsstelle --V-- zu den Teilnehmerstellen-TNS-- hin aufgebaut werden.
Bei der Anlage nach Fig. 2 ist die Steuereinrichtung --Sb-- für den PCM-Konzentrator zwischen
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