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Die Erfindung betrifft ein Stahlprofil für die Fassung und Versteifung von Schaltafeln, die dem Einschalen von Betonmassen dienen, mit einem Vorsprung. der an der Aussenumfangsfläche der Schaltafel anliegt, mit einem ersten, kurzen Schenkel, der eine Fortsetzung des Vorsprungs bildet und an dem Randbereich der Innenseite der Schaltafeln anliegt, mit einem zweiten, langen Schenkel. der eine Fortsetzung des ersten Schenkels bildet. senkrecht zur Schaltafel steht und eine flache V-förmige Sicke aufweist, die zum Innenraum des Stahlprofils weist, mit einem dritten, kurzen Schenkel, der eine Fortsetzung des zweiten Schenkels bildet und parallel zur Schaltafel liegend sich nach aussen erstreckt, sowie mit einem vierten Schenkel, der eine Fortsetzung des dritten Schenkels bildet und sich in Richtung auf den Vorsprung erstreckt.
Ein derartiges Stahlprofil ist aus der AT-PS Nr. 322186 bekanntgeworden. Um zu verhindern, dass Beton in den offnen Hohlraum des Stahlprofils fliessen kann. wird bei diesem bekannten Profil ein Holzstab seitlich eingeschoben. Es hat sich nun in der Praxis gezeigt, dass der Holzstab durch die Feuchtigkeit aufquillt und im Laufe der Zeit langsam zerfasert. Da bei Gebrauch immer zwei Stahlprofile gegeneinandergepresst werden. fehlt dann die ebene Angriffsfläche. Ausserdem muss der Holzstab eine ganz bestimmte Querschnittsform aufweisen und es ist schwierig, den Holzstab in das Stahlprofil einzusetzen. Soweit der Holzstab durch den dritten Schenkel nicht gehalten wird, muss er durch zusätzliche Schrauben gehalten werden, die auf das Stahlprofil eine Vorspannung ausüben, Durchgangslöcher im Stahlprofil erforderlich machen und Hindernisse bilden.
Fehlt dem Holzstab nach einiger Zeit ein Teil seines Volumens, dann muss der Keil der Spannvorrichtungen wesentlich stärker eingetrieben werden. als dies ursprünglich beabsichtigt war. Dabei verändern sich die ursprünglich vorgesehenen Auflagebedingungen für die Keilflächen. was gleichfalls einen wesentlichen Nachteil darstellt.
Nachteilig ist bei dem bekannten Stahlprofil ferner, dass der dritte Schenkel im Verhältnis zu seiner Länge wenig zur Steifigkeit des Stahlprofils beiträgt. Schliesslich ist beim bekannten Stahlprofil der Eckbereich zwischen dem Vorsprung und dem ersten Schenkel rechtwinkelig, es müssen daher die Aussenumfangsflächen der Schaltafel gleichfalls rechtwinkelig besäumt werden. Es ist somit nicht möglich, die Schaltafel umzudrehen, um die nach einiger Zeit abgenutzte Aussenfläche der Schaltafel innen und die noch nicht verschlissene, ursprünglich innere Aussenfläche aussen anzuordnen.
Schliesslich entsteht bei Verwendung des bekannten Stahlprofils stets an der fertigen Betonwand ein Grat entsprechend der doppelten Dicke des Vorsprungs.
Weitere Stahlprofile für die Fassung und Versteifung von Schaltafeln sind aus den FR-PS
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403bekanntgeworden.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt. ein Stahlprofil für die Fassung und Versteifung von Schaltafeln derart zu verbessern. dass die Vorteile der bekannten Stahlprofile beibehalten. deren Nachteile jedoch auf einfache und dauerhafte Weise vermieden werden. Die Erfindung geht hiebei aus von einem Stahlprofil der eingangs beschriebenen Art und besteht im wesentlichen darin. dass der dritte Schenkel aus zwei Teilschenkeln besteht, die an ihrer Stirnseite stumpf durch eine fortlaufende Naht miteinander verschweisst sind, deren über die Aussenfläche des dritten Schenkels hinausragender Teil spanabhebend entfernt ist.
und dass der vierte Schenkel bis zum Vorsprung durchgeht, der drei Wände umfasst, von welchen die erste Wand von einem gerade verlaufenden Teil des vierten Schenkels gebildet ist, die zweite Wand senkrecht zur ersten steht und wesentlich
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Eckbereich zwischen dem ersten Schenkel und der dritten Wand einen Winkel kleiner als 90. ein- schliesst.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Aussenfläche der zweiten Wand eben und geht mit sehr kleinen Radien in die Aussenfläche der ersten Wand und der dritten Wand über. Hiebei ist es zweckmässig, wenn die dritte Wand in dem an ihren äusseren Radius angrenzenden Bereich etwa parallel zu der ersten Wand verläuft. Dadurch werden die an der Betonwand bei Verwendung des erfindungsgemässen Stahlprofils entstehenden Grate noch weiter verkleinert.
Erfindungsgemäss kann die Aussenfläche der zweiten Wand spanabhebend bearbeitet sein, wo-
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durch man auf billige Weise eine hohe Massgenauigkeit erhält.
Schliesslich ist es von Vorteil, wenn gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung die wirksame Höhe des Vorsprungs gleich der Dicke der Schaltafel ist. Dadurch erhält man einen optimalen Schutz der Aussenkanten der Schaltafel, ein höheres Trägheitsmoment des Vorsprungs und damit eine höhere Steifigkeit sowie eine Verringerung der sichtbaren Abdrücke auf der Betonwand auf ein Minimum.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Die einzige Figur zeigt im Massstab 2 : 1 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemässes Stahlprofil und den hieran angrenzenden Randbereich einer Schaltafel.
Das Stahlprofil hat einen Vorsprung --11--. einen ersten Schenkel --12--, einen zweiten Schenkel --13--, einen dritten Schenkel --14-- und einen vierten Schenkel --16--. Der dritte Schenkel --14-- besteht aus einem Teilschenkel --17-- und einem Teilschenkel --18--. deren Stirnflächen --19-- genau in der Mitte aufeinanderstossen und durch eine autogene Schweissnaht miteinander verbunden sind. Von dieser bleibt innen nur die Naht --21-- stehen. wogegen die äussere, ursprünglich ebenfalls vorhandene Naht spanabhebend bei Rotglut unmittelbar nach dem Schweissen entfernt wurde, so dass die Aussenfläche --22-- des dritten Schenkels --14-- eben ist.
Der vierte Schenkel --16-- reicht bis zum Vorsprung --11-- und geht direkt in dessen erste Wand --23-- über. Auf die erste Wand --23-- folgt rechtwinkelig nach rechts abgebogen die zweite
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--24-- mitfel --28-- fluchtet und mit einem zeichnerisch kaum darstellbaren Radius scharfkantig in die Aussenfläche der dritten Wand --29-- des Vorsprungs --11-- übergeht. Diese dritte Wand --29-- ist mit einem Winkel von etwa 10. auf die erste Wand --23-- zurückgebogen und verläuft in einem Bereich
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lel zum Saum --32-- der Schaltafel --28--. Nach dem Bereich --31-- ist ein Bereich --33-- vorgesehen, der auch im wesentlichen gerade ist.
Die dritte Wand --29-- geht mit einem Winkel von rund 70 in den ersten Schenkel --12-- über, der wegen der beim Walzen auftretenden Kräfte etwas krumm ist. Dies macht aber nichts aus. denn die Innenfläche --34-- der Schaltafel --28-- sitzt nur auf dem äusseren. oberen Knie- bereich --36-- auf. der durch den ersten Schenkel --12-- und durch den zweiten Schenkel--13-- gebildet wird. Der senkrechte Abstand zwischen dem Kniebereich --36-- und der Aussenfläche --26-ist gleich der Dicke der Schaltafel --24--. Der Saum --32-- liegt nur an der Aussenfläche des sehr kurzen Bereichs --31-- an. Der entstehende L-förmige Keilraum --37-- gestattet es, mit realisierbaren Toleranzen zu arbeiten.
Er gestattet auch in der Praxis leicht, die Schaltafel --28-- umzudrehen. so dass ihre Innenfläche --34-- zur Aussenfläche wird.
Zwischen der zweiten Wand --24-- und der dritten Wand --29-- könnte an sich ebenfalls ein Kniebereich vorgesehen sein, der natürlich wesentlich stärker gebogen sein müsste wie der Kniebereich --36--. Mit der gezeigten Konfiguration gelingt es jedoch. einerseits scharf gezeichnete Profilverläufe zu erzielen und anderseits das Stahlmaterial nicht zu überdehnen, und man kann vernünftige Anforderungen an die Rollensätze der Biegemaschinen stellen, die das ursprünglich flache Coilmaterial umbiegen.
Die flache v-förmige Sicke --38-- im zweiten Schenkel --13-- dient in üblicher Weise dem Angriff von Spannwerkzeugen, mit denen zwei benachbarte Stahlprofile gegeneinander gezogen werden.
Durch die Anordnung der Schweissnaht --21-- an der gezeichneten Stelle braucht sie im Betrieb wenig auszuhalten, und es kann die Aussenfläche --22-- dadurch kostengünstig eben gemacht werden, dass man die durch das Schweissen auftretende Erhitzung des Stahlmaterials ausnutzt und die Fläche noch bei Rotglut bearbeitet. Dadurch, dass die Teilschenkel-17. 18-- gleich lang sind. erzielt man auch ein gutes Schweissergebnis. Die Aussenfläche --26-- ist so gelegen und so kurz, dass sie auch durch eine Walze der Rollensätze eben gemacht werden kann.
Wegen der genauen Masse wird ausdrücklich auf die massstäbliche Zeichnung hingewiesen.