AT35977B - Einrichtung zum selbsttätigen Abschließen von Gasleitungen bei übermäßig gesteigertem Durchfluß. - Google Patents

Einrichtung zum selbsttätigen Abschließen von Gasleitungen bei übermäßig gesteigertem Durchfluß.

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AT35977B
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Eugen Roth
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  Einrichtung zum selbsttätigen Abschliessen von Gasleitungen bei übermässig gesteigertem
Durchfluss. 



   Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum selbsttätigen Abschliessen von Gasleitungen bei übermässig gesteigertem   Durchfluss.   Die Einrichtung bezweckt insbesondere, die mannigfachen Gefahren zu beseitigen, welche sich daraus ergeben, dass Gas-   schläuche   von ihren Tragestützen unbemerkt abfallen. Die Einrichtung kann aber auch dazu dienen, die durch eine gewisse Leitung zu entnehmende Gasmenge zu beschränken. was beispielsweise in Frage kommt, um die mögliche Gasentnahme nicht über die Leistungsfähigkeit eines Gasmessers bei normaler Wirkungsweise hinausgehen zu lassen. 



   Eine Schwierigkeit, welche sich der Erreichung des   Erfindungszweckes   entgegenstellt, liegt darin, dass die lebendige Kraft des Gases, welche zur   Verschliessung   der Gasleitung nutzbar gemacht werden kann, eine sehr geringe ist, so dass eine Ventilkonstruktion besonderer Art erforderlich ist, wenn eine Sicherheit in der Wirkungsweise erzielt werden soll. Die erwähnte Schwierigkeit wird der Erfindung zufolge dadurch überwunden, dass der 
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 Foderstange angeordnet wird.

   Dieses Ventil kann durch geeignete Länge der Feder und durch   Schleifenwicktungen   in passenden Abstande von dem Ventilkörper sehr leicht   bp-     woglich     gemacht werden und   ist verhältnismässig unempfindlich gegen Rost, da die   Pedlar   genügend stark   ausgeführt   werden kann. 



     Dio Erfindung   ist auf der beigefügten Zeichnung an einem   Ausführungsbeispiel   ver-   nnschaulicht.   Mit a ist oin   Rohrstück bezeichnet, weiches   an seinem einen Ende offen und an dem anderen End(le verschlossen ist. Nahe dem verschlossenen Ende trägt das Rohrstück a ein seitliches Ansatzstück b für den Schlauch. In das Rohrstück a ist der Ventilträger c eingesetzt, der durch einen plattenförmigen Teil d den Verschluss des Rohr-   Stücks   a an seinem   mnen   Ende bewirkt. In eine Durchbohrung e des Ventilträgers c ist das   Schtauchansatzstück   b eingeschraubt, wodurch zugleich dieses und der   Ventil träger   fest mit dem   Rohrstück   a verbunden worden.

   An dem   Ventilträger   c ist eine Pendel-    stangc f befestigt, welche mit   einer Schleifenwindung   9 yorsehen it und   die an ihrem freien Ende einen Verschlusskörper h trägt, der vor der Durchbohrung des Ventilträgers c und des   Schlauchansatzstückes   b angeordnet ist ; i und k sind Einstellschrauben ; l ist ein in das Rohrstück a eingesetzter Siebkörper zur Zurückhaltung von Unreinigkeiten. 



   Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist wie folgt : Bei normaler Gasentnahme nimmt die    Pendelstange f und der Verschlusskörper h die   in ausgezogenen Linien dargestellte Lage ein. Erfolgt jedoch eine   übermässige   Gasentnahme, so tritt eine Vergrösserung des Druckgefälles von dem Innenraum des   Rohrstückes   a nach der Durchbohrung des Schlauch- 
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   Verschlnsskörper/)   zur Folge hat. Der Verschlusskörper bewegt sich hiebei nach der Stelle des geringsten Druckes hin, d. h. er legt sich gegen die Mündung der Durchbohrung e (wie in punktierten Linien angedeutet) und verschliesst diese Durchbohrung, so dass ein weiterer Durchtritt von Gas nicht möglich ist.

   Solange der Überdruck in der Rohrleitung a besteht, bleibt auch der   Durchfluss   geschlossen.   Der selbsttätige Verschluss   der Leitung wird immer eintreten, wenn beispielsweise der auf das Ansatzstück b aufgesetzte Schlauch 
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 zur Einstellung des   Pendetventils.   Die Öffnung des geschlossenen Ventils kann nach Beseitigung der Ursache der starken    Gasausströmung.   durch einen leichten Schlag mit dem Finger gegen den Apparat erfolgen, durch welchen das Pendelventil in Schwingungen gerät. Bei   Gummischiäuchen genügt   die Druckerhöhung beim Aufschieben des Schlauches oder das   zusammendrücken   des Schlauches mit der Hand. 



   Anstelle der beschriebenen Form der das Ventil tragenden Federstange könnte auch eine andere Form, beispielsweise eine solche benutzt werden, bei welcher der Ventilträger c nicht in annähernd der ganzen Länge der Pendelstange parallel zur Pendelstange verläuft, sondern stark verkürzt ist, wobei eine Verbindung mit der Pendelstange dadurch ermöglicht ist, dass diese an ihrem (im Sinne der Zeichnung) unteren Ende nach oben umgebogen und bis zum   vorkürzten Tragkörper   hin zurückgeführt ist. Unter allen Umständen ist der   Vcntittragekörper   jedoch so auszubilden, dass er das Ventil frei schwebend trägt, so dass hei der Bewegung des Ventils aus einer Lage in die andere keine Reibung zu überwinden ist. 



   Die Einrichtung könnte auch für Flüssigkeitsleitungen benutzt werden. Doch kommen hier die charakteristischesten Eigentümlichkeiten in der Wirkungsweise der Vorrichtung nicht voll zur Geltung, weil die bei   Flüssigkeits-Leitungen   zur Verfügung stehenden Kräfte im allgemeinen so gross sind, dass der Zweck eines Abschlusses der Leitung bei über-   mässig verstärkter Flüssigkeitsentnahme   durch Ventileinrichtungen mannigfacher Art erreicht werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Einrichtung zum selbsttätigen Abschliessen von Gasleitungen bei übermässig gesteigertem   Durchfluss,   dadurch gekennzeichnet, dass in der Leitung eine den   Ventilkörper   für die Durchflussöffnung freischwebend tragende Feder angeordnet ist.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der federnde Ventilträger die Gestalt einer einseitig befestigten Federstange besitzt.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das den Ventil- körper tragende Pendel aus einem Stab besteht, der vorzugsweise nahe seinem Befestigungspunkt mit einer Schleifenwindung versehen ist.
AT35977D 1908-03-20 1908-03-20 Einrichtung zum selbsttätigen Abschließen von Gasleitungen bei übermäßig gesteigertem Durchfluß. AT35977B (de)

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