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Die Erfindung bezieht sich auf eine Tränkeinrichtung für Tiere, insbesondere für Schweine, mit wenigstens einem Wasserbehälter, der mit einer Einfüllöffnung versehen und erhöht angeordnet ist, in den eine absperrbare Frischwasserleitung mündet und von dem eine Zuleitung zu einer Trinkschale mit einem durch das Tier betätigbaren Zulaufventil führt.
Tränkeinrichtungen dieser Art sind bekannt und werden bei der Stallhaltung von Tieren vielfach angewendet. Es gibt Ausführungen, bei denen die Trinkschale über eine Zuleitung unmittelbar mit einer zentralen Wasserversorgungseinrichtung, meist mit der Hauswasserleitung, verbunden ist, allenfalls unter Zwischenschaltung eines Druckreduzierventils. Andere bekannte Tränkeinrichtungen sind mit eigenen Wasserbehältern ausgestattet, die meist einer einzigen Trinkschale zugeordnet und gewöhnlich im Stall unmittelbar über der Trinkschale angeordnet sind. Aus der FR-PS Nr. 2. 258. 125 ist eine kombinierte Tränkeinrichtung bekannt, bei welcher die Trinkschale wahlweise von einem eigenen Wasserbehälter aus oder von einer durch ein Zulaufventil betätigten Wasserleitung gespeist wird.
Der Behälter ist für Ferkel bestimmt, wogegen für ausgewachsene Schweine die Wasserleitung mit dem automatischen Zulaufventil verwendet wird. Es ist auch schon bekannt, die Wasserzufuhr zur Trinkschale mit Hilfe eines Schwimmerventils zu steuern. Schliesslich sind grosse Tränkeinrichtungen bekannt, wobei auch eine komplizierte Einrichtung für das Vorwärmen des Tränkwassers vorgesehen sein kann.
Die an die Wasserleitung unmittelbar angeschlossenen Tränkeinrichtungen haben den Nachteil, dass das Wasser den Tieren oft zu kalt zugeführt wird und dass es nicht möglich ist, dem Trinkwasser Beigaben beizumischen, etwa Arzneimittel, Vitamine u. dgl. Die Ausführungen mit eigenem Wasserbehälter ermöglichen zwar die Beimischung beliebiger Zugaben, können aber nicht ohne weiteres automatisch nachgefüllt werden. Selbst wenn ein selbsttätiger Wasserzulauf vorgesehen wird, gelangt das kälteste Wasser aus dem Behälter durch den am Behälterboden befindlichen Auslauf zur Trinkschale und ist ausserdem eine genaue Dosierung der Beimischungen nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bisher bekannten Tränkeinrichtungen so zu verbessern, dass ohne Verwendung komplizierter Vorwärm- und Regelungseinrichtungen den Tieren an der Trinkschale immer Wasser mit der richtigen Temperatur angeboten wird und darüber hinaus auch die in der modernen Tierhaltung unerlässlichen fallweise Wasserbeimischungen den Tieren einfach und genau dosiert verabreicht werden können.
Die erfindungsgemässe Tränkeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Frischwasserleitung im unteren Bereich des Wasserbehälters in diesen mündet und der Wasserbehälter für die zur Trinkschale führende Zuleitung zwei wechselweise verwendbare Anschlüsse aufweist, von denen der eine Anschluss aus dem oberen Bereich und der andere Anschluss aus dem unteren Bereich des Wasserbehälters wegführt.
Durch diese einfache Ausgestaltung der Tränkeinrichtung ist es möglich, den Behältern das Frischwasser ohne Nachteile direkt aus der Wasserleitung selbsttätig zuzuführen. Die zur Trinkschale führende Zuleitung wird hiebei mit dem aus dem oberen Bereich des Behälters wegführenden Anschluss verbunden.
Das im Bodenbereich des Behälters zugeführte Frischwasser hat dann ausreichend Zeit zum Aufwärmen, so dass nur Wasser mit Stalltemperatur zur Trinkschale gelangt. Wenn hingegen dem Trinkwasser Arzneimittel oder andere Präparate beigegeben werden sollen, wird die Frischwasserzufuhr in den Behälter abgesperrt, im Behälter die gewünschte Mischung zwischen Wasser und Präparat hergestellt und die zur Trinkschale führende Zuleitung an den Anschluss, der aus dem unteren Bereich des Wasserbehälters wegführt, angeschlossen. Der Behälter kann dann zur Gänze entleert werden. Das Wasser hat aber genügend Zeit sich aufzuwärmen.
Bei einer besonders einfachen und bevorzugten Ausführung der erfindungsgemässen Tränkeinrichtung bestehen die Anschlüsse aus vom Wasserbehälter ausgehenden Rohrstutzen, auf die die Zuleitung, die in an sich bekannter Weise aus einem flexiblen Schlauch besteht, wahlweise aufsteckbar ist. Es erübrigen sich dann komplizierte Umschaltventile samt den zugehörigen Abzweigleitungen. Die jeweils nicht verwendeten Anschlüsse bzw. Rohrstutzen werden zweckmässig mit Hilfe von Abschlusseinrichtungen, z. B. von Stöpseln oder einfachen Ventilen, verschlossen.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert, welches in Seitenansicht dargestellt ist.
Die gezeigte Tränkeinrichtung besteht aus einer Tragschiene --1--, an deren oberem Ende ein Wasserbehälter --2-- und an deren unterem Ende eine Trinkschale --3-- montiert ist. Die Tragschiene - kann mit Hilfe einer Befestigungsvorrichtung --4--, die aus einer Klemmeinrichtung mit Flügel-
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mutterschraube besteht, etwa an der Einfriedung des Stalles befestigt werden. Der Wasserbehälter --2-- ist durch einen Deckel --5-- abgeschlossen, durch den hindurch eine Frischwasserleitung --6-- über ein Absperrventil --7-- in den Wasserbehälter--2- führt und dort mit ihrem Ende --6'-- in der Nähe des Behälterbodens endet.
Eine Zuleitung --8--, Z ; B. ein flexibler Schlauch, führt vom Wasserbehälter --2-- zur Trinkschale Über dieser ist eine Zunge --9-- schwenkbar angeordnet, die ein Zulaufventil - betätigt, das an das Ende der Zuleitung --8-- anschliesst.
Wie aus der Zeichnung zu erkennen ist, sind am Wasserbahälter --2-- für die zur Trinkschale --3-führende Zuleitung --8-- zwei Anschlüsse vorgesehen, u. zw. ein Rohrstutzen --11--, der aus dem oberen Teil des Behälters --2-- nach aussen führt und an den im gezeigten Ausführungsbeispiel die Zuleitung - angeschlossen ist. Ausserdem ist ein weiterer Rohrstutzen-12-- vorhanden, der aus dem unteren Bereich des Wasserbehälters --2-- nach aussen führt und ausserdem mit einem Absperrventil --13-versehen ist. Die Zuleitung --8--, die vorteilhaft aus einem flexiblen Schlauch besteht, kann mit ihrem oberen Ende wahlweise auf einen der beiden Rohrstutzen-11 oder 12-- aufgesteckt werden.
Mit der gezeigten Tränkeinrichtung sind zwei Betriebsarten möglich. Im Ausführungsbeispiel ist die Zuleitung --8-- auf den oberen Rohrstutzen --11-- aufgesteckt, das Absperrventil --13-- geschlossen und das Absperrventil --7-- geöffnet. Der Behälter-2-ist daher mit Frischwasser aus der Leitung --6-gefüllt, welches der jeweiligen Wasserentnahme aus der Trinkschale --3-- entsprechend nachfliesst.
Da das Ende --6'-- der Frischwasserleitung --6-- im unteren Teil des Behälters --2-- mündet, die Zuleitung --8-- aber durch den Rohrstutzen --11-- aus dem oberen Teil des Behälters --2-- wegführt, gelangt nur auf die Umgebungstemperatur vorgewärmtes Wasser zur Trinkschale --3--, wo der Zulauf freigegeben wird, sobald die Tiere die Zunge --9-- niederdrücken und dadurch das Zulaufventil --10-- öffnen.
Wenn hingegen mit einem Präpatat versehenes Wasser abgegeben werden soll, wird die Frischwasserleitung --6-durch Absperren des Ventils --7-- verschlossen, die Zuleitung --8-- vom Rohrstutzen --11-- auf den Rohrstutzen --12-- umgesteckt und das Absperrventil --13-- geöffnet. Die von einem flexiblen Schlauch gebildete Zuleitung --8-- bildet hiebei eine Schlaufe, die gestrichelt dargestellt und mit --8'-- bezeichnet ist. In den Behälter --2-- kann sodann die erforderliche, mit dem Präparat versetzte Wassermenge eingefüllt werden oder es kann das Präparat dem im Behälter vorhandenen Wasser zugesetzt werden. Es ist dann genau zu erkennen, wann und wieviel mit dem Präparat versetztes Trinkwasser von den Tieren aufgenommen wird.
Zur besseren Kontrolle kann der zweckmässig durchsichtige oder durchscheinende Behälter an seinem- Mantel mit Massstrichen versehen sein. Sobald wieder reines Trinkwasser abgegeben werden soll, wird das Absperrventil --13-- geschlossen, die Zuleitung --8-- wieder auf den Rohrstutzen - zurückgesteckt und das Absperrventil --7-- der Frischwasserzuleitung --6-- geöffnet.
Wenn die Frischwasserleitung --6-- durch ein (nicht dargestelltes) Schwimmerventil gesteuert ist, wird im Behälter --2-- stets der richtige Wasserstand selbsttätig aufrechterhalten. Dieses Schwimmerventil kann auch das Absperrventil --7-- gemäss dem Ausführungsbeispiel ersetzen. Es ist vorteilhaft im Deckel - untergebracht und durch einen am Deckel --5-- befestigten, in den Behälter --2-- hängenden
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