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Die Erfindung betrifft eine Kamera, vorzugsweise Kinokamera, mit einem an einer Gehäusewand angeordneten Objektiv und mit einem an dieser oder einer weiteren Gehäusewand schwenkbar gelagerten Handgriff, dessen Längsachse in einer Gebrauchslage zur optischen Achse des Objektivs geneigt, in einer Ruhelage hingegen etwa parallel zur optischen Achse gerichtet ist.
Aus der DE-AS 1284283 ist eine Kamera bekanntgeworden, die einen am Gehäuseboden ausschwenkbar angebrachten Haltegriff aufweist. Die Schwenkachse des Haltegriffs ist an der ihn tragenden Gehäusewand geneigt angeordnet, wobei in der Ruhelage des Griffes dieser eine zum Gehäuseboden parallele Lage einnimmt, in seiner Gebrauchslage hingegen nach unten wegsteht.
Dieser Konstruktion haftet der Nachteil an, dass bei der Handhabung der Kamera die Arme und auch die Hände des Bedienenden eine anatomisch ungünstige Haltung einnehmen. So muss nicht nur die Hand - egal ob Rechts- oder Linkshänder, zur Körpermitte und nach oben in die Höhe des Auges geführt werden, sondern auch das Handgelenk selbst muss in eine annähernd senkrechte und für diese Winkellage des Armes unnatürliche Lage gedreht werden. Ist eine derartige Haltung eingenommen, besteht die Gefahr des Verwackelns, dass seitliche Stösse auf die Kamera nicht mehr gedämpft und aufgenommen werden können.
Durch die Erfindung soll eine Kamera geschaffen werden, die bei natürlicher Arm-bzw. Handhaltung stabil handzuhaben ist und ausserdem im Nichtgebrauchszustand geringsten Platzbedarf beansprucht. Erfindungsgemäss gelingt dies dadurch, dass-gesehen in die zur Lichteinfallsrichtung im Objektiv entgegengesetzte Richtung - einerseits die Schwenkachse für den Handgriff nach vorne unten und vorzugsweise windschief zur optischen Achse verläuft und anderseits die Längsachse des Griffes in dessen Gebrauchslage seitlich nach hinten oben verläuft, und dass der Handgriff mit einem das Schwenklager und den die Längsachse des Handgriffes definierenden Teil verbindenden Zwischenstück versehen ist.
Soll die Kamera sowohl für Rechtshänder als auch Linkshänder ausgelegt sein, sind im wesentlichen zwei Alternativen anwendbar. Bei der ersten wäre die Anordnung des Schwenklagers in einer etwa mittig auf der Kamerafrontwand vorgesehenen Muffe denkbar. Der Kameragriff könnte in diesem Fall an jeder
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den Handgriff asymmetrisch zur optischen Achse des Objektivs an der Kamerafrontwand angeordnet ist. In diesem Fall wird für die Anpassung bei der Handhabung für Links- oder Rechtshänder das Schwenklager verstellbar und beispielsweise in einer Muffe angeordnet sein, welche Muffe in zwei jeweils einer Längswandung des Kameragehäuses angenäherte Lagen verrastbar ist.
Schliesslich wird zur bequemeren Haltung im Betrieb der Kamera vorgeschlagen, dass die optische Achse des Kamerasucher, zumindest aber die der Einblicksöffnung des Suchers ebenfalls nach vorne unten verläuft. Durch diese konstruktive Ausbildung ist es möglich, die Arme am Körper angewinkelt zu halten und dadurch der Kamera eine stabile Unterlage zu bieten.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich an Hand der Beschreibung von in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Die Fig. 1A, 1B bzw. 2A und 2B zeigen zwei verschiedene Ausführungsformen der Erfindung. Bei den in den Fig. 3 und 4 dargestellten Beispielen ist der Kamerahandgriff in einer verstellbaren Muffe gelagert.
Die Kamera --1-- aus Fig. 1A weist eine Frontwand --2-- auf, aus der das Objektiv --3-- ragt. Vom Objektiv --3-- wird die optische Achse --4-- definiert. Etwa an der Kante zwischen Frontwand --2-- und
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Griffes, in der sich seine Längsachse --9-- etwa parallel zur optischen Achse --4-- bzw. auch zur Längsachse der Kamera --1-- erstreckt. Dadurch beansprucht die nicht im Gebrauch befindliche Kamera geringsten Platzbedarf.
Gemäss Fig. 1B ist der Handgriff --7-- in seine Gebrauchslage um die Achse --8-- geschwenkt. Der Griff-7-- ragt infolge des Zwischenstückes --10-- seitlich am Kamera1örper hinaus. Dabei ist zu erkennen, dass die Längsachse --9-- des Griffes im Vergleich zur optischen Achse --4-- einen leicht nach oben hinten ansteigenden Verlauf hat, wodurch das Erfassen und das stabile Halten der Kamera beim Betrieb erleichtert ist. Die Anordnung des Auslösers --11-- am rückwärtigen Ende des Griffes --7-kommt zusätzlich der problemlosen Bedienung entgegen.
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Die im wesentlichen selbe Lage des Griffes wie in den Fig. lA, 1B ergibt sich bei der Ausführung gemäss Fig. 2. Der Unterschied zu der in Fig. 1 dargestellten Variante besteht jedoch darin, dass das Schwenklager --21-- direkt an der Gehäusefront --20-- U. zw. an in einer Mulde --22-- angeordnet ist.
Die Schwenkachse --23-- verläuft wieder schräg nach vorne unten-relativ zur optischen Achse --25--.
Da das Zwischenstück --24-- in der Ruhelage des Griffes (Fig. 2A) etwa in der Ebene der Frontwand - liegt, ist es zur Erzielung der seitlich vom Kameragehäuse abstehenden Gebrauchslage des Griffes notwendig, dass einerseits die Schwenkachse --23-- windschief zur optischen Achse verläuft und dass anderseits das Schwenklager sich auf einen Fortsatz --26-- abstützt, dessen Frontfläche normal zur Schwenkachse verläuft. Ein derartiger Fortsatz ist in den Fig. 3 und 4 einzeln dargestellt und weiter unten noch näher beschrieben. Die Kamera weist auch, wie die Kamera aus den Fig. 1 einen Kamerasucher - auf, dessen optische Achse ebenfalls nach vorne unten verläuft. Dadurch ist es möglich, die Kamera etwa in Brusthöhe zu halten, wodurch die Stabilität in der Gebrauchslage noch weiter unterstützt wird.
Während in den beiden bisher dargestellten Auführungsbeispielen die Art der Lagerung des Handgriffes jeweils Rechtshänder bevorzugte, wird in den Fig. 3 und 4 eine Variante der Erfindung dargestellt, die für Links- wie auch für Rechtshänder gleich komfortabel ist.
Die von vorn schematisch dargestellte Kamera --30-- gemäss Fig. 3 zeigt in stark ausgezogenen Linien den für Rechtshänder vorbereiteten Griff in der Ruhelage, die strichliert gezeichnete Stellung entspricht der Gebrauchslage des Griffes für Linkshänder. Zum Zweck der Anpassung an den jeweiligen Kamerabedienenden ist eine Lagermuffe --31-- mit einem in Fig. 3 nicht näher dargestellten Zahnritzel verbunden, welches mit der Zahnstange --32-- kämmt. Die Längsrichtung der Zähne verlaufen parallel zur Schwenkachse --33-- des Griffes. Die Lagermuffe ist zur besseren Handhabung bei der Verstellung mit einem Rändel versehen. In beiden Endlagen ist der Muffe eine Rast --34-- für deren Fixierung zugeordnet.
Das in den Fig. 4A und 4B dargestellte Beispiel zeigt eine Lagermuffe --40--, die etwa mittig an der Frontseite der Kamera angeordnet ist und die um etwa 180 verschwenkbar ist. Zur Fixierung der Muffenlagen ist wieder eine Rast --41a, b-- vorgesehen.
Die Erfindung kann auf viele Arten realisiert werden und ist nicht auf die dargestellten Beispiele eingeschränkt zu verstehen. So wäre es beispielsweise möglich, den Handgriff selbst als einen Bestandteil des Kameragehäuses auszubilden, der in seiner Gebrauchslage um die Schwenkachse gemäss der Erfindung bewegt werden kann. Zusätzlich kann das Schwenklager mit elektrischen Durchführungen versehen sein, insbesondere dann, wenn im Kameragriff die Batterien und/oder der Auslöser angeordnet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kamera, vorzugsweise Kinokamera, mit einem an einer Gehäusewand angeordneten Objektiv und mit einem an dieser oder einer weiteren Gehäusewand schwenkbar gelagerten Handgriff, dessen Längsachse in einer Gebrauchslage zur optischen Achse des Objektivs geneigt ist, in einer Ruhelage
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dass-gesehen in die zur Lichteinfallsrichtung im Objektiv (3) entgegengesetzte Richtung - einerseits die Schwenkachse (8,23, 33) für den Handgriff (7) nach vorne unten und vorzugsweise windschief zur optischen Achse (4,25) verläuft und anderseits die Längsachse (9) des Griffes in dessen Gebrauchslage seitlich nach hinten oben verläuft, und dass der Handgriff (7) mit einem das Schwenklager (6,21) und den die Längsachse des Handgriffes definierenden Teil verbindenden Zwischenstück (10,24) versehen ist.