<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Spritzzeitpunktverstelleinrichtung für eine mehrzylindrige Einspritzbrennkraftmaschine mit einem von einer Nockenwelle her über einen Kipphebel angetriebenen, aus einer Pumpe und einer Düse bestehenden Einspritzaggregat für jeden Zylinder, wobei die Kipphebel auf einer gemeinsamen, mittels eines Exzenters drehverstellbaren Schwenkachse sitzen.
Durch die exzentrische Drehverstellung der Schwenkachse der Kipphebel ändert sich die jeweilige Lage der geometrischen Kipphebel-Schwenkachse, wodurch der Beginn der Einspritzung in gewünschter Weise verschoben wird. Bei einer bekannten Einspritzbrennkraftmaschine dieser Art (FR-PS Nr. 1. 076. 310) weist die Schwenkachse der Kipphebel im Bereich der Achslager nockenförmige Exzenter auf, zwischen denen die Schwenkachse mit verringertem Durchmesser glatt ausgebildet ist. Daraus ergeben sich beträchtliche Montageschwierigkeiten, da die Kipphebel nicht über die nockenförmigen Exzenter auf die Schwenkachse aufgeschoben werden können. Es müssen entweder die Kipphebel im Bereich ihrer Nabe geteilt oder die Exzenter nachträglich auf die Achse aufgezogen werden. Diese Massnahmen erhöhen selbstverständlich auch den insgesamt erforderlichen technischen Aufwand.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel zu beseitigen und eine Verstelleinrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, bei der eine Exzenterverstellung der Kipphebel-Schwenkachse möglich ist, ohne die Montage der Gesamtanordnung zu erschweren, wobei sich überdies eine Verringerung des technischen Aufwandes ergeben soll.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die im übrigen mit gleichem Durchmesser durchlaufende Schwenkachse im Bereich der Kipphebel oder der Achslager an der Seite der Krafteinwirkung auf die Schwenkachse exzentrische, sich nur über einen Teil des Schwenkachsenumfanges erstreckende, sichelförmige Ausnehmungen besitzt, deren Grunddurchmesser wenigstens dem Schwenkachsendurchmesser entspricht, und dass die Lagerbohrungen der Kipphebel bzw. der Achslager dem Grunddurchmesser angepasst sind.
Die Schwenkachse der Kipphebel weist also nirgendwo nockenförmige Verdickungen auf, sondern besitzt lediglich bei sonst überall gleichem Durchmesser exzentrische Ausnehmungen, wobei die Durchmesser so gewählt sind, dass sich die Kipphebel ohne weiteres auf die Schwenkachse aufschieben lassen und diese selbst ohne weiteres in die Achslager eingeführt werden kann. Da die Lager der Bohrungen der Kipphebel bzw. der Achslager dem Grunddurchmesser der Ausnehmungen angepasst sind, ergibt sich eine Flächenberührung zwischen dem Ausnehmungsgrund und der Bohrungswand der Kipphebel bzw. der Achslager mit ausreichender Ausdehnung, so dass es keine Rolle spielt, wenn an der gegenüberliegenden Seite der Ausnehmungen zwischen der Bohrungswandung und der Schwenkachse etwas Luft vorhanden ist.
Da die Lagerung der Kipphebel bzw. der Schwenkachse selbst in sichelförmigen Ausnehmungen erfolgt, erübrigen sich sonst eventuell erforderliche Massnahmen zur axialen Festlegung. Das blosse Einarbeiten der Ausnehmungen in die Kipphebel-Schwenkachse stellt auch eine vergleichsweise einfache und billige Herstellungsart dar, so dass sich eine Verringerung des technischen Aufwandes ergibt.
Es überschreitet nicht den Rahmen der Erfindung, wenn an Stelle von Kipphebeln für Einspritzaggregate Ventilkipphebel in der gleichen Weise gelagert werden.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 den Nockenwellenbereich einer Einspritzbrennkraftmaschine im Teilschnitt normal zur Nockenwelle, Fig. 2 die Schwenkachse der Kipphebel für die Einspritzaggregate im Axialschnitt, Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III-III der Fig. 2, Fig. 4 eine Ausführungsvariante in einer der Fig. 2 entsprechenden Darstellungsweise und Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie V-V der Fig. 4.
Von der Nockenwelle --1-- werden über Kipphebel --2-- Einspritzaggregate --3-- angetrieben, die je aus einer Pumpe und einer Düse bestehen. Die Kipphebel für die Betätigung der Ein- und Auslassventile sind der besseren Deutlichkeit wegen nicht dargestellt. Die Kipphebel --2-- für die Einspritzaggregate - sind auf einer gemeinsamen Schwenkachse --4-- gelagert, die drehverstellbar ist.
Gemäss den Fig. 1 bis 3 weist die Schwenkachse --4-- im Bereich der Kipphebel --2-- exzentrische, sich nur über etwa die Hälfte des Schwenkachsenumfanges erstreckende, sichelförmige Ausnehmungen - auf, die sich an der Seite der Krafteinwirkung auf die Schwenkachse befinden, da ja die Kipphebel --2-- von unten her gegen die Schwenkachse --4-- gedrückt werden.
Der Grunddurehmesser--DG--der Ausnehmungen --5-- entspricht dem Schwenkachsendurchmesser --D-- und die Lagerbohrung --6-- ist diesem Grunddurchmesser--D.-.--angepasst, d. h. ihr Durchmesser-DL--stimmt mit dem Grundkreis-
<Desc/Clms Page number 2>
durchmesser--D--überein, so dass die drei Durchmesser, nämlich der Schwenkachsendurchmesser --D--, der Grunddurchmesser --DG-- der Ausnehmung --5-- und der Durchmesser --DL -- der Lagerbohrung --6--, zumindest annähernd gleich gross sind. Es ist klar, dass sich bei dieser Durchmesserwahl die Kipphebel --2-- ohne weiteres auf die Schwenkachse --4-- aufschieben lassen.
Wird die Schwenkachse --4-- verdreht, so ergibt sich zufolge der exzentrischen Lagerung der Kipphebel --2-- eine Veränderung der geometrischen Kipphebel-Schwenkachse, wodurch der Einspritzzeitpunkt verändert werden kann.
Gemäss den Fig. 4 und 5 sind die Kipphebel --2-- auf dem zylindrisch durchlaufenden Teil der Schwenkachse --4-- gelagert, die dafür sichelförmige Ausnehmungen --51-- im Bereich der Achslager - aufweist. Da die Schwenkachse --4-- von den Kipphebeln --2-- nach oben gedrückt wird, ist die Krafteinwirkung im Bereich der Achslager --7-- auf die Schwenkachse --4-- ebenfalls von oben und die Ausnehmungen --5'-- befinden sich an der Oberseite der Schwenkachse --4--. Die Durchmesser sind in gleicher Weise wie beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 gewählt, d. h. der Grunddurchmesser --DG-- der Ausnehmung-5'-entspricht dem Durchmesser --DL'-- der Lagerbohrungen --8-- der Achslager --7-- und gleichzeitig dem Schwenkachsendurchmesser--D--.
Es ist ersichtlich, dass die Schwenkachse --4-- bei beiden Ausführungsvarianten keine nockenförmigen Verdickungen aufweist, sondern mit Ausnahme der Ausnehmung --5 bzw. 5'-- mit gleichem Durchmesser--D--durchläuft.