<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Faszikeln aus miteinander durch Kleben längs eines Randes verbundenen Blättern aus Papier, wobei man auf einer fortlaufenden Papierbahn längslaufende Streifen aus aktivierbarem Klebstoff aufbringt, die Papierbahn zu Blättern mit der gewünschten Faszikelgrösse zerschneidet, die Blätter übereinanderstapelt und den Klebstoff aktiviert, so dass die Ränder der Blätter miteinander verklebt werden.
Ein derartiges Verfahren ist in der DE-AS 1211585 als bekannt erwähnt. Auch bei diesem Verfahren werden auf einem Papierstreifen in der Mitte zwei Klebstoffstreifen aufgebracht und die Papierstreifen dann zwischen diesen Streifen gefaltet, in Einzelblätter zerschnitten und die Einzelblätter dann durch Anwendung von Druck zu einem Schuppenzieherblock verklebt.
Nach dem in der DE-AS 1211585 beschriebenen Verfahren lässt sich das bei der Herstellung von Faszikeln auftretende Problem nicht lösen. Dieses Problem besteht darin, dass bei der üblichen Herstellung von Faszikeln, bei welchem die Blätter übereinandergeordnet und an einem der Rücken zusammengeklebt werden, die einzelnen Faszikel mühsam voneinander wieder getrennt werden müssen. Ein weiteres Problem bei dem bekannten Verfahren besteht darin, dass bei der Herstellung von Faszikeln, die Kohlepapier oder chemisch behandelte Papierblätter enthalten, die Verbindung dieser mit den Faszikeln schwierig ist, da auf Kohlepapier oder chemisch behandeltem Papier Klebstoffe üblicherweise nicht haften, so dass ein Verkleben der die Faszikel bildenden Blätter praktisch unmöglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, welches die vorstehend beschriebenen Probleme bei der Herstellung von Faszikeln löst.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Klebstoffstreifen auf die Papierbahn auf beiden Seiten beider Längsränder aufgebracht werden, dass die Papierbahn zwischen den Klebstoffstreifen in Längsrichtung der Papierbahn und weiters quer zur Längsrichtung zu Blättern mit Faszikelformat geteilt wird, dass beim Übereinanderstapeln am Beginn und am Ende eines jeden Faszikels in den Stapel jeweils ein Blatt, das nur auf einer Seite mit einem Klebstoffstreifen versehen ist, eingelegt wird und dass der Klebstoff aktiviert wird, indem die Seitenfläche des Stapels an der die Klebstoffstreifen liegen, entweder mit einem Klebstofflösungsmittel oder einem Aktivierungskatalysator bestrichen wird, oder, falls ein Zweikomponentenklebstoff verwendet wurde,
die streifenfdrmig auf die Papierbahn aufgebrachte Klebstoffkomponente mit der andern Komponente des Zweikomponentenklebstoffes in Berührung gebracht wird.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können mit einfacher Arbeitsweise Faszikel hergestellt werden, wobei wegen der Massnahme am Beginn und am Ende eines jeden Faszikels, in den Stapel jeweils ein Blatt, das nur auf einer Seite mit einem Klebstoffstreifen versehen ist, einzulegen, die erfindungsgemäss hergestellten Faszikel nicht miteinander verbunden sind. Auch erlaubt es die erfindungsgemässe Aktivierung des Klebstoffes, dass die Blätter vor dem Übereinanderstapeln noch behandelt werden, da ja die Klebstoffstreifen vor ihrer Aktivierung nicht klebefähig sind. Beispielsweise können die Blätter bedruckt, mit einer Kohlebeschichtung versehen oder chemisch behandelt werden.
Eine besonders günstige Verfahrensvariante besteht darin, dass zwischen den an den Längsrändern vorgesehenen Klebstoffstreifen auf beiden Seiten je mindest ein weiterer Klebstoffstreifen aufgebracht wird, der etwa doppelt so breit ist wie die an den Längsrändern vorgesehenen Streifen und dass man die Papierbahn in der Mitte des zusätzlichen Streifens und die so gebildeten Teilstreifen jeweils zwischen den an den Rändern liegenden Klebstoffstreifen in Längsrichtung teilt. Nach dieser Verfahrensvariante können in einem Arbeitsgang mehrere Blätter, die zu Faszikeln übereinandergestapelt werden können, hergestellt werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus nachstehender Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Es zeigt : Fig. l eine Papierbahn, auf der Klebstoffstreifen aufgebracht werden und Fig. 2 eine Variante, bei der auch in der Mitte der Papierbahn ein Klebstoffstreifen aufgebracht wird.
Bei der in Fig. l gezeigten Variante werden an beiden Längsrändern der Papierbahn --1-- und auf beiden Seiten derselben Klebstoffstreifen --2-- aufgetragen. Als Klebstoff kann beispielsweise ein solcher verwendet werden, der rasch trocknet und später wieder durch ein Klebstofflösungsmittel aktiviert werden kann.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
zur Längsrichtung Blätter mit Faszikelformat hergestellt. Diese Blätter werden übereinandergestapelt, wobei man am Beginn und am Ende eines jeden Faszikels in den Stapel jeweils ein Blatt eingelegt, das nur auf einer Seite mit einem Klebstoffstreifen versehen ist.
Nach dem Übereinanderschichten der einzelnen Blätter genügt es, je nach der Art des verwendeten Lösungsmittels den Stapel mit dem Lösungsmittel des Klebstoffes oder einem andern Aktivierungskatalysator zu bestreichen. Wird für die Verklebung der einzelnen Blätter zu Faszikeln ein Zweikomponentenkleber verwendet, dann werden die aus der einen Komponente des Zweikomponentenklebstoffes bestehenden Klebstoffstreifen --2-- nach dem Übereinanderstapeln der Faszikel mit der andern Komponente in Berührung gebracht und somit die Verklebung bewirkt.
Nach erfolgter Verklebung erhält man Faszikel, deren Blätter aneinander haften, wobei jedoch die einzelnen Faszikel lose sind, d. h. sie haften nicht aneinander, da ja am Beginn und am Ende eines jeden Faszikels nur einseitig mit Klebstoffstreifen versehene Blätter eingelegt worden sind.
Es ist auch möglich, die Papierbahn --1--, wie in Fig. 2 gezeigt, zusätzlich in der Mitte mit Klebstoffstreifen --3-- zu versehen und die Bahn-l-dann nicht nur in ihrer Mitte, d. h. in der Mitte des Klebstoffstreifens --3--, sondern auch längs der Linie --4-- in Fig. 2 zu teilen. Nach der Teilung in einer quer zur Längsrichtung der Papierbahn-l-verlaufenden Richtung können die so erhaltenen Blätter dann übereinandergestapelt und wie weiter oben beschrieben, zu Faszikeln verklebt werden.
Es versteht sich, dass nach dem erfindungsgemässen Verfahren auch Faszikel mit zwischen den einzelnen Blättern eingefügtem Kohlepapier hergestellt werden können. Es ist auch möglich, einzelne Blätter des Faszikels chemisch zu behandeln oder aber nach der Herstellung der Faszikel zwischen einzelne Blätter ein Durchschreibepapier einzulegen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Faszikeln aus miteinander durch Kleben längs eines Randes verbundenen Blättern aus Papier, wobei man auf einer fortlaufenden Papierbahn längslaufende Streifen aus aktivierbarem Klebstoff aufbringt, die Papierbahn zu Blättern mit der gewünschten Faszikelgrösse zerschneidet, die Blätter übereinanderstapelt und den Klebstoff aktiviert, so dass die Ränder der Blätter
EMI2.1
auf die Papierbahn auf beiden Seiten beider Längsränder aufbringt, dass die Papierbahn zwischen den Klebstoffstreifen in Längsrichtung der Papierbahn und weiters quer zur Längsrichtung zu Blättern mit Faszikelformat geteilt wird, dass beim Übereinanderstapeln am Beginn und am Ende eines jeden Faszikels in den Stapel jeweils ein Blatt, das nur auf einer Seite mit einem Klebstoffstreifen versehen ist,
eingelegt wird und dass der Klebstoff aktiviert wird, indem die Seitenfläche des Stapels, an der die Klebstoffstreifen liegen, entweder mit einem Klebstofflösungsmittel oder einem Aktivierungskatalysator bestrichen wird, oder, falls ein Zweikomponentenklebstoff verwendet wurde, die streifenförmig auf die Papierbahn aufgebrachte Klebstoffkomponente mit der andern Komponente des Zweikomponentenklebstoffes in Berührung gebracht wird.
EMI2.2