AT354866B - Stuetzgurt fuer kraftfahrzeuglenker, insbesondere fuer fahrer von traktoren - Google Patents

Stuetzgurt fuer kraftfahrzeuglenker, insbesondere fuer fahrer von traktoren

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60NSEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60N2/00Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
    • B60N2/24Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles for particular purposes or particular vehicles
    • B60N2/38Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles for particular purposes or particular vehicles specially constructed for use on tractors or like off-road vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Automotive Seat Belt Assembly (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Stützgurt für Kraftfahrzeuglenker, insbesondere für Fahrer von Traktoren, bestehend aus einem die Lenden des Fahrers eng umschliessenden, der Körperform weitgehend angepassten, vorzugsweise am Bauchteil verschliessbaren Korsett. 



   Es ist bekannt, dass vor allem Kraftfahrer, die aus beruflichen Gründen verhältnismässig lange am Steuer sitzen, nach einer gewissen Zeit über Schmerzen in der Rückengegend klagen, weil durch das Ermüden der Rückenmuskel die Wirbelsäule stärker belastet wird und diese   im   Laufe der Zeit ernste Schäden erfährt, die oftmals mit bleibenden Verkrümmungen enden. Nicht zuletzt beeinflussen die dauernden grösseren und kleineren Stösse, die von den Dämpfungsgliedern des Fahrzeuges nicht vollständig aufgenommen werden, vor allem die Nieren, bei denen es nicht selten zu Blutungen oder gar Rissen kommt, so dass ernstliche Gesundheitsschäden auftreten.

   Bei einspurigen Kraftfahrzeugen oder Traktoren kommt noch hinzu, dass der um den Körper streichende Fahrtwind vor allem die Nierengegend stark abkühlt, so dass als Folge Nierenentzündungen oder Rheumaschäden auftreten. Besonders gefährdet sind dabei Landwirte, die ihre Traktoren auch bei regnerischem oder kühlem Wetter fahren müssen, wozu noch kommt, dass infolge der grossen Bodenunebenheiten besonders starke und harte Stösse vom Körper aufgenommen werden müssen. 



   Um diesen gesundheitlichen Gefahren zu begegnen, ist bisher nur wenig vorgeschlagen worden. Um Erkältungskrankheiten der Nieren auszuschliessen, ist ein Gürtel für Motorradfahrer bekannt, der den Unterleib umschliesst. Er hat nur geringe Stützfunktion, da er, um eine gewisse Beweglichkeit des Körpers zu erhalten, nur wenig am Rückenteil hochgeführt ist. Am besten bewährt er sich noch, um Nierenschädigungen durch Stösse möglichst auszuschliessen. Hiezu muss er jedoch sehr fest zugeschnallt werden, damit die verhältnismässig hoch liegenden Nieren fixiert werden, was aber die Atmung stark behindert. Erwähnt sei noch, dass die bekannten Geradhalter, die vor allem für Jugendliche verwendet werden, um Sitzschäden zu vermeiden, für Kraftfahrer nicht verwendbar sind, weil sie den ganzen Oberkörper starr halten. 



   Aus der FR-PS Nr. 1. 182. 640 ist ein Stützgurt, insbesondere für Traktorfahrer bekannt, der die Lenden des Fahrers eng umfasst, der Körperform weitgehend angepasst und am Bauchteil verschliessbar ist. 



  Dieser aus zwei Teilen zusammengesetzte Gurt weist lediglich am   Rücken- und   Bauchteil Verstärkungen auf, wobei die beiden Teile durch ein elastisches Band verbunden sind. Da er trotz seiner engen Anlage am Körper leicht verrutscht und sich hochschiebt, kann er den gewünschten Zweck nur unvollkommen erfüllen. Er ist zudem durch das ein Scharnier bildende elastische Band sowie die in den Rückenverstärkungen und im Befestigungsgürtel angeordneten Löcher luftdurchlässig, wobei er gerade beim Arbeiten in jedem Wetter, wie es für Landwirte erforderlich ist, gesundheitliche durch Luftzug bedingte Schädigungen nicht auszuschliessen vermag. Die kantigen Ränder des Gurtes schneiden zudem beim Bewegen des Benutzers schmerzhaft in den Körper ein. 



   Die aus der DE-OS 2502202 und der CH-PS Nr. 283237 bekannten Stützmieder aus steifem oder teilweise steifem Material dienen lediglich orthopädischen Zwecken. Für die erfindungsgemäss zu lösen vorgesehene Aufgabe sind sie nicht verwendbar. 



   Aufgabe der Erfindung ist es, einen Stützgurt für Kraftfahrer zu schaffen, der gesundheitliche Schäden durch auftretende Stösse ausschliesst und Verkrümmungen der Wirbelsäule infolge Ermüdung der   Rückenmuskulatur   verhindert, wobei auch die durch den Fahrtwind auftretende Unannehmlichkeiten ausgeschlossen sein sollen. 



   Diese Aufgabe wird nach dem Vorschlag der Erfindung bei einem Stützgurt der eingangs angeführten Art dadurch gelöst, dass das in an sich bekannter Weise aus steifem Material bestehende, durch vorzugsweise wulstartige obere und untere Randbegrenzungen abgeschlossene Korsett versteifende, etwa vertikal verlaufende Halterungen aufweist, die über die untere Randbegrenzung vorragen und Haken   od. dgl.   aufweisen, mittels der sie am Fahrersitz befestigbar sind. 



   Damit ist eine rasche Befestigung bzw. Lösung des Gurtes am bzw. vom Fahrersitz möglich, wobei ein Zusammenschieben des Korsetts bei längerem Gebrauch vermieden wird, wenn die Halterungen bis zur oberen Randbegrenzung des Korsetts geführt und in dieses eingebettet sind. 



   Ein solcher Gurt behindert den Fahrer nicht in seiner Bewegungsfreiheit, schützt die gefährdete Rückenpartie um die Nieren und gibt dem Oberkörper festen Halt, sodass sich Stösse auf das Fahrzeug auch bei ermüdeten Muskeln des Oberkörpers nicht ungünstig und gesundheitsschädigend auf die Skeletteile des Oberkörpers oder auf die gegen Stösse besonders empfindlichen Nieren auswirken können. 

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   Eine vorteilhafte Ausführung des erfindungsgemässen Stützgurtes besteht darin, dass die oberen und unteren Randbegrenzungen des Korsetts, wie an sich bekannt, vom Rückenteil gegen den Bauchteil divergierend verlaufen, wobei die Höhe des Bauchteiles in an sich bekannter Weise etwa ein Drittel der
Höhe des Rückenteiles beträgt. 



   Vorzugsweise ist die obere Randbegrenzung in den beiden seitlichen Bereichen des Korsetts verbreitert und bildet eine Auflage für die Arme des Fahrers. 



   Bei dieser Ausbildung der Erfindung, die sich besonders für Traktorfahrer in der Landwirtschaft empfiehlt, wird verhindert, dass bei enger Anlage des Stützgurtes am Körper dessen Randbegrenzungen sich schmerzhaft in den Körper drücken, wobei die Auflage für die Arme besonders zu begrüssen ist, da die ansonsten frei gehaltenen Unterarme eine angenehme Unterstützung finden. 



   Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass zwischen den unteren Enden der Halterungen und den Haken   od. dgl.   federelastische Verbindungsstücke eingesetzt sind. 



   Die federelastischen Verbindungsstücke können aus Schraubenfedern, Gummibändern   od. dgl.   bestehen. 



   Zum festen Verschliessen des Korsetts können irgendwelche bekannte Verschlusselemente wie Verschlussspangen, Bügel   od. dgl.   vorgesehen werden. 



   Eine besonders günstige Ausbildung der Erfindung besteht darin, dass die Halterungen über die Haken od. dgl. hinaus nach unten Verlängerungen aufweisen, die durch am Motorblock des Fahrzeuges angeordnete Ösen hindurch- und unterhalb des Motorblockes zusammengeführt sind, wobei an dem unter dem Motorblock verlaufenden Teil der Verlängerungen ein gefedertes Nachlaufrad befestigt ist. Bei dieser Ausführung der Erfindung nimmt nicht allein der gefederte Traktorsitz, sondern auch dieses Nachlaufrad die für den Fahrer unangenehmen und gesundheitsschädlichen Stösse von unebenem Boden und die vom Motor herrührenden Schwingungen auf, so dass sie auf den Fahrer ohne Wirkung bleiben.

   Wenn am oberen Ende des Korsetts auch noch eine an sich bekannte Nackenstütze vorgesehen ist, sind auch die ruckartigen Kopfbewegungen nach hinten, vor allem beim Fahren auf scholligem Gelände, ausgeschlossen, die vielfach Kopfschmerzen und nicht selten ernsthafte Schädigungen der Halswirbel verursachen. 



   Im Nachstehenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel beschrieben. 



   Es zeigen : Fig. 1 im Schaubild von der Seite und Fig. 2 von vorne einen erfindungsgemässen Stützgurt mit Fahrersitz, Fig. 3 ein Detail in vergrössertem Massstab und Fig. 4 eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung. 



   Der Stützgurt besteht aus einem Korsett --1--, das der Lendengegend des Körpers weitgehend angepasst ist, so dass es sich eng an den Körper anschliessen kann. Die oberen und unteren Randbegrenzungen--5, 6--verlaufen vom   Rückenteil --4-- gegen   den Bauchteil --3-- divergierend, wobei die Höhe des in etwa mittlerer Höhe vom   Rückenteil --4-- verlaufenden Bauchteiles --3-- etwa   ein Drittel der Höhe des Rückenteiles beträgt. Der Bauchteil --3-- mit seinen in einer vertikalen Kante zusammenstossenden Lappen lässt sich mit einfach zu handhabenden Verschlussstücken, beispielsweise Spangen,   Bügeln --11--   od. dgl., fest zusammenhalten. 



   Die oberen und unteren Randbegrenzungen--5, 6--sind mit einem   Wulst --12--,   vorzugsweise mit einer Einlage von Schaumstoff od. dgl., abgeschlossen, damit sie sich bei den notwendigen Bewegungen des Benutzers nicht störend oder gar schmerzen in den Körper drücken. Der Wulst --12-- der oberen Randbegrenzung --5-- weist seitlich am   Korsett --1-- eine   Verbreiterung auf, die als   Auflage-- ?- für   die Unterarme des Benutzers dient. Diese Auflage --7-- ist besonders vorteilhaft bei längerer Benutzung eines Fahrzeuges, beispielsweise eines Traktors, weil sie die ansonsten frei gehaltenen Arme entlastet und ihre Ermüdung verhindert. 



   In den Körper des Korsetts --1-- sind Halterungen --8-- eingebettet, die aus der unteren Randbegrenzung --6-- vorragen und   Haken --9-- od. dgl.   aufweisen, mittels der sie unter dem Fahrersitz - einrastbar sind. Zwischen dem Haken --9-- und dem Ende der Halterungen --8-- ist eine in einer Hülse gelagerte Schraubenfeder --10-- angeordnet, was ermöglicht, dass der Fahrer bei eingerasteten   Haken --9-- eine   gewisse Bewegungsfreiheit hat. 



   Eine besonders vorteilhafte Ausführung der Erfindung zeigt Fig. 4. Hier sind die Halterungen --8-- über die Haken --9-- nach unten durch   Ösen --14-- am Motorblock --13-- weitergeführt   und laufen unterhalb von diesem zusammen. Diese nach unten weitergeführten   Teile --8'-- bestehen   dabei anders als 

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 die steifelastischen Halterungen --8-- des oberen Teiles aus tragfähigem Material, beispielsweise Stahl, wobei sie unterhalb des Motorblocks --13-- eine Lagerung für ein Nachlaufrad --15-- bilden. Dieses Nachlaufrad, das direkt unter dem Fahrersitz liegt, ist gefedert und bewirkt zusätzlich zum gefederten Fahrersitz, dass Stösse nur weitgehend abgeschwächt an den Körper des Fahrers weitergeleitet werden. 



  Dieses Nachlaufrad --15-- wird vorteilhaft so angeordnet, dass es bei unbelastetem Fahrzeug etwas tiefer liegt als die Fahrzeugräder. 



   Besonders vorteilhaft wird solch eine Ausführung mit einer an sich bekannten   Nackenstütze --16--   versehen, die verhindert, dass der Kopf des Fahrers beim Überfahren von Hindernissen, Löchern, Ackerschollen   od. dgl.   ruckartig nach hinten geworfen wird, was vielfach irreparable Gesundheitsschädigungen an den Wirbeln des Nackens zur Folge hat. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Stützgurt für Kraftfahrzeuglenker, insbesondere für Fahrer von Traktoren, bestehend aus einem die Lenden des Fahrers eng umschliessenden, der Körperform weitgehend angepassten, vorzugsweise am Bauchteil verschliessbaren Korsett,   dadurch gekennzeichnet, dass   das in an sich bekannter Weise aus steifem Material bestehende, durch vorzugsweise wulstartige obere und untere Randbegrenzungen (5,6) abgeschlossene Korsett   (1)   versteifende, etwa vertikal verlaufende Halterungen (8) aufweist, die über die untere Randbegrenzung (6) vorragen und Haken (9)   od. dgl.   aufweisen, mittels der sie am Fahrersitz (2) befestigbar sind. 
 EMI3.1 


Claims (1)

  1. die Halterungen (8) über die Haken (9) od. dgl. hinaus nach unten Verlängerungen (8') aufweisen, die durch am Motorblock (13) des Fahrzeuges angeordnete Ösen (14) hindurch-und unterhalb des Motorblockes (13) zusammengeführt sind, wobei an dem unter dem Motorblock (13) verlaufenden Teil der Verlängerungen (8') ein gefedertes Nachlaufrad (15) befestigt ist.
AT876276A 1976-11-25 1976-11-25 Stuetzgurt fuer kraftfahrzeuglenker, insbesondere fuer fahrer von traktoren AT354866B (de)

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