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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entnahme von Wasser, insbesondere Nutzwasser, für Wasch-und bzw. oder Füllzwecke mit einem Gehäuse, das in einen allgemein zugänglichen Bereich und in einen nicht allgemein zugänglichen, insbesondere versperrbaren Bereich unterteilt ist, wobei der allgemein zugängliche Bereich einen der Einschaltung der Pumpe dienenden Münzeinwurf und eine Wasserentnahmestelle, deren Wasserdarbietung regulierbar ist sowie der nicht allgemein zugängliche Bereich mindestens eine durch ein Schaltgerät gesteuerte Pumpe mit ihrem elektrischen Antrieb, elektrische Armaturen, Anschlüsse für die Zulauf-oder Brunnensaugleitung und hydraulische Armaturen enthält.
In Wohngemeinschaften, Siedlungsanlagen, Hofgemeinschaften, od. dgl. wie auch in kleineren Ortschaften besteht der Bedarf an Anlagen für eine öffentliche und der Allgemeinheit zugängliche Entnahme von Wasser. Die weitest verbreitete Wasserversorgung der einzelnen Haushalte, Gehöfte und Betriebe deckt z. B. nicht den Nutzwasserbedarf für die nachstehend angeführten Anwendungsfälle :
Rasche Entnahme grosser Wassermengen unter normalem Druck zum Auffüllen grosser Behältnisse, wie Wassertanks, Wasserbecken, u. dgl., zum Spritzen und Beregnen ;
Entnahme relativ geringer Wassermengen unter hohem Druck, der zur wirksamen Benutzung einer Wasch-oder Sprühpistole ausreicht und beispielsweise die Reinigung von Fahrzeugen ermöglicht.
Es ist hiebei zu berücksichtigen, dass für einen derartigen Wasserverbrauch nach Möglichkeit nicht kostbares Trinkwasser herangezogen werden sollte.
Beim heutigen Stand der Wasserversorgung sind zwar praktisch alle Haushalte, Anlagen, Betriebe und Gehöfte in ausreichender Menge mit Trinkwasser versorgt, jedoch erlauben die zur Verfügung stehenden Anschlüsse aus dem öffentlichen Netz bzw. die hauseigenen Anschlüsse meist nicht die Deckung spezieller Bedarfsfälle, einerseits weil grosse Wassermengen nicht kurzfristig zur Verfügung stehen und anderseits, weil der entsprechend hohe Druck nicht gegeben ist.
Bei Ortschaften mit öffentlicher Wasserversorgung ist für die Deckung von grossen Wassermengen zwar meistens ein Hydrantennetz vorhanden, doch treten dabei mangels entsprechender Füllschläuche oftmals Probleme mit der Bedienung und zudem auch Probleme mit der Bezahlung der durch die Wasserbereitstellung verbundenen Kosten auf, so dass die Benutzung der Hydranten in der Regel den öffentlichen Stellen und der Feuerwehr vorbehalten ist. Bei Ortschaften ohne öffentliche Wasserversorgung ist fast immer noch der alte Gemeinschaftsbrunnen vorhanden, der allerdings mangels geeigneter Schöpfeinrichtungen praktisch nicht benutzbar ist.
Es sind aus verschiedenen Druckschriften Waschanlagen bekanntgeworden, deren Wasserentnahme durch Münzeinwurf geregelt wird. Sämtliche dieser Waschanlagen sind jedoch nur mit einer einzigen Wasserentnahmestelle versehen. Derart kann entweder nur Wasser unter hohem Druck oder unter normalem Druck entnommen werden. Diese Art von Wasserentnahme ist aber von Nachteil, da die jeweilige Waschanlage nur jeweils einem der Bedarfsfälle hinsichtlich der Wasserentnahme gerecht werden kann.
Der Vorrichtung gemäss der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, die eingangs erwähnten Bedarfsfälle an Wasser, insbesondere Nutzwasser, unter Ausnutzung der vorhandenen Gegebenheiten, einerseits des öffentlichen Hydrantennetzes und anderseits von Gemeinschaftsbrunnen unter Vermeidung der Schwierigkeiten infolge der Kostenaufteilung sowie bei gleichzeitiger Bereitstellung von geeigneten Schöpfeinrichtungen bzw. Druckerhöhungsvorrichtungen zu befriedigen, indem sie eine gleichzeitige bzw. wahlweise Wasserentnahme bei normalem bzw. erhöhtem Druck ermöglicht. Diese Aufgabenstellung bedeutet, dass mit einer Waschanlage für jeden Bedarfsfall an Wasser optimale Entnahmebedingungen geschaffen werden sollen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass als Wasserentnahmestelle mindestens zwei unterschiedlich dimensionierte Schlauchanschlüsse vorgesehen sind, deren einer der Entnahme von Wasser unter niedrigem Druck und deren anderer der Entnahme von Wasser unter hohem, zur Speisung einer Wasch- und Sprühpistole geeigneten Druck dient.
Im allgemein zugänglichen Bereich können der Zahl der Schlauchanschlüsse entsprechend viele und diesen entsprechend dimensionierte Schläuche sowie zugeordnete Schlauchaufhänge- bzw. Aufwickelvor- richtungen vorgesehen sein. Zudem kann im allgemein zugänglichen Bereich mindestens eine Start- bzw.
Stoptaste vorgesehen sein.
Nach bevorzugten Ausführungsbeispielen enthält die Vorrichtung weiters alle für den Anschluss an das öffentliche Stromnetz erforderlichen elektrischen Armaturen und Geräte, wie Kabelendverschluss bzw.
Freileitungsabspannung, Sicherungen, Zähler, Schutzschalter. Vorzugsweise ist zudem ein solches
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Schaltgerät vorgesehen, das nach Entnahme von vorgegebenen, unter bestimmten Druck stehenden Wassermengen bzw. nach Ablauf einer vorgegebenen maximalen Zeitspanne die mindestens eine Pumpe abstellt. Diese Schaltuhr kann dabei durch die verbrauchte elektrische Energie steuerbar sein. Schliesslich kann die Münzwerterfassungseinheit zum Zweck der Tarifanpassung in an sich bekannter Weise einstellbar sein.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In der Zeichnung ist eine erfindungsgemässe Vorrichtung nach Entfernung der Aussenverkleidung dargestellt.
Diese Vorrichtung besteht aus einem Gehäuse, das in einen allgemein zugänglichen Bereich --1--
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und gegebenenfalls eine Kontrolleuchte --12-- zur Anzeige eventueller Störungen angeordnet ist. Daneben befindet sich ein gross dimensionierter Niederdruckschlauch --6-- mit einer Absperrvorrichtung --10--, z. B. einem Schieber, ein Füllbogen --17-- sowie ein schwächer dimensionierter, aber druckfester Hochdruckschlauch --7-- mit einer Absperrvorrichtung z. B. einer Waschpistole.
Beide Schläuche sind auf Vorrichtungen --16-- aufgehängt. Ein gleichfalls vorgesehener Strömungschalter --5-- dient der Überwachung der tatsächlichen Wasserentnahme sowie der Aufgabe, einen unnötigen Trockenlauf der Pumpe bzw. der Pumpen zu verhindern.
In dem darunter angeordneten nicht allgemein zugänglichen Bereich --2-- sind eine Pumpe --3-bzw. Pumpen mit einem Anschluss --13-- aus dem öffentlichen Wasserversorgungsnetz bzw. aus einer Brunnensaugleitung, mindestens ein Antriebsmotor --14-- und gegebenenfalls hydraulische Hilfseinrich- tungen untergebracht.
Seitlich davon ist der ebenfalls nicht allgemein zugängliche Gehäusebereich --2-- für die elektrische Stromversorgung aus dem öffentlichen Netz mit einem Zähler --15-- angeordnet.
Das Gehäuse ist allseitig verschliessbar, um hiedurch den erforderlichen Witterungsschutz zu gewährleisten. In der Zeichnung nicht dargestellt sind weitere für die ordnungsgemässe Funktion der Pumpe erforderliche hydraulische Armaturen, wie Schieber, Rückschlagventile und Steuerbehälter, die gleichfalls vorgesehen sein können.
Im Gehäusebereich --2-- für die elektrischen Armaturen können sämtliche für die Stromversorgung aus dem öffentlichen Netz erforderlichen elektrischen Armaturen, wie Kabelendverschluss, Freileitungsabspannung, Sicherungen, Stromzähler und Schutzschalter angeordnet sein.
Eine elektrische Steuer- und Regelvorrichtung kann durch Verwendung allgemein bekannter Regelund Schaltgeräte so ausgebildet sein, dass die Pumpe bzw. Pumpen nach Münzeinwurf und Startbefehl über einen Schalter oder Taster anlaufen und durch eine dem Münzwert entsprechende Zeitdauer der effektiven Wasserentnahme hindurch laufen, wobei diese Zeitdauer auch mehrmals unterbrochen werden kann.
Die elektrische Steuer- und Regelvorrichtung kann aber auch so ausgebildet sein, dass die Pumpe bzw. Pumpen nach Münzeinwurf und Startbefehl anlaufen und dem Münzwert entsprechend so lange laufen, bis aus einem oder beiden Schläuche eine vorgegebene Wassermenge entnommen wurde, wobei bei der Mengenbegrenzung sowohl das jeweilige Druckniveau als auch eine Maximallaufzeit berücksichtigt werden.
Die elektrische Steuer- und Regelvorrichtung kann weiters derart ausgebildet sein, dass die Pumpe bzw. Pumpen nach Münzeinwurf anlaufen, jedoch nur so lange laufen, bis ein Steuerdruckbehälter mit hydraulischer Speicherwirkung, z. B. ein Membranebehälter, auf das Druckniveau der Vorrichtung gebracht worden ist und dass hierauf die Pumpe bzw. Pumpen nur nach Bedarf auf Grund einer Wasserentnahme weiter-bzw. neuerlich anlaufen. Hiedurch werden Energieverluste vermieden.
Die Entnahme einer bestimmten Wassermenge unter Berücksichtigung des beanspruchten Druckniveaus kann auch nach dem Verbrauch an elektrischer Energie bestimmbar sein. Schliesslich kann die Münzwerterfassungseinheit so ausgebildet sein, dass sie, wie an sich bekannt, zum Zwecke der Tarifanpassung verstellbar ist.
Mit einer derartigen Vorrichtung kann eine Bedarfslücke an der Bereitstellung von Wasser, insbesondere von Nutzwasser in entsprechender Menge bzw. mit entsprechendem Druck geschlossen werden, wobei die Probleme der Kostenverrechnung gelöst werden und keine Verschwendung von immer kostbarer werdendem Trinkwasser erfolgt.