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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Umsetzen von Transportgütern zwischen einem ersten und einem zweiten Träger, die mindestens zwei nach oben offene und quer zur Längsrichtung der Träger verlaufende Kanäle aufweisen, die durch die Transportgüter überbrückt sind, wenn dieselben auf den
Trägern angeordnet sind ; mit einer in Ruhestellung auf dem zweiten Träger angeordneten Umsetzvor- richtung mit mindestens zwei getrennten und jeweils mit Hubvorrichtungen versehenen Armen, die zwischen den Kanälen des ersten und des zweiten Trägers quer zu deren Längsrichtung verfahrbar sind.
Eine Einrichtung der vorstehend genannten Art ist durch die US-PS Nr. 2, 854, 158 bekannt. Diese bekannte Einrichtung weist jedoch verschiedene Nachteile auf. Der grösste Nachteil besteht darin, dass die
Einrichtung es nicht erlaubt, Transportgüter mit stark differierender Grösse auf rationelle Weise umzusetzen und zu halten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der Nachteile der bekannten
Einrichtung eine Umsetzeinrichtung für Transportgüter zu schaffen, die unabhängig von der Grösse der einzelnen Transportgüter wirkungsvoll und sicher arbeitet.
Die gestellte Aufgabe wird mit einer Einrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass sie für die Transportgüter Ladeflächen aufweist, welche jeweils in mehrere
Teilladeflächen gegliedert sind, die auf beiden Trägern zwischen und neben den im Chassis ausgebildeten
Kanälen angeordnet sind und einen rechteckigen Grundriss haben, dass jede Teilladefläche durch
Chassisteile der Träger gebildet sind, die sich einerseits in der Längsrichtung des Chassis zwischen den
Rändern benachbarter Kanäle oder zwischen den Enden des Chassis und den Rändern der dazu nächsten
Kanäle und anderseits quer zur Längsrichtung des Chassis von der einen zur andern Seite des Chassis erstrecken,
und dass jeder Arm der Umsetzvorrichtung mit einer eigenen und gesonderten Antriebsvor- richtung zu seiner Verstellung zwischen den Kanälen der Träger versehen ist.
Weitere, vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes erlaubende Merkmale sind in den
Ansprüchen aufgeführt.
Die Erfindung ergibt den Vorteil, dass Transportgüter mit sehr unterschiedlichen Abmessungen auf den Chassis der Träger gelagert werden können. Da jeder Arm mit einem eigenen und gesondert steuerbaren Antriebsmechanismus versehen ist, kann auch nur ein einziger Arm beim Umsetzen von kurzen Transportgütern vom einen Träger auf den andern eingesetzt werden. In jedem Fall sind die umgesetzten Transportgüter auf den Trägern gut abgestützt.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäss ausgebildeten Einrichtung an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Im einzelnen zeigen : die Fig. 1 bis 3 perspektivische Darstellungen der Einrichtung mit den beiden Trägern in drei verschiedenen Stadien beim Umsetzen eines Transportguthalters ; Fig. 4 eine perspektivische Darstellung einer Ladeplattform, teilweise im Schnitt ; Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Eisenbahngüterwagens ; Fig. 6 eine perspektivische Darstellung eines Lastkraftwagens für den Gütertransport ; Fig. 7 eine perspektivische Teildarstellung des Lastkraftwagens in gegenüber Fig. 6 vergrössertem Massstab und teilweise im Schnitt ; Fig. 8 die Ansicht einer in Fig. 7 dargestellten Stabilisiervorrichtung ;
Fig. 9 einen Schnitt entlang der Linie 9-9 in Fig. 7 ; die Fig. 10 und 11 perspektivische Darstellungen von zwei unterschiedlich ausgebildeten mittels der Einrichtung umsetzbarer Transportguthalter.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen zwei nebeneinander angeordnete Träger für Transportgüter, nämlich einen ersten Träger in Form eines Eisenbahnwagens-l-und einen zweiten Träger in Form eines Lastkraft- wagens--2-. Beide Träger-l und 2-- sind mit parallel zueinander verlaufenden Längsachsen nebeneinander angeordnet. Auf dem Eisenbahnwagen-l-ist in Fig. 1 ein plattformartiger Transportguthalter - angeordnet. Dieser Transportguthalter kann auch vier Seitenwände und eine Dachwandung aufweisen, wie in den Fig. 1 bis 3 mit gestrichelten Linien angedeutet ist.
Auf dem Lastkraftwagen --2-- ist eine Umsetzvorrichtung angeordnet, die zwei Arme --4-- aufweist, die senkrecht zur Längsrichtung der beiden als Träger dienenden Fahrzeuge, also von dem Lastkraftwagen auf den Eisenbahnwagen und anschliessend zurück auf den Lastkraftwagen, verstellbar sind. Die beiden Fahrzeuge haben Chassis --5 und 6--, in denen jeweils zwei nach oben offene Kanäle --7-- ausgebildet sind, die von dem Transportguthalter --3-- überbrückt werden, wenn dieser Transportguthalter auf dem betreffenden Chassis angeordnet ist. Die Kanäle --7-- haben auf beiden Fahrzeugen --1 und 2-- den gleichen Abstand voneinander. Die Arme --4-- der Umsetzvorrichtung sind in den Kanälen - -7-- vom Lastkraftwagen --2-- auf den Eisenbahnwagen-l-und zurück verstellbar.
Die Arme --4--
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sind mit Hubvorrichtungen versehen, die nachfolgend noch beschrieben werden und mit deren Hilfe der
Transportguthalter --3-- angehoben und vom Chassis des einen Fahrzeugs auf das Chassis des andern
Fahrzeugs umgesetzt werden kann. Die Umsetzvorrichtung ist so ausgebildet, dass die Arme --4-- im
Ruhezustand der Umsetzvorrichtung innerhalb der Kanäle --7-- des Chassis --6-- des Lastkraftwagens --2-- angeordnet sind.
Fig. 4 zeigt den Transportguthalter --3-- im Detail. Er besteht aus einem selbsttragenden Rahmen mit zwei in Längsrichtung verlaufenden Seitenrahmenschenkeln und zwei Querrahmenschenkeln an seinen
Enden. Dazwischen verlaufen Verstärkungsrahmenschenkel zwischen den beiden Querrahmenschenkeln. Die
Oberseite des Transportguthalters ist mit Metallblech abgedeckt. In denjenigen Bereichen des Transport- guthalters, in denen die Arme --4-- zum Anheben des Transportguthalters angreifen, sind zusätzliche
Verstärkungen in Form von Querrahmenschenkeln --27 und 8--und zwischen diesen Querrahmenschenkeln in Längsrichtung des Transportguthalters verlaufenden Rahmenschenkeln --9-- vorgesehen. Die Unterseite des Transportguthalters kann zwischen den Rahmenschenkeln --8 und 27-- mit Metallblech abgedeckt sein.
Auf der übrigen Fläche kann der Transportguthalter auf seiner Unterseite offen sein. Am Transport- guthalter können Kupplungsteile --10-- angeordnet sein, an welchen der Transportguthalter in üblicher
Weise mit Hilfe eines Krans, mittels Zugseilen od. dgl. angehoben werden kann.
Der Transportguthalter --3-- weist zwei Ausnehmungen --11-- auf, von denen eine aus Fig. 4 ersichtlich ist und die zur Aufnahme von Vorsprüngen-12- (Fig. 5, 6) am Eisenbahnwagen-l-und am
Lastkraftwagen --2-- dienen, wenn der Transportguthalter auf diese Fahrzeuge abgesenkt wird, um dort gehalten zu werden. Die Vorsprünge --12-- können zur Erleichterung ihres Eingriffs in die Ausnehmun- gen --11-- konisch ausgebildet sein. Der Transportguthalter --3-- hat vier Verriegelungsschultern jeweils zwei auf jeder Seite.
Auf dem Eisenbahnwagen-l-und dem Lastkraftwagen --2-- sind vier Riegel --14-- angeordnet, die unter Federvorspannung in eine Verriegelungsstellung bringbar sind und am Chassis verschwenkbar so gelagert sind, dass sie durch die Verriegelungsschultern des Transportguthalters --3-- zunächst weggeschwenkt werden können, damit sie anschliessend mit diesen Verriegelungsschultern in Eingriff kommen können, wenn der Transportguthalter auf das Fahrzeug abgesetzt ist. Jeder Riegel ist mit einer Kolben/Zylinder-Anordnung --15-- verbunden, mit deren Hilfe der Riegel --14-- gegen die Federkraft zurückgeschwenkt werden kann, wenn der Transportguthalter angehoben werden soll. Die Federkraft kann von einer oder mehreren Federn geliefert werden, die in der Kolben/Zylinder-Anordnung --15-- untergebracht sind.
Fig. 5 zeigt den Eisenbahnwagen --1--. Er weist das Chassis --5-- auf, das aus einem aus mehreren Stütz- und Versteifungsrahmenschenkeln gebildeten Rahmen besteht. Die Kanäle --7-- zur Aufnahme der Arme --4-- der Umsetzvorrichtung sind durch vertikale Seitenwände und eine ebene horizontale Grundfläche begrenzt. Wenn der Transportguthalter --3-- auf den Eisenbahnwagen-l-abgesetzt wird, befindet sich der zwischen den Querrahmenschenkeln --8 und 27-- (Fig. 4) liegende Teil des Transportguthalters über dem Kanal --7--.
In Fig. 6 ist der Lastkraftwagen --2-- dargestellt. Die Arme --4-- befinden sich dort in ihrer Ruhestellung in den Kanälen --7-- des Chassis --6--.
Die Ladeflächen für den Transportguthalter --3--, die durch die Chassis --5 und 6-- des Eisenbahnwagens --1-- und des Lastkraftwagens --2-- gebildet sind, bestehen jeweils aus drei Teilladeflächen. Diese Teilladeflächen sind auf jedem Chassis zwischen und neben den Kanälen --7--, die in diesem Chassis ausgebildet sind. Die Teilladeflächen haben von oben gesehen einen rechteckigen Grundriss und werden jeweils von Chassisteile gebildet, die sich einerseits in Längsrichtung des Chassis zwischen den Rändern benachbarter Kanäle oder zwischen den Enden der Chassis und den Rändern der Kanäle und anderseits quer zur Längsrichtung der Chassis von einer Längsseite des Chassis zur andern erstrecken.
Die Ladefläche eines jeden Chassis --5 und 6-- ist in einer horizontalen Ebene ausgebildet, so dass die Ladeflächen Transportgüter auf ihrer gesamten Länge empfangen und stützen können. Das Chassis - -6-- des Lastkraftwagens --2-- kann vorzugsweise durch zusätzliche Querträger ergänzt sein, die sich parallel zu den Kanälen --7-- erstrecken. Die Oberseiten der Chassis-5, 6-können ausserhalb der Kanäle --7-- mit Metallblechen abgedeckt sein.
Das Chassis --6-- des Lastkraftwagens --2-- weist zwei aus Fig. 6 ersichtliche Teile --16 und 18-auf, die senkrecht zueinander beweglich sind. Es handelt sich um einen ersten Chassisteil --16--, der
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einen Hinterradsatz --17-- und einen vorderen Kupplungsteil zur Verbindung dieses Teils mit der Zugmaschine des als Sattelschlepper ausgebildeten Lastkraftwagens aufweist. Der zweite, obere und bewegbare Teil --18-- dient zur Aufnahme des Transportguthalters --3--. Die Kanäle --7-- und die Arme
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beispielsweise eine Kolben/Zylinder-Anordnung --49-- (Fig. 7) vorgesehen, mit deren Hilfe der Chassisteil --18-- in seiner Vertikalstellung gegenüber dem Eisenbahnwagen verstellbar ist, was für das Umsetzen des Transportguthalters --3-- erforderlich sein kann.
Fig. 7 zeigt einen begrenzten Teil des Chassis --6-- des Lastkraftwagens --2-- im Bereich seines vorderen Kanals --7--. Neben den beiden dargestellen Kolben/Zylinder-Anordnungen --49-- zwischen den Chassisteilen --16 und 18-- sind mindestens zwei zusätzliche Kolben/Zylinder-Anordnungen im hinteren Teil des Lastkraftwagens --2-- vorgesehen. Die Steuerung der Druckflüssigkeitszufuhr zu den Kolben/Zylinder-Anordnungen wird nachfolgend noch beschrieben. Aus den Fig. 7 und 9 ist ersichtlich,
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--4-- zwei Teile --19andern niederen Teil --20-- angehoben oder abgesenkt werden kann, wozu wieder Antriebsmittel wie eine
Kolben/Zylinder-Anordnung --21-- vorgesehen sind. Die Teile --19 und 20-- bestehen aus U-Trägern mit einander zugekehrten Flanschseiten.
Die Flansche des einen Trägers sind dabei zwischen den Flanschen der andern Träger unter Bildung eines Raumes aufgenommen, in welchem die Kolben/Zylinder-Anordnung - untergebracht ist. Die Basis des Trägers --19-- bildet eine Kontaktfläche für den Transport- guthalter --3--, während die Basis der Schiene --20-- nach unten gegen den Boden des Kanals --7-- gerichtet ist. Mit den Schienen --19 und 20-- können Kolben/Zylinder-Anordnungen --21-- über geeignete
Schnellkupplungen verbunden sein. Der Arm --4-- lässt sich im Kanal --7-- mit Hilfe einer Kolben/Zylin- der-Anordnung --22-- hin- und herbewegen, von der ein Ende über eine horizontale Schwenklagerstelle - mit dem unteren Teil --20-- des Armes gegenüber dessen äusserem Teil verbunden ist.
Die
Kolben/Zylinder-Anordnung --22-- erstreckt sich in dem Zwischenraum, der durch die beiden Schienen - 19 und 20-- gebildet ist, und ist mit ihrem andern Ende über eine horizontale Schwenklagerstelle --24-- mit dem beweglichen Chassisteil --18-- verbunden, u. zw. an demjenigen Teil, der die Erstreckung des
Kanals --7-- auf einer Seite des Chassisteils --18-- begrenzt. Die Unterseite des Armes --4--, also die
Basis der Schiene --20--, kann mit Rollen oder Kugeln-25- (Fig. 9) versehen sein, die auf der
Bodenfläche des Kanals aufliegen.
Jeder Arm --4-- ist mit einer eigenen gesonderten Antriebseinrichtung --22-- zur Ausführung individueller Verstellbewegungen dieses Armes zwischen den Kanälen --7-- des Eisenbahnwagens --1-- und des Lastkraftwagens --2-- versehen. So kann auch nur ein Arm zum Umsetzen eines kleinen Transport- guthalters --3-- oder eines Transportgutes zwischen den Fahrzeugen eingesetzt werden.
Dem beweglichen Teil --18-- des Lastkraftwagens --2-- ist eine Stange --28-- zugeordnet, die in einer Führung --26-- quer zum Lastkraftwagen --2-- hin- und herbeweglich ist und die dazu dient, beim Umsetzen des Transportguthalters --3-- auftretende Kippmomente auszugleichen. Die Stange --28-- kann aus zwei Rohrteilen --29 und 30-- mit rechteckigen Querschnitten gefertigt sein. Der Rohrteil-30-- ist in den Rohrteil --29-- eingeschoben und mit ihm verbunden. Die Führung --26-- wird durch einen im Chassisteil --18-- ausgebildeten Hohlraum gebildet. Mit dem Boden dieses Hohlraumes ist das eine Ende einer Kolben/Zylinder-Anordnung --31-- verbunden, die in den von den Rohrteilen --29 und 30-umschlossenen Raum hineinragt und deren anderes Ende mit dem Rohrteil --30-- in der Nähe von dessen äusserem Ende verbunden ist.
Das äussere Ende des Rohrteils --30-- kann durch eine Wandung verschlossen sein. Der Rohrteil --30-- der Stange --28-- ist durch Ausfahren der Kolben/Zylinder-Anordnung --31-- in eine Führung --32-- des Eisenbahnwagens --1-- so weit einführbar, bis der äussere Rand des Rohrteils --29-- gegen Teile des Eisenbahnwagens-l-anliegt, welche die Führung --32-- umgeben. Das Spiel zwischen dem Rohrteil --30-- und der Führung --32-- und zwischen dem Rohrteil --29-- und der Führung-26-- ist mindestens in Vertikalrichtung relativ klein, so dass die Stange --28-eine Kippbewegung der Fahrzeuge während des Umsetzens des Transportguthalters --3-- kompensieren und eine steife Verbindung zwischen den Fahrzeugen bewirken kann.
Die Stange --28-- ist mit einer verschwenkbaren Klinke --33-- versehen. Die Klinke --33-- ist wie ein Hebel ausgebildet, dessen einer Arm mit einer Klaue versehen ist und dessen anderer Arm gelenkig mit einem Stift --34-- verbunden ist, der durch eine Öffnung in der Stange --28-- ragt. Um den Stift - ist eine Schraubenfeder --35-- angeordnet, die zwischen der Stange --28-- und einem Ende der
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befindet. Durch die Fühler wird also die richtige Lage des Chassisteils --18-- gegenüber dem Eisenbahn- wagen-l-in Vertikalrichtung in Zusammenarbeit mit den Anzeigeorganen --42-- unter Steuerung der Kolben/Zylinder-Anordnungen-49-eingestellt.
Die Kolben/Zylinder-Anordnungen --21, 22,31, 37 und 49-- des Lastkraftwagens --2-- werden mit
Druckflüssigkeit aus dem Hydrauliksystem des Lastkraftwagens --2-- betrieben. Die Kolben/Zylinder-An- ordnung --15-- des Eisenbahnwagens zur Betätigung des Riegels --14-- kann ebenfalls mit Hilfe des Hydrauliksystems des Lastkraftwagens --2-- betrieben sein, das zu diesem Zweck den Steckerteil einer
Schnellkupplungseinrichtung --43-- aufweisen kann, der in einen nicht dargestellten Gegenkupplungsteil des Eisenbahnwagens --1-- einsteckbar ist, der mit der Kolben/Zylinder-Anordnung verbunden ist. Falls die Anzeigeorgane --41 und 42-- eine elektrische Stromversorgung benötigen, kann die Schnellkupplungseinrichtung --43-- auch mit einem elektrischen Kupplungsteil gekoppelt sein.
Die Kanäle --7-- im Eisenbahnwagen-l-haben eine Breite, die mindestens geringfügig grösser ist als die Breite der Kanäle im Lastkraftwagen --2--, um beim Überschieben der Arme --4-- Abrieb zu vermeiden.
Der Transportguthalter --3-- kann verschiedenartig gestaltet sein. Fig. 10 zeigt einen Transportguthalter --3--, der mit einem Behälter --44-- versehen ist, der über Stützlagerteile --45-- auf dem Transportguthalter --3-- ruht. Andere Ausbildungen sind möglich, wie z. B. Ständer zum Halten von Hölzern oder andern länglichen Transportgütern. Der Transportguthalter kann auch als geschlossener Container mit einer oder mehreren Türen ausgebildet sein. Die Einrichtung ist nicht auf Transportguthalter --3-- mit der beschriebenen Form beschränkt, sondern es können auch beliebige Transportguthalter Verwendung finden, beispielsweise solche mit kleinerer Länge.
Das Umsetzen des Transportguthalters --3-- vom Eisenbahnwagen --1-- auf den Lastkraftwagen --2-wird auf folgende Weise ausgeführt : Der Lastkraftwagen --2-- wird in eine Parallelstellung an die Seite des Eisenbahnwagens-l--gefahren, bis der mit dem Anzeigeorgan --41-- zusammenwirkende Fühler dem Fahrer des Lastkraftwagens --2-- über ein geeignetes Instrument anzeigt, dass die richtige Längsposition erreicht ist. Dann wird der Chassisteil --18-- des Lastkraftwagens --2-- durch die Kolben/Zylinder-Anordnungen --49-- angehoben, bis die mit den Anzeigeorganen --42-- des Eisenbahnwagens --1-zusammenwirkenden Fühler die gleiche Höhe der Fahrzeugladeflächen anzeigen. Daraufhin wird die Druckflüssigkeitszufuhr zu den Kolben/Zylinder-Anordnungen --49-- unterbrochen.
Jetzt - oder bereits zu einem früheren Zeitpunkt - wird die Schnellkupplungseinrichtung --43-- des Lastkraftwagens --2-- mit der Gegenkupplung am Eisenbahnwagen-l-verbunden. Dann werden die Stangen --28-- in die Führungen --32-- des Eisenbahnwagens --1-- eingeschoben, bis die Klinken --33-- automatisch in die Riegelschultern am Eisenbahnwagen-l-einrasten. Damit sind die beiden Fahrzeuge-l und 2--
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--4-- ausAnzeigeorgane --40-- treffen und die Arme die. richtige Relativstellung zum Eisenbahnwagen-leingenommen haben. In die Kolben/Zylinder-Anordnung --15-- wird Druckflüssigkeit eingegeben, und dadurch werden die Riegel --14-- am Transportguthalter --3-- gelöst. Dann wird der Transportguthalter - durch die Kolben/Zylinder-Anordnung --21-- angehoben, die auf die Teile --19-- des Armes --4-einwirkt.
Der Transportguthalter --3-- wird mindestens so weit angehoben, dass die Vorsprünge --12-- des Eisenbahnwagens-l-aus den Ausnehmungen --11-- heraustreten. Nun ziehen die doppelt wirkenden Kolben/Zylinder-Anordnungen --22-- die Arme --4-- mit dem Transportguthalter --3-- auf den Lastkraftwagen --2--. Sobald die Arme --4-- voll auf den Lastkraftwagen-2-- zurückgezogen sind, wird der Transportguthalter --3-- auf den Chassisteil-18-durch Zurückführung der Kolben/Zylinder-Anordnung --21-- abgesenkt, wobei die Vorsprünge --12-- und die Riegel --14-- des Lastkraftwagens --2-automatisch mit den entsprechenden Ausnehmungen --11-- bzw. den Verriegelungsschultern --13-- des Transportguthalters in Eingriff kommen.
Schliesslich werden die Klinken --33-- mittels der Kolben/Zylinder-Anordnung --37-- am Eisenbahnwagen --1-- ausgerastet und die Stangen --28-- in die Führungen - zurückgezogen. Der Chassisteil --18-- des Lastkraftwagens --2-- wird in seine Transportstellung abgesenkt, in welcher der Chassisteil --18-- auf dem Chassisteil --16-- aufliegt, und die Schnellkupplungseinrichtung --43-- wird gelöst. Der Lastkraftwagen --2-- kann jetzt mit dem Transportguthalter - zu einem Bestimmungsort weggefahren werden. Ein Umsetzen des Transportguthalters --3-- vom Lastkraftwagen --2-- auf den Eisenbahnwagen-l-wird in analoger Weise durchgeführt.
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Die Arme --4-- und die Stangen --28-- werden synchron betätigt, wenn sehr lange Transportgüter umgesetzt werden müssen. Wenn kurze Transportgüter oder Container umgesetzt werden müssen, kann auch nur einer der Arme --4-- beim Umsetzen eingesetzt werden.
Um mögliche Höhendifferenzen zwischen den Fahrzeugen die durch ein Nachgeben der Fahrzeug- federung beim Umsetzen scherer Lasten auftreten, auszugleichen, kann die Kolben/Zylinder-Anordnung - durch die genannten und mit den Anzeigeorganen --42-- zusammenwirkenden Fühler fortlaufend gesteuert werden, um eine genaue Ausrichtung der Fahrzeuge aufrechtzuerhalten.
Die Umsetzeinrichtung kann auch mittels einer geeigneten Steuereinrichtung automatisch gesteuert werden, die ausserhalb des Lastkraftwagens --2-- angeordnet ist und ebenfalls über eine Schnellkupplungseinrichtung --43-- angeschlossen sein kann.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. So können mehr als zwei Arme --4-- vorgesehen sein, falls dies im Hinblick auf die Länge der Fahrzeuge erforderlich erscheint. In diesem Fall ist es auch möglich, die Arme einzeln oder in Gruppen von zwei oder mehr Armen zu steuern, was wieder von der Länge der Transportgüter abhängt. Die Betätigungsmechanismen für die Arme --4-- können dahingehend abgewandelt werden, dass die Arme --4-- nach beiden Seiten des Lastkraftwagens --2-- verstellt werden können. Auch können an Stelle der beschriebenen Kolben/Zylin- der-Anordnungen --22-- für die Arme --4-- andere Antriebsmechanismen verwendet werden.
An Stelle der Kolben/Zylinder-Anordnung --49-- können auch Stützorgane verwendet werden, die mit dem Chassisteil - verbunden und so ausgebildet sind, dass sie am Boden abgestützt sein können, so dass die Einrichtung zum Anheben des Chassisteils --18-- diesen Teil auf dem Boden abstützt. Die Kolben/Zy- linder-Anordnungen --22-- können mehrstufig ausgebildet sein, wenn eine grosse Verstellänge gegeben ist.
In den Fig. 7 und 9 ist eine zweistufige Kolben/Zylinder-Anordnung --22-- angedeutet. Die Bodenflächen der Kanäle --7-- können nach den Seiten der Fahrzeuge hin geneigt sein, wie dies in Fig. 9 mit gestrichelten Linien angedeutet ist, um das Überschieben der Arme --4-- zu erleichtern. Die Fühler und zugehörigen Anzeigeorgane können auch mechanischer Natur sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Umsetzen von Transportgütern zwischen einem ersten und einem zweiten Träger, die mindestens zwei nach oben offene und quer zur Längsrichtung der Träger verlaufende Kanäle aufweisen, die durch die Transportgüter überbrückt sind, wenn dieselben auf den Trägern angeordnet sind ;
mit einer in Ruhestellung auf dem zweiten Träger angeordneten Umsetzungsvorrichtung mit mindestens zwei getrennten und jeweils mit Hubvorrichtungen versehenen Armen, die zwischen den Kanälen des ersten und des zweiten Trägers quer zu deren Längsrichtung verfahrbar sind, da-
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Trägern (1, 2) Ladeflächen aufweist, welche jeweils in mehrere Teilladeflächen gegliedert sind, die auf beiden Trägern (1, 2) zwischen und neben den im Chassis (5,6) ausgebildeten Kanälen (7) angeordnet sind und einen rechteckigen Grundriss haben, dass jede Teilladefläche durch Chassisteile der Träger (1, 2) gebildet sind, die sich einerseits in der Längsrichtung des Chassis (5,6) zwischen den Rändern benachbarter Kanäle (7) oder zwischen den Enden des Chassis und den Rändern der dazu nächsten Kanäle (7)
und anderseits quer zur Längsrichtung des Chassis von der einen zur andern Seite des Chassis erstrecken, und dass jeder Arm (4) der Umsetzvorrichtung mit einer eigenen und gesonderten
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