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Die Erfindung bezieht sich auf ein verdeckt anbringbares, seiten- und tiefeneinstellbares Scharnier für Türflügel insbesondere Möbelscharnier, bei dem ein rahmenseitiger Scharnierarm und ein flügelseitiger
Scharnierarm mittels eines aus mehreren Lenkern bestehenden Gestänges verbunden sind und ein Haltearm mit seinem freien Ende mittels Zapfen an dem Rahmenscharnierarm verschiebbar und drehbar gelagert ist, wobei der Flügelscharnierarm zu dem Rahmenscharnierarm mittels einer Verstellschraube seiten- und tiefenverstellbar und mittels einer Arretierschraube arretierbar ist.
Die AT-PS Nr. 297522 beschreibt ein verdeckt anbringbares Scharnier mit in zueinander senkrechten
Richtungen arretierbar und unabhängig voneinander verstellbaren Scharnierplatten, wobei das Scharnier in drei Richtungen unabhängig voneinander verstellt werden kann. Dabei ist eine Verstellmutter auf das
Gewinde eines Bolzens aufgesehraubt und eine Exzenterscheibe mit einer Handhabe und Nocken sind auf einem zylindrischen Ansatz drehbar gelagert. Die Verstellung erfolgt durch Drehen der Exzenterscheibe, wobei alle Teile in dem Haltestück so untergebracht sind, dass ein Lösen des Rahmenscharnierteils von dem
Flügelscharnierteil durch axiale Verschiebung nicht möglich ist. Das Haltestück kann nur nach
Herausschrauben der Feststellschraube von dem Basisstück abgehoben werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem verdeckt anbringbaren und einstellbaren Scharnier der anfangs genannten Art das Zusammengreifen des Haltearms mit dem Rahmenbefestigungsarm zu verbessern und einfacher zu gestalten. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der Rahmenscharnierarm eine zum Flügel hin offene, unterschnittene Nut aufweist, in die die in dem Haltearm vorgesehene Verstell- schraube mit einem überstehenden Kopfteil eingreift und der überstehende Kopfteil eine Höhe aufweist, die kleiner ist als die Höhe der unterschnittenen Nut.
Durch eine solche Ausbildung und Anordnung von Haltearm und Rahmenscharnierarm ist nicht nur die Seitenverstellung des Flügels ermöglicht, sondern zugleich auch eine Tiefenverstellmöglichkeit des Flügels zu dem Rahmen innerhalb eines vorbestimmten Bereiches, wobei dieser Bereich verhältnismässig gross gehalten werden kann. Darüber hinaus ist ein robuster Zusammengriff von Haltearm und
Rahmenscharnierarm gewährleistet. Ausserdem kann der Flügelscharnierarm mit dem Lenkergestänge von dem Rahmenscharnierarm leicht abgezogen und gelöst werden, wobei die Einstellung für die Seitenverstellung des Flügels unverändert gehalten werden kann.
Die Ausbildung des Rahmenscharnierarms und die Art des Zusammengriffes desselben mit dem Haltearm ermöglicht weiterhin eine Auswechselbarkeit des Scharniers gegen Scharniere eines andern Aufbaues, z. B. solche, die einen Öffnungswinkel von nur 90 aufweisen. Dadurch hat man jederzeit die Wahl, Scharniere verschiedener Art und Ausbildung mit unterschiedlichen Öffnungsbereichen für den Flügel an ein und demselben Rahmenscharnierarm bei gleichzeitiger Möglichkeit der Tiefen- und Seitenverstellung des Flügels anbringen zu können. Man erzielt eine wesentliche Vereinfachung und Einsparung der Teile.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung wirkt die in dem Haltearm angeordnete Arretierschraube mit einem Langloch des Rahmenscharnierarms zusammen.
Die Erfindung wird an Hand des in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispiels nachstehend erläutert. Fig. 1 zeigt das Scharnier gemäss der Erfindung im Längsschnitt und in geschlossener Stellung schematisch. Fig. 2 zeigt das Scharnier der Fig. 1 in einer Öffnungsphase im Schema. Fig. 3 und 4 sind Querschnitte nach den Linien III-III und IV-IV der Fig. 1. Fig. 5 zeigt eine Stirnansicht in Richtung des Pfeiles V der Fig. 1. Fig. 6 zeigt im Schaubild das Scharnier gemäss der Erfindung bei von dem Rahmenscharnierarm abgenommenem Flügelscharnierarm mit zugehörigen Lenkergestänge im Schema.
Das verdeckte Scharnier --la-- weist einen mit dem Flügel --5-- fest verbundenen Scharnierarm - auf, der einen Topf --4au und eine Abschraubplatte --4b-- hat, die mittels der Befestigungsschrauben --6-- an dem Flügel --5-- befestigt sind. Mit dem Flügelscharnierarm ist ein Gestänge --7a-- verbunden. Dieses weist einen Führungsarm --26-- auf, der als doppelarmiger Lenker ausgebildet ist, wobei der eine Lenker mit einem Haltearm --24-- zusammengreift und bei --10-- an dem flügelseitigen Scharnierarm --4-- angelenkt ist. Ein weiterer doppelarmiger Lenker --11-- ist bei --12-- mit dem Haltearm --24-- gelenkig verbunden und steht mittels eines Zwischenlenkers --13-- mit dem flügelseitigen Scharnierarm --4-- bei --14-- gelenkig in Verbindung.
Der als Lenker ausgebildete Führungsarm --26-- und der weitere Lenker --11-- sind bei der Achse --15-- drehbar gelagert.
Der Rahmenscharnierarm --21-- ist als U-förmiges Profil mit dem Grundsteg --21a-- und den Stegen
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an- befinden sich Längsnuten --23--. Der Haltearm --24-- ist ebenfalls ein U-förmiges Profil, das den Rahmenscharnierarm --21-- übergreifen kann ; er hat die Zapfen --25--, die in die Längsnuten --23-- des Rahmenscharnierarms --21-- eingreifen. Der Führungsarm --26-- als doppelarmiger Hebel ist im wesentlichen als U-förmiges Profil ausgebildet und übergreift den U-förmigen Haltearm --24--, wobei Zapfen --27-- in Längsschlitzen --28-- des Haltearms --24-- verschiebbar gelagert sind.
Der Rahmenscharnierarm --21-- ist zwischen seinen Stegen --21b-- mit einer unterschnittenen Nut - versehen, mit der die Verstellschraube --30-- für die Änderung der Winkellage des Haltearms - für die Seitenverstellung des Flügels --5-- zusammenwirkt. Die Verstellschraube --30-- hat einen
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Dadurch ist der Bereich für die Seitenverstellung des Flügels --5-- festgelegt. Die Drehung des
Haltearms --24-- erfolgt um die Zapfen --25--. In dem Haltearm --24-- ist ferner eine Arretierschraube - vorgesehen, die mit einem Langloch --32-- des Rahmenscharnierarms --21-- zusammenwirkt. Diese
Arretierschraube --31-- ist in der Längsachse des Haltearms --24-- in Richtung zum freien Ende vorgesehen.
Die Länge des Langloches --32-- bestimmt den Verschiebeweg des Haltearms --24-- zu dem
Rahmenscharnierarm --21-- und damit die Grösse der Tiefenverstellung des Flügels --5--. Die Arretier- schraube --31-- sichert sowohl die Tiefenverstellung als auch die Seitenverstellung des Flügels --5--. Sie ist zweckmässig mit ihrem dem Langloch --32-- zugekehrten Ende als Ringschneidschraube ausgebildet, wobei die Ringschneide sich in die Bodenfläche des Langloches --32-- eingraben kann. Mittels der Verstellschraube --30-- wird die Winkellage des Haltearms --24-- mit dem Drehpunkt n25-- an dem Rahmenscharnierarm --21-- verändert, wodurch sich die Seitenverstellung des Flügels --5-- ergibt.
Das Gestänge --7a-- ist leicht von dem Rahmenscharnierarm --21-- zu lösen, wobei die eingestellte Seitenverstellung des Flügels --5-- mittels der Verstellschraube --30-- unverändert bleiben kann. Der Rahmenscharnierarm --21-- bietet eine einfache und schnelle Möglichkeit der Auswechslung von Scharnieren mit Lenkergestängen verschiedener Art, beispielsweise je nachdem, ob ein Scharnier mit einem Öffnungsweg von etwa 90 oder ein solches mit einem Öffnungsweg von etwa 1800 verwendet werden soll.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verdeckt anbringbares, seiten- und tiefeneinstellbares Scharnier für Türflügel, insbesondere Möbelscharnier, bei dem ein rahmenseitiger Scharnierarm und ein flügelseitiger Scharnierarm mittels eines aus mehreren Lenkern bestehenden Gestänges verbunden sind und ein Haltearm an seinem freien Ende mittels Zapfen an dem Rahmenscharnierarm verschiebbar und drehbar gelagert ist, wobei der Flügelscharnierarm zu dem Rahmenscharnierarm mittels einer Verstellschraube seiten- und tiefenverstellbar und mittels einer Arretierschraube arretierbar ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Rahmenscharnierarm (21) eine zum Flügel (5) hin offene, unterschnittene Nut (29) aufweist, in die die in dem Haltearm (24) vorgesehene Verstellschraube (30) mit einem überstehenden Kopfteil (30a) eingreift und der überstehende Kopfteil (30a)
eine Höhe aufweist, die kleiner ist als die Höhe der unterschnittenen Nut (29).