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Die Erfindung bezieht sich auf eine Unterdecke zur Abschirmung tragender Decken gegen aufsteigende Dampfschwaden und den Niederschlag darin enthaltener Teilchen, mit gewölbten Decken- elementen, deren Seitenrandpartien in Auffangrinnen für den Niederschlag unter Einhaltung eines
Abstandes zu den Auffangrinnen und zu den Seitenrandpartien der jeweils benachbarten Deckenelemente ragen.
Derartige Unterdecken sind bereits aus DE-OS 2712592 bekannt. In dieser Druckschrift sind bereits
Bemühungen geschildert, eine möglichst vollständige Abscheidung des Kondensats zu erreichen. Dies wird mit Hilfe im wesentlich waagrecht verlaufender Träger für die Deckenelemente und die Auffangrinnen zu erreichen versucht, wobei die Träger als zusätzliche Kondensierungsflächen dienende Begrenzungsflächen aufweisen. Zur Verstärkung des angestrebten Effektes können die Träger auch noch von einem Kühlmedium durchströmt sein.
Die beschriebene Einrichtung ist relativ aufwendig und es ist Zweck der Erfindung, eine möglichst vollständige Kondensation durch eine einfachere Massnahme zu erreichen. Überraschenderweise konnte eine eindeutige Verbesserung der Abscheidung von Schwebestoffen lediglich dadurch erzielt werden, dass die Seitenrandpartien der Deckenelemente bezüglich der Längsmittelebene der Auffangrinnen nach aussen gebogen sind. Offensichtlich führt diese besondere Ausbildung der zusammenwirkenden Profile zur Ausbildung stationärer Luftströmungen, welche die Vereinigung feinster Fetteilchen zu grösseren Tröpfchen begünstigen, welche dann aus der Strömung ausgeschieden werden und in die Auffangrinne fliessen.
Bei der erfindungsgemässen Einrichtung fällt nicht nur die Notwendigkeit einer besonderen Ausgestaltung der bisher üblichen parallel zu Deckenelementen und Auffangrinnen verlaufenden Träger weg. Falls die Länge der Deckenelemente nicht allzu gross ist, beispielsweise dann, wenn die Decke aus einzelnen Kassetten zusammengesetzt ist, brauchen Längsträger überhaupt nicht mehr vorgesehen sein. Der Raum zwischen den Seitenrandpartien der Deckenelemente und den Auffangrinnen weist in diesem Falle überall gleichen Querschnitt auf, so dass sich die bevorzugte Strömungsform im gesamten Durchströmungsbereich ungehindert ausbilden kann.
Einzelheiten der Erfindung werden anschliessend an Hand eines Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
Dabei zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemäss ausgebildete Kassette, Fig. 2 einen Querschnitt durch dieselbe, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 2 und Fig. 4 in schematischer Darstellung den Ausschnitt A aus Fig. 2.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel wird davon ausgegangen, dass die erfindungsgemässe Unterdecke als Kassettendecke ausgebildet ist, wobei mindestens eine Kassette die in Fig. 1 dargestellte Form aufweist. Für das Funktionieren der Einrichtung wesentliche Teile dieser Kassette sind insbesondere die als dünne Blechprofile ausgebildeten Deckenelemente-l-und die unterhalb derselben angeordneten Auffangrinnen --3--. Erfindungsgemäss weisen die Seitenrandpartien --2-- der Deckenelemente --1-- eine Krümmung nach aussen auf.
Getragen werden die Deckenelemente-l-und die Auffangrinnen --3-- von Querträgern --5--, an denen sie mittels Aufbiegungen --4-- beispielsweise durch Punktschweissung befestigt sind. Eine dichtende
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Die Befestigung der dargestellten Kassette an einem gitterförmigen Trägerrost wird hier nicht näher beschrieben, da hiefür. der Stand der Technik bei Kassettendecken hinreichende Beispiele liefert. Um zu Zwecken der Reinigung ein leichtes Auswechseln der Kassetten zu ermöglichen, sind diese beim dargestellten Ausführungsbeispiel mit federnden Stegen --7-- versehen, die mit Sicken --8-- in entsprechende Vorsprünge des nicht dargestellten Trägerrostes einrasten können.
Die Funktion der dargestellten Einrichtung ergibt sich insbesondere aus Fig. 4 : die aufsteigende Luft, die Wasserdampf und Fett enthält, wird durch die Deckenelemente --1-- in Richtung der Auffangrinnen --3-- umgelenkt, wobei es bereits zur Bildung von Kondensat kommen kann, das entlang der Deckenelemente in die Auffangrinnen --3-- abrinnt. Zur Erzielung möglichst vollständiger Kondensation weisen die Seitenrandpartien --2-- der Deckenelemente --1-- in ihrem Endbereich nach aussen. Die entlang der Deckenelemente-l--zuströmende Luft bildet dadurch eine mit --9-- bezeichnete Wirbel- bzw.
Zirkulationsströmung. Es wird angenommen, dass diese Strömung für den beobachteten Effekt verantwort-
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lich ist, der darin besteht, dass sich gegenüber andern Profilformen. verstärkt Kondensattropfen, insbesondere Fetttropfen, bilden, die in der Auffangrinne ""3-- aufgefangen werden.
Die Reinigung der Unterdecke erfolgt im Fall der dargestellten Kassettendecke durch Abnehmen der einzelnen Kassetten, die in geeigneten Waschapparaten gesäubert werden.
Die Erfindung ist nicht auf Kassettendecken beschränkt, vielmehr können die Deckenelemente-lden ganzen Raum überspannen, wobei dann natürlich für die übliche Abstützung durch Längsträger oder Aufhängungen gesorgt werden muss. Die Reinigung der Decke erfolgt in diesem Fall in der bei den bekannten Decken, beispielsweise nach der DE-OS 2712592, bewährten Weise.