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Die Erfindung bezieht sich auf eine Seilrollenflasche mit mehreren, im wesentlichen zur Seilrollenebene parallelen Gehäuseteilen und daran befestigter Aufhängevorrichtung, mit mindestens einer Seilrolle, die auf ihrer Achse über ein Wälzlager drehbar angeordnet ist, wobei die Achse, die eine ringförmige Auflageschulter für das Wälzlager aufweist, durch zumindest einen Gehäuseteil gebildet ist, der im Bereich der Seilrollenachse mit einem zweiten Gehäuseteil verschraubt ist, und wobei die Seilrolle eine nach innen weisende Ringnut zur Führung des Wälzlagers aufweist.
Eine Ausführung von bekannten Seilrollenflaschen besteht im allgemeinen aus einem zweiteiligen Gehäuse, das von einem Achsbolzen durchsetzt wird. Auf dem Achsbolzen sind drehbar eine oder mehrere Seilrollen unter Zwischenschaltung eines Wälzlagers angeordnet, wobei die Seilrolle aus Gusseisen hergestellt ist. Seilrollen dieser Art weisen jedoch mehrere Nachteile auf.
Einer davon liegt im verhältnismässig grossen Gewicht der gusseisernen Seilrolle, vor allem bei Mehrrollenflaschen ein anderer schwerwiegender Nachteil darin, dass nur Wälzlager von geringem Durchmesser verwendet werden können, da auch der Durchmesser der Achse aus Gewichts- und Kostengründen nicht übermässig gross sein kann. Derartige Wälzlager unterliegen aber einem verhältnismässig hohen Verschleiss und müssen ersetzt werden. Daraus ergibt sich aber auch, dass die herkömmlichen Seilrollenflaschen sowohl bei der Herstellung als auch während des Betriebes grössere Kosten verursachen.
Eine weitere bekannte Ausführung, beispielsweise nach der GB-PS Nr. 239, 991, sieht zur Vergrösserung des Durchmessers des Wälzlagers vor, dass die Gehäuseteile im Achsbereich so geformt sind, dass sie einen Laufring für ein Rollenlager bilden, auf dem die Seilrolle angeordnet ist.
Eine wirkliche Verbesserung der Laufeigenschaften wird durch diese Ausführung jedoch nur dann erzielt, wenn die Belastung der Seilrolle genau senkrecht zur Seilrollenachse, also radial, auftritt. Bei axialer Belastung der Seilrolle tritt eine seitliche Reibung der Seilrolle an den Gehäuseteilen bzw. an den Rollen des Rollenlagers auf, die ebenfalls zu Störanfälligkeiten und zum Verschleiss des Rollenlagers führt.
Gerade Seilrollenflaschen werden aber nur sehr selten ausschliesslich radial belastet, sondern es kommt durch die Seilführung fast immer zu zusätzlichen axialen Belastungen.
Schliesslich ist aus der US-PS Nr. 2, 285, 791 noch eine Seilrollenflasche bekanntgeworden, bei der sowohl das Gehäuse als auch die Seilrolle aus Blech geformt ist, wobei jedoch kein Wälzlager vorgesehen ist.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Seilrollenflasche der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die neben einem geringen Gewicht und minimalen Herstellungs- und Betriebskosten eine lange Lebensdauer des Wälzlagers auch bei grossen Axialbelastungen aufweist.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe nun dadurch gelöst, dass als Wälzlager in an sich bekannter Weise ein Radialrillenkugellager vorgesehen ist, dessen Aussenring von der Ringnut der Seilrolle und dessen Innenring von der im Querschnitt etwa U-förmigen Auflageschulter, deren seitliche Stege gegenüber den Gehäuseteilen jeweils nach innen versetzt sind, umfasst ist.
Radialrillenkugellager sind bei Laufrollen an sich bereits bekannt, beispielsweise aus der DE-PS Nr. 208725, nicht aber bei Seilrollenflaschen. Bei der erfindungsgemässen Seilrollenflasche wird durch die Versetzung der seitlichen Stege der ringförmigen Auflageschulter für den Innenring des Kugellagers ein sehr grosser Spielraum zwischen der Seilrolle und den seitlichen Gehäuseteilen erzielt, so dass die radiale und axiale Belastbarkeit des Kugellagers voll ausgenutzt werden kann, wobei seitlich jegliche gleitende Reibung ausgeschlossen ist. Die Tragfähigkeit der erfindungsgemässen Seilrollenflasche entspricht daher der eingangs genannten Seilrollenflasche mit Achsbolzen ; deren Lebensdauer wird jedoch von der neuerungsgemässen Seilrollenflasche weit übertroffen.
Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die im Querschnitt U-förmige Auflageschulter durch Profilierung je eines Gehäuseteiles gebildet ist, die in an sich bekannter Weise aus Blech geformt sind. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass pro Seilrolle zwei gleiche Blechformteile Verwendung finden, die im Achsbereich miteinander verbunden werden, beispielsweise durch Verschraubung, Verschweissung od. dgl. Werden mehrere Einzelflaschen zu einer Mehrrollenflasche verbunden, können alle Gehäuseteile im Achsbereich, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Distanzstücken, beispielsweise durch einen Schraubbolzen, miteinander verbunden werden.
Schliesslich ist in einer weiteren Ausführung vorgesehen, dass zumindest der mit einer Auflageschulter versehene Gehäuseteil im Bereich der Seilrollenachse durch mindestens eine Verstärkungsscheibe verstärkt ist. Die axiale Belastbarkeit der gesamten Seilrollenflasche wird dadurch nochmals erhöht.
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Wenn sowohl die beiden Seilrillenflanken als auch die beiden Gehäuseteile miteinander verschraubt sind, lässt sich das zwischen ihnen eingeschlossene Wälzlager in einfacher Weise austauschen.
In der Seilrille kann natürlich wie bei bekannten Seilrollen ein Futter angeordnet sein.
Die Gehäuseteile der erfindungsgemässen Seilrollenflasche sind so ausgebildet, dass ihre Aussenflächen keine abstehenden Vorsprünge aufweisen. Daraus ergibt sich, dass Mehrrollenflaschen in einfacher Weise durch Aneinanderreihen und Verbinden von Einzelflaschen hergestellt werden können. Insbesondere bei Mehrrollenflaschen treten aber die Vorteile in noch grösserem Masse in Erscheinung.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Figuren der Zeichnungen näher beschrieben, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein.
Die Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemässe Seilrollenflasche, die Fig. 2 einen Teillängsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel und die Fig. 3 einen Teillängsschnitt durch eine neuerungsgemässe Mehrrollenflasche.
Die erfindungsgemässe Seilrollenflasche weist in den in den Figuren der Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispielen pro Seilrolle zwei zueinander symmetrisch aus Blech geformte Gehäuseteile--2 und 3-- auf, die im Bereich der Seilrollenachse --1-- durch einen Schraubbolzen-13-- im Bereich der Aufhängevorrichtung --11-- und am entgegengesetzten Ende durch je einen Schraubbolzen --15-miteinander verbunden sind. Die Gehäuseteile--2 und 3-- sind jeweils mit einer ringförmigen Auflageschulter --4-- versehen, die durch entsprechende Verformung des Gehäuseteiles hergestellt ist und als Auflage für den Innenring --5-- des Radialrillenkugellagers --6-- dient.
Durch die Formung der Seilrollenachse-l-aus den beiden Gehäuseteilen--2 und 3-- kann ein grösstmöglicher Achsendurchmesser erreicht werden. Zur Verstärkung der Seilrollenachse-l-können Verstärkungsscheiben --12-- vorgesehen sein, deren Anzahl sich nach der gewünschten Tragkraft der Seilrollenflasche richtet.
Die Seilrolle --8-- besteht aus zwei Seilrillenflanken --9--, die die Seilrille-14-- bilden und die ebenfalls aus Blech geformt und mit vorzugsweise ringförmigen Fortsätzen --10-- versehen sind, die den Aussenring --7-- des Radialrillenkugellagers --6-- beidseitig umfassen. In Fig. 1 sind die beiden Seilrillenflanken --9--, die bevorzugt ebenfalls symmetrisch zueinander angeordnet sind, miteinander verschweisst, in Fig. 2 und 3 mittels weiterer Schraubbolzen --16-- miteinander verschraubt. Wenn sowohl
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In Fig. 3 sind mehrere Einzelflaschen zu einer Mehrrollenflasche zusammengesetzt. Hiebei sind Gehäuseteile --2 und 3-- abwechselnd nacheinander angeordnet und bilden wieder durch ihre Auflage- schultern --4-- die Seilrollenachsen --1--. Die Verbindung der Gehäuseteile zu einer Einzelflasche und der Einzelflaschen zur Mehrrollenflasche erfolgt wieder durch einen Schraubbolzen --13-- im Bereich der
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Bereich der Aufhängevorrichtung und an der diametral gegenüberliegenden Seite wird die Verbindung ebenfalls durch längere Schraubbolzen --15-- hergestellt, auf denen vorteilhaft auch Distanzstücke --18-- zwischen den Gehäuseteilen-2 und 3-- jeder Seilrolle --8-- angeordnet sind.
Diese einfache Aneinanderreihung von Einzelflaschen wird dadurch ermöglicht, dass die nach aussen weisenden Flächen der Gehäuseteile --2, 3-- jeder Seilrolle --8-- eben sind und keine abstehenden Vorsprünge od. dgl. aufweisen.
Es ist leicht ersichtlich, dass die erfindungsgemässe Seilrollenflasche vor allem in ihrer Ausbildung als Mehrrollenflasche dank ihres vorteilhaften Aufbaues einen äusserst geringen Materialbedarf und sehr niedrige Herstellungskosten aufweist. Die erfindungsgemässe SeilroUenflasche kann beispielsweise als Oberoder Unterflasche eines Flaschenzuges oder auch als Seilführungs- bzw. Seilumlenkrolle für land- und forstwirtschaftliche Seilzuganlagen Verwendung finden.
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