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Die Erfindung betrifft einen Isoliervorhang, welcher in Vorhangschienen verschiebbar gelagert ist und aus mindestens zwei flächengleichen Bahnen besteht.
Es herrscht ein Mangel an Einrichtungen, die die Wärmeleitung an Fenstern, Türen, Auslagen und auch Wänden bei Temperaturunterschied zwischen Innen- und Aussenraum reduzieren, damit Heiz- und Klimaanlagen im Betrieb nicht zu teuer werden. In weitem Masse wird auch die Umwelt beeinflusst, da mit einem grossen Heizaufwand im Winter die Luft nachhaltig verschlechtert wird. Gelingt es den Heizbedarf auf die Hälfte zu senken, würde auch die Luftverschlechterung nachhaltig geringer werden.
Es sind bereits Rolladen mit Luftkammern und Folien mit luftgefüllten Ausbuchtungen bekannt.
Weiters wird bei einem bekannten Vorschlag (FR-PS Nr. 1. 094. 560) eine Kombination von elastischen und nicht elastischen Bahnen beschrieben, bei denen Luftkammern durch Ausbuchtungen gebildet sind bzw. aus Folien vorstehende Schläuche vorgesehen werden, die teils als Rolladen vorgeschlagen sind, andernteils als ebene Plane Fenstern vorgehängt werden sollen. Es ist auch durch Vorschlag (DE-AS 1013063) bekannt einen aufblasbaren Hohlkörper, bestehend aus zwei Bahnen, die durch U-förmige Trennstreifen verbunden sind, zu bilden, der mittls Druckluft aufblasbar, als Luftmatratze dient.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel einen Isoliervorhang zu schaffen, der es ermöglicht, wie ein üblicher Vorhang verhängt und bewegt zu werden und nicht nur durch sein Material, sondern seine Konstruktion eine besonders gute Isolierung erreicht, dabei aber leicht verschieblich ist und bei Nichtgebrauch seitlich des Fensterausschnittes gespeichert werden kann.
Erfindungsgemäss wird bei einem Vorhang der eingangs genannten Konstruktion dies dadurch erreicht, dass die beiden Bahnen durch in senkrechter Richtung angeordnete Abstandstreifen gelenkig miteinander verbunden sind und diese einen Luftpolster zwischen sich freilassenden Bahnen in dem sich an die Fensterinnenfläche anschliessenden Wandausschnitt angeordnet und in Schliesslage die beiden den Luftpolster seitlich abschliessenden, als Seitenstäbe ausgebildeten Abstandstreifen an den beiden Seitenwänden des Fensterausschnittes befestigt sind, wobei mindestens einer dieser Seitenstäbe mit der Seitenwand des Fensterausschnittes lösbar verbunden ist. Zur Seite geschoben wird der Abstand aufgehoben, der Doppelvorhang verhält sich wie eine einzige Stoffbahn, ohne das Vorhangpaket zu vergrössern.
Der Vereinfachung wegen wird nur ein Vorhang vor einem Fenster beschrieben, es gilt das Gesagte für alle Anwendungsfälle.
In den Zeichnungen sind Fig. 1 und 2 Querschnitte in prinzipieller Darstellung durch einen Vorhang, Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Vorhangbahnen, Fig. 4 ist ebenfalls ein Querschnitt mit seitlicher Teilverschiebung, Fig. 5 ist ein Schnitt durch den zur Seite geschobenen Vorhang. Die Fig. 6 bis 8 sind Ansicht, Seitenschnitt und Waagrechtschnitt eines Fensters mit Vorhang. Die Fig. 9 bis 11 sind Querschnitte von Ausführungsformen für seitliche Endstäbe, Fig. 12 ist ein Detailschnitt durch die Fensterlaibung und Fig. 13 ein Detail der Aufhängung des Vorhanges mittels Gleithaken in Karniesenschienen. Fig. 14 ist ein Teilschnitt durch den Unterteil des Vorhanges und Fig. 15 ein zugehöriger Waagschnitt.
In Fig. l bedeutet Teil-l--die vordere Bahn, --2-- die rückseitige Bahn des Vorhanges,--3 und 4-- sind ein linker und ein rechter Seitenstab mit vorzugsweise rechteckigem Querschnitt. Die Bahnen sind flächengleich und bestehen aus flexiblem, zumeist glasklarem Material wie Kunststoff oder auch aus weniger bis undurchsichtigem Material wie Textil, Papier usw. mit Farb- und Druckeffekten.
Werden die Seitenstäbe --3, 4-- bei gleicher Breite an den Bauteilen fix gelagert, wobei auf die Vorhangbahnen eine gewisse, seitliche Spannung ausgeübt wird, so umschliessen die Teile --1-3-2-4-- nach Fig. 1 ein Rechteck, dessen Breite durch die Breite der Stäbe bzw. Abstandstreifen gebildet ist und dessen Länge durch die Breite der Bahnen --1, 2-- gebildet wird. Diese Breite ist praktisch unbeschränkt, es muss nur die Seitenspannung durch die Stäbe --3, 4-- entsprechend gewählt werden. Die Breite des Rechteckes ist die Stärke der isolierenden Luftschichte, die möglichst stark zu nehmen ist. Für die Erreichung noch höherer Isolierwerte können mehrere Bahnen hintereinander verwendet werden, für welche auch die entsprechende Anzahl Vorhangschienen vorzusehen ist.
Durch Schwenkung der Seitenstäbe entsteht nach Fig. 2 ein Parallelogramm, die Bahnen-l und 2-nähern sich und liegen zum Ende der Bewegung aneinander. In dieser Form werden die Vorhänge als Doppelbahn erzeugt und vertrieben. Zwischen der Bahn-l und 2-- sind zusätzlich Abstandstreifen --5-eingesetzt, die eine freie Breite"b"besitzen und zweckmässig der Breite der Seitenstäbe --3, 4--
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entsprechen. Die Ränder der Abstandstreifen sind in geeigneter Weise, wie durch Schweissung und andere bekannte Verfahren, mit den Bahnen verbunden. Sie liegen an beiden Bahnen gleichermassen dicht an. Die Stäbe --3 und 4-- sind an den Rändern der jeweils gewählten Bahnbreiten, in gleicher, von den Abstandstreifen --5-- eingenommener Lage, mit den Bahnen verbunden.
Aus der flachen, schichtenförmigen Lage der beiden Bahnen, den zwischenliegenden Abstandstreifen wird durch gegenseitiges Spannen dieser und gleichzeitiges Schwenken ein rechteckiger Luftpolster gebildet. Durch Gegeneinanderbewegung der Seitenstäbe wird eine Faltung der Bahnen eingeleitet. wenn die Stäbe und Abstandstreifen obere Aufhängepunkte besitzen.
Der Rechteckquerschnitt des Vorhanges ist in Fig. 4 strichliert und in Fig. 8 voll eingezeichnet. Die oberen Enden der Abstandstreifen --5-- und der Stäbe --3, 4-- erhalten in ihren Mittelpunkten die bekannten Gleithaken --6--, die in die Vorhangschiene --7-- eingehängt sind. Wird der Seitenstab --4-der Fig. 4 in der Richtung des Vorhanges verschoben, beginnen sich die Bahnen wellenförmig zu werfen und bilden zuletzt nach Fig. 5 ein Faltenpaket. Die Breite der Faltung ist durch den seitlichen Abstand der Abstandstreifen --5-- voneinander bestimmt.
In Fig. 6 ist der Vorhang mit der Bahn --1--, den Gleithaken --6-- und der Vorhangschiene --7-sichtbar, die bis zum Fensterbrett reichenden Seitenstäbe --3, 4-- sind an den Fensterlaibungen fixiert.
Der Vorhang hat einen, durch die Höhe der Gleithaken bedingten Abstand vom Fenstersturz --8-- der Fig. 7 und ist oben offen. Es muss ein ungehindertes Ein- und Ausströmen der Luft bei Seitenbewegung des Vorhanges gegeben sein. Die Fenster sind dicht zu halten, da ansonst oberhalb des Vorhanges Luftbewegungen stattfinden und der zwischen Vorhang und Fenster befindliche, zusätzliche Luftpolster - nicht wirksam werden kann. Die Anordnung von an der Vorhangschiene angesetzten Blendleisten ist möglich. Das untere Ende des Vorhanges schliesst dicht an das Fensterbrett--10--, hier befindet sich der Fussteil des zwischen den Bahnen --1, 2-- gebildeten Luftpolsters --11--.
Fig. 9 und 10 sind beispielsweise Ausführungsformen der Seitenstäbe --3 und 4--, wobei in Fig. 9 der Stab zweiteilig, als Einsatzleiste --13-- und Klemmschiene --12--, zweckmässig aus Stahlblech gezogen, besteht, deren Ränder hohl geformt sind. Zwischen den Rändern werden die Vorhangbahnen --1, 2-- eingeklemmt. Die Fig. 10 zeigt eine ähnliche Ausführungsform mit einer Klemmschiene --15-- in gebördeltem Stahlblech und einer Einsetzleiste --17-- zum Einklemmen des Vorhanges. Die Fig. 11 hat als Seitenstab eine Doppelleiste --18, 19--, die durch Schrauben --20-- verbunden werden zur Abklemmung der Vorhangbahnen.
Von der Leiste --19-- vorstehende Laschen --21-- dienen zum Einschub der Stäbe in eine Haltevorrichtung in Form eines Klemmbügels-24-. Bei der Ausführung nach Fig. 9 und 10 sind in den Fensterlaibungen angeordnete Haftmagnete vorgesehen. Die Wandseite der Stäbe --3, 4-- ist durch dichtende Unterschichten an die Fensterlaibungen anzusetzen oder es können nach Fig. 9 dichtende Zungen - verwendet werden.
In der Fig. 8 ist in der linken Laibung die Anwendung eines Haftmagneten --22-- erkenntlich, auf der rechten Seite ist ein Bügel --24-- angewendet mit einer Klemmfeder --25--, welche die Lasche --21-des Seitenstabes nach Fig. 11 festhält wie es auch in Fig. 12 als Detail ersichtlich ist.
In Fig. 13 ist die Aufhängung des Vorhanges durch Gleithaken --6-- in der Vorhangschiene-7-verdeutlicht. Das obere Ende des Abstandstreifens --5-- und der Stäbe ist gelocht, die Abstandstreifen
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Für das Fussende des Vorhanges wird eine zusätzliche Abdichtung vorgesehen. So wird nach Fig. 14 an der Bahn --2-- ein thermoplastischer Streifen --29-- an seinem unteren Rand wellenförmig verformt, der obere flache Rand wird mit dem überstehenden Deckstreifen --30-- punktgeschweisst oder sonstig verbunden, wobei diese Deckstreifen eine konische Ausspreizung erfahren. Die überlappenden Teile der Streifen --30-- werden mit den Vorhangbahnen --1, 2-- in geeigneter Weise verbunden.
Die Fig. 15 zeigt als Teilschnitt den wellenförmigen Rand des Streifens --29-- und die distanzierten Streifen --30--, die sich dichtend auf die Fensterbank aufsetzen.
Eine weitere Ausführungsform zeigt in Fig. 14 die linke Vorhangbahn --1--, bei welcher an Stelle des Streifens --29-- ein zu einem Luftsack zurückgebogener Streifen --32-- vorgesehen ist, welcher an das Fensterbrett anschmiegend dichtet. Darüber hinaus sind auch andere, bekannte Mittel, wie Filzstreifen, Textilien usw. denkbar.