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Die Erfindung bezieht sich auf eine Feuchttücher-Packung, bestehend aus einer Schachtel mit an ihrer grösseren Oberfläche über dem Feuchttüchterstapel angeordneter Öffnung mit einem im wesentlichen zungenförmigen Verschlussglied aus einem feuchtigkeitsundurchlässigen Material, von dem ein Ende an der Oberfläche der Schachtel befestigt ist und das so lange und so breit ist, dass es die Öffnung bedeckt, um einen im wesentlichen feuchtigkeitsdichten Verschluss zu bilden.
Mit besonderem Vorteil ist die Erfindung anwendbar in Verbindung mit Tüchern für die Reinigung, worunter sogenannte Trocken-oder Feuchttücher zu verstehen sind, die der persönlichen Hygiene dienen, wo Seife und Wasser nicht zur Verfügung stehen. Ein derartiges Tuch besteht üblicherweise aus Papier oder einem sonstigen nichtgewebten Material, welches mit einer reinigenden, antiseptischen Lösung getränkt ist, die eine milde Reinigungskomponente, eine Komponente, die der Haut Öl zuführt und so ihr Austrocknen verhindert, und eine bakterizide Substanz enthält. Sie kann auch Parfum enthalten. Solche Tücher sind meist in einer feuchtigkeitsundurchlässigen Hülle stapelförmig verpackt, vgl. z. B.
CH-PS Nr. 436608.
Ein Problem bei diesen Feuchttücherverpackungen besteht darin, die Tücher so zu falten, dass sie eine möglichst kleine Fläche aufweisen und einen kleinen Raum einnehmen, dennoch aber genügend flach sind, dass sie leicht und bequem übereinandergestapelt, gleichwohl aber auch leicht ausgepackt und zum Gebrauch auseinandergefaltet werden können.
Diese Probleme werden gemäss der Erfindung an der eingangs genannten Packung dadurch gelöst, dass in dem Tücherstapel jedes der Tücher in an sich bekannter Weise derart gefaltet ist, dass im Querschnitt gesehen eine im wesentlichen ebene Mittelfläche entsteht, an welche sich zwei im wesentlichen Z-förmig gefaltete Abschnitte entlang der Kanten derselben anschliessen. Diese Z-förmigen Abschnitte können beide an derselben Oberfläche der Mittelfläche angeordnet sein. Sie können aber auch an gegenüberliegenden Oberflächen der Mittelfläche angeordnet sein. Die mittlere Falte der Z-förmigen Abschnitte liegt im Stapel der Tücher dann nahe der Mittellinie der Mittelfläche, die in der Mitte der Packschachtel zu liegen kommt, so dass das Tuch für die Entnahme leicht ergriffen werden kann.
Eine Z-förmige Faltung von Taschentüchern ist an sich bekannt, wobei die Z-förmig gefalteten Tücher noch eine zweite oder dritte Faltung in Querrichtung erhalten, damit die Tücher aus der Schmalseite einer Flachschachtel leicht entnommen werden können, auch wenn sich die Packung in der Manteltasche oder einer Damenhandtasche befindet.
Weitere Details der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der Zeichnungen. Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer bevorzugten Feuchthalteschachtel, bei der zum besseren Verständnis eine Ecke weggerissen wurde, Fig. 2 ist ein Diagramm, das das Prinzip veranschaulicht, nach dem die Tücher erfindungsgemäss gefaltet sind.
Die Erfindung ist der Einfachheit und Kürze halber im Zusammenhang mit einer Feuchthaltepackung dargestellt, wobei die Tücher angefeuchtet sind. Die erfindungsgemässe Faltung der Tücher kann aber selbstverständlich zusammen mit jeder andern Schachtelform und mit trockenen Tüchern angewendet werden.
Die in den Zeichnungen dargestellte Packung besteht aus einer parallelepipedischen Schachtel--1- aus feuchtigkeitsfestem Material und einer Anzahl von feuchten Tüchern-2, 2', 2"--, diein die Schachtel gepackt sind, wobei die Tücher in direktem Kontakt miteinander aufeinanderliegen und einen Stapel --3-bilden. Das feuchtigkeitsfeste Material besteht vorzugsweise aus einem diffusionsdichten Kunststoff, welcher den Komponenten der anfeuchtenden Lösung gegenüber inert ist.
Die feuchten Tücher können z. B. aus Papier oder aus einem sonstigen nichtgewebten Material bestehen, wenn sie zu Reinigungszwecken verwendet werden sollen, imprägniert man sie mit einer
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spannung enthält, z. B. ein amphoterisches Tensid. Die Lösung kann auch Substanzen enthalten, die der Haut zuträglich sind, wie Lanolin und Isopropylmyristat, und Parfumelemente, wie Menthol.
Die Schachtel-l-ist an ihrer oberen Fläche --4-- mit einer Öffnung --5-- versehen, die normalerweise durch ein im wesentlichen zungenförmiges Verschlussglied --6-- dicht verschlossen ist, das ebenfalls aus einem feuchtigkeitsdichten Material besteht.
Um das Einfüllen des Stapels feuchter Tücher in die Schachtel zu erleichtern, weist die Schachtel zweckmässig einen Teil --7-- mit einer nach aussen gebogenen Kante --8-- auf, und ein Deckel --9-- mit einer nach innen gebogenen Kante --10-- kann über
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Mindestens ein Teil des Verschlussgliedes--6--, der im geschlossenen Zustand der Schachtel auf der die Öffnung --5-- umgebenden Kantenzone --11-- liegt, besteht aus einem elastomeren Material, wie Gummi.
Weiters ist das Verschlussglied --6-- so konstruiert, dass es ausreichend schwer ist, um einen im wesentlichen feuchtigkeitsdichten Verschluss zu bilden, wenn das Verschlussglied die Kanten --11-- der Öffnung berührt.
Die Öffnung --5-- kann demnach freigelegt werden, indem man das freie Ende des Verschlussgliedes--6--anhebt, und sie kann verschlossen werden, indem man dieses freie Ende wieder senkt.
Das Verschlussglied --6-- besteht aus einem zungenförmigen Gummiblatt, das mit einem Ende mittels
Klammern oder Klebstoff mit dem Deckel --9-- verbunden ist. Das Gummiblatt ist von solcher Dicke, dass es ausreichend schwer ist, um dichtend auf der Kante --11-- und selbsttragend auf der Öffnung --5--zu liegen. Diese Erfordernisse werden z. B. von einem Gummiblatt von 3 bis 4 mm Dicke erreicht. Sie können aber auch mit andern Mitteln erfüllt werden. So kann das Gummiblatt--6--dünner sein und an seiner Unterseite mit einem Verstärkungsglied geeigneten Gewichtes versehen sein, das in die Öffnung --5-- passt. Ein solches Verstärkungsglied kann ein steifes Kunststoffblatt sein, das durch Klammern oder anderswie auf dem Gummiblatt befestigt ist.
Das Verstärkungsglied kann aber auch auf der Oberseite des Gummiblattes befestigt sein, in welchem Fall es aus ästhetischen Gründen vorzugsweise gleich breit ist wie dieses. Es muss jedoch etwas kürzer sein als das Gummiblatt, so dass dieses sich an dem befestigten Ende aufbiegen lässt. In diesem Falle kann man statt eines Gummiblattes auch einen rechteckigen Gummirahmen verwenden, wobei die kurze Seite so breit ist, dass man sie auf dem Deckel befestigen und wie ein Scharnier wirken lassen kann.
Die Zeichnungen zeigen eine Packung von Reinigungstüchern entsprechend der Erfindung, welche für den Verbraucher besonders attraktiv ist. Die Öffnung --5-- liegt im Zentrum des Deckels Die feuchten Tücher, deren Breite etwas geringer ist als die dreifache innere Breite der Schachtel und deren Länge knapp kürzer ist als die innere Länge der Schachtel, sind in besonderer Weise gefaltet, was es dem Verbraucher besonders leicht macht, nach Anhebung des freien Endes des Verschlussgliedes, ein Tuch zu ergreifen und aus der Schachtel zu ziehen. Jedes Tuch ist so gefaltet, wie dies aus Fig. 2 klar zu entnehmen ist ; zuerst wird das Tuch entlang der Faltlinien--12, 13--gefaltet, wodurch die drei Lagen --A, B und C--entstehen. Die freie Kante --14-- der unteren Lage wird dann in Flucht mit der Falte - gebracht.
Ein so gefaltetes Tuch ist äusserst leicht zu ergreifen und platzsparend. Im Querschnitt betrachtet, hat das so gefaltete Tuch an jeder Seite einer mittleren Fläche --C-- des Tuches zwei im wesentlichen Z-förmige Abschnitte. Alternativ kann das Tuch auch so gefaltet sein, dass beide Z-Abschnitte auf derselben Seite der mittleren Fläche --C-- angeordnet sind.
In jedem Falle der Faltung des Tuches entstehen an den ober- oder unterliegenden Z-förmigen Abschnitten Faltlinien, welche nahe der Längsachse der mittleren Fläche --C-- liegen, so dass das ganze gefaltete Tuch benachbarte Abschnitte aufweist, welche eine gleichförmige Dicke über die gesamte Fläche und gleichförmige Stapelbarkeit gewährleisten. Darüber hinaus gewährleistet diese Faltlinie in den Z-förmigen Abschnitten zufolge ihrer doppelten Dicke, dass das Tuch leicht ergriffen werden kann, so dass das Tuch leichter aus der Schachtel herausgehoben werden kann. Einfache Tuchkanten verbergen sich in der Schachtel und können durch unachtsames Zerren Falten bilden oder anderswie zerstört werden.