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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum lösbaren Verbinden eines axial hin und her bewegbaren Kolbens einer Injektionsspritze mit einem Kolbenstössel und dazugehörigen Kolben.
Bei einem Injektor-DE-OS 2500851-ist unter anderem ein Halte- und Kupplungselement für zwei an einem Revolverkopf befestigte Injektionsspritzen vorgesehen, welche zusammen mit dem um einen Zapfen drehbar gelagerten Revolverkopf schwenkbar sind. Das zwischen dem Stössel und der Spritze angeordnete Halte- und Kupplungselement besteht aus zwei am Stössel befestigten Rastglieder, welche an der Stirnseite sowie an beiden Seitenwänden je eine entsprechend ausgebildete Schrägfläche aufweisen. Für die Gebrauchsstellung werden aufgrund der Schrägfläche die beiden Rastglieder-Stirnseiten auseinander und anschliessend über einen entsprechend ausgebildeten Kopf des Spritzenkolbens gedrückt, bis dieser in eine jeweils in den Rastgliedern vorgesehene Öffnung einrastet.
Durch Drehen des Revolverkopfes drückt der Spritzenkopf die ebenfalls mit einer Schrägfläche versehenen Seitenwände auseinander, so dass die leere Spritze entfernt und die zweite Spritze in die Gebrauchsstellung gebracht werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zwischen einem hin und her bewegbaren Kolbenstössel und einem Kolben einer Injektionsspritze mit einfachen Mitteln und ohne jegliche scharfen Kanten und Ecken eine Kupplungs- und Haltevorrichtung zu schaffen und so anzuordnen, dass einerseits eine exakte Übertragung der beim Herausziehen des Kolbens aus der Spritze auftretenden Zugkräfte bei grösster Betriebssicherheit gewährleistet ist und anderseits beim Hineindrücken des Kolbens in die Spritze die auftretenden Schubkräfte direkt auf den Kolben wirken, und dass ausserdem die Vorrichtung ohne besonderen Kraftaufwand ein axiales Kuppeln und radiales Entkuppeln gewährleistet.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass am Kolbenstössel mindestens zwei im Abstand zueinander angeordnete, aus einem Federstahldraht geformte Haltebügel lösbar befestigt sind, welche im wesentlichen je aus zwei axial verlaufenden Stegen und einem quer zu den Stegen angeordneten Verbindungsstück bestehen, und dass der Kolben der Injektionsspritze in an sich bekannter Weise ein mit einer Anlagekante versehenes, als Kegelstumpf ausgebildetes Kopfstück aufweist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt : Fig. 1 ein Teilstück einer im Schnitt dargestellten Injektionsspritze mit einem teilweise eingeschobenen Kolben, Fig. 2 Einzelheiten der Verbindungs- und Kupplungsstelle - Kolben mit Kolbenstössel - in zerlegtem Zustand, Fig. 3 ein perspektivisch und in vergrössertem Massstab dargestelltes Klemmstück, und Fig. 4 einen perspektivisch und in vergrössertem Massstab dargestellten Kupplungsbügel.
In Fig. 1 ist ein im Schnitt dargestellter Zylinder --10-- einer Injektionsspritze dargestellt, in welchem ein mit einem Kolbenstossel--1--losbar verbundener Kolben --15-- hin und her bewegbar geführt ist, wobei der Kolbenstössel von einem nicht dargestellten Injektorkopf betätigt wird.
Fig. 2 zeigt in zerlegtem Zustand die Verbindung-un Kupplungsstelle und man erkennt den
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Das Kopfstück --16-- ist als Kegelstumpf ausgebildet und hat eine als Anlagefläche ausgebildete Stirnseite - sowie eine ringförmige Anlagekante --17--.
Der Kolbenstössel-l-ist mit einem von seiner Stirnseite --3-- axial nach innen gerichteten Gewindeloch --2-- versehen, welches zur Aufnahme der Schraube --5-- dient, mit welcher das Klemmstück -20- an der Stirnseite -3- des Kolbenstössels befestigt wird.
In Fig. 3 ist perspektivisch und in vergrössertem Massstab das Klemmstück --20-- dargestellt. Auf der Rückseite -27- des Klemmstückes sind zwei im Abstand zueinander angeordnete und vorzugsweise konisch ausgebildete Zentrieröffnungen --23, 23'-- vorgesehen, welche je in eine entsprechend zugeordnete Durchgangsbohrung --24, 24'-- münden. Von den Öffnungen --23, 23'-- ausgehend bis zur Aussenkante des Klemmstückes, sind über die gesamte Breite der Rückseite --27-- rillenförmig ausgebildete Nuten --25, 25'-- vorgesehen.
In der Mitte weist das Klemmstück --20-- zudem eine Durchgangsbohrung - auf, welche in eine an der Stirnseite --26-- angeordnete, dem äusseren Durchmesser des Schraubenkopfes angepasste Ausnehmung --22-- mündet. Die Tiefe der Ausnehmung --22-- ist so dimensioniert, dass eine Scheibe --6-- sowie der Kopf der Schraube --5-- in zusammengebautem Zustand nicht vorsteht.
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aufweist, können die Stege -33, 33'- in bezug auf die Abbiegungen --32, 32'-- bei einer nicht dargestellten Variante etwas geneigt abgebogen werden. Der Haltebügel --30, 30'-- ist beispielsweise aus einem Federstahldraht hergestellt.
Beim Zusammenbau der Teile-l, 20 und 30, 30'-- werden die beiden Enden --31, 31'-- der Haltebügel in die ausreichend bemessenen Löcher --24, 24'-- des Klemmstückes gesteckt, während die
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--32, 32'-- inStirnseite --3-- des Stössels --1-- befestigt, so dass der Stössel, die Haltebügel sowie das Klemmstück eine Einheit bilden. Der Abstand der beiden Haltebügel -30, 30'- zueinander ist so bemessen, dass das kegelstumpfförmig ausgebildete Kopfstück --16-- beim Verbinden des Stössels -1- mit dem Kolben --15-die Haltebügel etwas auseinander spreizt, welche anschliessend mit dem Verbindungsstück --34-- klippartig hinter die Anlagekante --17-- des Kopfstückes einrasten.
Beim Injektions-Vorgang drückt der von einem nicht dargestellten Injektorkopf betätigte Stössel-l- mit dem Klemmstück --20-- gegen die Stirnseite -18- des Kolben-Kopfstückes -16-, während beim axialen Herausziehen des Kolbens die hinter dem Kopfstück -16- eingerasteten Haltebügel -30, 30'- als Kupplungs- und Mitnahmeelemente dienen. Sobald die Injektionsspritze bis zur Freigabe des Stössels-l- und des Klemmstückes -20- axial abgezogen ist, kann der Zylinder --10-- zusammen mit den Kolben - radial aus den Haltebügeln --30, 30'-- entfernt werden.
Die beschriebene Vorrichtung erfüllt die Forderung, zwischen einem axial hin und her bewegbaren Kolbenstössel und einem Kolben einer Injektionsspritze, ohne besonderen Aufwand und bei grösster Betriebssicherheit, eine kupplungsartige, lösbare Verbindung zu gewährleisten. Insbesondere ist unter Vermeidung der Verletzungsgefahr die einfache Montage und Demontage der turnusmässig zu reinigenden Teile optimal gelöst.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum lösbaren Verbinden eines axial hin und her bewegbaren Kolbens einer Injektionsspritze mit einem Kolbenstössel, und dazugehörigem Kolben dadurch gekenn- zeichnet, dass am Kolbenstössel (1) mindestens zwei im Abstand zueinander angeordnete, aus einem Federstahldraht geformte Haltebügel (30,30') lösbar befestigt sind, welche im wesentlichen je aus zwei axial verlaufenden Stegen (33, 33') und einem quer zu den Stegen angeordneten Verbindungsstück (34) bestehen, und dass der Kolben (15) der Injektionsspritze in an sich bekannter Weise ein mit einer Anlagekante versehenes, als Kegelstumpf ausgebildetes Kopfstück (16) aufweist.