AT340550B - Klebeverfahren - Google Patents

Klebeverfahren

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AT340550B
AT340550B AT903475A AT903475A AT340550B AT 340550 B AT340550 B AT 340550B AT 903475 A AT903475 A AT 903475A AT 903475 A AT903475 A AT 903475A AT 340550 B AT340550 B AT 340550B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verkleben einer metallischen Decklage, insbesondere einer   anodisiertenAluminiumfolie   oder eines   anodisiertenAluminiumbandes   mit einem Substrat, wobei diese Kom- ponenten unter Einfügung einer Klebefolie miteinander heiss verpresst werden. 



   Im Rahmen der Nachfrage nach dekorativen Oberflächen gewinnen solche, die einen   Metalloberflächen-   effekt aufweisen, zunehmend an Bedeutung. Als Metall zur Erreichung eines solchen   Metalloberflächeneffek-   tes kommt vor allem Aluminium in Frage. 



   Die USA-Patentschrift Nr. 3,701, 711 beschreibt z. B. eine Schichtpressstoffplatte mit einer Aluminium- folie als Dekorschicht, bei der, zur Verbindung der phenolharzgebundenen Kernlagen mit der Aluminium- folie, an die Kernschicht anschliessend ein melaminharzgetränktes Dekorpapier und, zwischen diesem und der Aluminiumfolie, eine Klebfolie aus einem Äthylen-Acrylsäure-Copolymeren vorgesehen ist. Das Dekorpapier weist dabei einen ähnlichen Farbton wie die Aluminiumfolie auf, so dass Beschädigungen der Alumi- niumfolie optisch möglichst wenig auffällig werden. Die zur Beurteilung der Haftung der Aluminiumfolie auf seiner Unterlage gemessenen   Schälfestigkeiten   betrugen maximal etwa 7 kp/25 mm. 



   Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Verkleben einer metallischen Decklage, insbesondere einer anodisierten Aluminiumfolie oder eines anodisierten Aluminiumbandes mit einem Substrat anzugeben, bei dem an die zu verklebende   Decklagenoberfläche   anschliessend eine thermoplastische Klebefolie   angeordnet wird undbei demnochhöhere Schälfestigkeiten   als in der   USA-Patentschrift Nr.   3,701, 711 angegeben sowie eine noch höhere thermische Beständigkeit der Klebfuge erreicht werden können. 



   Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst, das dadurchgekennzeichnet ist, dass in dem Stapel der miteinander zu verpressenden Komponenten an die zu verklebende Substratoberfläche anschliessend eine Lage vorgesehen wird, die eine Masse enthält, welche beim Erhitzen Formaldehyd abgibt und dass die Klebefolie aus einem Polyamid besteht. Das Heisspressen erfolgt dabei vorteilhaft bei einer Presstemperatur von höher als 150 C, insbesondere aber höher als 1580C. 



   Mit diesem Verfahren konnten Haftungen einer Aluminiumfolie auf einem Substrat entsprechend einer Schälfestigkeit von 15 kp/25 mm erzielt werden. Die erhöhte Klebewirkung der Polyamidfolie könnte dadurch erklärt werden, dass die   Polyamidmoleküle   unter der Wirkung des Formaldehyds miteinander vernetzen. 



   Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens ist die Lage, die eine Formaldehyd abgebende Masse enthält, eine mit einem vorkondensierten duroplastischen Kunstharz imprägnierte Trägerbahn, welche vorteilhaft aus einem Sulfitpapier oder einem Natronkraftpapier bestehen kann. 



   Nach einer weiteren   vorteilhaftenAusgestaltung   des   erfindungsgemässenverfahrens   enthält die Formaldehyd abgebende Masse ein Melaminharz. 



   In einer andern vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung enthält die Formaldehyd abgebende Masse Hexamethylentetramin und, gegebenenfalls neben diesem, ein Phenolharz. 



   Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Beispielen eingehend erläutert :
Beispiel l : Zur Herstellung einer dekorativen Schichtpressstoffplatte mit einer Aluminiumfolie als Dekorschicht werden gemäss nachstehender Reihenfolge zu einem Stapel aufeinandergeschichtet : a) eine anodisierte Aluminiumfolie von 100 Mm Stärke und einer beidseitigen Oxydschicht von 2   jam ;   b) eine Polyamidfolie einer Stärke von 30   Mm,     z. B.   das Produkt "Supronyl N30" der Firma Kalle ;   c)   ein Blatt Sulfitpapier mit Rohgewicht von 35 g/m2 mit einem vorkondensierten Melaminharz 
 EMI1.1 
 sierten Phenolharz mit einem Harzauftrag (Festharz) von 70 g/m2 ; e) ein einseitig mit einem Silikonharzauftrag von 30 g/m2 (Festharz) versehenes als Trennpapier wirkendes Papierblatt. 



   Dieser Stapel wird in einer beheizten Presse bei   1600C   und einem Pressdruck von 100   kp/om   zwischen Pressblechen verpresst und anschliessend unter Druck auf   40  G rückgekuhlt.   Die Presszeit beträgt zirka 15 min, die Kühlzeit zirka 10 min. 



   Die so hergestellte Schichtpressstoffplatte hat unter anderem folgende Eigenschaften : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Schälfestigkeit <SEP> : <SEP> 
<tb> (Alufolie <SEP> gegen <SEP> Rest <SEP> des <SEP> Verbundes) <SEP> zirka <SEP> 10 <SEP> kp/25 <SEP> mm
<tb> Beständigkeit <SEP> gegen <SEP> heisse <SEP> Topfböden
<tb> nach <SEP> DIN <SEP> 53799 <SEP> : <SEP> 160-180 C <SEP> 
<tb> 
 
Bei dem gegebenen Beispiel ist der vorkondensierte Melaminharzauftrag in der Lage entsprechend Punkt c) die Masse, die beim Erhitzen Formaldehyd abgibt.

   Bei einem zum Vergleich ohne die Lage gemäss c), d. h. also mit den Lagen gemäss den Punkten a), b), d) und e)   hergestellten Schichtpressstoff ergibt   sich eine wesentlich geringere Haftfähigkeit der Aluminiumfolie, entsprechend einer   Schälfestigkeit   von etwa 3 bis 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 5 kp/25 mm und auch eine wesentlich geringere Wärmebeständigkeit (Beständigkeit gegen heisse Topfböden gemäss DIN 53799). 



   Beispiel 2 : Bei der Herstellung einer   Schichtpressstoffplatte   wird der gleiche Aufbau gewählt wie nach Beispiel l, mit dem Unterschied, dass an Stelle des melaminharzimprägnierten Sulfitpapiers ein Natronkraftpapier mit Rohgewicht von 100 g/m2 mit einem Melaminharzauftrag (als Festharz gerechnet) von 100   g/m2   eingesetzt wird. 



   Die bei der so erzeugten   Schichtpressstoffplatte   erzielte Schälfestigkeit stieg gegenüber der gemäss Beispiel 1 auf 15 kp/25 mm an, während die Wärmebeständigkeit gleich blieb. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Verkleben einer metallischen Decklage, insbesondere einer anodisierten Aluminiumfolie oder eines anodisierten Aluminiumbandes mit einem Substrat, wobei an der   Decklagenoberfläche   anschliessend eine thermoplastische Klebefolie angeordnet wird und diese Komponenten miteinander heiss ver-   presst werden, dadurch   gekennzeichnet, dass in dem Stapel der miteinander zu verpressenden Komponenten an die zu verklebende Substratoberfläche anschliessend eine Lage vorgesehen wird, die eine Masse enthält, welche beim Erhitzen Formaldehyd abgibt und dass die Klebfolie aus einem Polyamid besteht. 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. Anspruchperatur von höher als 1580C stattfindet.
    4. Verfahren nach einem der Anspruche l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage, die eine Formaldehyd abgebende Masse enthält, eine mit einem vorkondensierten duroplastischen Kunstharz imprägnierte Trägerbahn ist.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerbahn aus einem Sulfitpapier besteht.
    6. VerfahrennachAnspruch4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerbahn aus einem Natron- kraftpapier besteht.
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Formaldehyd abgebende Masse ein Melaminharz enthält.
    8. VerfahrennacheinemderAnsprüchelbis7, dadurch gekennzeichnet, dass die Formaldehyd abgebende Masse Hexamethylentetramin enthält.
    9. Verfahren nach Anmspruch 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Formaldheyd abgebende Masse neben Hexamethylentetramin ein Phenolharz enthält.
AT903475A 1975-11-27 1975-11-27 Klebeverfahren AT340550B (de)

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