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Gegenstand der Erfindung ist ein an der Frontplatte von Kraftfahrzeugen anschliessbarer Träger für eine
Rammvorrichtung oder sonstige im Strassendienst od. dgl. verwendete Arbeitsgeräte.
Zur Sicherung und Regelung des Verkehrs auf Fern- und Landstrassen sind neben den verschiedenen
Hinweis- und Verbotstafeln auf den Strassenrändern auch Einrichtungen in Verwendung, die dem Kraftfahrer die
Begrenzung der Fahrbahn bei Schnee anzeigen, beispielsweise eingesetzte Schneestangen, und auch solche
Einrichtungen, die zusätzlich dazu bestimmt sind, ein von der Fahrbahn abkommendes oder schleuderndes
Fahrzeug aufzufangen, um grössere Unglücksfälle mit Personen- und Sachschaden zu vermeiden. Hiefür stehen vor allem Leitschienen, Fangnetze od. dgl. in Verwendung. All diese Einrichtungen werden fast ausnahmslos mittels
Pfählen im Boden verankert, die bisher vielfach durch im Strassendienst tätige Personen von Hand aus eingesetzt wurden.
Dieses händische Eingraben hat den grossen Nachteil, dass nach Wiederverfüllen der Künette trotz
Verdichten keine richtige Bodenverankerung vorhanden ist, d. h. die eingesetzten Elemente werden bei geringfügiger seitlicher Belastung schräg stehen. Dies hat wieder den grossen Nachteil, dass die angebrachten
Reflektoren und Folien in der Nacht nicht wirksam werden ; ausserdem werden schrägstehende Tafeln bei
Schneefall durch anhaftenden Schnee verdeckt, was für die Verkehrssicherheit grosse Gefahrenmomente bringen kann.
Es sind zwar Rammgeräte zum Einsetzen von Pfählen bekannt, doch sind sie zumeist für Arbeiten an den
Strassenrändern nicht verwendbar, weil die Ramme an der Stirn- oder Heckseite des Fahrzeuges angeordnet ist.
Sie eignen sich vielfach auch nur zum Eintreiben von Pfählen in ebenen Boden, der auf bombierten und zum
Rand abfallenden oder auf in Fahrbahnrichtung steigenden bzw. fallenden Strassen oft nicht gegeben ist. Nicht zuletzt ist es auch unwirtschaftlich besondere Rammgeräte für Ausbesserungsarbeiten zu halten, da sie bei fertigen Strassen nur verhältnismässig selten gebraucht werden.
Ein Spezialfahrzeug zur Instandsetzung von Strassen, das sowohl das Material für die Reparatur als auch die notwendige Einrichtung hiefür trägt, weist einen anschiebbaren und in beschränktem Umfang schwenkbaren
Tragarm auf, an dem die Arbeitsgeräte fix befestigt sind, doch ist die gesamte Einrichtung nur zu
Reparaturarbeiten an der Strassendecke, nicht aber für Reparaturarbeiten an den Fahrbahnrändern geeignet.
Eine weitere bekannte Einrichtung zum Abtragen von Bordschwellen von Betonstrassen weist ebenfalls einen fest am Trägerfahrzeug angeordneten Tragarm auf, und das Arbeitsgerät ist unlösbar mit der darauf angeordneten Antriebseinrichtung verbunden.
Vorgeschlagen wurde auch bereits eine Halterung für einen Seitenschneepflug, der an den Flanken des
Schubfahrzeuges abgestützt ist. Einen Tragarm weist diese Einrichtung nicht auf.
Ein Spezialfahrzeug für das Einrammen von Stehern und Befestigen mitgeführter Leitplanken ist gleichfalls schon vorgeschlagen worden. Der Ausleger ist bei dieser Ausführung nicht abnehmbar und am hinteren Ende des
Anhängers an einem Zugfahrzeug vorgesehen.
Es ist somit die Aufgabe gestellt, eine Einrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, an sich bekannte
Rammgeräte im Strassendienst mobil einsetzbar zu verwenden, um eine grössere Wirtschaftlichkeit zu erzielen.
Weiters soll auch die Mitverwendung vorhandener Sonderfahrzeuge (Winterdienst-LKWs), welche
Hydraulik-Einrichtungen (Kompaktanlagen) und Anbaumöglichkeiten bereits besitzen, ermöglicht werden, so dass sich eine weitere vorteilhafte Ergänzung im Strassenerhaltungsdienst bietet.
Die Erfindung geht bei der Lösung dieser Aufgabe von dem Gedanken aus, dass die Strassenverwaltungen für die Anbringung von Schneepflügen und sonstigen Arbeitsgeräten Kraftfahrzeuge mit Tragplatten an ihrer
Stirnseite halten, die ohne diese Geräte auch für ihren eigentlichen Zweck, nämlich zum Transport von Lasten verwendet werden können. Viele weisen dabei als Hydraulikanlage eine normierte Hydro-Kompaktanlage mit
Fernsteuerung auf. Wenn das Kraftfahrzeug mit einer Einrichtung ausgestattet wird, die es ermöglicht, Arbeitsgeräte am Kraftfahrzeug so anzuordnen, dass sie bei Verbleiben des Kraftfahrzeuges in Fahrtrichtung am Strassenrand eingesetzt werden können, ist die Lösung der gestellten Aufgabe gefunden.
Die Erfindung hat einen Weg für eine derartige Anordnung darin gesehen, die Frontplatte eines Kraftfahrzeuges als Träger für eine solche Einrichtung zu verwenden, die in der Weise ausgebildet ist, dass der Träger aus einem an gegenüberliegenden Seiten vertikale Anbauplatten aufweisenden Rohr und einem darin längsverschieblich gelagerten Tragbalken besteht, an den um dessen Längsachse drehbar ein mit der Rammvorrichtung oder den sonstigen zum Anbau vorgesehenen Arbeitsgeräten fest verbundener, auswechselbarer Geräteträger ansetzbar ist.
Die zwingende Notwendigkeit, mit einem derartigen Gerät sowohl rechts-als auch linksseitig zu arbeiten, ist vor allen Dingen auf Strassen mit getrennten Richtungsfahrbahnen (Autobahnen und Schnellstrassen) gegeben.
Durch die Konstruktion des Trägers mit den beidseitig vorhandenen Anbauplatten ergibt sich die Möglichkeit, dieses erfindungsgemässe Gerät an jede Frontplatte eines Kraftfahrzeuges anzuschliessen.
Nach einer bevorzugten Ausführung sind die Anbauplatten lösbar am Rohr befestigt, so dass sie wahlweise gegen andere Anbauplatten ausgewechselt werden können. Damit hat man die Möglichkeit den erfindungsgemässen Träger an jede Frontplatte eines Kraftfahrzeuges anzuschliessen.
Zur Längsverschiebung des Tragbalkens kann vorteilhafterweise ein am Rohr des Trägers befestigter doppeltwirkender Hydraulikzylinder verwendet werden, der über die entsprechenden Anschlüsse am Kraftfahrzeug mit dessen Hydraulikanlage verbunden ist.
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Um den Geräteträger zu verdrehen, kann am Ende des Tragbalkens eine durch eine Kurbel betätigbare
Schnecke angeordnet werden, die mit einem Zahnkranz am Geräteträger kämmt. Zur Einstellung des am Geräteträger angesetzten Arbeitsgerätes kann erfindungsgemäss mindestens ein Fallot angeordnet sein.
Da am Tragbalken vielfach schwere Arbeitsgeräte aufgehängt werden, ist es notwendig, den Tragbalken abzustützen. Diesfalls wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, vorzugsweise nahe dem freien Ende des Tragbalkens, ein Bein mit einem Stützschwenkrad mit Abstützplatte anzuordnen, wobei vorteilhafterweise das Bein in seiner Länge verstellbar ausgebildet ist. Hiezu kann ein doppeltwirkender Hydraulikzylinder verwendet werden, der mit der Hydraulikanlage des Kraftfahrzeuges über Anschlüsse an diesem verbunden ist.
Eine horizontale Verschiebung des Stützrades am Träger ist gegeben, wenn verschiedene Fixierungslöcher mit Bolzen zur Festklemmung des Stützrades mit Abstützplatte dienen.
An dem vom Tragbalken abgewandten Ende des Rohres wird vorteilhafterweise eine Halterung vorgesehen, um das Gerät bei Nichtgebrauch mit Abstellflächen zu versehen. Diese werden vorzugsweise auch längsverstellbar ausgebildet, was beispielsweise mittels einer Schraubenspindel bewerkstelligt werden kann, um eine leichte Montage am Trägerfahrzeug zu erwirken.
Der rohrförmige Geräteträger des Arbeitsgerätes wird gemäss dem Vorschlag der Erfindung auf das korrespondierend ausgebildete Ende des Tragbalkens aufgeschoben und mittels eines Arretierbolzens in einem Querschlitz dieses Endes befestigt.
Einzelheiten der Erfindung werden anschliessend in Ausführungsbeispielen eingehend beschrieben, doch soll sie nicht auf diese Möglichkeiten ihrer Verwirklichung beschränkt bleiben. Auch die in den angeschlossenen Patentansprüchen verwendeten Bezugszeichen sollen keinerlei Einschränkung bedeuten ; sie dienen lediglich zum erleichterten Auffinden bezogener Teile in den Zeichnungen. Fig. 1 zeigt in Seitenansicht den erfindungsgemässen Träger mit einer Ramme als Arbeitsgerät, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 1, Fig. 3 diese Anordnung in Längsrichtung von Seite der Ramme aus gesehen und Fig. 4 einen Abschnitt vom Ende des Tragbalkens.
Der Träger zum Anbringen von Wechselarbeitsgeräten besteht aus einem Rohr-l-und einem in dieses einschiebbaren Tragbalken-2--. Er ist grundsätzlich für die verschiedensten im Strassendienst in Verwendung stehenden Geräte geeignet, doch wird er im nachstehenden in Verbindung mit einer Ramme zum Setzen von Pfählen in den Erdboden in Verbindung mit einer durch Druckluft oder elektrisch angetriebenen Schlagvorrichtung beschrieben.
Am Rohr--l--sind beidseitig Anbauplatten--la--angeordnet, so dass der Träger nach Wendung um 1800 sowohl links- als auch rechtsseitig für Arbeiten an den Strassenrändern eingesetzt werden kann, wobei seine Anbauplatten--la--mit Schraubbolzen od. dgl. an der Frontplatte --34-- des Kraftfahrzeuges --35-- befestigt werden. Um ihn auch für nichtgenormte Frontplatten verwenden zu können, sind die Anbauplatten - entweder auswechselbar oder mittels einer Zwischenplatte--31--an die jeweilige Frontplatte anzupassen. In Fig. 2 ist eine solche Zwischenplatte--31--mit einem Einhängehaken--39--strichliert angedeutet.
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--35-- über- vorgesehen, in die Abstellbeine--16--eingesetzt werden können.
Zum'Angleichen an den Bodenabstand des Stützschwenkrades--12--bzw. zum Ausgleichen von Bodenunebenheiten sind auch die Abstellbeine--16--mit einer Schraubenspindel--16a--in ihrer Länge verstellbar.
Der Tragbalken--2--weist einen Ansatzstutzen--30--zum Aufstecken eines Sitzes --23-- für den Bedienungsmann des jeweils angesetzten Arbeitsgerätes auf. Da der Träger nach Verdrehung um 1800 auch mit der auf der andern Seite angeordneten Anbauplatte--la--an der Frontplatte --34-- des Kraftfahrzeuges --35-- befestigt werden kann, sind am Tragbalken --2-- beidseitig Ansatzstutzen --30-vorgesehen, damit bei wechselseitiger Verwendung des Trägers auch der Sitz--23--entsprechend auf der andern Seite angeordnet werden kann.
Im Ausführungsbeispiel wird ein Rammgerät --36-- als am Träger angeordnetes Arbeitsgerät
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beschrieben, doch ist es selbstverständlich möglich, wechselweise auch andere Geräte darauf anzuordnen, z. B.
Leitpfahl- und Leitplankenwascheinrichtungen od. dgl.
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--21-- des Tragbalkens --2-- wirdRarnmgerüst um etwa 150 nach jeder Seite quer zur Fahrtrichtung des Kraftfahrzeuges --35-- verstellen.
Zum lotrechten Einstellen des Rammgerüstes--4--wird am Trägerflansch und/oder am Trägersteg mindestens ein selbstfallendes Lot--4b--mit Null-Marke angebracht. Das Rammgerüst--4--ist mit Bolzen --40- auf dem Geräteträger --3-- beweglich befestigt. Man kann aber auch das Rammgerüst um 900 schwenken, um es über die Leitplanken einschieben zu können bzw. hinter den Leitschienen Rammarbeiten durchführen zu können.
Am Geräteträger--3--ist eine Motor- oder Handseilwinde --8-- für ein Zugseil--24--angeordnet, die zum Bewegen der Ramme--5--mit dem jeweils angesetzten Rammpfahl--6--dient, wobei das Zugseil --24-- über eine Rolle-38--am Oberende des Rammgerüstes --4-- geführt ist. Damit das Zugseil - ständig unter Spannung gehalten und das Auf- und Abrollen auf der Trommel der Motor- oder
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Seilwinde vorhanden ist.
Um nach Beendigung des Schlagvorganges die Ramme--5--mit dem Rammpfahl--6--wieder aus dem Boden herausziehen zu können, ist am Rammpfahl--6--ein Haken--15--schwenkbar angeordnet, der in einen Bolzen Ramme-5-eingehängt werden kann. Durch den Rammvorgang mit dem
Rammpfahl--6--ist dieser bei Erreichen der Endtiefe voll im Erdreich eingespannt. Durch ein kurzes Anheben mit dem Hydraulikzylinder des Stützrades in Verbindung mit der Abstützplatte kann die
Anfangs-Mantelreibung überwunden werden.
Viele Trägerfahrzeuge verfügen über eine Hydraulik-Kompaktanlage--33--mit elektromagnetischer
Schaltung--32--, die zur Steuerung des Rammgerätes --36-- verwendet werden kann.
Wie aus vorstehendem ersichtlich, ist der vorgeschlagene Träger für die Anbringung der verschiedenartigsten Geräte verwendbar, die zur Sicherung des Strassenverkehrs bestimmte Einrichtungen rasch anbringen lassen, Reparaturen rationell durchzuführen ermöglichen, Reinigungsarbeiten an diesen Einrichtungen bewerkstelligen u. dgl. Wie die Praxis zeigt, müssen Schneestangen bei vorhandenen Leitschienen ausserhalb von diesen gesetzt werden. Hier erweist sich der erfindungsgemässe Träger als besonders vorteilhaft, denn um mit einem Rammgerüst über die Leitschiene einfahren zu können, muss dieses über die Leitschienen verbracht werden.
Dies geschieht durch die Betätigung der Kurbel--18--wodurch über die Schnecke--10--und den Zahnkranz --11-- die gesamte Rammeinrichtung so weit seitlich verschwenkt wird, dass sie über der Leitschiene liegt und nach Ausschieben des Tragbalkens --2-- hinter diese in die Arbeitsstellung zurückgedreht werden kann.
Sehr vorteilhaft ist dabei das Stützschwenkrad --12-- mit Abstützplatte --12b--, das nicht allein zur Entlastung des Tragbalkens--2--dient und dessen seitliches Ein- und Ausschieben erleichtert, sondern auch ein unbehindertes Weiterfahren des Kraftfahrzeuges --35-- ermöglicht, da sich das Stützrad sofort der jeweiligen Bewegungsrichtung anpasst. Hiedurch werden auch Unfälle oder Beschädigungen der verwendeten Einrichtungen vermieden.
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