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Die Erfindung bezieht sich auf einen druckmittelbetriebenen Motor, welcher als Planetengetriebe mit innenverzahnten Sonnenrädern ausgebildet ist, mit einem ersten, mit dem Motorgehäuse fest verbundenen und einem zweiten, auf der Motorabtriebswelle sitzenden Sonnenrad, mit zwei auf einer Exzenterwelle, welche den Steg des Planetengetriebes bildet, sitzenden Planetenrädern, von welchen das eine (erste) mit dem ersten Sonnenrad und das andere (zweite) mit dem zweiten Sonnenrad in Eingriff stehen, wobei die Ex- zenterwelle einen Flansch aufweist, dessen Aussendurchmesser grösser ist als der Kopfkreisdurchmesser des ersten Planetenrades und mit Kanälen zur Zu- und Abführung des Druckmittels zu den Arbeitshohlräu- men.
Es ist ein derartiger Motor bekannt geworden (USA-Patentschrift Nr. 3, 367, 239), der ein niedriges Übersetzungsverhältnis und ein entsprechend geringes Drehmoment der Abtriebswelle aufweist. Das Unter- setzungsverhältnis kann bei einem solchen Motor nicht erhöht werden, ohne die Abmessungen zu vergrossem.
Bei gleichen Abmessungen müsste bei Erhöhen der Zahnzahl der Modul verkleinert werden, was zu einem
Leistungsabfall und zu einer Verringerung des Motorwirkungsgrades führt. Überdies wird an der Stirn- seite des Motors ein Verteiler für das Druckmittel verwendet, welcher kein zufriedenstellendes Füllen der
Zahnlücken mit Druckmittel gewährleistet, wodurch ebenfalls der Wirkungsgrad herabgesetzt ist.
Auch die grossen radialen Ausmasse des stirnseitigen Verteilers und eine beträchtliche Axialkraft, die vom Spurlager der Exzenterwelle aufgenommen wird, setzen den Wirkungsgrad herab.
Es ist ein Ziel der Erfindung, einen Motor zu schaffen, der frei von diesen Nachteilen ist. Dieses Ziel lässt sich mit einem druckmittelbetriebenen Motor der eingangs erwähnten Art erreichen, bei welchem er- findungsgemäss zwischen dem ersten und dem zweiten Planetenrad eine feststehende, kreisringförmige, zur
Hauptachse des Motors koaxiale Trennwand angeordnet ist, deren Aussendurchmesser den Fusskreisdurch- messer des ersten Sonnenrades übersteigt, und deren Innendurchmesser kleiner als der Fusskreisdurch- messer des ersten Planetenrades, vermindert um den doppelten Betrag der Exzentrizität der Exzenterwelle ist.
Der erfindungsgemässe Motor erlaubt ein hohes Untersetzungsverhältnis (bis 10000 : 1) unter Beibehaltung eines grossen Moduls, und man kann ein hohes Ausgangsdrehmoment erreichen.
Es ist dabei zweckmässig, wenn längs der Achse des Zapfens der Exzenterwelle ein durchgehender Kanal mit grossem Querschnitt vorgesehen ist, welcher im Kämmbereich des ersten Planetenrades und des ersten Sonnenrades mittels einer dichten, schräg verlaufenden Zwischenwand in zwei geschlossene Zonen geteilt ist, und dass in dem Zapfen diesen Zonen gegenüberliegend Öffnungen und in dem Planetenrad von den
Zonen zu den Zahnlücken führende, an sich bekannte Radialschlitz vorgesehen sind. Durch eine Verkürzung des Druckmittelweges, eine Verminderung der lokalen hydraulischen Verluste und ein vollständigeres Füllen der Zahnlücken ergibt sich ein wesentlich verbesserter Wirkungsgrad. Überdies werden die Lager der Exzenterwelle entlastet, da die Axialkraft, die durch den Druck des Druckmittels auf die Stirnfläche der Exzenterwelle entsteht, vermindert ist.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist auf dem Ende des Zapfens eine exzentrische Hülse aufgesetzt, deren Exzentrizität jener der Exzenterwelle gleicht, und auf der Hülse ist eine in einer Stirnflächenausdrehung der Abtriebswelle untergebrachte Lagerstütze befestigt.
Dadurch lässt sich dank einer Vergrösserung der Lagerabmessungen der Exzenterwelle der hydraulische Wirkungsgrad erhöhen und die Lebensdauer des Motors verlängern.
Der erfindungsgemässe Motor kann in wirksamer Weise als Antrieb für die Elektrodendrahtzuführung bei halbautomatischen Schweissgeräten benutzt werden. Der Motor ist auch ganz allgemein für Schweissanlagen oder sonstige Anlagen geeignet, bei welchen eine Kühlflüssigkeit oder ein Gas benutzt wird und ein Betrieb unter erhöhten Temperaturen unvermeidlich ist.
Der druckmittelbetriebene Motor kann weiters überall dort benutzt werden, wo eine gedrungene Bauart, geringes Gewicht, ein hohes Drehmoment bei geringer Drehzahl sowie ein stossfreies Regeln erforderlich sind. Der erfindungsgemässe Motor weist ein grosses Reduktionsvermögen (ab 20 bis 10000) und einen hohen hydraulischen Wirkungsgrad auf.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert, die in den Zeichnungen veranschaulicht sind. Es zeigen Fig. l das Getriebeschema eines erfindungsgemässen Motors, Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemässen Motor, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie m-du der Fig. 2, Fig. 4 einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Motors, und Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 4.
Gemäss dem Getriebeschema (Fig. 1) bestimmt sich das Übersetzungsverhältnis eines druckmittelbetriebenen Motors in allgemeiner Form zu :
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Dabei bedeuten : Za... Zähnezahl des sich drehenden Sonnenrades --a--, Zb... Zähneza. hl des feststehenden Sonnenrades --b--, Ze... Zähnezahl des Planetenrades --c-- und Zd... Zähnezahl des Planetenrades --d--.
Durch alleiniges Ändern der Räderzähnezahl unter Beibehaltung des Mittelpunktabstandes zwischen den zugeordneten Rädern kann das Übersetzungsverhältnis des Motors in einem grossen Bereich (von 20 bis 10000) geändert werden. Es ist eine wesentliche Verminderung der Ausgangswellendrehzahl und eine entsprechende Vergrösserung des Drehmomentes erreichbar.
Gemäss Fig. 2 ist das Gehäuse --1-- eines druckmittelbetriebenen Motors einstückig mit einem ersten, festehenden Sonnenrad --b-- ausgebildet. Ein Planetenrad-c-steht im Eingriff mit dem feststehenden, innenverzahnten Sonnenrad-b--. Ein zweites Planetenrad --d-- steht in Eingriff mit einem zweiten, ebenfalls innenverzahnten Sonnenrad --a--, welches auf der Motorabtriebswelle --3-- sitzt. Zwischen den ein Doppelzahnrad --2-- bildenden Planetenrädern --c, d-- ist eine feststehende, kreisringförmige Trennwand --4-- angeordnet. Der Aussendurchmesser dieser Trennwand übersteigt den Fusskreisdurchmesser des ersten Sonnenrades --b--, ihr Innendurchmesser ist kleiner als der Fusskreisdurchmesser des ersten Pla- netenrades --c--, vermindert um den doppelten Betrag der Exzentrizität --e-- der Exzenterwelle --7--.
Das Doppelzahnrad --2-- sitzt in Wälzlagern --5 und 6-- mit Spielpassung auf dem Steg-H--des Getriebes, der von der Exzenterwelle --7-- mit einem Flansch --8-- und einem exzentrischen Zapfen --9-- ge- bildet ist.
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--9-- der Exzenterwelle --7-- istrades --b-- mittels einer dichten, schräg verlaufenden Zwischenwand --10-- in zwei geschlossene Zonen --11, 12-- geteilt ist, In dem Zapfen --9-- sind diesen Zonen gegenüberliegende Öffnungen-20, 21-und in dem Planetenrad --c-- von den Zonen zu den Zahnlücken führende Radialschlitze --22-- vorgesehen.
Der Steg --H-- ist mit einem sichelförmigen Blatt --13-- versehen (Fig. 3), das in den Zahnlücken-Arbeitshohlraum eingreift, und diesen in zwei Zonen A, B teilt. Der Steg --H-- trägt zwei Wälzlager --14, 15--. Das eine Lager --14-- sitzt auf der Exzenterwelle --7-- und ist im Gehäuse --1-- angeordnet. Auf dem Ende des Zapfens --9-- ist eine exzentrische Hülse --16-- aufgesetzt, deren Exzentrizität jener der Exzenterwelle gleicht, und auf der Hülse --16-- ist eine in einer Stirnflächenausdrehung der Abtriebswelle - untergebrachte Lagerstütze für das zweite Wälzlager --15-- befestigt.
Das Gehäuse --1-- ist mit Öffnungen --17 und 18-- in Stutzen für die Zu- bzw. Abführung des Druckmittels versehen. DieAbtriebswelle --3-- weist eine radiale Bohrung --19-- zur Verbindung mit der Öffnung --18-auf.
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im Antriebsgehäuse --1-- befestigt ist. Dieser Motor funktioniert in gleicher Weise wie der weiter oben beschriebene.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Druckmittelbetriebener Motor, welcher als Planetengetriebe mit innenverzahnten Sonnenrädern ausgebildet ist, mit einem ersten, mit dem Motorgehäuse fest verbundenen und einem zweiten, auf der Motorabtriebswelle sitzenden Sonnenrad, mit zwei auf einer Exzenterwelle, welche den Steg des Planetengetriebes bildet, sitzenden Planetenrädern, von welchen das eine (erste) mit dem ersten Sonnenrad und das andere (zweite) mit dem zweiten Sonnenrad in Eingriff stehen, wobei die Exzenterwelle einen Flansch aufweist, dessen Aussendurchmesser grösser ist als der Kopfkreisdurchmesser des ersten Planetenrades und mit Ka-
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dass zwischen dem ersten und dem zweiten Planetenrad (c bzw.
d) eine feststehende, kreisringförmige, zur Hauptachse des Motors koaxiale Trennwand (4) angeordnet ist, deren Aussendurchmesser den Fusskreisdurchmesser des ersten Sonnenrades (b) übersteigt, und deren Innendurchmesser kleiner als der Fusskreisdurchmesser des ersten Planetenrades (c), vermindert um den doppelten Betrag der Exzentrizität (e) der Exzenterwelle (7) ist.