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Die Erfindung betrifft eine Blasvorrichtung zur Herstellung eines zwei voneinander getrennte Zellen aufweisenden Hohlkörpers, insbesondere eines Doppelkammerkanisters, wobei die Zellen im Bereich ihrer einander zugekehrten Wände miteinander verbunden sind, mit zwei unterhalb einer Strangpressdüse angeordneten
Blasformhälften, die horizontal aufeinander zu und voneinander weg bewegbar sind, und im geschlossenen
Zustand zwei voneinander getrennte Formhohlräume durch Trennwände bilden sowie mit in der Trennebene der beiden Blasformhälften angeordneten und in dieser verschiebbaren Pinolen, die eine Blasluftzuführung aufweisen.
Es ist bekannt, zwei Zellen, die für sich kleine Kanister bilden, zu einem einzigen Kanister zu vereinen.
Solche zweizellige Kanister sind bequem, wenn man zwei verschiedene Flüssigkeiten transportieren muss, z. B.
Benzin und Schmieröl zur Herstellung von Zweitakt-Gemischen. Bei bekannten Kanistern dieser Art wird auf derjenigen Wand der einen Zelle, die der andern Zelle zugewandt ist, ein grosser Druckknopf angeformt. Dieser
Druckknopf wird dann in eine entsprechende Ausnehmung der gegenüberliegenden Wand der andern Zelle eingerastet. Damit die Zellen sich nicht um die horizontale Achse des Druckknopfes verdrehen können, ist an den einander zugewandten Wänden zusätzlich eine Rastnase und eine Rastsicke vorgesehen. Solche Kanister müssen in zwei Arbeitsgängen hergestellt werden und später von Hand vereinigt werden. Ihre Verbindung ist zu wenig dauerhaft, zu wenig belastbar und zu wenig steif.
Der Griff kann nur an einer der Zellen vorgesehen sein und es bereitet Platzschwierigkeiten, wenn die Mitte des Griffes über dem gemeinsamen Schwerpunkt der beiden
Zellen liegen soll. Ausserdem trägt der Griff nur zur Versteifung derjenigen Zelle bei, an der er angebracht ist.
Es ist weiters bekannt, einen zwei Zellen aufweisenden Kanister dadurch herzustellen, dass zwei halbfertige
Einzelkanister miteinander verschweisst werden. Eine einwandfreie Verbindung dieser beiden Einzelkanister bereitet jedoch beträchtliche Schwierigkeiten. Um eine sichere und haltbare Verbindung herzustellen, ist es nämlich nötig, dass die hohe Temperatur der beiden extrudierten Schläuche, aus welchen die beiden
Einzelkanister hergestellt werden, so lange beibehalten wird, bis sich die beiden Schlauchwände an der
Verbindungsstelle berührt haben.
Da sich bei der bekannten Vorrichtung zur Bildung eines solchen Kanisters jedoch die Schlauchwände zunächst an Zähnen der beiden Blasformhälften anlegen, die bei geschlossenen
Blasformhälften ineinandergreifen, besteht die Gefahr, dass sich die Schlauchwände hiebei so weit abkühlen, dass eine einwandfreie Verbindung nicht mehr gewährleistet ist. Weiters weist die Verbindung der beiden
Einzelkanister auch deshalb nicht die erforderliche Festigkeit auf, da die beiden Schläuche an der Berührungsstelle eine glatte Oberfläche aufweisen, so dass es lediglich zu einem overflächenhaften Aneinanderkleben und nicht zu einer Verschweissung und einstückigen molekularen Verbindung kommt.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Nachteile der bekannten Vorrichtung zur Bildung eines zwei voneinander getrennte Zellen aufweisenden Hohlkörpers zu vermeiden und eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, mit der in einem Arbeitsgang ein solcher zwei Zellen aufweisender Hohlkörper hergestellt werden kann, wobei eine einwandfreie und dauerhafte Verbindung der beiden Zellen gewährleistet ist.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass den Blasformhälften von der Strangpressdüse ein einziger Schlauch aus thermoplastischem Kunststoff zuführbar ist und die in jeder Blasformhälfte vorgesehene Trennwand eine Innenkühlung aufweist, wobei die Trennwände zueinander fluchtend und mit einem Abstand von der Trennebene der beiden Blasformhälften angeordnet sind, so dass die Zellen im Bereich ihrer einander zugekehrten Wände durch eine, in ihrer Dicke dem Abstand der Trennwände entsprechende Verbindungsleiste miteinander verbunden sind und dass die die Blasluft zuführenden Pinolen in an sich bekannter Weise den Halbausnehmungen der Blasformhälften für die beiden Einfüllstutzen in ihrer Neigung zur Trennwand der Zellen angepasst sind und die Innendorne für die Stutzen bilden,
wobei den beiden Zellen über die Pinolen die Blasluft mit etwa gleichem Druck zuführbar ist. Mit der erfindungsgemässen Blasvorrichtung kann somit ein zwei voneinander getrennte Zellen aufweisender Hohlkörper aus einem einzigen Schlauch hergestellt werden, so dass eine Trennung der beiden Zellen nicht erfolgen kann. Weiters ermöglicht es die erfindungsgemässe Blasvorrichtung, die beiden Zellen gleichmässig zu blasen, so dass während des Blasens das weiche Schlauchmaterial nicht von einer Zelle in die andere wandern kann. Das heisse Schlauchmaterial kann sich bei der erfindungsgemässen Blasvorrichtung rasch abkühlen und verfestigen, da es ja seine hohe Temperatur nicht für die Verbindung mit einem andern, gesonderten Hohlkörper aufrechterhalten muss.
Hiedurch ist es möglich, einen einstückigen Hohlkörper zu bilden, der zwei voneinander getrennte Zellen aufweist, dessen Festigkeit jedoch genau so gross ist wie ein lediglich einen einzigen Hohlraum aufweisender Kanister. Die erfindungsgemässe Blasvorrichtung ist weiters einfach in ihrem Aufbau, da beispielsweise für die Herstellung des zwei getrennte Zellen aufweisenden Hohlkörpers nur ein einziger Extruder benötigt wird.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung sind zwischen den beiden Ausnehmungen für die Einfüllstutzen in den Blasformhälften weitere Halbausnehmungen in jeweils einer Zelle für einen Bügelgriff vorgesehen, wobei mindestens im Bereich der einen Griffwurzel eine Rippe in der Halbausnehmung vorgesehen ist, deren Querschnitt den Innenraum des Mittelgriffes verdrängt und die Griffwurzel massiv macht. Diese Rippe ermöglicht die Bildung einer Quetschstelle im Bügelgriff, wodurch eine durch den Bügelgriff gebildete Verbindung zwischen den beiden Zellen unterbrochen und die Griffwurzel verstärkt wird.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Zeichnungen hervor. In diesen zeigt Fig. 1 die Seitenansicht eines
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fertigen Kanisters ohne Schraubkappen. Fig. 2 stellt eine Draufsicht zu Fig. 1 dar. Fig. 3 zeigt schematisch die Seitenansicht der erfindungsgemässen Blasvorrichtung nach dem Extrudieren des Schlauches jedoch vor dem Schliessen der Blasformhälften und der Auf- und Auswärtsbewegung der Pinolen. Fig. 4 stellt eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Blasvorrichtung ähnlich der Fig. 3, jedoch bei geschlossenen Blasformhälften und bei Anordnung der Pinolen in ihrer Arbeits-Endstellung dar.
Fig. 5 zeigt einen Horizontalschnitt durch eine Blasformhälfte der erfindungsgemässen Vorrichtung und Fig. 6 die eine Hälfte einer Trennwand vor dem Einschweissen in die Blasformhälfte nach Fig. 5.
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1- nur die Hälfte fasst. Beide Zellen-12, 13-haben auf ihren oberen, einander abgewandten Seiten, Schrägen --14, 16-- auf denen Schraubstutzen--17 und 18--stehen. Man kann also jede Zelle --12, 13--über ihren eigenen Stutzen--17, 18--befüllen oder entleeren. Symmetrisch zur Trennebene --19-- und in dieser liegend ist oben ein Griff --21-- vorgesehen, der mit einer Griffwurzel--22--dicht
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die Zelle--12--als auch die Zelle--13--an deren Oberseite übergeht.
Die Zellen--12, 13--hängen an ihren Wänden--26, 27--durch eine schmale Leiste--28--einstückig zusammen. Die Leiste--28--geht in ihrem oberen Bereich--29--in die Griffwurzel --24-- über und schliesst in ihrem unteren Bereich - 31--mit der Unterseite des Kanisters--11--ab. Zwischen beiden Zellen--12, 13--sind also zwei schmale senkrechte Spalte--32, 33--vorhanden, die beim Ausführungsbeispiel einen Abstand von 3 bis 4 mm haben, jedoch mehr als 10mal so tief sind. Es handelt sich also um schmale Spalte--32, 33--, die senkrecht zur Trennebene --19-- grosse Flächen haben.
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unterbrechen.
Es kann daher wegen des Griffes keine Flüssigkeit von der einen Zelle in die andere Zelle gelangen.
Gemäss Fig. 3 und 4 erzeugt ein Extruder--38--einen hängenden kreisrunden heissen Schlauch--39-von genügender Länge. Der Extruder--38--ist wie üblich ortsfest vorgesehen. Der untere Rand--41--des Schlauches--39--reicht bis unter Blasformhälften--42--, die senkrecht zur Trennebene--19--, d. h. senkrecht zur Zeichnungsebene von Fig. 3 und 4, aufeinander zu bis zum Schliessen der Form und voneinander weg zum öffnen der Form an einem nichtdargestellten Gestell horizontal und linear beweglich geführt sind.
Die Blasformhälften sind bezüglich der Trennebene--19--im wesentlichen symmetrisch, so dass es ausreicht, eine einzige zu beschreiben.
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Halbausnehmung-44--nachQuetschstellen--34, 36--verursachen. Entsprechend dem Spalt--33--ist eine Trennwand--53-senkrecht zur Trennebene--19--vorgesehen, die durch die gesamte Höhe der Blasformhälfte --42--sich erstreckt. Die Trennwand --53-- reicht mit ihrer Stirnseite --54-- nicht ganz bis zur trennwandseitigen Quetschkante-56--, entsprechend der halben Stärke der Leiste-28--. Die Trennwand --53-- ist aus zwei Platten hergestellt, von denen eine Platte--57--in Fig. 6 schematisch dargestellt ist.
Die Platte ist halb so breit wie der Spalt-33--. In ihrer Innenfläche-58-ist eine mäanderförmige Vertiefung-59eingearbeitet, die mit einem Auslass--61-und einem Einlass--62-- aus der Platte --57- herausführt.
Eine zweite hiezu spiegelbildliche Platte ist dicht mit der Platte--57--verbunden, so dass die Vertiefungen --59-- beider Platten einen Wasserdurchfluss ergeben. Beide Platten werden dann in die Blasformhälfte --42-- eingesetzt, mit dieser verschweisst und durch Materialauftrag die notwendigen Abrundungen--63-hergestellt. In der Blasformhälfte --42-- sind Wasseranschlüsse vorgesehen, die mit dem Auslass--61--bzw. dem Einlass --62-- fluchten, so dass die Trennwand--53--von aussen gekühlt werden kann. Diese Kühlung ist sehr wesentlich, denn sie verhindert beim öffnen der Blasformhälften, dass die Trennwand--53--mit den Seitenflächen des Spaltes--33--verklebt.
Trotz des Kühlens verschweissen die der Leiste --28-entsprechenden Bereiche des Schlauches --39-- vollständig und nahtlos.
Unterhalb des Randes--41--sind zwei Bewegungsvorrichtungen-64, 66--vorgesehen, die schematisch durch zwei Kästchen dargestellt sind. Die Bewegungsvorrichtungen können pneumatisch, hydraulisch, mechanisch oder sonst wie arbeiten. Auf jeden Fall sind sie in der Lage, zwei in der Trennebene --19-- befindliche Pinolen--67, 68--in einer zusammengesetzten Bewegung gemäss den Pfeilen--69, 71, 72, 73--sowohl nach oben als auch nach aussen zu führen, so dass die Pinolen--67, 68--etwa parallel zu sich selbst bewegt werden und ihre Spitzen eine Ortskurve gemäss den gestrichelten Pfeilen-74, 76--
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beschreibt.
Die Pinolen --67, 68-- greifen bei ihrer Aufwärts-Auswärtsbewegung in den Rand des zunächst kreisringförmig hängenden Schlauches--39--und bewegen diesen nach aussen, wie dies etwa Fig. 4 zeigt. Der
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sich wegen des Durchmessers der Pinolen--67, 68--nicht. Sie würden sonst verkleben. Wenn die Blasformhälften --42-- geschlossen sind, so setzt der Blasvorgang ein. Es wird mit etwa 10 atü geblasen und es bilden sich die beiden Zellen-12, 13--. Die Pinolen-67, 68- dienen als Innendorn für die Schraubstutzen--17, 18--. Da der Druck in beiden Zellen--12, 13--gleich ist, prandert die Leiste --28-- weder zur einen noch zur andern Zelle--12, 13--aus. Geringe Druckdifferenzen machen wenig aus, da ja die Leiste--28--recht schmal ist.
Ein gewisser Überdruck in der Zelle --12-- würde das Material im
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keinerlei Hohlraum mehr vorhanden ist.
Nach der Abkühlzeit fahren die Pinolen--57, 58--bei noch geschlossenen Blasformhälften--42--in
Richtung der Schraubstutzen--17, 18--heraus, die Blasformhälfte --42-- öffnen sich und der Kanisterrohling wird ausgestossen und fällt nach unten. Daraufhin nehmen die Pinolen--67, 68--wieder die in Fig. 3 gezeichnete Lage ein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Blasvorrichtung zur Herstellung eines zwei voneinander getrennte Zellen aufweisenden Hohlkörpers, insbesondere eines Doppelkammerkanisters, wobei die Zellen im Bereich ihrer einander zugekehrten Wände miteinander verbunden sind, mit zwei unterhalb einer Strangpressdüse angeordneten Blasformhälften, die horizontal aufeinander zu und voneinander weg bewegbar sind, und im geschlossenen Zustand zwei voneinander getrennte Formhohlräume durch Trennwände bilden sowie mit in der Trennebene der beiden Blasformhälften angeordneten und in dieser verschiebbaren Pinolen, die eine Blasluftzuführung aufweisen, dadurch ge- kennzeichnet, dass den Blasformhälften von der Strangpressdüse ein einziger Schlauch (39) aus thermoplastischem Kunststoff zuführbar ist und die in jeder Blasformhälfte (42) vorgesehene Trennwand (53)
eine Innenkühlung aufweist, wobei die Trennwände (53) zueinander fluchtend und mit einem Abstand von der Trennebene der beiden Blasformhälften angeordnet sind, so dass die Zellen (12,13) im Bereich ihrer einander zugekehrten Wände durch eine, in ihrer Dicke dem Abstand der Trennwände (53) entsprechende Verbindungsleiste (28) miteinander verbunden sind und dass die die Blasluft zuführenden Pinolen (67,68) in an sich bekannter Weise den Halbausnehmungen (43,44) der Blasformhälften (42) für die beiden Einfüllstutzen (17,18) in ihrer Neigung zur Trennwand der Zellen (12, 13) angepasst sind und die Innendorne für die Stutzen bilden, wobei den beiden Zellen (12,13) über die Pinolen (67,68) die Blasluft mit etwa gleichem Druck zuführbar ist.
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