AT332718B - Verfahren zur herstellung von presslingen aus zerkleinertem, vorzugsweise pflanzlichen material - Google Patents

Verfahren zur herstellung von presslingen aus zerkleinertem, vorzugsweise pflanzlichen material

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AT332718B AT965774A AT965774A AT332718B AT 332718 B AT332718 B AT 332718B AT 965774 A AT965774 A AT 965774A AT 965774 A AT965774 A AT 965774A AT 332718 B AT332718 B AT 332718B
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/0005Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing for briquetting presses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • General Preparation And Processing Of Foods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
B. Grünmehl.usw. 



   Bei der Herstellung solcher hochverdichteter Presslinge hatte man bisher mit verschiedenerlei Schwierigkeiten zu kämpfen ; die Presslinge neigten dazu, im Verlauf ihrer Lagerung bzw. ihres Transportes auseinanderzufallen und ihren Zusammenhalt zu verlieren. Zur Behebung dieser Mängel wurde bereits daran gedacht, dem zu verpressenden Material klebende Substanzen, wie etwa Kleber auf Dextrin- oder Eiweissbasis, beizumengen, doch erschwert und verteuert die Beimengung solcher Kleber die Herstellung der Presslinge und zeitigt ausserdem das erwünschte Ergebnis nicht im vollen, befriedigenden Ausmass ; dies gilt auch weitgehend für den aus der USA-Patentschrift Nr. 3, 013, 880 bekanntgewordenen Vorschlag, bei der Verpressung von vorzerfasertem Heu das in diesem Heu enthaltene Glutin als Bindemittel wirksam werden zu lassen. 



   Bekannt ist es ferner aus der Schweizer Patentschrift Nr. 75154 einem zu verpressenden Grünmehl ein trocknendes Öl, allenfalls auch gemeinsam mit Wasser bzw. Wasserdampf, hinzuzufügen ; auch dieses öl sollte als Bindemittel wirksam werden. 



   Die Erfindung beruht demgegenüber auf der Erkenntnis, dass die eingangs erwähnten Schwierigkeiten beim Verpressen insbesondere vegetabilischen Materials vorwiegend darauf zurückzuführen sind, dass das Material zu viel Luft enthält, wenn es mit solcher darin feinverteilter Luft vermischt verpresst wird. Diese Luft kann beim formgebenden Pressen nicht entweichen, sie wird komprimiert und lässt die Presslinge nach deren Herstellung aufquellen.

   Der mit dem Pressgut vermischte, elastisch komprimierte Luftanteil wird bei einem Material der obenbezeichneten Gattung, also bei einem vegetabilischen Material, dessen Halmstruktur durch eine vorhergehende Zerkleinerung weitestgehend zerstört wurde, dadurch besonders hoch, dass sich dieses Material unter Umständen, insbesondere dann, wenn es trocken ist, bei der Verarbeitung elektrostatisch auflädt und dass dadurch die Teilchen dieses Materials die Luft feinverteilt gewissermassen zwischen sich festhalten. 



   Auf Grund dieser Erkenntnisse wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, zur Herabsetzung des im Pressgut enthaltenen Luftanteiles die Adhäsion der Teilchen des zu verpressenden Materials zumindest vor einem letzten, die endgültige Dichte der Presslinge bewirkenden Pressvorgang durch Benetzen der Teilchen mit einer wässerigen Flüssigkeit, z. B. mit Seife versetztem Wasser, und/oder durch Neutralisieren einer allenfalls vorhandenen elektrostatischen Aufladung dieser Teilchen und/oder durch Entzug der im zerkleinerten Material enthaltenen Luft,   z. B.   durch Abquetschen, zu erhöhen. 



   Optimale Wirkung zeitigt eine Kombination mehrerer dieser Massnahmen, doch wird auch schon durch Anwendung bloss einer oder der andern dieser genannten Massnahmen der Zusammenhalt der Presslinge und das   Zustandekommen einer hohen Dichte der Presslinge ausserordentlich begünstigt. Als weiterer Vorteil ergibt sich, dass der für das Pressen des Materials auf eine vorbestimmte hohe Dichte, etwa 500 kg/m3 und darüber,   erforderliche Leistungsaufwand auf ein optimales Minimum verringert wird, insbesondere dann, wenn zum Benetzen des Materials ein wässeriges Medium verwendet wird, das nicht nur als Benetzungsmittel dient bzw. eine elektrostatische Aufladung der Teilchen verhindert, sondern gleichzeitig auch als Gleit- und Schmiermittel wirkt ;

   durch diese Massnahme verringert sich der zur Herstellung der Presslinge aufzuwendende Pressdruck, mit dem die sich in der Pressform aufbauende Reibung zu überwinden ist. 



   Die Neutralisierung der elektrostatischen Ladung der Teilchen kann im Rahmen der Erfindung grundsätzlich auf beliebige Art erreicht werden. Es mag zwar zur Neutralisierung einer solchen elektrostatischen Ladung im allgemeinen genügen, die Teilchen mit einem leitfähigen Medium zu vermengen bzw. zu beschichten und dadurch diese Ladung vermittels dieses Mediums zu neutralisieren. Man kann jedoch diese Neutralisierung im Rahmen der Erfindung vorteilhaft auch durch ein Ionisieren, so etwa durch Besprühen des zu verpressenden Materials mit einem sogenannten   Ionensprüher   erzielen, wie solche beispielsweise zur elektrostatischen Neutralisierung von Kunststoffteilchen bei der Herstellung von Kunststoffprodukten benutzt werden. 



   Der Luftentzug kann im Rahmen der Erfindung auf beliebige Art durchgeführt werden, sei es durch Absaugen oder durch Abdrücken der im Material enthaltenen Luft, jedenfalls soll dieser Luftentzug vor dem letzten, die Presslinge formenden Verfahrensschritt durchgeführt werden, beispielsweise durch Abquetschen des benetzten Pressgutes. 



   Selbstverständlich ist bei der Wahl des Benetzungsmittels bzw. bei der allfälligen Zugabe eines Schmier- oder Gleitmittels, auf die Art der beabsichtigten Verwertung der Presslinge zu achten, beispielsweise werden für die Herstellung solcher Presslinge, die Fütterungszwecken dienen sollen, zweckmässigerweise solche Zusätze zu verwenden sein, die den Nährwert, die Qualität und/oder den Geschmack bzw. die Verdaulichkeit der Presslinge verbessern oder zu deren Konservierung, also zu deren Haltbarkeit, Lagerfähigkeit und Beibehaltung der Genussfähigkeit beitragen. 



   Wesentlich im Sinne der Erfindung sind jedoch nicht diese Eigenschaften, sondern das Wesen der Erfindung besteht vielmehr-wie schon eingangs dargelegt-darin, den Luftanteil in dem zu verpressenden Material vor dem endgültigen formgebenden Pressen auf ein möglichst geringes Ausmass zu verringern, u. zw. durch eine Vergrösserung der Adhäsion dieses Materials, sei es durch Hinzufügung solcher Zusätze, welche diese Adhäsion 

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 EMI2.1 


AT965774A 1974-09-23 1974-12-03 Verfahren zur herstellung von presslingen aus zerkleinertem, vorzugsweise pflanzlichen material AT332718B (de)

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