AT32966B - Verfahren zur Herstellung von eines ohne besondere Zuschläge gebrauchsfertigen Zementes aus Hochofenschlacke. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von eines ohne besondere Zuschläge gebrauchsfertigen Zementes aus Hochofenschlacke.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 mit Lösungen alkalischer Substanzen erwähnt. Demgegenüber wird ausdrücklich bemerkt, dass die Lösungen der Salze nach vorliegender Erfindung mit der flüssigen Schlacke so in Reaktion gebracht werden, dass das   Lösungsmittel   vollständig verdampft, so dass ein wasserfreies hydraulisches Schlackenprodukt erhalten wird. 



   In der britischen Patentschrift Nr. 28256 vom Jahre 1902 ist ein Verfahren angegeben, durch Zerstäuben der   nüssigen   Schlacke zwei   Schlackenmodinkationen,   eine glasige, chemisch   untätige   Modifikation und eine schwammige, chemisch tätige Modifikation, zu erhalten. Diese beiden Modifikationen, chemisch und physikalisch voneinander   unterschieden,   sollen durch schnelleres und langsameres Abkühlen der Schlackenteilchen durch die bekannten Anspritzverfahren, nämlich durch Dampf-,   Luft-,   Gasstrom, ein Gemisch von Wasser-, Dampf-, Luftund Gasstrom oder durch mechanische Mittel, wie Walzen oder Zentrifugalzerteiler, erzielt werden. 



  Erst durch Mischen und Vermahlen dieser beiden   notwendigen Schlackenmodifikationen   in geeigneten Verhältnissen kann ein Zement erzielt werden. 



   Vorliegende Erfindung vermeidet nun die vorerwähnten und die den bisher bekannten nassen Verfahren anhaftenden Übelstände dadurch, dass die   feurigflüssige   Schlacke mit Lösungen wasserlöslicher Salze des Kalziums, Aluminiums oder Magnesiums behandelt wird, wodurch einesteils eine mechanische Einwirkung auf die Schlacke erfolgt, so dass sie ihre physikalische Beschaffenheit ändert und sich der physikalischen Beschaffenheit des   ungeschmolzenen   Zements nähert und andererseits auch die schädlichen Bestandteile der Schlacke derart umgewandelt werden, dass sie ihre schädlichen Eigenschaften verlieren und die Abbindefähigkeit nicht nur nicht stören, sondern   unterstützen.   Das Verfahren wird in der Weise ausgeführt, dass man in den Schlackellstrom beim Verlassen des Hochofens Lösungen der Salze von Kalzium,

   Aluminium oder Magnesium oder eine Mischung solcher   Salzlösungen   einspritzt. Die Konzentration dieser Lösungen ist so zu wählen, dass das erhaltene Erzeugnis   vollkommen   frei   vun Wasser ist und   keiner weiteren Trocknung bedarf. Der   Schlackenstrom   kann gegebenenfalls durch beliebige Mittel während oder vor der Behandlung fein verteilt werden.

   Die   Einführung   der   Salzlösungen,   beispielsweise Alaun, Magnesiumsulfat oder Kalziumnitrat geschieht, wie erwähnt, durch Einspritzen der Lösungen in den Schlackenstrom ; bei der hohen Temperatur der Schlacke verdampft das Lösungswasser sofort und es tritt wohl'auch eine Dissoziation der Salze ein und durch diese beiden Ursachen wird nicht allein die physikalische Beschaffenheit des Schlackenmaterials, 
 EMI2.1 
 



   Die eingespritzten Salze sind, wahrscheinlich wegen der bei der hohen Temperatur eintretenden Dissoziation, als solche in dem fertigen Produkt nicht mehr   nachweisbar. Ein Teil   des vorhandenen Schwefels und oft die Gesamtmenge   desselben   ist bei dieser Dissoziation zu   Schwefelsäure oxydiert,   so dass der schädliche Einfluss des Schwefels aufgehoben wird. Ein Teil des Schwefels   der Sulfidc wird   auch gasförmig als H2 S entfernt.

   Die frei werdenden Säureradikale 
 EMI2.2 
 Giessereiroheisenschlacken, welche ohne schnelle Abkühlung zu einem   Mehl, dem Hüttenmelll,     zerfallen würden, luftbeständig   sind und eine Art   Klinker darstellen 0  
Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Schlackenklinker sind von schwammiger Beschaffenheit, sehr leicht zu   vermahlen   und binden wie guter Portlandzement schon nach zwei bis drei Stunden ab. Auch im übrigen verhält sich das gewonnene Produkt   vollkommen   wie wirklicher   Portlandzcment0  
Die Menge der anzuwendenden Salze wechselt mit der Zusammensetzung der Schlacke. 



  Wenn z.   B.   Hochofenschlacke gebraucht wird, die annähernd 28-31% Kieselsäure, 12-18% Ton- 
 EMI2.3 
 gehalt an Salzen, z.   B.   bis zu 10%, eingespritzt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.4 salze so eingespritzt werden, dass das Lösungsmittel in Berührung mit der Schlacke vollständig verdampft.
AT32966D 1904-11-03 1905-07-03 Verfahren zur Herstellung von eines ohne besondere Zuschläge gebrauchsfertigen Zementes aus Hochofenschlacke. AT32966B (de)

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