AT32914B - Vorrichtung zur Entlastung der Achsialdampfturbinen vom Achsialschub. - Google Patents

Vorrichtung zur Entlastung der Achsialdampfturbinen vom Achsialschub.

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AT32914B
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Richard Schulz
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Richard Schulz
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  Vorrichtung zur Entlastung der Achsialdampfturbinen vom Achsialschub. 



   Zur Entlastung der Achsialturbine vom Achsialschub ist es bekannt, zwei in allen Abmessungen gleiche Turbinen symmetrisch zueinander auf ein und derselben Welle so anzuordnen, dass sich die in Richtung ihrer Achse wirkenden beiden Einzeldrucke gegenseitig aufheben. Bei Verbunddampfturbinen ordnet man auch die Hochdruckturbine zur Niederdruckturbine so an, dass ihre Achsialdrucke nach entgegengesetzten Richtungen wirken. Bekannt ist es ferner, eine Achsialdampfturbine mit einer Radialturbine so zu verbinden, dass beide Turbinenkörper einen achsialen Schub in derselben Richtung   erfahren,   der durch die Wirkung des Dampfes auf den   Rücken   der Radialturbine ganz oder teilweise aufgehoben wird.

   Es wird also hier nicht jeder   Turbinenkörper   für sich gespeist und der Entlastungsdruck wird auch nicht lediglich mit einer zur Entlastung gerade ausreichenden Dampfmenge erzeugt. Am gebräuchlichsten sind aber Gegendruckscheiben, welche auf der Welle festsitzen. Ihre Abdichtung erfolgt mittels Labyrinthdichtung, die in beschränktem Masse   dampfdurchlässig   ist. 



   Bei der vorliegenden Erfindung werden zwar auch Gegendruckscheiben benutzt, aber die   Labyrinthdichtung   ist durch ein System von   Leit-und Laufradkränzen   ersetzt, so dass der Leckdampf mit zur Arbeitsleitsung herangezogen wird. Die Entlastungsscheibe ist als Entlastungs- 
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   Nach Fig. 2 ist für möglichst wirtschaftliche Ausnutzung des zur Entlastung erforderlichen Dampfes eine achsial beaufschlagte Entlastungsturbine b vorgesehen, die mit Dampf gespeist   wird, welcher bereits in der zu entlastenden Turbe a gearbeitet, also an Spannung verloren hat. Eine zwischen der Dampfeintritts. und Dampfaustrittsseite der Turbine a liegende Ring-   kammer a2 ist durch ein ausserhalb des   Turbinengehäuaes   oder innerhalb der Turbinentrommel angeordnetes   Rohr e bzw. e   mit der Dampfkammer bl der Turbine b verbunden, die ihrer Bestimmung gemäss, lediglich mit der zur Entlastung nötigen Menge Dampf gespeist wird.

   Auch bei dieser Ausführungsform kann man je nach Wahl des inneren Durchmessers der Entlastungsturbine b und der Lage der Kammer a2 einen gewissen   Überschuss   des Achsialdruckes nach der einen'oder anderen Richtung erzielen. 



   Nach Fig. 3-5 ist neben der achsial beaufschlagten Turbine a eine achsial beaufschlagte   Entlastungsturbine   b angeordnet, die möglichst kleine Abmessungen und kurze Dampfwege hat. Für beide Turbinen ist nur ein Gehäuse d und nur eine Welle c vorgesehen. Beide erhalten Dampf aus einer gemeinschaftlichen Dampfeintrittskammer al, blasen aber in getrennte Kammern/   bzw. j1   aus. Im Beispiel nach Fig. 3 ist der Durchmesser der Turbine b annähernd gleich dem des ersten Turbinenrades der Turbine a, nach Fig. 4 ist der mittlere Durchmesser der Turbine b grösser als der mittlere Durchmesser des ersten Turbinenrades der Turbine a, nach Fig. 5 kleiner als diese.

   Ihr Achsialschub wird durch den entgegengesetzt gerichteten Achsialschub der Turbine b ganz oder teilweise aufgenommen und der resultierende Achsialschub ist dem der Turbine a entgegengerichtet. Für die Grösse des Achsialschubs kommt noch der Gegendruck in der Austrittskammer / der Turbine a   bzw. j1   der Turbine b auf die Aussenfläche der Turbinen in Betracht. Trotz grösseren Durchmessers erhält die Turbine a wegen der sehr niedrigen   Dampfspannung   in   Kammer/nur   geringen Gegendruck. Mit starker Erhöhung des Enddruckes der Turbine a liesse sich zwar ihr Achsialschub herabsetzen, der   hindurchströmende   Dampf würde dann aber nur schlecht ausgenutzt werden.

   Die Turbine b dagegen kann man ohne wirtschaftlichen Nachteil mit hohem Enddruck arbeiten lassen, u. zw. am besten in der Weise, dass man den Dampf aus der Turbine b nach der Austrittskammer/der Turbine a nicht unmittelbar abführt, ihn vielmehr in dieser Turbine noch arbeiten lässt. 



   Zu diesem Zweck ist das Dampfaustrittsrohr der Entlastungsturbine b mit mehreren durch   Ventile < abschliessbaren   Ringkammern   a2,     a3,   a4 (Fig. 3) oder mit nur einer   Ringkammer   a2   (Fig.   4 und 5) der Turbine a in Verbindung. Je nachdem man den Dampf aus der Turbine b 
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   spannung   und kann auf diese Weise die Grösse des   Achsialschubs   regeln. 



   Nach Fig. 6 ist eine Turbine a mit achsialer Beaufschlagung in Verbindung mit einer radial 
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 Vorsprung n vor dem Schieberring k und im Vorsprung n einen oder mehrere Ausschnitte auf gewisse   Länge/, M (Fig.   8) für den Zutritt des Dampfes zur Entlastungsturbine b. Der Schieberring   k     'erhätt Leitkanläle ebenfalls   nur auf einem ebenso langen Teil des Umfanges. Man kann also durch Drehen des Schieberrings den Dampfzutritt zur Turbine b   nach Bedarf regeln. Die   partielle   Beaufschtagung der Turbine könnte aber   auch in anderer bekannter Weise, erfolgen. 



   Die partiell beaufschlagte Entlastungsturbine dient als neues und sehr   brauchbares Mitte !,   
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Wird dagegen der zur Leistungserhöhung der Turbine bestimmte Dampf vorher durch eine   Entlastullgsturbine   geführt, die wie in Fig. 7 und 8 ein   oder mehrere regelbare Schaufelsysteme   
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    der Expansionskraft des Dampfes,-entsprechend   der Differenz zwischen Ein-und Austrittsspannung in der Entlastungsturbihe in nützliche Arbeit umgesetzt werden. 



   In beiden Beispielen nach Fig. 9 und 10 ist die   Entlastungsturbine b auf der Wolle c   der zu entlastenden Turbine a mit besonderem Gehäuse e versehen. Nach Fig. 9 strömt der Kesseldampf durch Rohrleitung / in die Eintrittskammer a1 am vorderen Ende des Gehäuses d der zu entlastenden Turbine a. Der Ausblasedampf der letzteren geht aus der Ringkammer   a3 am   hinteren Ende des Gehäuses d in den Kondensator   h.   Die Turbine b erhält ihren Dampf entweder aus 
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 durch ein   Rohr fl, u. zw. im letzteren   Falle mit geringerem Druck als im ersteren, weil der Dampf auf dem Wege bis zur Ringkammer a2 in der Turbine a bereits Arbeit geleistet hat. 



   Die Turbine b nach Fig. 9 wird beispielsweise radial beaufschlagt. Hat der Dampf darin gewirkt, so kann er aus der Kammer g durch ein Rohr   g2   entweder in den Kondensator h oder ins Freie oder in eine Turbine geleitet werden, die mit niedrigem Druck arbeitet. Man kann aber auch, wie im dargestellten Beispiel angenommen, den Dampf aus der Turbine b durch ein Rohr gl in eine besondere, in einiger Entfernung von der Austrittskammer a3 angeordnete Ringkammer a4 der Turbine a einführen, damit in dieser der Dampf noch weitere Arbeit leisten kann. 



   Im Beispiel Fig. 10 arbeitet eine Aktionsturbine a mit einer Entlastungsturbine b auf derselben Welle. Da die Aktionsturbine bekanntlich nur einen sehr geringen Achsialschub durch die eigene Dampfarbeit erfährt, so dient hier die Hilfsturbine hauptsächlich dazu, einen ausserhalb der Turbine a wirkenden Achsialschub aufzunehmen, z. B. bei Schiffen den Schub des Propellers, bei Windemaschinen mit Übertragung mittels Schnecke auf Schneckenrad den Schub auf das Lager der Schneckenwelle, ebenso den Schub auf das Wellenlager bei, einseitig wirkenden Zentrifugalpumpen oder dgl. 



   Im Beispiel Fig. 10 strömt des Kesseldampf durch   Rohr f der   ersten Kammer al der Aktionsturbine a zu, die mit weiteren Kammern a2,   a3,   a4 und davon ausgehenden Düsen versehen ist, welche den Dampf den einzelnen Laufrädern der Welle c zuführen. Der die Turbine a durchströmende Dampf geht am hinteren Ende des Gehäuses d durch die Ringkammer a5 in den Kon-   densator.   Auf der Welle c ist auch hier die Entlastungsturbine b mit besonderem Gehäuse e, und zwar, wie dargestellt, beispielsweise für achsiale Beaufschlagung angeordnet. 



   Die übrige Einrichtung ist analog der mit Bezug auf Fig. 9 beschriebenen. Mit der Eintrittskammer der Turbine b ist eine   Rohrleitung P, 12 mit zwei   Ventilen in Verbindung, von denen das eine den Dampfweg aus Kammer al, das andere den Dampfweg aus Kammer a3 abzusperren 
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Claims (1)

  1. zum Zweck möglichster Ausnutzung des Dampfes.
    4. Entlastungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher auf derselben Welle mit der zu EMI3.4 <Desc/Clms Page number 4>
    5. Entlastungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der die Entlastungsturbine verlassende Dampf der zu entlastenden Turbine an zweckmässiger Stelle wieder zugeführt wird und in dieser weitere Arbeit leistet.
    6. Entlastungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zweck der Erhöhung der Leistung der zu entlastenden Turbine über die normale Arbeitsleistung hinaus mindestens am ersten Leitrad der Entlastungsturbine eine Reguliervorrichtung angeordnet ist.
    7. Entlastungsvorrichtung nach Anspruch 4, bei welcher auf derselben Welle mit der Turbine eine Entlastungsturbine mit kurzen Dampfwegen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zunächst für Achsialschubregelung bestimmte Entlastungsturbine nur für geringen Dampf- verbrauch dimensioniert und mit einem besonderen Gehäuse mit möglichst kurzen Dampfwegen versehen ist, zum Zweck, den zur Achsialschubregelung verwendeten Dampf auch für nützliche Arbeit noch möglichst auszunutzen.
    8. Entlastungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der die Ent- lastungstl1rbiue durchströmende Dampf vor dem Eintritt in dieselbe oder nach Austritt aus derselben einen längeren Weg in der zu entlastenden Turbine zurücklegt, zum Zwecke, den durch beide Turbinen geführten Dampf möglichst wirtschaftlich auszunutzen.
AT32914D 1906-02-14 1906-02-14 Vorrichtung zur Entlastung der Achsialdampfturbinen vom Achsialschub. AT32914B (de)

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