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Die Erfindung betrifft ein Doppelzylinderschloss, insbesondere Einbau-Doppelzylinderschloss mit einer Kupplung, bei dem die Zylinderkerne gegen Herausziehen aus dem Zylindergehäuse durch Seegerringe gesichert sind und die Kupplung an den beiden Stirnseiten, mittig je einen Schlitz und zylinderkernseitig je eine sich über ihrem Umfang erstreckende Ringnut aufweist.
Es ist ein Zylinderschloss, insbesondere in Einbau-Doppelzylinderschloss bekannt, das mit einer Sicherung des Zylinderkernes bzw. der Zylinderkerne gegen Herausziehen aus dem Zylindergehäuse versehen ist. Ferner ist eine durch den Schlüssel steuerbare Kupplung zwischen dem Schliessbart und dem Zylinderkern bzw. den Zylinderkernen vorgesehen. Bei diesem bekannten Doppelzylinderschloss sind die Sicherung der Zylinderkerne gegen Herausziehen aus dem Zylindergehäuse und die durch den Schlüssel steuerbare Kupplung zwischen dem Schliessbart und den Zylinderkernen unter Verwendung eines den Schliessbart tragenden Zwischenstückes, weg von der Freifräsung für den Schliessbart im Zylindergehäuse in dem Bereich der Zylindergehäusebohrungen verlegt.
Dieses bekannte Schloss besitzt eine Kupplung, die einen äusserst komplizierten Aufbau aufweist, wodurch die Herstellung aufwendig und die Funktionsweise beeinträchtigt ist.
Gemäss der deutschen Offenlegungsschrift 2113008 ist ein Zylinderschloss bekannt, das zwei Gehäusehälften aufweist. In jeder Gehäusehälfte ist ein Zylinder gelagert, der durch einen elastischen Ring gegen Herausziehen gesichert ist. Die Gehäusehälften sind voneinander getrennte Elemente, die über die Kupplung wieder mit elastischen Ringen verbunden sind.
Die elastischen Ringe sind in Rillen eingesetzt, die in den einander ergänzenden kegelstumpfförmigen Abschnitten der Gehäusehälften und der Kupplungsteiler ausgenommen sind. Beim Zusammensetzen der beiden Gehäusehälften zu einem Doppelzylinderschloss werden die Gehäusehälften axial gegen den Kupplungsteil gedrückt. Die elastischen Ringe werden bei Berührung der konischen Eingänge der Bohrungen zusammengedrückt und nehmen ihre Normallage erst wieder ein, wenn die Rillen zur Deckung kommen. Arretierungen vervollständigen die Verbindung der beiden Gehäusehälften.
Dieses bekannte Schloss weist den Nachteil auf, dass durch die zwei am Umfang der Kupplung angeordneten schrägen Flächen, die Gefahr eines Auflaufens der Kupplung im Gehäuseteil gegeben ist, vor allem dann, wenn als Material für die Kupplung Messing verwendet wird.
Weiters ist bei dem bekannten Zylinderschloss eine Montage nicht möglich. Diees Schloss kann also bei einem Defekt nicht repariert werden.
Die Demontage eines Doppelzylinderschlosses ist jedoch dann von Wichtigkeit, wenn bei Anlagen mit Gruppenschlössern ein Schlüssel verloren wird. In einem solchen Fall werden bei den Doppelzylinderschlössern die Gesperre ausgetauscht bzw. gegen neue ersetzt.
Ferner weist das bekannte Schloss den Nachteil auf, dass das Gehäuse geteilt ausgeführt ist. Durch diese Ausführung des Zylinderschlosses kann eine Beeinträchtigung der Schlüsselfunktion auftreten. Wird jedoch das bekannte Doppelzylinderschloss mit genauen Passungen hergestellt, so steigen die Herstellungskosten enorm. überdies können bei dem bekannten Schloss Schwierigkeiten beim Befestigen des Schlosses in der Tür auftreten, da durch die Arretierungen, die die axiale Führung für die beiden Gehäusehälften sind, keine Möglichkeit der Befestigung des Schlosses in der Tür besteht, da keine Bohrung für den Befestigungsschrauben vorgesehen ist.
Das erfindungsgemässe Doppelzylinderschloss zielt darauf ab, die Nachteile der bekannten Schlösser zu vermeiden und eine Kupplung zu schaffen, die einfach in ihrer Herstellung ist.
Das Doppelzylinderschloss gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der als Kupplung dienende Zylinder in Bohrungen der Zylinderkerne gelagert ist und dass die kupplungsseitig angeordneten Seegerringe an sich bekannte Laschen aufweisen, die die Zylinderkerne vertikal zu ihrer Achsrichtung durchdringen und in die Ringnuten des Zylinders eingreifen.
Bei dem erfindungsgemässen Doppelzylinderschloss wird durch die Lagerung des als Kupplung ausgebildeten Zylinders eine grössere Abbruchsicherung erzielt. Dies trifft vor allem bei Doppelzylinderschlössern zu, bei denen die Länge des Gehäuseteiles in dem der Zylinderkern gelagert ist, grösser ist als die Länge des Schlüsselsbartes.
Bei einem solchen Doppelzylinderschloss ragt der als Kupplung dienende Zylinder mit seinen Stirnflächen in die Bohrung des Zylinderkernes so weit hinein, dass bei in das Schloss eingesetztem Schlüssel mit der Schlüsselspitze die Kupplung bewegt wird.
Die erfindungsgemässe Kupplung ist unverschieblich in den Bohrungen der Zylinderkerne gelagert. Diese Lagerung der Kupplung gewährleistet einen störungsfreien Betrieb des erfindungsgemässen Doppelzylinderschlosses.
Die Herstellung des als Kupplung ausgebildeten Zylinders ist für alle Baulängen von Doppelzylinderschlössern denkbar einfach. In den auf die entsprechende Länge für die gewünschte Baulänge des Doppelzylinderschlosses abgedrehten zylindrischen Rohteil werden nur die an den Stirnseiten angeordneten Schlitze und die Ringnuten für die Aufnahme der Laschen der Seegerringe eingefräst.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Doppelzylinderschlosses liegt darin, dass die Seegerringe einerseits die Zylinderkerne gegen Herausziehen sichern und anderseits auch den als Kupplung dienenden
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Zylinder in seiner Position halten. überdies greift der Seegerring mit seiner Lasche in die Ringnut des als Kupplung dienenden Zylinders ein. Durch diesen Eingriff der verlängerten Lasche des Seegerringes ist das Doppelzylinderschloss gegen Abbruch im montierten Zustand gesichert.
Bei den herkömmlichen Doppelzylinderschlössern war es verhältnismässig leicht, das in einer Tür montierte Schloss, sofern ein Teil seines Gehäuseendes aus der Tür herausragte, abzubrechen. Der schwächste Querschnitt der herkömmlichen Doppelzylinderschlösser war der Mittelteil des Schlosses, der die Bohrung für die Befestigungsschraube aufwies. Bei diesen Doppelzylinderschlössern war für den Abbruch also nur der Querschnitt des Mittelteiles massgebend.
Bei dem erfindungsgemässen Doppelzylinderschloss wird jedoch der Abbruch des Schlosses dadurch verhindert, dass die verlängerte Lasche des Seegerringes in die Ringnut des als Kupplung dienenden Seegerringes eingreift. Durch diesen Eingriff der Lasche in die Ringnut kann bei einer Biegebeanspruchung des Doppelzylinders der als Kupplung dienenden Zylinder nicht aus der Längsebene der Zylinderkerne geschwenkt werden. Dadurch wird der Mittelteil des Doppelzylinderschlosses nicht auf Biegung beansprucht. Auf diese Weise ist das Schloss gegen Abbruch einwandfrei gesichert.
An dem als Kupplung dienenden einstückig ausgebildeten Zylinder kann zwischen den Ringnuten die Sperrnase befestigt sein.
Diese Befestigungsart weist den Vorteil auf, dass die Kraftübertragung vom Schlüssel über die Kupplung direkt auf die Sperrnase erfolgt und sich eine weitere Vereinfachung des Schlossaufbaues ergibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemämässen Doppelzylinderschlosses dargestellt.
In dem Gehäuse--l--sind zwei Zylinderkerne--2, 3--gelagert. Das Gehäuse--l--und die Zylinderkerne--2, 3--weisen nicht dargestellte korrespondierende Bohrungen auf, in denen die unter Federdruck stehenden geteilten Zuhaltestifte vorgesehen sind.
In den Zylinderkernen --2 bzw. 3--ist an den kupplungsseitigen Enden je eine Bohrung--6 bzw. 7-vorgesehen, in der der als Kupplung dienende Zylinder--8--gelagert ist. Der Zylinderkern--2 bzw. 3--ist durch einen am kupplungsseitigen Ende vorgesehenen Seegerring--4 bzw. 5--gegen Herausziehen aus dem Gehäuse-l-gesichert. Eine Lasche-9 bzw. 10-des Seegerringes-4 bzw. 5-ragt durch den Zylinderkern in die Bohrung--6 bzw. 7--hinein.
Der in den Bohrungen--6 bzw. 7--gelagerte Zylinder--8--weist zwei sich um seinen Umfang erstreckende Ringnuten-11, 12- auf, in die die Enden der Laschen-9, 10-eingreifen.
Zwischen den beiden Ringnuten--11, 12--des Zylinders--8--ist die Sperrnase--16--befestigt.
Ferner weist der Zylinder --8-- an seinen beiden Stirnseiten, mittig je einen Schlitz-13, 14-auf, in dem die Spitze des Schlüssels--15--eingreift. Die Schlüsselspitze bewegt beim Sperren die Kupplung, wodurch die Kraftübertragung vom Schlüssel --15-- auf die Sperrnase--16--direkt über den Zylinder --8-- erfolgt.
Dies ist ein weiterer Vorteil, da vor einem Abtasten des Schlosses keine fixe Verbindung zwischen Zylinderkern und Sperrnase hergestellt werden kann. Durch das Schlüsselprofil bedingt, kann der Abtastende nur ein Federplättchen zum Abtasten verwenden. Wenn er nun Teilung erreicht hat, dreht sich der Rotor, aber nur für sich allein ohne Sperrnase, da für die Sperrnasenbetätigung der Schlüssel in den Schlitz des Mittelteiles eingreifen muss. Dadurch, dass der Abtastende wenn er Teilung erreicht hat, sein zartes Abtastwerkzeug in den Mittelteil verschieben muss, um die Sperrnase betätigen zu können, weist das Schloss eine zusätzliche wirksame Aufsperrsicherung auf.