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Die Erfindung betrifft eine Bauverkleidung mit einem Metallkern, mit welchem eine mit Asphalt getränkte Faserschicht verbunden ist und der eine Asphaltdeckschicht, gegebenenfalls auch eine weitere Metall- oder Kunststoffdeckschicht trägt sowie ein Verfahren zu deren Herstellung.
Die Güte der Beschaffenheit von Bauverdeckungen mit Metallkernen beeinflusst in entscheidendem Masse ihre Lebensdauer. übliche Anstriche von Deckblechen sind nicht gegen aggressive Industrieatmosphären länger als einige Jahre widerstandsfähig und müssen erneuert werden, was zwar technologisch möglich, an schlecht zugänglichen Stellen jedoch sehr schwierig ist.
Es wurden somit mehr widerstandsfähige Schichten für Metallkerne vorgeschlagen, die oft aus einer Reihe von Materialien kombiniert sind.
Die Anschaffungskosten derartiger Verdeckungen sind zwar höher, sie werden jedoch durch eine längere Widerstandsfähigkeit gegen Korrosionswirkung des umgebenden Mediums kompensiert. Derartige Verdeckungen besitzen entweder eine Schicht aus unter Hitze aufgetragenem Zink oder eine Schicht metallisierten Aluminiums, die ferner je nach Umständen mit mehreren Schichten üblicher Anstrichstoffe oder synthetischer Harze versehen ist. Hochwiderstandsfähig gegen Korrosion ist eine emaillierte Blechverdeckung, deren grössere Verbreitung aber durch die hohen Anschaffungskosten und die Sprödigkeit der Emailschicht behindert wird, die bei Versand und Montage leicht beschädigt und schwer reparierbar ist.
Im Bauwesen wird häufig eine Verkleidung verwendet, die einen Metallkern besitzt, der an beiden Seiten mit Asphaltschutzschichten versehen ist, die mittels eines Fasermaterials, z. B. mittels Asbestpapier, Filz u. dgl. am Kern verankert ist. Die Oberflächenschicht hat oft ausser ihrer Funktion als Schutz auch dekorativ zu wirken und besteht oft aus verschiedenen Folien, z. B. aus Aluminium oder Thermoplasten, die gemäss den Vorschlägen von Architekten gefärbt und verziert sind. Verdeckungen dieser Art dienen nicht nur zum Schutz der Aussenwände und des Daches von Bauten, sondern kommen auch für Innenverkleidungen in Betracht, namentlich für Industriebauten, wo aggressive Medien vorhanden sind.
Bestehende kontinuale Verfahren für die Erzeugung von Bauverdeckungen dieser Art waren nicht genügend auf den Schutz von Kanten des Metallkernes eingestellt. Während sich an den Kernflächen verlässlich schützende Asphaltschichten befanden, blieben die Umfangskanten entweder ganz entblösst oder sie waren nur ungenügend durch die obere dekorative Schicht verdeckt. Das war dadurch verursacht, dass die einzelnen Teile der Verdeckung aus einem aus einer Fertigungsstrasse kommenden Band abgeschnitten wurden, weshalb es nicht möglich war, die Schutzschichten über die Kernkanten zu biegen, da sowohl die Kerne, als auch die Schutzschichten gemeinsame Teilebenen besassen.
An den ungenügend geschützten Kanten des Metallkernes kommt es durch Wirkung aggressiver Medien zu einer Korrosion, die ein Zusammenhalten der Schutzschichten mit dem Grundmaterial ungünstig beeinflusste, so dass die Lebensdauer der Bauverdeckung sehr beeinträchtigt war.
Es wurde zwar schon ein nicht kontinuales Erzeugungsverfahren vorgeschlagen, wo die einzelnen, gemäss ihren erforderlichen Abmessungen zugeschnittenen Metallkerne in einer Presse mit Schutzschichten auf Asphaltbasis versehen werden, die mittels Fasermaterial an den Flächen der Metallkerne verankert werden. Nach dem Pressen des Zwischenproduktes wurde die Presse nachgelassen, das mit Asphalt getränkte Fasermaterial, das über den Umfang des Metallkernes reichte, wurde über die Kanten gebogen und das Ganze wiederholt gepresst.
Dieses Verfahren bietet zwar gute Ergebnisse, es ist jedoch langwierig und kostspielig im Vergleich mit einem Verfahren auf einer kontinualen Fertigungsstrasse.
Die Faserschicht dient als Vermittler für das Verankern des oberen Asphaltüberzuges am Metallkern. Diese Schicht wird mit dem Metallkern entweder durch Einwalzen in geschmolzenes Zink, Blei oder in ein anderes ähnliches, leicht schmelzbares Material verbunden, aus welchem ein überzug des Metallkernes gefertigt wurde, oder sie wird mit dem Kern mittels einer früher auf den Kern aufgetragenen Asphaltschicht verbunden.
Als Material für die Faserschicht kommt üblich Asbest oder Wollfilz in Betracht.
Die so angefertigte Bauverdeckung ist zwar gegen Einflüsse des umgebenden Mediums sehr widerstandsfähig, aber deren Anwendbarkeit wird durch eine geringe Haftfestigkeit des oberen Asphaltüberzuges mit dem Metallkern beschränkt. Dieser Nachteil wird dadurch bedingt, dass weder Asbest, noch Wollfilz eine genügende Festigkeit aufweisen, und ferner wegen ihrer grossen Dichte mit Asphalt mit niedrigem Erweichungspunkt, etwa 25 bis 45 C imprägniert werden müssen, d. h., mit sehr dünnflüssigem Asphalt. Diese Asphaltgattung verleiht dem Asbest oder Wollfilz nicht eine Festigkeit, die ihre mechanische Beschädigung bei groberer Manipulation, die im Bauwesen üblich ist, verhüten würde.
Durch Einwalzen von Asbest oder Wollfilz in geschmolzenes Zink oder Blei wird zwar eine feste Verbindung der Faserschicht mit dem Metallkern erzielt, ein Beschädigen der Bauverdeckung kann jedoch dennoch durch Reissen der Faserschicht in ihrer Ebene zustandekommen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Bauverkleidung mit Metallkern zu schaffen, die widerstandsfähiger ist als derzeit verwendete Bauverkleidungen, und deren Erzeugung bei vollem Schutz der Kanten der Metallkerne gegen aggressive Einflüsse der Umgebung an kontinuierlichen Fertigungsstrassen möglich ist.
Dies wird bei einer Bauverkleidung mit einem Metallkern, mit welchem eine mit Asphalt getränkte
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Faserschicht verbunden ist und der eine Alsphaltdeckschicht, gegebenenfalls auch eine weitere Metall- oder Kunststoffdeckschicht trägt, dadurch erreicht, dass die kontinuierlich hergestellte, eine gestreckte Matte aus Mineralfasern, wie z. B. Glas, Basalt, Schlacke und gegebenenfalls andere Deckschichten sowie Bitumen mit höherem Erweichungspunkt enthaltende Deckschicht die Stirnkanten und vorzugsweise auch die Längskanten der Metallkerne um einen gewissen Betrag überragt und die über Metallkerne vorstehenden Teile der Deckschicht am Ende des kontinuierlichen Erzeugungsverfahrens durch den Druck einer Schneidemaschine beim Queraufteilen miteinander verbindbar sind.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Bauverkleidung, bei dem auf einen Metallkern beiderseitig Bänder von Fasermaterial unter gleichzeitigem Sättigen mit Asphalt und allfällig eine Deckfolie aufgetragen werden, besteht darin, dass zwischen die Bänder aus Fasermaterial unter Abständen einzelne, auf die erwünschte Länge und Breite zubereitete Metallkerne zugeführt werden und nach Beenden der letzten Oberflächenzubereitung das entstandene Band an den Seiten und quer in Lücken, die zwischen den einzelnen Metallkernen entstanden sind, zugeschnitten werden, wobei die Schneideebenen ausserhalb der Metallkerne verlaufen. Die mit Asphalt getränkten Schichten von Fasermaterial reichen über deren Kanten und sind miteinander fest gebunden.
Nach einem weiteren Merkmal des erfindungsgemässen Verfahrens wird nach der letzten Oberflächenzubereitung und vor dem Trennen quer zur Bandlänge das Band der Bauverkleidung der Länge nach profiliert. Es wird so dadurch der Gefahr einer Beschädigung der Stirnkanten der Bauverkleidung vorgebeugt, die sonst beim Profilieren von einzelnen geteilten Endprodukten oft vorkommt.
Die gestreckte Matte aus Mineralfasern, z. B. aus Fasern aus Glas, Basalt, Schlacke od. dgl., besteht aus nicht gewebten Fasern, deren Länge der Grössenordnung von Zehnern von Zentimetern entspricht, die übereinander unregelmässig gelegt sind. Die Struktur dieses Materials ist wesentlich weitmaschiger als das üblich verwendete
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verwendet werden kann. Die mit diesem dickflüssigen Asphalt imprägnierte gestreckte Matte hat eine viel höhere Festigkeit als das früher verwendete Asbest oder Wollfilz und kann am Metallkern gleichfalls mit Asphalt verankert werden, anstatt dem üblich verwendeten Zink oder Blei.
Dank der weitmaschigen Struktur der gestreckten Matte, die auch nach Imprägnation mit Asphalt eine gegliederte Oberfläche aufweist, kann man auch für die Oberflächenasphaltschicht einen dickflüssigen, mit Asbest gefüllten Asphalt verwenden, was weiter die Widerstandsfähigkeit der Verkleidung gegen Korrosion, mechanisches Beschädigen und hohe Temperaturen erhöht, die während des Betriebes oft beim Bestrahlen durch die Sonne vorkommt.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der Bauverkleidung wird an Hand der Zeichnungen, die schematisch eine Ansicht einer Fertigungsstrasse zur Herstellung der Bauverkleidung zeigt, näher erläutert.
Die einzelnen Metallkeme--l--werden über einen Band- oder Lattenspeiseförderer der Fertigungsstrasse zugeführt und durch das erste Paar von Separierrollen--3, 3'--erfasst. Hinter ihnen folgt ein zweites Paar von Separierrollen--4, 4'--, die gegenüber dem ersten Rollenpaar--3, 3'--einen grösseren Durchmesser haben und bei gleicher Drehzahl auch eine höhere Umfangsgeschwindigkeit aufweisen.
Falls zwischen diesen beiden Paaren von Separierrollen--3, 3'und 4, 4'--ein Metallkern--l--durchgeführt wird, kommt es zu einem Schlupf, so dass seine Vorwärtsgeschwindigkeit zwischen der Umfangsgeschwindigkeit des ersten und zweiten Paares der Separierrollen--3, 3'und 4, 4'--liegt. Sobald die Endkante des Metallkernes--l--das erste Paar der Separierrollen--3, 3'--verlässt, bewegt sich der Metallkern --1-- ohne Schlupf mit einer
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Bänder von Fasermaterial zugeführt werden, z. B. gestreckte Glasmatten, die mit Asphalt gesättigt werden, der einerseits aus einem Trichter --7-- fliesst, anderseits aus einer Wanne--6--durch die Rolle--5'-ausgetragen wird.
Die Druckrollen--5, 5'--wringen aus dem angeklebten Fasermaterial den Asphaltüberschuss, worauf das Halbfabrikat zum Paar von Auftragsrollen--9, 9'--kommt, wo, wie vorher, aus einem Trichter --11-- und aus einer Wanne--10--an beide Flächen des Halbfabrikats der Verkleidung eine weitere, in diesem Fall mit Asbest verdickte Asphaltschicht aufgetragen wird. Einem weiteren Rollenpaar--12, 12'--, das üblich ein Muster besitzt, wird von Rollen-13, 13'- eine Deckfolie, z. B. eine Aluminiumfolie, zugeführt, die in die Oberfläche der vorangehenden Asphaltschicht eingewalzt wird.
Damit ist die Oberflächengestaltung der Bauverkleidung beendet, die jetzt auf einen Abführförderer - gelangt, an dessen Seiten Schneidescheiben-15, 15'-vorgesehen sind. Diese Schneidescheiben
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Schutzschicht der Verkleidung durchschneiden. Diese Schutzschichten werden beim Schneiden miteinander verklebt und umgeben die Seitenkanten der Metallkernen
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Anstatt des Abfuhrförderers--18-oder als dessen Bestandteil kann eine nicht dargestellte Profiliervorrichtung, z. B. einige Walzstühle, eingeschaltet werden.
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restlichen Paare von Umfangskanten der Metallkerne--l--durch Schutzschichten umhüllt werden.
Am Ende der Fertigungsstrasse werden fertige Teile --17-- der Bauverkleidung in Richtung des Pfeiles--A--einem nicht angedeuteten Ablageplatz zugeführt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bauverkleidung mit einem Metallkern, mit welchem eine mit Asphalt getränkte Faserschicht verbunden ist und der eine Asphaltdeckschicht, gegebenenfalls auch eine weitere Metall- oder Kunststoffdeckschicht trägt,
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Mineralfasern, wie z. B. Glas, Basalt, Schlacke und gegebenenfalls andere Deckschichten sowie Bitumen mit höherem Erweichungspunkt enthaltende Deckschicht die Stirnkanten und vorzugsweise auch die Längskanten der Metallkerne um einen gewissen Betrag überragt und die über Metallkerne vorstehenden Teile der Deckschicht am Ende des kontinuierlichen Erzeugungsverfahrens durch den Druck einer Schneidemaschine beim Queraufteilen miteinander verbindbar sind.