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Die Erfindung bezieht sich auf eine Skibindung für Abfahrts- und Tourenlauf, bestehend aus einem Vorderbacken und einer Trittplatte, die an ihrem hinteren Ende den Hinterbacken trägt und in der Abfahrtsstellung der Bindung mit der Skioberseite verriegelt, in der Tourenstellung hingegen abhebbar ist.
Es ist auch heute noch ein nicht befriedigend gelöstes Problem des Skilaufs, eine Bindung oder eine Bindung mit Zusatzteilen zu entwickeln, die für beide Formen der Fortbewegung auf Skiern, dem Aufstieg bzw.
Wandern oder Langlauf und die Abfahrt, gleichermassen günstige Voraussetzungen bietet.
Bei der Abfahrt sollen einerseits Ski und Schuh eine feste Einheit bilden, die nur bei einer, die einstellbare Festhaltekraft überschreitenden Belastung, beide Teile wieder trennt, beim Aufstieg (Wandern, Langlauf) anderseits soll sich der Schuhabsatz leicht und in möglichst grossem Winkel vom Ski abheben lassen, um dem Fuss die, je nach Schrittlänge und Steigung unterschiedliche Abwinkelung spannungsfrei zu ermöglichen. Bei raschem Gleiten mit grossen Schrittlängen, oder bei steilen Aufstiegen mit Steigfellen, ist unter Umständen ein Aufdrehen des Schuhs gegenüber dem Ski bis zu 900 erforderlich, weil andernfalls das Skiende vom Schnee abhebt, was sehr viel Kraft kostet und daher ermüdend wirkt.
Die bekannten Bindungen dieser Art können Sohlenplatten oder Trittgestelle entweder auf Grund ihres elastischen Materials oder mit Hilfe von Scharnieren oder scharnierartigen Bauteilen vom Ski mehr oder weniger weit aufdrehen. Der Winkel dieser Bewegung ist dabei meist beschränkt und die Sohlenvorderkante des Schuhs oftmals einer starken Abnutzung ausgesetzt, oder der Schwenkbereich ist grösser, dafür aber bei der Abfahrt kein voll wirksamer Sicherheitsbacken vorhanden.
Aufgabe dieser Erfindung ist es, für eine allseitig auslösende Bindung Zusatzeinrichtung zu schaffen, die sowohl für die Abfahrt wie auch für den Aufstieg usw. optimale Bedingungen schaffen und die mit wenigen Handgriffen auf die jeweilige Benützungsart umgestellt werden kann. Dies wird, ausgehend von einer Bindung der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass die Trittplatte mit ihrem vorderen Ende im Bereich des Grundkörpers des Vorderbackens in Skilängsrichtung verschiebbar geführt, für die Tourenstellung mit dem um eine quer zur Skilängsrichtung und parallel zur Lauffläche angeordneten Achse schwenkbare Sohlenhalter kuppelbar und vorzugsweise dachförmig ausgebildet ist, wobei der Grat in der Abfahrtsstellung auf der Skioberseite aufliegt.
Bei einer hinsichtlich ihrer Einfachheit und Betriebssicherheit besonders zweckmässigen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass zur Kupplung der Trittplatte mit dem Sohlenhalter die Trittplatte mindestens eine Ausnehmung zur Aufnahme eines an einem axial verschiebbaren Hebel im Sohlenhalter sitzenden Riegels hat, der nach der Art eines Bajonettverschlusses einrastet. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Unterseite der Trittplatte zur Schneeverdrängung mit zick-zack verlaufenden Rippen versehen. Vorteilhaft weist ferner die Trittplatte an ihren Längsseiten verstellbare Führungswangen auf, die die Seitenflächen der Skis übergreifen.
Gemäss den Zeichnungen besitzt die Sohlenhalterung einen Grundkörper --1--, der über in Bohrungen --2-- einzuführende Schrauben mit dem Ski verbunden ist. Gegenüber diesem Grundkörper--l--ist ein Tragkörper --3-- schwenkbar, der Sohlenhalter --4-- zum Festhalten der Spitze des Skistiefels besitzt. Die Halter--4--sind an einem Bolzen--5--befestigt, der in eine Kugel --6-- eingeschraubt ist. Die Kugel, es könnte auch eine Walze, Rolle bzw. ein Kardangelenk sein, ist in einer Schale--7--gelagert, die eine Nut --8-- für den Durchtritt des Bolzens --5-- aufweist und unter Zwischenschaltung von Wälzkörpern --9--
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über das Kugelgelenk--12, 13 und 14--allseitig beweglich.
In einer Bohrung--16--des Grundkörpers--l--ist eine Hülse --17-- gelagert, die ein gegen eine Kugel--18--drückende Feder--19--aufnimmt. Die Kugel--18--liegt in der verriegelten Stellung des
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--3-- inGrundkörper --1-- als auch die Schale --7-- gegen eine Verdrehung gegenüber dem Tragkörper --3-verriegelt. Die Stärke der Verriegelung kann durch Verdrehen einer Mutter--21--verstellt werden, die mittels eines Gewindes die axial geführte Hülse --17-- verstellt, wodurch die Feder--19--mehr oder weniger zusammengedrückt wird.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Absatzhalterung entspricht im wesentlichen der Sohlenhalterung und es sind daher auch für die gleichen Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet worden.
Im Gegensatz zur Sohlenhalterung, bei der der pilzförmige Stössel--11--gegen eine Nase--23anliegt, ist im gezeichneten Beispiel bei der Absatzhalterung eine verschiebbare Knagge--24--vorgesehen, die
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--25-- gegenDie Absatzhalterung ist mittels Schrauben--28--mit einer Trittplatte --29-- fest verbunden, die an ihren vorderen Ende eine Nase--30--des Sohlenhalters untergreift und überdies mindestens in diesem Bereich mit den Ski übergreifenden, entsprechend der Breite des Skis verstellbaren Seitenwangen --31-- versehen ist.
Wie aus den Fig. 1 und 2 und insbesondere auch den Fig. 5 und 6 ersichtlich ist, ist der Halter--4--mit
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--32-- versehen,Trittplatte--29--besitzt eine längliche Ausnehmung--36--, in der der Riegel --34-- eingeführt und nach Verdrehen nach Art eines Bajonettverschlusses festgehalten wird.
Die Absatzhalterung besitzt eine querverlaufende und drehbar gelagerte Walze--37--, die an ihrem einen Ende mit einem Hebel --38-- versehen ist. Der Walze zugeordnet sind Ankerschrauben-39--, die in den Ski eingeschraubt sind. Die Mittellinien der Ankerschrauben und der Walze schneiden sich etwa und sowohl die Walze als auch die Ankerschrauben sind im Bereich der Verschneidung mit entsprechenden Ausnehmungen - 40 und 41-versehen.
Die Wirkungsweise der gezeigten Bindung ist wie folgt :
Vor dem Einsteigen in die Bindung wird durch einen Druck auf die Platte --27-- die Knagge --24-verschoben, sodass der Absatzhalter--22--unter Zurückdrängen des Stössels--11--nach oben verschwenkt
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Bei einem Sturz, bei dem die Auslösekraft der Bindung überschritten wird, wird, je nach der Art des Sturzes, entweder bei der Sohlen- oder der Absatzhalterung oder auch bei beiden, unter Zurückdrängung der Kugel--18--der Tragkörper--3--gegenüber dem Grundkörper--l--verschwenkt. Dabei ist jede Richtung der auslösenden Kraft möglich, weil Trag- und Grundkörper gegeneinander in allen Richtungen frei verschwenkbar sind. Zufolge der Verdrehbarkeit sowohl im Kugelgelenk--12, 14--als auch im Kugelgelenk --6, 7--wird eine besonders rasche Freigabe des Schuhes bewirkt, weil einerseits der Tragkörper --3-- nach oben oder seitlich, anderseits der Halter --4 oder 22--nach unten oder entgegengesetzt seitlich schwenkt.
Es kann auch zweckmässig sein, durch entsprechende Ausbildung der Rast --20-- - nach einer Seite steiler, nach der anderen flacher-die Auslösung nach der einen Richtung leichter, nach einer anderen Richtung schwerer zu gestalten.
Bei Abfahrten werden die Hebel --3-- in die in den Fig. 1 und 5 gezeigte Stellung, die Walze --37-in eine gegenüber der Stellung nach den Fig. 3 und 4 von 180 verdrehte Stellung gebracht. Dabei ist die
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--33-- eingedrückt(Fig. 6), so dass der Halter --4-- mit der Trittplatte --29-- gekuppelt ist, anderseits wird die Walze - -37-- in die in den Fig. 3 und 4 gezeigte Stellung gebracht. Es ist daher nun möglich, dass die Trittplatte samt der Absatzhalterung sowie dem darauf befindlichen Schuh um den Mittelpunkt der Kugel --6--
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und 10-sowie--43-- versehen werden, die diese Aufgabe besorgen (Fig. 7). Es ist aber auch möglich, entsprechend Fig. 8, den Querschnitt der Trittplatte --29'-- keilförmig auszubilden, wodurch der Schnee ebenfalls nach aussen gedrängt wird.
Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung noch zahlreiche Abänderungen möglich. So kann die Kupplung des Halters --4-- mit der Trittplatte z. B. durch Schrauben, Strammer od. dgl. erfolgen. Auch die Fixierung der Trittplatte im Bereich der Absatzhalterung kann durch andere als die gezeigten Mittel erfolgen.
Wie bereits erwähnt, ist insbesondere auch eine andere als die gezeigte kugelgelenkartige Lagerung möglich.
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